hps

Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201906 Anna Drees (B. Sc.), Ariane Rolf (M. A.), Prof. Dr. Norbert Seidl, Prof.in Dr.in Änne-Dörte Latteck Erwartungen von männlichen pflegenden Angehörigen an betreute Urlaube
Das Belastungserleben pflegender Männer erlangt im wissenschaftlichen Diskurs zunehmend Beachtung. Wenig untersucht sind Erwartungen an spezifische Entlastungsangebote wie betreute Urlaube. Neun Experteninterviews mit pflegenden Männern, die mit ihren pflegebedürftigen Ehefrauen einen betreuten Urlaub verbrachten, zielten auf die Exploration von Erwartungen, Belastungen und Faktoren, die diese beeinflussen. Die Datenauswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Gläser & Laudel (2010). Die pflegenden Männer stellten in erster Linie Erwartungen an die Betreuung, den Service und das Freizeitangebot. Diese werden durch eine Rollenveränderung und genderspezifische Konstruktionsprozesse beeinflusst. Es wurden konzeptuelle Hinweise zur Gestaltung betreuter Urlaube abgeleitet.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 21.06.2019
201903 Frauke Wiedermann, Thomas Schnittger, Dr. Julia Gockel, Antje Heckroth, Anne Mertens, Jasmin Overberg, Prof. Dr. Heinke Röbken, Prof. Dr. Martina Kadmon Evidence-based Practice in Krankenhäusern im Nordwesten Deutschlands. Status quo und Einfluss soziodemografischer Merkmale von Pflegenden auf Kenntnisse und Anwendung von EBP sowie Einstellungen gegenüber EBP
Obwohl eine Evidence-based Practice (EBP) in Deutschland seit langem gesetzlich verankert ist, wird diese immer noch unzureichend umgesetzt. Die Befragung von Pflegenden in sechs deutschen Krankenhäusern zeigt, dass weniger als die Hälfte der Pflegenden über Wissen zu EBP verfügt und noch weniger EBP in der Praxis auch anwenden. Soziodemografische Merkmale der Pflegenden wie Alter, Geschlecht, Jahre der Berufstätigkeit und Zeitpunkt der Ausbildung beeinflussen dabei sowohl Wissen und Anwendung von EBP als auch die Bewertung förderlicher und hinderlicher Faktoren zur Umsetzung von EBP in der Pflegepraxis.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 29.03.2019
201903 Christina Gold, Susan Smeaton, Shabana Maliki, Melanie Tersch, Prof. Dr. phil. Ulrike Schulze Eine unterkühlte Willkommenskultur. Ergebnisse einer qualitativen Studie zur Situation neu zugewanderter Pflegender in stationären Einrichtungen
Das Projekt TransCareKult zielt auf die nachhaltige Integration und Personalbindung von Fachpflegekräften aus dem Ausland. Zur Analyse der Bedarfe und Bedürfnisse werden die Interaktionen zwischen Pflegenden stationärer Einrichtungen und neu zugewanderter Pflegender beleuchtet. Die Daten der teilnehmenden Beobachtungen werden mit leitfadengestützten Interviews kontrastiert und im Rahmen einer begleitenden Evaluation nach der Grounded Theory ausgewertet. Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass die Sprachfähigkeit zwar bedeutsam für den Integrationsprozess ist, aber das eigentlich Essentielle das „anerkannt Sein“ im geteilten Pflegealltag darstellt. Gemeinsam werden in Fokusgruppen Qualifizierungsbausteine abgeleitet und umgesetzt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 29.03.2019
201812 Nadine Treff; Anne-Christin Linde; Prof. Dr. Annette Riedel; Professurvertretung Sonja Lehmeyer Palliative Care Begleitung in der stationären Altenhilfe. Diskussion von Möglichkeiten und Grenzen einer partizipativ entwickelten Praxisleitlinie am Beispiel interdisziplinärer und interprofessioneller Zusammenarbeit und Kooperation
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt ‚LebenBegleiten‘ hat das Ziel durch eine Praxisleitlinie die Palliative Care Begleitung in der stationären Altenhilfe zu verbessern. In einem partizipativen Mixed-Method-Design wurde in drei Modelleinrichtungen der Ist-Stand der praktizierten Palliative Care Begleitung aus unterschiedlichen Perspektiven erfasst. Daran anknüpfend erfolgte die Validierung und Konsentierung zur Ausrichtung der Praxisleitlinie mittels einer Delphi-Befragung. Neben weiteren zentralen Ansatzpunkten zeigte sich der Bedarf, die interdisziplinäre interne und externe Zusammenarbeit und Kooperation auszubauen. Welche Möglichkeiten und Grenzen eine Praxisleitlinie zur Verbesserung dieses Bedarfs bietet, wird in vorliegendem Beitrag diskutiert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 18.12.2018
201809 Dr. Helen Güther, Dr. Heike Baranzke, Lisa Luft, Prof. Dr. Hermann Brandenburg, D-Vallendar; Hanna Mayer, Johanna Breuer, Melanie Mattes, Andrea Smoliner, AT-Wien Abstracts des Monats
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 26.09.2018
201710 Katja Rosenthal-Schleicher, Prof. Anne Meißner „Wenn zwei sich streiten, leidet der Dritte ...“. Herausforderungen und Chancen im interprofessionellen Dialog zwischen pflegerischen und ärztlichen Kolleginnen und Kollegen
Die Interaktion zwischen ärztlichem Fachpersonal und Pflegenden hat eine direkte Auswirkung auf die Versorgungsqualität und die Sicherheit der Patienten. Der Literaturreview zeigt auf, welche besonderen Herausforderungen und Chancen der Dialog zwischen den beiden Professionen aufweist und welche Auswirkungen er auf die Patientensicherheit haben kann. Zentrale Elemente sind gegenseitiger Respekt und strukturierte Kommunikationsinstrumente, verbunden mit Raum für Interaktivität, Austauschmöglichkeiten auf Augenhöhe, einer gemeinsam entwickelten Sprache und einer dem interprofessionellen Dialog förderlichen Organisationskultur.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 02.10.2017
201708 Christiane A. Müller, Anne Simmenroth, Gisela Ruwe, Frauke Zarnack, Eva Hummers, Nina Fleischmann Anamnese und Planungsgespräch in der häuslichen Versorgung im interprofessionellen Team. Lehrprojekt mit Schauspielpatienten für Medizinstudierende und Lernende der Gesundheits- und Krankenpflege
Der wachsende Anteil häuslich pflegebedürftiger Patienten stellt hohe Anforderungen an die Interaktion von Pflegekräften und Hausärzten. Interprofessionelles Lernen wird hierfür als effektive Maßnahme diskutiert. Wir beschreiben ein Lehrprojekt mit PJ-Studierenden und Lernenden der Gesundheits- und Krankenpflege. Die dreistündige Lehreinheit „Anamnese- und Planungsgespräch im häuslichen Umfeld nach Entlassung aus dem Krankenhaus“ wurde mit 13 Teilnehmern in zwei Kleingruppen durchgeführt. Die Teilnehmer diskutierten im Anschluss ihre Rollen und formulierten Erkenntnisse aus dem simulierten Gespräch. Interprofessioneller Unterricht sollte in den Curricula beider Ausbildungen verankert und mit einen größeren Stellenwert in der Ausbildung aller Gesundheitsberufe versehen werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 21.08.2017
201612 Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, Lisa Daufratshofer, Carolin Demmelhuber, Lisa Paul, Cordula Steidle, Anne Ziebell Präferenzen von beruflich Pflegenden zu neuen Berufsbezeichnungen im Sinne des geplanten Pflegeberufegesetzes
Das voraussichtlich 2018 in Kraft tretende Pflegeberufereformgesetz regelt die Einführung der Generalistik und eine damit verbundene neue Berufsbezeichnung für beruflich Pflegende. Auf Bundesebene werden derzeit die Bezeichnungen „Pflegefachkraft“ und „Pflegefachfrau/-mann“ diskutiert. Ziel der Studie ist es, die Präferenz zur Berufsbezeichnung zu erheben. Im Zeitraum Mai bis Juni 2016 konnten dazu mit einer Onlinebefragung 3.275 beruflich Pflegende erreicht werden. Von den Befragten sprechen sich 56,7 % für die Bezeichnung „Pflegefachkraft“ aus. Insgesamt 10,3 % präferieren „Pflegefachmann/-frau“. Der Begriff „Pflegeperson“ wird von 4,7 % bevorzugt. Ergänzend wurden die Teilnehmenden zu ihrem Informationsstand in Bezug auf die geplante Gesetzesänderung befragt. Der Grad der Informiertheit steht mit der präferierten Berufsbezeichnung in Verbindung: Je informierter, umso eher wird der Begriff “Pflegefachfrau/-mann” favorisiert. Auch der berufliche Hintergrund korreliert mit der Präferenz. Insgesamt zeigt sich eine deutliche Differenz zwischen den Empfehlungen der Berufsverbände und den Präferenzen der Pflegenden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 19.12.2016
201610 Andreas Fraunhofer, Dr. Dirk Lewin Berufsbegleitende Akademisierung durch einen individuellen Studieneinstieg – Ein Szenario aus Bayern
Der Bedarf an hochqualifizierten Pflegekräften steigt kontinuierlich in Deutschland, da einerseits die Anzahl der LeistungsempfängerInnen der Pflegeversicherung (SGB XI) wächst, andererseits die Qualität des pflegerischen Handelns an Komplexität gewinnt. Seit etwa 2010 ist deshalb auch in Deutschland ein deutlicher Trend der Akademisierung im Pflegebereich erkennbar, der sich u.a. in der Zunahme der Studierendenzahlen um rd. 72 % zwischen 2010 und 2013 zeigt. Auch die Öffnung der Hochschulen im Jahr 2009 hat zu diesem Anstieg beigetragen. Zudem ist der Trend zu beobachten, dass sich die Heterogenität der Studierendenschaft erhöht, worauf die Hochschulen mit niedrigschwelligen, passgenauen und flexiblen Angeboten reagieren müssen, um den Bedarfen der Zielgruppe gerecht zu werden und um erfolgreiches Studieren zu ermöglichen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 12.10.2016
201610 Prof. Dr. Anne Meißner Auswirkungen IT-gestützter Dokumentation auf Pflegedokumentationshandlungen – Eine Grounded Theory Studie
Die vorliegende Grounded Theory-Studie (Strauss und Corbin) untersucht Bedeutungszusammenhänge und veranschaulicht Handlung von Pflegenden bei IT-gestützter Pflegedokumentation. Im Gegensatz zu Papier stellt IT-gestützte Dokumentation fortlaufend Forderungen. Pflegende müssen sich dazu verhalten. IT-gestützte Pflegedokumentation wird deshalb als technische Instanz wahrgenommen. Das führt zu verschiedenen Handlungsstrategien. Die Dokumentationsforderungen der technischen Instanz werden befolgt, umgangen oder missachtet. Es handelt sich bei den Strategien um ein Abwägen zwischen Versorgen und Dokumentieren. In der Nutzenbewertung für den Bewohner liegt dabei die ausschlaggebende Motivation, der sog. Sinnzusammenhang. Die Sachzwänge der Praxis führen oftmals zu einem Delta zwischen Anspruch und Möglichkeiten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 05.10.2016
201510 Anne Schmitt Methodenmix bei der interkulturellen Adaptation des Premature Infant Pain Profile (PIPP) an die deutsche Sprache und Kultur
Fragestellung: Dieser Beitrag handelt von dem verwendeten Methodenmix bei der Übersetzung und interkulturellen Adaptation des englischsprachigen Premature Infant Pain Profile (PIPP) in die deutsche Sprache. Das Forschungsdesign und die Forschungsmethoden des Übersetzungs- und Adaptationsprozesses sind ein Methodenmix aus verschiedenen Methoden mit qualitativen und quantitativen Anteilen. Die Äquivalenzkategorien und das Übersetzungsverfahren wurden im Forschungsprozess identifiziert bzw. entwickelt und wie das ausgesuchte Pretest-Verfahren in Bezug zu nationalen und internationalen Methoden aus der Wirtschafts-, Sozial- Gesundheits- und Pflegeforschung gestellt. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die qualitativen und quantitativen Anteile der angewandten Methoden werden dargestellt. Das ‚allgemeine lineare Modell der Forschung‘ zur Beurteilung des Übersetzungsverfahrens konnte nur begrenzt zugrunde gelegt werden, da der Forschungsprozess in vielen Teilen auf Zirkularität beruht.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 16.10.2015
201510 Anne Meißner, Wilfried Schnepp Erfahrungen von Pflegenden im Krankenhaus während der Implementierung einer ITgestützten Pflegedokumentation. Systematischer Literaturreview und qualitative Metastudie
Die vorliegende Metastudie untersucht neun qualitative Studien mit meta-ethnografischem Ansatz nach Noblit und Hare, um ein tieferes Verständnis der Erfahrungen von Pflegenden während der Implementierung IT-gestützter Pflegedokumentation im Krankenhaus zu erhalten. Es kommt zu einer veränderten Informationsverwertung und einem veränderten Erleben von Zeit. Die Informationsverwertung besteht aus Teilaspekten, z. B. Lesbarkeit, Eindeutigkeit, Erreichbarkeit. Die Nutzenbewertung hängt vom effektiven Zusammenspiel der Aspekte und dem benötigten Zeitaufwand ab. Bei einem ineffektiven Zusammenspiel einzelner Aspekte kann es zu Ambivalenzen in der Nutzenbewertung kommen. Ob die IT-gestützte Pflegedokumentation für den Arbeitsalltag als nützlich erlebt wird, kann sich durch veränderte Bedingungen fortlaufend verändern. Die Wahrnehmung der Pflegenden variiert auf einem Kontinuum zwischen Arbeitserleichterung und Arbeitserschwernis.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 16.10.2015
201510 Prof. Dr. Hermann Brandenburg Editorial
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 16.10.2015
201509 Dr. phil. Doris Arnold Den Umgang mit „schwierigen“ Situationen aus der Sicht der Pflegenden verstehen: Praxis, Potenziale und Grenzen ethnografischer Forschung
Im Artikel werden die Durchführung, die besonderen Beiträge und die Grenzen ethnografischer Forschung am Beispiel von Interaktionen mit Pflegebedürftigen dargestellt, die von Pflegenden als „schwierig“ oder herausfordernd erlebt werden. Dazu werden das methodische Vorgehen sowie ausgewählte Ergebnisse einer ethnografischen Untersuchung zum Pflegealltag auf zwei Stationen im Allgemeinkrankenhaus vorgestellt, die teilnehmende Beobachtungen sowie Leitfadeninterviews umfasste, sowie die besonderen Möglichkeiten und Begrenzungen ethnografischer Forschung verdeutlicht. Ergänzend werden Beispiele aus anderen ethnografischen Studien zu Interaktionen im Pflegealltag beschrieben. Grenzen in der Anwendung ethnografischer Methoden werden vor allem in forschungsethischen und forschungspraktischen Problemen ausgemacht. Potenziale ethnografischer Pflegeforschung werden in deren Vermögen gesehen, Reflexionsprozesse im Pflegealltag sichtbar zu machen und Reflexivität als Bestandteil des ethnografischen Forschungsprozesses zu nutzen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 11.09.2015
201507 Eckart Hammer Unterschätzt: Männer in der Angehörigenpflege. Männer als Pflegende / Angehörigenpflege / Belastungen und Bewältigung
Der Beitrag basiert auf 25 Interviews mit überwiegend älteren Männern in der Betreuung und Pflege von Angehörigen und einer Sichtung anderer Studien. Er zeigt, dass die Pflegeleistung von Männern in der Angehörigenpflege sowohl quantitativ als auch qualitativ meist unterschätzt, bagatellisiert oder übersehen wird. Mehr als ein Drittel aller betreuenden und pflegenden Angehörigen sind Männer, die ihre Aufgaben zumeist in einer guten Kombination von caring for and caring about bewältigen. Die Studie zeigt die subjektive Wirklichkeitssicht der Männer, ihr Erleben und die Ausgestaltung ihrer Pflegerolle. Bei der Bewältigung des wachsenden Pflegenotstandes wird es maßgeblich darauf ankommen, Männer in ihrer quantitativen Bedeutung und spezifischen Leistungsfähigkeit sichtbar zu machen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 30.07.2015
201410 Julia Süß Wissen in der Pflege managen
Die Implementierung von Evidence-based Nursing in die professionelle Pflegepraxis zur Gestaltung eines Theorie-Praxis-Transfers ist für deutsche Krankenhäuser bis dato wenig beforscht im Gegensatz zu anderen, vor allem den angloamerikanischen, Ländern (vgl. Panfil 2005; vgl. Behrens, Langer 2010b; vgl. Meyer, Köpke 2012). Es fehlt vor allem an wissenschaftlichen Befunden zu Konzepten oder auch Konzeptevalua- tionen (vgl. Schilder 2010). Unabhängig davon wird der Nutzen des Evidence-based Nursing nicht bestritten (vgl. Behrens, Langer 2010b; vgl. Ludwig, Schäfer 2011; vgl. Solomons, Spross 2011; vgl. Meyer, Köpke 2012). Diesem Desiderat soll der vorliegende Artikel konzeptionell begegnen. Mit Hilfe der Implementierung eines Wissensmanagementmodells kann die Umsetzung des Evidence-based Nursing in einer Akut- klinik unterstützt werden. Dabei ist es möglich, eine pflegewissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Methode miteinander so zu kombinieren, dass aktuelles Wissen für den Pflegebereich nutzbar gemacht werden kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2014
201309 Hendrik van den Bussche, Britta Tetzlaff, Birgitt Wiese, Annette Ernst, Margret Schleede-Gebert, Uta Schramm, Änne-Dörte Jahncke-Latteck Aufgaben und Probleme der pflegenden Angehörigen in der Versorgung von zuhause lebenden Menschen mit Demenz aus Sicht der ambulanten Pflegedienstmitarbeiterinnen
Untersucht wird, wie die ambulanten Pflegedienstmitarbeiterinnen die Qualität der Versorgung von Demenzpatienten durch Angehörige sowie deren Belastung einschätzen. Zwei schriftliche standardisierte Befragungen von Pflegedienstmitarbeiterinnen in Hamburg mit einem zwölfmonatigen Intervall. In ca. 80% der Fälle wurde die pflegerische Versorgung durch die Angehörigen als insgesamt ausreichend eingeschätzt, auch wenn die Grundpflege und die soziale Integrationsleitungen als teilweise nicht ausreichend eingeschätzt wurden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2013
201303 Katrin S. Rohde Lernen mit Lernsituationen (LmL) – Erfahrungen und Sichtweisen von Lernenden und Lehrenden
Die vorliegende qualitative Evaluation zum Lernerleben beim Lernen mit komplexen Lernsituationen (LmL1) im Sinne von komplexen Aufgaben zielt darauf ab, die Frage zu beantworten, inwiefern durch das handlungsorientierte Lernen mit Lernsituationen ein Lernprozess gefördert und als solcher erlebt wird. Weiterhin geht die Analyse den Bedingungen nach, die den praxistauglichen und fundierten Lerngewinn erhöhen. Mittels qualitativer Interviews (44 Lernende [Gruppen- interviews] und Einzelinterviews mit 2 Absolventinnen und 6 Lehrenden) wurde als Grundlage der Auseinandersetzung eine Rekonstruktion der Sicht von Lernenden und Lehrenden angestrebt, um so Stärken, aber auch Schwächen des Lernens mit LmL als Form des kooperativen Lernens zu erfassen und als Grundlage für weitere Entwicklungen zu nutzen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2013
201301 Matthias Ernst, Wolfgang Seger Einflussfaktoren auf die Lebenserwartung pflegebedürftiger – Menschen mit Demenz Eine systematische Literaturübersicht
In einer systematischen Literaturstudie wird der Fragestellung nachgegangen, welche sozialen und krankheitsbedingten Faktoren sich auf die Lebenserwartung von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz auswirken, und welche positiven oder negativen Effekte diese bewirken. Es werden insbesondere Verbindungen zwischen einer reduzierten Lebensqualität, Veränderungen des Versorgungssettings, dem Auftreten von Belastungssituationen und einer reduzierten Lebenserwartung dargestellt. Daraus lassen sich Grundlagen für zukünftige Forschungsansätze in einem mehrdimensionalen Setting ableiten mit dem Ziel, die verschiedenen Einflussfaktoren und Untersuchungssettings miteinander zu verbinden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2013
201111 Anne Schmitt Übertragung und Gegenübertragung in der Kinderkrankenpflege
Beratung war und ist originärer Bestandteil pflegerischer Leistungen in der Kinderkrankenpflege. Diese Beratungstätigkeit kann im psychologischen Kontext in Abhängigkeit zu Konzepten der Psychoanalyse differenziert werden. Diese Arbeit geht auf der Grundlage vorliegender Literatur dem Aspekt nach, wie sich Beratung in der Kinderkrankenpflege im psychoanalytischen Bereich der Phänomene „Übertragung und Gegenübertragung“ verorten lässt. Es wird der Frage im berufspolitischen, pflegetheoretischen und konzeptuellen Kontext sowie in Bezug auf das erforderliche Kompetenz- und Qualifikationsniveau nachgegangen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2011
201110 Alizoti C., Vadalouca A., Xepapadakis G., Ntasiou P., Gennatas K., Maureas B., Damigos D. Einfluss der totalen oder partiellen Mastektomie auf Paarbeziehungen und die Funktionsfähigkeit der oberen Extremität
Die Mammakarzinom-Therapien, das hauptsächlich Frauen angreift (Operation, Chemo-, Hormontherapie und Radiatio), ermöglichen die Lebensfähigkeit der Patientin, sie verursachen aber schwere Nebenwirkungen. Ziel der Beobachtungs-Studie, die wir durchgeführt haben, war die Erforschung des Einflusses dieser Therapien sowohl auf die Funktionsfähigkeit der oberen Extremität als auch auf die Paarbeziehungen. 104 Frauen haben teilgenommen (42 aus dem privaten Krankenhaus IASO General, 49 aus dem Universitätskrankenhaus Areteio und 13 außerhalb eines Krankenhauses). 77 Frauen, die eine Partnerbeziehung hatten, haben den QuickDash- und den Beziehungsbeurteilungs-Fragebogen ausgefüllt, während 27 (alleinstehende) nur den QuickDash-Fragebogen ausgefüllt haben. Der Wert des Impotenz-Index für die Funktionsfähigkeit der oberen Extremität wurde auf 24,4 gemessen. Der Impotenz-Index ist höher für die Frauen, die einer totalen Mastektomie unterzogen wurden im Vergleich zu den Frauen, die einer partiellen Mastektomie unterzogen wurden. Der körperliche Schmerz wird von der angewendeten Therapie beeinflusst und er ist größer bei den Frauen, die einer totalen Mastektomie, einer Entfernung von mehreren Lymphknoten und einer Radiatio unterzogen wurden. Zusätzlich gibt es ein proportionales Verhältnis zwischen Schmerz und Impotenz-Index sowie zwischen Schmerz und der Einschränkung von Fähigkeiten. Was die Partner-Beziehung betrifft, haben nur 2,6% erwähnt, dass ein großes Problem mit dem Ehemann besteht, dieses aber hat schon vor der Erkrankung gegeben. Die meisten Frauen haben sich auf die Probleme, die aus der Erkrankung gestammt haben, wie Körperbild, sexuelle Tätigkeit, psychologische Stimmung und andere familiäre Probleme, fokussiert. Diese Probleme haben in ihrer Beziehung Spannungen verursacht.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2011
201101 Emel Susan Rosen Lehrkompetenzen – Kompetentes Handeln in der Pflegeausbildung
Auf welches Wissen greifen Lehrende zurück, wenn sie unterrichten? Woran orientieren sie sich? Wie gelangt neues didaktisches Wissen in die Unterrichts-praxis? Diese Fragen berühren das Spannungsfeld von Wissenschaftswissen und Handlungswissen im Hinblick auf die Lernprozesse lernender Lehrender. In einer über zwei Jahre angelegten Langzeituntersuchung wurden die handlungsleitenden Subjektiven Theorien zum kooperativen Lernen von 14 Pflegelehrerinnen und -lehrern rekonstruiert und modifiziert. Ziel der Forschungsarbeit war es, die Subjektiven Theorien so zu modifizieren, dass sie zur Erweiterung und zum Aufbau von unterrichtlicher Handlungskompetenz in kooperativen Lernumgebungen beitragen. Die Studie orientierte sich grundsätzlich an der Struktur, die im handlungstheoretisch-didaktischen Modell von Diethelm Wahl (2005) entwickelt wurde: (1) Bewusstmachen handlungsleitender Subjektiver Theorien, (2) (Um-)Lernen durch Konfrontation mit Alternativen und Integration neuer Wissensbestandteile und (3) neues Handeln in Gang bringen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2011
199902 Ludwig Gysin Iris, Ricka Regula, Günther Anne, Hugentobler Susanne, Tschirky Albert, Ziltener Kyra Auf den Spuren von Livingstone…
Ein Bericht über die Mitarbeit von Studierenden an einem Forschungsprojekt: billige Assistenz oder Lernchance? oder wie wir ausschwärmten, das Forschen zu lernen. Während unserer Ausbildung am Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe SRK, Aarau wurden
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.1999
199905 von der Projektgruppe „Lernsoftware“, Betreuerin: Susanne Hahn Lehr- und Lernsoftware im Test
Nach Redaktionsschluß des Software-Tests der Ausgabe 4/99 erreichte uns noch eine Prüfliste von Studierenden der HU Berlin.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.1999
199907 Evort Meyer, Rudolf Widmer, Anne Berthou, Alain Junger NURSING Data: Erhebung von Pflegedaten für die schweize-rische Gesundheitsstatistik
Das Grundkonzept der schweizerischen Gesundheitsstatistik bestimmt den Rahmen für die Erhebung statistischer Daten, insbesondere für die Akutspitäler und die Langzeitpflegeeinrichtungen. Die KOGES (Schweizerische Kommission für die Gesundheitsstatistik) koordiniert die Entwicklung dieses Konzeptes. Da die Pflege einen bedeutenden Teil des Gesundheitssystems ausmacht, hat die KOGES beschlossen, die von ihr entwickelten Statistiken zu vervollständigen und ein Modul für Pflege zu integrieren
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.1999
200002 Diplommedizinpädagogin Anne-Katrin Kinne, Dipl. ing. paed. Susanne Hahn Zur Herausbildung von Medienkompetenz bei Lehrer/-innen im Berufsfeld Gesundheit
Die sinnvolle Nutzung von Medien wird zu einer entscheidenden Kernkompetenz der kommenden Generationen. In allen Ausbil-dungsebenen geht es um den Aufbau einer neuen Lehr- und Lernkul-tur durch den bewußten Einsatz neuer Medien im Unterricht. Dabei bilden Multimedia-Technologien die Basis der entstehenden Infor-mationsgesellschaft.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2000
200003 Barbara Steuer, Gottlieb Jungen Leistungserfassung in der Pflege
Pflegeleistungserfassung bedeutet eine Darstellung der direkten pfle-gerischen Tätigkeiten, die einer PatientIn zugeordnet werden kön-nen. Dies geschieht zumeist unter Verwendung eines Patienten-Ka-tegorisierungs- Systems, das standardisierte Variablen pflegerischer Arbeit in Bezug setzt zu Kategorien differenzierter Pflegeintensität. Das Erfassen pflegerischer Leistungen bewirkt durch das Sichtbar-machen verschiedener Einzelaufgaben eine Bewusstseinsverände-rung innerhalb der Pflege und könnte im Gesundheitssystem ein Pa-radigmawechsel herbeiführen: Pflege wird vom Kostenfaktor zum Leistungsträger
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2000
200005 Peter König, Dipl. Pflegewirt (FH) Implementation von Pflegediagnosen in die Praxis
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Frage, welche Zusammenhänge sich zwischen der Entwicklung der ICNP und der Anwendung von Pflegedia-gnosen innerhalb der deutschen Pflege herstellen lassen. Auf den ersten Blick hin betrachtet scheint es sich hi
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2000
200204 Peter Heinrichs, Johannes Nau, Hartmut Wolter, Theo Dassen Die Evidenz von Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe
Die Autoren des Artikels sind Teilnehmer des Studiengangs Pflegepädagogik am Institut für Medizin-/Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. In der beruflichen Fachrichtung Pflegewissenschaft wurde innerhalb des Moduls „Evidenzbasierte Pflegepraxis“ die zugrunde liegende Untersuchung durchgeführt, an der folgende Personen beteiligt waren: Gerling, Anne; Fley, Gabriele; Fromm-Ehrich, Margret; Heinrichs, Peter; Müller, Angelika; Möhring, Wilma; Nau, Johannes; Probst, Christine; Wolff, Annette; Wolter, Hartmut und Prof. Dr. Theo Dassen. Prof. Dr. Theo Dassen ist Geschäftsführender Direktor des Instituts und Leiter des Lehr- und Forschungsbereichs Pflegewissenschaft
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2002
200205 ENI 2002 INTERNATIONALER WISSENSCHAFTLICHER KONGRESS FÜR PFLEGEINFORMATIK
Die IT hat zwar weitgehend Eingang in die administrativen Bereiche, auch der Pflege, genommen, und so werden meist betriebswirtschaftliche oder technische Fragen erörtert. Weniger wird hingegen auf pflegeinformatische Fragestellungen wie einer Terminologie der Pflege, Pflegeklassifikationen oder die darauf aufbauenden Nursing Minimum Data Sets (NMDS) eingegangen. Um so mehr sollen gerade diese Aspekte in dieser Tagung beleuchtet werden. So finden neben Erfahrungsberichten über den erfolgreichen Einsatz von Pflegeinformationssystemen auch Vorträge und Workshops über Pflegeterminologien und Nursing Minimum Data Sets ihren Platz. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, dass der Bezug zur Praxis durchgängig gewahrt wird. In diesem Beitrag finden Sie wichtige Informationen zum Kongress ENI 2002
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2002
200305 Jutta Dornheim Wissensgesellschaft und berufliche Bildung in den Berufsfeldern Gesundheit und Pflege
Am 25. Februar 2002 wurde eine Absolventin des Bremer Studiengangs „Lehramt Pflegewissenschaft“ mit einem der fünf ersten Preise ausgezeichnet, die die Hamburger Körber-Stiftung unter der bekannten Bezeichnung „Deutscher Studienpreis“ dieses Jahr vergeben konnte. Gunda Rosenberg hatte auf die Preisfrage: „Bodycheck – Wieviel Körper braucht der Mensch?“ mit einem Beitrag geantwortet, der aus ihrer von Professorin Dr. Helga Krüger betreuten Examensarbeit hervorgegangen war. Er trug den Titel: „Der Körper als Verlust- und Fundsache in Krankenhaus und Pflegeheim. Störungen der Orientierung am eigenen Körper.“ In dieser Arbeit untersuchte Rosenberg die Wahrnehmungen von Menschen, die lange unbeweglich liegen müssen. Sie hatte 16 Studentinnen und Studenten gebeten, auf einer superweichen, luftdurchströmten Matratze jeweils eine halbe Stunde lang bewegungslos zu liegen und unmittelbar danach ihre Empfindungen in Zeichnungen auszudrücken. So entstand die Dokumentation von Wahrnehmungen wie die, dass der eigene Körper immer dünner, die Hände und Füße aber immer größer würden, dass die Grenzen des Körpers sich in die Umgebung ergössen, dass Körperteile nicht mehr zusammenhingen bis hin zu dem Gefühl, dass sich der Kopf vom Körper losgelöst habe. Offenbar hatten die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer schon nach dieser kurzen Zeit Störungen ihrer körperlichen Orientierung erlitten bzw. ihr „Körperschema“ verloren
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2003
200305 Ulrike Greb Strukturgitter zur Generierung von Lernfeldern am Beispiel der Pflege in der Psychiatrie
Das Verfahren, didaktische Strukturgitter zur Generierung von Lernfeldern heranzuziehen, erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich; sind doch Strukturgitter und Lernfelder gleichermaßen Konstruktionsprinzipen zur thematisch-konzentrischen Gestaltung von Lehrplänen1, die auch intentionale Gemeinsamkeiten aufweisen: Strukturgitter- und Lernfeldansatz zielen auf die Komplexität des curricularen Gegenstandes, und um dieses Ziel zu erreichen, brechen sie mit dem Prinzip des Fächerkanons, des rein disziplinorientierten Unterrichts, zugunsten interdisziplinärer Projekte bzw. Lernmodule. Ihre Bedeutung betont Herwig Blankertz, der den Strukturgitteransatz Ende der 60er Jahre als kritisches und fachdidaktisches Gegenmodell zu Robinsohns situationsanalytischem Konzept entwickelte. Nach seiner Einschätzung kann es innerhalb der berufsqualifizierenden Ausbildungsgänge »keinen inhaltlich festen curricularen Kanon mehr geben, sondern für den Kern des Unterrichtsangebotes nur noch Schwerpunkte, die über allgemeine Lernziele wissenschaftspropädeutischer und gesellschaftskritischer Art transferfähig bleiben müssen«2
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2003
200307 Inge Dörr Pflegebeteiligung auf derIntensivstation, für die Angehörigen ein unzumutbarer Gedanke oder eine bedeutende Chance?
Während der Pflege und Therapie eines Menschen auf der Intensivstation, befindet sich nicht nur der Patient, sondern auch seine ihm nahestehenden Angehörigen in einer Ausnahmesituation. Die Angehörigen sind in ständiger Angst und Sorge um das Leben des Patienten und leiden meistens unter Wissensdefiziten. Kann eine aktive Pflegebeteiligung auf der Intensivstation den Angehörigen die Krisensituation erleichtern? Die Pflegebeteiligung der Angehörigen beginnt heute erst dann, wenn es dem Patienten besser geht bzw. wenn er aus dem Krankenhaus entlassen wird und nicht schon in der Phase, in der sein Gesundheitszustand am stärksten bedroht ist – auf der Intensivstation. In einer qualitativen Studie wird untersucht, welchen Sinn und welche Bedeutung die Angehörigen selbst einer Beteiligung an der Pflege in diesem Bereich beimessen und welche Voraussetzungen sie damit verknüpfen
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2003
200310 Arlette Scherrieble-Chauvet Die Focus-Dokumentation
Für den Beruf des Pflegepersonals ist es wichtig und Pflicht, das Ergebnis der Pflegesituationsanalyse zu dokumentieren. Die Pflegeplanung, wie sie bis jetzt unterrichtet wurde, wird in der Praxis sehr selten angewandt. Für die Arbeit der Pflegenden ist es jedoch unabdingbar, eine praktikable Problemslösungsmethode einzusetzen. Die Focus- Dokumentation ist für die Erstellung eines Pflegeberichtes mit Pflegediagnose sehr geeignet
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2003
200404 Ingrid Darmann Theorie-Praxis-Transfer in der Pflegeausbildung
In vielen Publikationen wird beklagt, dass die Pfl egeauszubildenden das, was sie in der Schule lernen, in der Praxis nicht anwenden (vgl. Rafferty et al. 1996; Arnold 2000; Landers 2000; Schröck 2003). Dabei bestehen bei den Autoren unterschiedliche Vorstellungen davon, in welcher Beziehung theoretisches Pfl egewissen und Pfl egepraxis zueinander stehen. In meinem Beitrag bestimme ich das Verhältnis von Wissen und Können im Anschluss an das Konzept des „impliziten Wissens“ von Polanyi. Dabei stütze ich mich auf die Rezeption Polanyis durch Neuweg (1999) in seiner Habil-Schrift „Könnerschaft und implizites Wissen“. Nach einem ersten Kapitel, in dem ich das Verhältnis von Wissen und Können grundlegend beleuchte, werde ich in weiteren drei Kapiteln die daraus resultierenden Anforderungen an die drei Lernorte, Schule, Pfl egepraxis und Skillslab, kennzeichnen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2004
200409 Pia Wieteck Ergebnisse einer quantitativen Datenauswertung mittels ENP® in deutschen und österreichischen Einrichtungen
ENP® ist eine standardisierte Pflegefachsprache, mit deren Hilfe das Ergebnis einer klinischen Beurteilung der aktuellen und potenziellen Gesundheitsprobleme und Lebensprozesse einer Person in Form einer Pflegediagnose (nursing diagnosis) beschrieben werden kann. Auf der Grundlage der festgestellten Pflegediagnosen inklusive Kennzeichen (characteristics); Ursachen/beeinflussenden Faktoren (etiologies) und Ressourcen (ressources) werden Pflegeinterventionen (interventions) ausgewählt, um so den pflegerischen Behandlungspfad wiederzugeben. Die Entwicklung von ENP® wurde bereits an anderer Stelle beschrieben (vgl. PrInterNet 11/03), erwähnt sei hier jedoch, dass ENP® kein hierarchisch geordnetes Klassifikationssystem (Wieteck 2004c; Wieteck 2004b) ist. ENP® bildet einen horizontal entwickelten pflegediagnosenbezogenen Behandlungspfad ab. Die Inhalte sind in horizontale Klassen die untereinander in Verbindung stehen, nach pflegefachlich begründeten Prinzipien geordnet. Dabei hat ENP® den Anspruch den Pflegeprozess mit Hilfe der standardisierten Pflegefachsprache abzubilden (Bartholomeyczik 2004).
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2004
200410 Änne-Dörte Jahncke-Latteck, Prof. Petra Weber Pflegeberatung in Wohngruppen der Behindertenhilfe
Bei einem großen Träger der Hamburger Behindertenhilfe fand ein zweijähriges Projekt mit dem Titel „Qualität in der Pflege“ statt. Einen Projektbestandteil stellten Pflegeberatungen für erwachsene Menschen mit erheblichen geistigen und mehrfachen Behinderungen sowie für pädagogisch ausgebildete Mitarbeiter dar. Im Arbeitsfeld der Behindertenhilfe nimmt Pflege als Profession im Vergleich zur Pädagogik zurzeit eine untergeordnete Rolle ein. Eine wesentliche Ursache kann darin gesehen werden, dass der behinderte Mensch vor 150 Jahren Objekt theologischer und später medizinischer Bemühungen war. In den 60er und 70er Jahren bemächtigte sich in Zusammenhang mit der Psychiatrieenquête die Pädagogik des Menschen mit Behinderung, um ihn zu fördern und in die Gesellschaft zu integrieren. Aus Sicht der Pädagogik hat sich damals die Behindertenhilfe von der medizinischen Betrachtung der Behinderung gelöst und im damaligen Kontext auch von der pflegerischen Dominanz emanzipiert. Inzwischen wird durch einen zunehmenden Anteil von pflegebedürftigen Behinderten die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit pflegerelevanten Hilfebedarfen gesehen. Mit dem Projekt „Qualität in der Pflege“ hat sich ein Träger der Behindertenhilfe diesen veränderten Bedingungen mit unterschiedlichen Interventionen zugewandt. Im Folgenden wird ein Projektbestandteil, die Pflegeberatung, vorgestellt. Dabei werden die Schritte Bedarfsanalyse, Inhalte und Ergebnisse der Beratung sowie ihre Evaluation beschrieben. Die wesentliche projektbasierte Erkenntnis besteht darin, dass umfassende pflegebezogene Problemeinschätzungen der Bewohner in der Behindertenhilfe durch das zurzeit dort tätige pädagogische Personal nur unzureichend vorgenommen werden können.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2004
200410 Anne Meißner, Jens-Martin Roser, Dr. Hans-Martin Hasselhorn Sind Pflegende mit der Übergabe zufrieden?
Die Erfahrungen, die Pflegende mit ihren Dienstübergaben machen, sind in Deutschland bislang wenig erforscht. Der vorliegende Artikel berichtet von einer deskriptiven Auswertung von Daten aus der europäischen NEXT-Studie (www.next-study.net) zu diesem Thema. Die Angaben von 3409 Pflegenden aus Deutschland wurden getrennt nach Krankenhaus, Altenheim und häuslicher Pflege ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen eine in Deutschland im internationalen Vergleich (weitere 9 Länder) sehr häufige Unzufriedenheit der Pflegenden mit der Übergabe (52,3%). Als Hauptgründe für die Unzufriedenheit wurden je nach Einrichtungsart in wechselnder Reihenfolge häufige Störungen, schlechter Informationsaustausch und Zeitmangel genannt. Dabei unterschieden sich die drei Einrichtungstypen z.T. erheblich.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2004
200412 Ulrike Greb Lernfelder fachdidaktisch interpretieren
Mit der neuen Ausbildung- und Prüfungsverordnung für die Gesundheits- und Krankenpflege stehen auch neue curriculare Anforderungen im Zentrum der pflegedidaktischen Diskussion. Den Bayerischen Berufsfachschulen werden in Kürze lernfeldgestützte Rahmenlehrpläne vorgegeben, aus denen die Lehrenden vor Ort berufsbezogene Teilcurricula entwickeln. Der folgende Beitrag erörtert die fachdidaktische Interpretation von Lernfeldern in Form einer Kategorialanalyse als ersten Schritt dieser Curriculumentwicklung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2004
200504 Hannelore Muster-Wäbs, Kordula Schneider Das Lernfeldkonzept – im Spannungsfeld von Problemen und Chancen
Das Lernfeldkonzept lässt sich aus zwei Entwicklungsrichtungen begründen, nämlich aus der Dynamik in der Arbeitswelt und aus Erkenntnissen der Theorien über das Lernen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der Entstehung des Lernfeldkonzepts, was unter Lernfeldkonzepten verstanden wird, welche Anforderungen und Probleme sich bei der Umsetzung ergeben und welche Rolle die Lehrerpersönlichkeit spielt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2005
200505 H. Gehlen, L. Grove, B. Nickolaus, A. Oberender, B. Philipp, S. Schwarz Internetpräsenzen deutschsprachiger Pflege- zeitschriften und pflegerischer Berufsverbände
Im Rahmen eines studentischen Projektes wurde die Qualität der Internetpräsenz von 54 deutschsprachigen Pflegezeitschriften und von 10 pflegerischen Berufsverbänden mittels standardisierter Parameter wie Navigation und Design, Inhalt, Service, formale Aspekte und Technik untersucht. In der Ausarbeitung sind die Ergebnisse anhand von 6 Fragestellungen (z.B. Benutzerfreundlichkeit, Aktualität, Impressum) sowie die Reaktion auf eine Testmail summarisch dargestellt. Sowohl bei den untersuchten Berufsverbänden als auch bei den Pflegezeitschriften zeigt sich, dass die Möglichkeiten des Internets noch nicht konsequent genutzt werden und hier ein ausbaufähiges Potenzial für die Gestaltung von Zielgruppenorientierten Internetauftritten besteht.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2005
200605 Karen Güttler, Prof. Dr. Stefan Görres Von APLE zu apenio: wissenschaftlich entwickelte Typologie ist Basis der Pflegeplanungs- und -dokumentationssoftware apenio
Durch zwei geförderte Projekte sowie einem von der Pflegepraxis engagiert durchgeführtem Test, konnte eine vom Institut für angewandte Pflegeforschung (iap) der Universität Bremen entwickelte Typologie zur Pflegeprozesserfassung und -dokumentation erfolgreich in die Pflegepraxis eingeführt werden. Die Typologie apenio ehemals APLE stellt durch die verbindliche Darstellung aller Pflegeprozess-Schritte den Prozessgedanken in den Vordergrund pflegerischen Handelns. Assessmentgeleitet werden Pflegeleistungen und Pflegeergebnisse kontinuierlich transparent gemacht. Der Ansatz von apenio1 ist, dass sich pflegerisches Handeln grundsätzlich an der Situation des Patienten (sprich der Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes, der für die Pflege relevant ist) orientiert und nicht explizit an den zu erbringenden Pflegeleistungen oder der zugrunde liegenden Erkrankung. Ziel der apenio Typologie ist es Pflege strukturiert, einheitlich und nachvollziehbar abzubilden und darüber hinaus der Pflege eine Reihe auswertbarer Daten zur Verfügung zu stellen. Die praktische Anwendung einer solch en komplexen Pflegetypologie sowie die Auswertung pflegerelevanter Daten ist ohne Software nicht möglich. apenio wurde deshalb von vornherein als Paket aus Software plus Inhalt (neudeutsch „content“) konzipiert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2006
200704 Karin Wittneben, Karin Windfelder, Irma Walkling-Stehmann Schulinterne Curriculumentwicklung nach dem Lernfeldkonzept am Schulzentrum für Krankenpflegeberufe in Hannover (Teil 1)
Dieser Beitrag ist der erste Teil einer Artikelfolge, in der über eine wissenschaftlich begleitete, pflegeschulinterne Konstruktion, Implementation und Evaluation von Lernfeldern und Lernsituationen berichtet wird. In Teil 1 wird zunächst die Konstruktion von Lernsituationen und Lernfeldern beschrieben. Ausgehend von der These, dass Lernsituationen in beruflichen Handlungssituationen verankert sein sollen, erfolgt eine Datenerhebung über Narrative, die Schüler/innen der Kranken- und Gesundheitspflege über Erlebnisse und Erfahrungen in Pflegesituationen verfasst haben. Die Datenanalyse und deren Transformation zu Lernsituationen werden ebenso dargelegt wie theoretische Referenzrahmen, die die Datenerhebung und Datenauswertung gedanklich regulieren. Im Ergebnis kann ein noch vorläufiger Katalog von Lernfeldern und Lernsituationen vorgelegt werden. Exemplarisch werden zwei Lernsituationen über Ekelerlebnisse in der Pflege ausführlich dargelegt und kommentiert. Schwerpunktmäßig handelt es sich um eine schülerhandlungsproblemorientierte Curriculumentwicklung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2007
200705 Pia Wieteck Die elektronische Gesundheitskarte - Bestimmung der pflegerischen Perspektive in der deutschen Telematikdiskussion
Die elektronische Gesundheitskarte sowie die Schaffung einer Telematikinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen sind im Gesetz zur Modernisierung der Krankenversicherung verankert. Im Oktober 2003 wurde das Gesetz im Bundesrat verabschiedet. Weitere Teile des GMV (Gesetz zur Modernisierung der Krankenversicherung) sind am 1. Januar 2004 in Kraft getreten (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 55, 2003). Die Gesundheitskarte soll schrittweise in verschiedenen Testregionen eingeführt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2007
200803 Änne-Dörte Jahncke-Latteck, Petra Weber, Edith Halves Situationsdeutung, Lebensweltorientierung und Normalität im Mittelpunkt professionellen ambulanten Pflegehandelns
Unter der Fragestellung, wie gelungene Interaktionen in ambulanten Pflegesituationen beschrieben und verstanden werden können, führten die Autorinnen 2002/3 vor dem Hintergrund des Symbolischen Interaktionismus eine Studie durch. Der Artikel stellt die für die ambulante Pflege zentralen interaktiven Prozesse der Situationsdeutung, Lebensweltorientierung und Normalitätskonstruktion vor und legt deren professionell gemeinten Sinn dar. Im Ergebnis werden die hieraus resultierenden, für die Gestaltung ambulanter Pflege erforderlichen Aufgaben und Kompetenzen aufgezeigt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2008
200701 Petra Weber, Änne-Dörte Jahncke-Latteck Pflegewissenschaftlerinnen der HAW-Hamburg in der Behindertenhilfe – Fischen in fremden Gewässern oder Perspektiverweiterung für die Pflege(-Wissenschaft)?
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
201503 B.A. Jutta Backhaus, M.A. Anke Mijatovic, Prof. Dr. Anke Fesenfeld, Prof. Dr. Thomas Evers, Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels, Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck Grundständige Akademisierung der Pflegeberufe - Grundlegende strukturelle und inhaltliche Überlegungen
Die im Zuge der Professionalisierung der Pflege entstandenen ersten grundständigen Studiengänge in Nordrhein-Westfalen sollen eine Antwort auf den sich verändernden Bedarf in der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung darstellen. Um ein solches Profil klar konturieren zu können, wurden seitens der Verantwortlichen der beteiligten Hochschulen gemeinsame Qualifikationsziele für den primärqualifizierenden sowie ausbildungsintegrierenden hochschulischen Abschluss konsentiert. Damit soll ein Beitrag zum Diskurs um wissenschaftsbezogene Ausbildungsformate in der Pflege geleistet werden, die gleichzeitig zur eigenverantwortlichen, professionellen pflegerischen Berufsausbildung qualifizieren.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2015
200701 Anne Schmitt Studien, Projekte und Implementierungen von Pflegediagnosen im deutschsprachigen Raum
Im Rahmen eines Praxissemesters wurde der Auftrag formuliert, Pflegediagnosen auf einer Modellstation einzuführen. Praxispartner waren die Pflegedirektorin Sonja Hilzensauer für das Klinikum Saarbrücken und Prof. Riemer-Hommel für die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Auf der Grundlage einer Literatur- und Internetrecherche wurde ein Überblick über den pflegefachlichen Diskurs in Bezug auf die Einführung von Pflegediagnosen im deutschsprachigen Raum erarbeitet. Bevor eine Modellstation Pflegediagnosen in die Praxis umsetzten kann, müssen im Vorfeld einige Fragen geklärt werden. Die Ergebnisse wurden im Praktikumsabschlussbericht dargstellt (Schmitt 2007).
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200809 Christina Maiwald Überblick über die Ausbildungssituation der Helferberufe in der Pflege
In den letzten Jahren entstanden neue Pflegehelferausbildungen, die mit anderen Bereichen wie z. B. Kinder-, Altenpflege, Familienpflege integriert werden und die auch mit einem Hauptschulabschluss absolviert werden können. Die damit verbundenen Änderungen der Voraussetzungen und Zielsetzungen der Berufsausbildung in der Pflege haben weitreichende Folgen für das Berufsbild der Krankenpflege. Die neuen integrierten oder generalisierten Ausbildungsgänge für HauptschülerInnen werden kontrovers diskutiert. Die vorliegende Arbeit stellt die Hintergründe dieser Diskussion dar. Weiterhin werden Daten eines Bundesländervergleichs der verschiedenen Ausbildungen und Ausbildungslehrpläne ausgewertet. Dazu werden Arbeitshypothesen als erkenntnisleitende Fragestellungen formuliert und Variablen ausgewählt, anhand derer die erhobenen Daten ausgewertet und Trends abgeleitet werden können. Die vorliegenden Auswertungen bieten einen Grundstock für weitere Arbeitsschritte auch über diese Arbeit hinaus.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2008
200812 Anne Schmitt Studien, Projekte und Implementierungen von Pflegediagnosen im deutschsprachigen Raum
Im Rahmen eines Praxissemesters wurde der Auftrag formuliert, Pflegediagnosen auf einer Modellstation einzuführen. Praxispartner waren die Pflegedirektorin Sonja Hilzensauer für das Klinikum Saarbrücken und Prof. Riemer-Hommel für die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Auf der Grundlage einer Literatur- und Internetrecherche wurde ein Überblick über den pflegefachlichen Diskurs in Bezug auf die Einführung von Pflegediagnosen im deutschsprachigen Raum erarbeitet. Bevor eine Modellstation Pflegediagnosen in die Praxis umsetzten kann, müssen im Vorfeld einige Fragen geklärt werden. Die Ergebnisse wurden im Praktikumsabschlussbericht dargstellt (Schmitt 2007).
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2008
200910 Frank Arens Ein Konzept zur Durchführung von Auslandspraktika in der Pflegeausbildung als Beitrag zur Qualitätsverbesserung des Bildungsprogramms Leonardo da Vinci
Globalisierung und Flexibilisierung verlangen zunehmend von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Bereitschaft zur Mobilität. Diese Bereitschaft soll durch das Berufsbildungsprogramm LEONARDO da Vinci bereits in der Berufsausbildung gefördert werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2009
200910 Marianne Schärli-Purtschert Projekt eABZ – Auszug aus dem Drehbuch zum Pilotkurs LTT-Themen Hautbeobachtung und Körperpflege – April 2008
Die Schulleitungen des Pflege-Curriculumverbundes Aarau, Bern und Zürich (ABZ) teilten der interkantonalen Projektgruppe E-Learning (eABZ) den Auftrag, die Einführung eines interkantonalen E-Learning-Kompetenzzentrums zu prüfen und mit einem E-Learning-Pilotkurs einen Unterricht im Blended Learning auf der OLAT-Lernplattform durchzuführen. In Koordination und Absprachen mit dem E-Learning Contentexperten wurde ein Drehbuch erstellt und die Inhalte als Online-Pilotkurs umgesetzt. Unterstützend wirkte die Kooperationsbereitschaft der im E-Learning-Pilotkurs beteiligten Lehrpersonen, erschwerend der entstandene Zeitdruck. Blended Learning eignet sich für den ABZ-Lehrplan Pflege. Das pädagogische Konzept und die Heterogenität der Studierenden erfordern es gar. Für eine erfolgreiche Umsetzung von E-Learning-Kursen muss eine sorgfältige Zeit- und Ablaufplanung die Erstellung eines Drehbuches mit Feinkonzept und Seiteninhaltsbeschreibungen vor der Contententwicklung garantieren.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2009
201002 Andrea Dobrin Schippers Rehabilitation im Alter – die Integration älterer Patienten in die indikationsspezifische, stationäre Rehabilitation
Rehabilitation bedeutet traditionell den Prozess der Wiedereingliederung in den Alltag und besonders in das Arbeitsleben. Durch den demografischen Wandel mit Geburtenrückgang und Anstieg des Lebensalters, dem Verständnis von Rehabilitation als Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, sowie veränderten therapeutischen Möglichkeiten zur Vermeidung einer kostenintensiven Pflegebedürftigkeit wurde die Rehabilitation vermehrt auf ältere Menschen ausgeweitet. Ziele sind das Wiedergewinnen, Verbessern oder Erhalten einer möglichst weitgehenden Selbstständigkeit bei den Verrichtungen des täglichen Lebens (vgl. DEGEMED 2008: 2). Hierdurch entwickelte sich der Bedarf an geriatrischer und auf Multimorbidität ausgerichteter Rehabilitation. Während geriatrische Rehabilitationsstationen auf die Bedürfnisse alter Menschen spezialisiert sind, ist die bedarfsgerechte Integration älterer Patienten in eine indikationsspezifische Rehabilitation häufig nicht systematisch vorbereitet und die Mitarbeitenden selten entsprechend geschult. Besonders Pflegende, die aufgrund ihrer 24-stündigen Anwesenheit therapeutische erlernte Techniken mit dem Patienten in den Alltag integrieren sollen, müssen ausreichend vorbereitet sein, wenn die stationäre Rehabilitation alter Menschen erfolgreich sein soll.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2010
201004 Anne Schmitt Kriteriumsvaliditätsprüfung von ENP auf einer neonatologischen Intensivstation
Im Rahmen des Projektes Qualitätsmanagement des Bachelor-Studienganges Management und Expertise für Pflege- und Gesundheitsfachberufe i. G. der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes wurde während eines Praktikums im Wintersemester 2006/2007 die Frage bearbeitet, wie eine Modellstation befähigt werden kann, Pflegediagnosen in die Praxis umzusetzen. Mittels einer Bewertungssystematik und aufgrund recherchierter Implementierungen von Pflegediagnosen im deutschsprachigen Raum wurde ENP (European nursing care pathways) in RECOM-Grips als Pflegeklassifikationssystem zur Einführung von Pflegediagnosen auf einer Modellstation empfohlen (Schmitt 2008).
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2010
201012 Christoph Zulehner, Günter Thiele, Margit Raich, Daniela Deufert Professionelles Pflegemanagement – Modellentwicklung und Beschreibung
Unabhängig davon, ob es sich tendenziell um einen sozialdemokratisch oder um einen konservativ strukturierten Wohlfahrtsstaat handelt, zeigt sich in vielen europäischen Ländern eine Tendenz hin zur Liberalisierung. Diese Veränderungen bringen auch für die Leistungsanbieter im Gesundheits- und Sozialbereich ganz besondere Feldherausforderungen mit sich. Darüber hinaus strebt die Berufsgruppe der Pflegenden mittlerweile auch in den deutschsprachigen europäischen Ländern hin zur Akademisierung und somit hin zur Professionalisierung. Diese Veränderungen machen es notwendig, die Pflege dort, wo sie professionell angeboten wird, dementsprechend zu gestalten, also an einem Managementmodell auszurichten. Die vorliegende Publikation ist das Ergebnis einer Entwicklungsarbeit des Instituts für Pflegewissenschaft an der UMIT Hall in Tirol, die zum Ziel hatte, Pflegemanagement in eine geformte Systematik zu kleiden. Das Ergebnis ist ein Pflegemanagementmodell, das aus fünf Elementen besteht. Im Kern sind dies das Gemeinwohl im Sinne des öffentlichen Auftrags, die Effektivität bzw. das Sachziel und nachrangig die Effizienz im Sinne der Wirtschaftlichkeit. Flankiert werden die drei zentralen Sektoren von zwei Handlungsdimensionen. Diese beiden Handlungsdimensionen ermöglichen die Anwendung des Modells sowohl in der Lehre im Sinne des Systemverständnisses, als auch im Management im Sinne der Systemgestaltung. Damit möchte das UMIT-Modell einen Orientierungsrahmen in der Management-Forschung gleichermaßen wie für die Management-Praxis anbieten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2010
201903 Michèl Süßmilch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Prof. Dr. Julia Göhler Eine qualitative Studie zur Exploration interprofessioneller und interkultureller Problemfelder als Grundlage eines Fortbildungskonzeptes für Lehrkräfte
Ziel der Studie ist es, typische interkulturelle und interprofessionelle Konfliktsituationen in der Notfallaufnahme zu erfassen, um einen auf diesen authentischen Problemlagen aufbauenden Lehrerworkshop zur Sensibilisierung einer differenzierten Haltung zu konzipieren. Die dafür durchgeführten 12 halbstandardisierten Interviews wurden inhaltsanalytisch ausgewertet und zeigen, dass es an Sprachbarrieren, interkulturellen Haltungs- und Problemmustern (z. B. negative Emotionen und Ablehnung gegenüber bestimmten Patientengruppen, Verantwortungsdelegation) sowie an den sich daraus ergebenden neuen Herausforderungen in der interprofessionellen Zusammenarbeit zu arbeiten gilt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 03
vom 08.03.2019
201705 Anne Engler, M.Sc. Gesundheits- und Pflegewissenschaften Generalisten oder Spezialisten - Sichtweisen von Altenpflege- und Pflegeschulleitungen zur generalistischen Pflegeausbildung – eine quantitative Untersuchung
In der quantitativen Studie wird untersucht, wie Altenpflege- und Pflegeschulleitungen die Reformpläne zur generalistischen Pflegeausbildung bewerten, welche Veränderungen und welchen Arbeitsaufwand sie mit Einführung erwarten. In einer deutschlandweiten Online-Befragung wurden 450 Schulleitungen befragt. Dabei wurde deutlich, dass diese überwiegend eine generalistische Ausbildung präferieren – die Pflegeschulleitungen vertreten dies noch deutlicher als die Altenpflegeschulleitungen. Insgesamt wird ein (sehr) hoher Arbeitsaufwand bei Einführung der generalistischen Ausbildung erwartet, der vielfältige Bereiche betrifft. Obwohl eher keine Verbesserungen hinsichtlich Qualität und Attraktivität der Pflege erwartet werden, werden die Vorteile, die die Generalistik mit sich bringen kann, als (sehr) wichtig eingeschätzt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 05
vom 23.05.2017
201702 Susanne Kohler, Anne Wiechmann, Charlotte Herder, Prof. Dr. Andrea Warnke Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Erfahrungen von Studierenden eines interprofessionellen Bachelorstudiengangs in der beruflichen Praxis
Ziel war die Erhebung der Erfahrungen von interprofessionell Studierenden mit der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Befragt wurden drei Matrikel am Ende ihres Studiums mittels teilstandardisiertem Onlinefragebogen (N= 399). Fähigkeiten, die im Studium vermittelt werden, können einen Beitrag zu Veränderungen in der Berufspraxis leisten. Gelingende Zusammenarbeit ist abhängig von Arbeitsbelastung, Arbeitsorganisation, interprofessioneller Haltung, Hierarchien, interprofessionellen Schnittstellen, Kommunikation und Wertschätzung. Eine interprofessionelle Haltung und der systematische Austausch sind für die Studierenden wichtig, aber im Alltag noch nicht selbstverständlich. Grenzen sind durch Rahmenbedingungen und hierarchische Strukturen gesetzt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 02
vom 24.02.2017
201610 Ariane Rolf, Patrick Pust, Matthias Mertin, Änne-Dörte Latteck Methodengeleitete Explikation von Wissen aus beruflichen Situationen – eine Perspektive für die duale Bildung in der Pflege
Der Beitrag greift die Frage auf, welche Lehr-/Lernmethoden geeignet sind, das in der Praxis erworbene Wissen von dual Studierenden zu bergen und für die Hochschullehre nutzbar zu machen. In dem dualen Studiengang „Gesundheits- und Krankenpflege“ (B.Sc.), der die Studierenden sowohl wissenschaftlich als auch pflegerisch qualifiziert, sammeln die Studierenden in ihren Einsätzen in Pflegeeinrichtungen praktische Erfahrungen. Werden diese Erfahrungen durch adäquate Lehr-/Lernmethoden ermittelt, bieten sie eine wichtige Basis, um neues theoretisches Wissen zu verknüpfen. Dazu wurde eine qualitativ-explorative Befragung von Studiengangsleitungen und Lehrenden dualer Studiengänge durchgeführt. Mit diesen Ergebnissen wurde ein Methodenkompendium entwickelt, dass verschiedene Lehr-/Lernmethoden zu o.g. Zweck bereitgestellt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 10
vom 11.10.2016
201610 Andrea Rumpel, Anne-Kathrin Seegert, Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck, Prof. Dr. Matthias Mertin Lernberatung. Für einen gelingenden Theorie-Praxis-Transfer in der dualen Hochschulbildung der Disziplin Pflege
Im Rahmen des Forschungsprojekt „zikzak“ wurde ein literaturbasiertes, empirisch gestütztes, hochschuldidaktisches Konzept für den Theorie-Praxis-Transfer entwickelt. Ziel ist der Aufbau von Kompetenzen und die Ausbildung zu „reflektierten Praktikern“, die es ermöglichen, den Berufssituationen mit wissenschaftlich begründetem Handeln zu begegnen. Das Konzept erarbeitet Lernbedingungen und anhand dieser eine Methode, die für einen Transfer geeignet ist: die Lernberatung. Lehrende sollen dabei Berater(in) für Lernende sein. Die Lernberatung dient primär zur Sicherstellung der Transformation wissenschaftlicher Erkenntnisse zwischen den Lernorten. Die Methode wird an der Fachhochschule Bielefeld bereits umgesetzt: Studierende werden von Lehrenden in ihrem klinischen Handlungsfeld aufgesucht um gemeinsam Erlebnisse aus dem beruflichen Alltag multiperspektivisch zu reflektieren und alternative Handlungsoptionen zu erarbeiten.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 10
vom 11.10.2016
201511 Karin Anne Peter, Christoph Golz, Dr. Dirk Richter, Dorothée Eichenberger zur Bonsen, Sabine Hahn Psychosoziale Gesundheit und Gesundheitsförderung bei Hochschulmitarbeitenden Ein Praxisprojekt an der Berner Fachhochschule
Projektbericht
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
201511 Claudia Schneider, Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann, Prof. Dr. Thomas Heidenreich Ressourcen und Belastungen im Berufsalltag von Lehrenden an Altenpflegeschulen - Erste Konsequenzen für eine umfassende Gesundheitsförderung
Die Situation der Lehrenden an Altenpflegeschulen ist bislang nur unzureichend untersucht worden. Die Ausbildungsqualität steht jedoch im Zusammenhang mit der Lehrendengesundheit und ist vor dem Hintergrund, dass sich diese Lehrenden an einer zentralen Stelle für die Qualifizierung der zukünftigen, dringend benötigten Altenpflegefachkräfte befinden, von zentraler Bedeutung. Im Jahr 2 13 wurden Ressourcen und Belastungen aus fünf Bereichen im Berufsalltag der Lehrenden an Altenpflegeschulen in Baden- Württemberg empirisch erfasst. Explorativ wurden die ermittelten Ergebnisse zusätzlich trägerspezifisch betrachtet und inferenzstatistisch auf Unterschiede zwischen der Situation an staatlichen Altenpflegeschulen und an Altenpflegeschulen in freier Trägerschaft geprüft. Hierbei zeigten sich einzelne signifikante Unterschiede, die als Ausgangspunkte für notwendige Veränderungen im Berufsalltag der Lehrenden sowie als Anhaltspunkte für weitere Forschungsarbeiten dienen können.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
201511 Prof. Dr. Uta Oelke „Bildung“ oder / und „Qualifizierung“? Zielkategorien pflege- und gesundheitsberuflicher Ausbildung
Im folgenden Beitrag werden zwei Zielkategorien pflege- und gesundheitsberuflicher Bildung vorgestellt. Im Zentrum der ersten Zielkategorie steht das Konzept der „(Allgemein-) Bildung“ von Wolfgang Klafki, das er auf alle pädagogischen Handlungsfelder bezogen sieht – also auch auf solche im beruflichen Bereich. Ergänzt werden seine Überlegungen durch die von Oskar Negt formulierten „gesellschaftlichen Schlüsselqualifikationen“ und die Maßstäbe, die „Bildung“ nach Hartmut von Hentig erfüllen muss. Im Fokus der zweiten Zielkategorie stehen drei unterschiedliche berufspädagogische Argumentationslinien: (1) Ausbildung mit dem Ziel der (Schlüssel-) Qualifizierung für den Arbeitsmarkt, (2) Ausbildung mit dem Ziel der Förderung von Handlungskompetenz sowie (3) Kompetenzförderung in der pflege- und gesundheitsberuflichen Ausbildung mit der besonderen Zielausrichtung auf Reflexionsfähigkeit.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
201512 Anne Phieler Die Betreuung Sterbender in der Altenpflege. Von Mitte der 1970er Jahre bis zu Beginn der 1990er Jahre
Der Artikel beschäft igt sich mit der Pfl ege von Sterbenden in Altenpfl egeeinrichtungen. Der Focus der Arbeit liegt auf dem Umgang des Pfl egepersonals mit den Sterbenden. Da Altenpfl eger- Innen im Verhältnis zu anderen Berufsgruppen die meiste Zeit mit dem Sterbenden verbringen, kommt ihnen eine Schlüsselstellung in der Betreuung der Sterbenden zu.1 Analysiert wurde diese Th ematik in der Fachpresse für Altenpfl ege in Deutschland im Zeitraum zwischen 1976 bis 1992. Der Befund dokumentiert eine rege Diskussion zu Th emen wie Körperpfl ege, Medikation oder verbale und nonverbale Kommunikation. Aber auch Aspekte wie die Rechtslage oder die Systematik zur Begleitung Sterbender waren Gegenstand der Auseinandersetzung und entwickelten sich unterschiedlich. Andere Th emen wie das Sterben als Teil der schulischen Ausbildung wiederum fanden keine Berücksichtigung.
Geschichte der Pflege Ausgabe 12
vom 22.12.2015
Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau

9

Peer Review Artikel

6 PW
3 PdG
GdP
Verlauf von 2005 bis 2018
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
2
2
2
1
1
0
Copyright © 1998-2019 hpsmedia GmbH | www.pflegemagazin.de/care. Alle Daten sind urheberrechtlich geschützt. Impressum | AGB | Datenschutz | Newsletter