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Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201708 Ing. Mag. Christian Ederer, Heike Fink, Anna Sprenger Ein interprofessionelles Ausbildungsmodul mit interaktiver Lehre, Planspielen und einer Online Plattform. Outcome des Moduls in Bezug auf interprofessionelles Denken, Handeln und das Entstehen einer interprofessionellen Vernetzung unter den Studierenden
An der fh gesundheit in Innsbruck wurde ein interprofessionelles Modul im Umfang von fünf ECTS im zweiten Semester aller Studiengänge curricular verankert. Für den Zeitraum des Moduls werden interprofessionell gemischte Gruppen gebildet. In der didaktischen Aufbereitung umfasst es interaktive Methoden, Diskussionen und Planspiele. Der interprofessionelle Austausch wird in Ergänzung und zeitlicher Ausweitung der Präsenz durch eine Onlineplattform unterstützt. Dieser Artikel beschreibt das Modul und dessen mit einer Vorher- Nachher Befragung ermittelten Effekte. Das Modul verbesserte signifikant die Kompetenzen der Studierenden zur Interprofessionalität, ihre Sicht auf interprofessionelles Handeln im Beruf und etwas weniger stark die allgemeine Einstellung zur Interprofessionalität. Durch das Modul entstand auch ein interprofessionelles Netzwerk zwischen den Studierenden, das sie zu einem großen Teil in der weiteren Ausbildung und im Beruf nutzen wollen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 21.08.2017
201706 Andrea Barabara Eissler, Dr. Marcel Sailer, Christian Eissler, Dr. Lucia Jerg-Bretzke Vorbereitung auf Arbeitsbelastung: Thematisiert im Hebammenstudium? Die Vermittlung von effizienten Bewältigungsstrategien ist prioritär
Der Hebammenberuf birgt ein hohes Risiko für psychosoziale Arbeitsbelastung. Innerhalb der vorliegenden Erhebung wurden Hebammen mit berufsbefähigendem Abschluss (n=266) zur eigenen erlebten Vorbereitung darauf befragt. Zudem wurden künftige notwendige, vorbereitende Maßnahmen erhoben und, aufgeteilt nach Bachelor- und Diplomabschluss, ausgewertet. Die Vermittlung bereits im Studium von Bewältigungsstrategien (44%), gefolgt von der Vorbereitung auf Arbeitsinhalt/-pensum (22%), Arbeitszeiten (15%), Rolle in der Arbeit (14%), Wertschätzung durch Ärztinnen/Ärzte (12%) und emotionale Dissonanz (10%) stellten sich als zentral heraus. Letztere signifikant häufiger von Hebammen mit Diplomabschluss gewünscht (?2(1) 12.164, p
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 02.06.2017
201603 Sulin Bänziger, Anna Hegedüs, Christian Burr, Katharina Glavanovits, Ian Needham, Christoph Abderhalden (†), Dr. Eva Cignacco Einsatz des Gesundheitsförderungsprofils Psychiatrie GEPPSY zur Erhebung körperlicher Gesundheitsrisiken von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen im ambulanten Setting
Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen haben häufig körperliche Gesundheitsrisiken, die jedoch selten diagnostiziert und behandelt werden. Das Ziel dieser Studie ist die Erhebung der Prävalenz körperlicher Gesundheitsrisiken bei ambulant behandelten Patientinnen und Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen und die Erfassung der durchgeführten Pflegeinterventionen. Es wurden 146 Personen mit der Diagnose Schizophrenie oder Affektive Störung mittels des Gesundheitsförderungsprofils Psychiatrie (GEPPSY) befragt. Die häufigsten körperlichen Risiken zeigten sich in den Gesundheitskriterien „Bauchumfang“ (78%), „Lipide“ (76%), „Body Maß Index“ (70%) und „Rauchen“ (61%). In nur 13 von 27 Kriterien erhielt mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten mit einem Risiko eine Intervention. Die beträchtliche Anzahl an Gesundheitsrisiken bestätigte, dass die somatischen Probleme und Folgeerkrankungen psychischer Krankheiten systematisch untersucht und behandelt werden müssen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 23.03.2016
201601 Frauke Wiedermann, Michael Brückner, Christian Johannßen, Petra Rothe Rollen professioneller Pflege – Veränderungen im Kontext des berufsbegleitenden Studienganges „Bachelor of Nursing“
Auch wenn die Notwendigkeit der hochschulischen Qualifizierung von Pflegefachkräften für patientennahe Bereiche unbestritten ist, besteht Klärungsbedarf zu deren konkreter Rolle in den verschiedenen Versorgungspettings. Ziel der explorativ ausgerichteten Online-Befragung von 119 Absolventinnen und Absolventen des deutschniederländischen Kooperationsstudienganges Bachelor of Nursing war u.a., Aufschluss über die beruflichen Rollen der Pflegefachkräfte sowie in diesem Kontext zur Umsetzung einer evidenzbasierten Pflegepraxis (EBP) vor und nach dem Studium zu bekommen. Im Ergebnis zeigte sich eine Verbreiterung des rollenbezogenen Berufsprofils nach dem Studium, insbesondere auf der Meso- und Makroebene. Ebenso förderte das Studium tendenziell die Integration evidenzbasierter Pflege in die Versorgungseinrichtungen. Empfohlen wird weitere Forschung zu den Einflussfaktoren von Studiengängen auf die Rollenentwicklung der Pflege sowie die Integration von Rollenkonzepten in die Weiterentwicklung des Pflegeberufs.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 27.01.2016
201509 Prof. Dr. Peter Kostorz, Prof. Dr. Rüdiger Ostermann Die Todesursachenstatistik als Chance in der stationären Altenhilfe. Möglichkeiten, Nutzen und Grenzen einer heimbezogenen Erfassung von Todesursachen in stationären Pflegeeinrichtungen
Die Todesursachenstatistik ist eine der bedeutendsten Gesundheitsstatistiken des Bundes und ermöglicht wichtige Erkenntnisse über den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Grundlage sind die im Rahmen der Leichenschau ausgestellten Todesbescheinigungen, auf denen die Umstände, welche zum Tode geführt haben, kodiert beurkundet werden. Wäre es einer stationären Altenhilfeeinrichtung rechtlich möglich, diese Daten ihrer verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohnern zu nutzen, stünde der Leitung dieser Einrichtung ein Instrument zur Qualitätssicherung zur Verfügung: So könnten beispielsweise vermeidbare Todesursachen erkannt und ihnen mit Hilfe von gezielten Maßnahmen der Qualitätssicherung entgegengewirkt werden. Einer entsprechenden Nutzung der Todesursachenstatistik stehen derzeit allerdings noch erhebliche rechtliche Hindernisse entgegen; allen voran sind das die Bestimmungen zum Datenschutz, die in diesem Fall auch postmortal gelten. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags werden das Nutzungspotential einer heimbezogenen Todesursachenstatistik dargestellt und die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen einer solchen Statistik diskutiert und bewertet. Erratum: Gegenüber der Print-Version überarbeiteter Artikel.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 11.09.2015
201507 Christian Hetzel, Ricardo Baumann, Juliane Diekmann Handlungsbedarf für Gesundheitsförderung und Prävention aus Sicht pflegender Angehöriger
Ziel der Untersuchung ist es, den subjektiven Handlungsbedarf zur Verbesserung der Pflegesituation und des eigenen Wohlbefindens sowie das Teilnahmeinteresse an einem mehrtägigen Angebot aus Sicht von pflegenden Angehörigen zu ermitteln. Mittels einfacher Zufallsauswahl aus dem Versichertenbestand der BARMER GEK werden 100 pflegende Angehörige telefonisch befragt. 79 Prozent der Befragten würden teilnehmen. Bei den bis 65-jährigen pflegenden Angehörigen ist das Interesse erhöht (OR=7,2). Mindestens jede zweite Person sieht viel Handlungsbedarf bei Entspannung, Erholung, Rückengesundheit, Wissen über regionale Unterstützungsangebote, Pflegehilfsmittel und Austausch mit Profis. Teils erhöhten Bedarf geben Personen an, die jünger sind, langjährig pflegen, eine Person mit geringerer Pflegestufe pflegen und bereits Angebote genutzt haben. Die Untersuchung rechtfertigt die Entwicklung eines mehrtägigen Angebots.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 30.07.2015
201505 Andreas Fraunhofer, Florian Baudach (Akademische) Bildung als Instrumentarium der Mitarbeiterbindung in der Pflege. Ein Szenario aus Bayern
Seit der Novellierung des bayerischen Hochschulgesetzes im Jahr 2009 können auch beruflich qualifizierte Personen, die über keine schulische Hochschulzugangsberechtigung verfügen an Hochschulen und Universitäten studieren. Zudem können außerhochschulisch erworbene Kompetenzen auf das Studium angerechnet werden, was sich zum einen positiv auf die Motivation der potenziellen TeilnehmerInnen auswirkt, zum anderen ihnen die Möglichkeit eröffnet Zeit und Geld bei ihrer Karriereplanung zu sparen. Dies ist insbesondere für den Fachbereich der Pflege ein wichtiger Schritt, da sich hier durch die späte Akademisierung ein sehr ausdifferenziertes Weiterbildungssystem ausgebildet hat, das nun mit der Hochschullehre verzahnt werden kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 05.05.2015
201409 Frank Sommerfeld Der Umgang mit Fehlern in der Pflege
Problemstellung: Rationierungen von Pflege und ein Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal gehen mit mehr Fehlern und Komplikationen einher. Um die Sicherheit von Patienten zu gewährleisten, gewinnt der Umgang mit Fehlern zunehmend an Bedeutung. Fragestellung und Ziel: Gegenstand der vorliegenden Studie war, zu untersuchen, wie das Sicherheitsverhalten im schweizerischen Akutspital von Pflegefachpersonen beurteilt wird, wie sie in der Praxis mit Fehlern umgehen und welche Massnahmen zur Förderung eines konstruktiven Umgangs mit Fehlern empfohlen werden können. Methode und Material: Auf Basis der einschlägigen Literatur und einer empirischen Erhebung bei 96 Mitarbeitern mit direktem Patientenkontakt werden Grundlagen der Patientensicherheit beschrieben. Ergebnisse: 75.3% der Befragten haben im vergangenen Jahr im Fehlermeldesystem keine Ereignisberichte dokumentiert; zugleich bewerten 55.2% den Grad der Patientensicherheit in ihrem Bereich als akzeptabel. Die Themen Lernen aus Fehlern, Sorge um das Patientenwohl und die Kommunikation sind für die Befragten von zentraler Bedeutung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2014
201302 Iris Nülle, Matthias Ernst, Wolfgang Seger Das Belastungserleben von Gutachtern im Rahmen der Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen - Narrative Interviews als Impuls für organisatorische und Personalentwicklungsmaßnahmen
Pflegefachkräfte führen als Gutachter die jährlichen Qualitätsprüfungen ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen auf gesetzlicher Grundlage durch. Belastende und fördernde Faktoren mit möglichem Einfluss auf deren Arbeitssituation werden qualitativ durch narrative Interviews als Impuls für weitergehende Organisations- und Personalentwicklungsmaßnahmen erhoben. Eine Vielzahl von Faktoren, die sich einerseits belastend, andererseits aber auch förderlich auf die Tätigkeit der Gutachter auswirken, konnte identifiziert werden. Es wurde deutlich, dass die Einbeziehung der Mitarbeiter zur Ideensammlung und Generierung von Konzepten für die Organisationsentwicklung ebenso wie für eine betriebliche Gesundheitsförderung von eminenter Bedeutung ist.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2013
201301 Matthias Ernst, Wolfgang Seger Einflussfaktoren auf die Lebenserwartung pflegebedürftiger – Menschen mit Demenz Eine systematische Literaturübersicht
In einer systematischen Literaturstudie wird der Fragestellung nachgegangen, welche sozialen und krankheitsbedingten Faktoren sich auf die Lebenserwartung von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz auswirken, und welche positiven oder negativen Effekte diese bewirken. Es werden insbesondere Verbindungen zwischen einer reduzierten Lebensqualität, Veränderungen des Versorgungssettings, dem Auftreten von Belastungssituationen und einer reduzierten Lebenserwartung dargestellt. Daraus lassen sich Grundlagen für zukünftige Forschungsansätze in einem mehrdimensionalen Setting ableiten mit dem Ziel, die verschiedenen Einflussfaktoren und Untersuchungssettings miteinander zu verbinden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2013
201211 Christian Bürger Medikamentöse Freiheitsbeschränkungen in Pflegeheimen und Krankenanstalten
Das Heimaufenthaltsgesetz verpflichtet Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen und Krankenanstalten freiheitsbeschränkende Maßnahmen an die Bewohnervertretung zu melden. Eine Freiheitsbeschränkung durch medikamentöse Mittel liegt vor, wenn die pharmakologische Behandlung unmittelbar die Unterbindung des Bewegungsdrangs bezweckt, nicht aber, wenn die Dämpfung des Bewegungsdranges eine unvermeidliche Nebenwirkung bei der Verfolgung eines anderen therapeutischen Zieles darstellt. Werden Arzneimittel zum Zweck der Reduktion bzw. Unterbindung von Symptomen einer psychischen Erkrankung oder geistigen Behinderung, die sich in einem Bewegungsüberschuss, körperlich aggressiven Verhaltensweisen oder einer Agitiertheit äußern, verabreicht, so liegt iaR ein Freiheitsentzug durch Medikamente vor.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2012
201210 Daniela Blüml, Ana Kovinjalo, Brigitte Gschiel, Verena Langhold, Christian Breschan, Rudolf Likar, Herbert Janig Kommunikation mit wachen, beatmeten Patienten auf der Intensivstation - Forschungsprojekt „PaKoSy“ am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee
Das Forschungsprojekt PaKoSy am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee hat zum Ziel eine praktikable Lösung für Kommunikationsprobleme mit wachen aber intubierten bzw. tracheotomierten Patienten zu finden. In mehreren Projektstufen wurden bisher Grundlagendatenerhebungen durchgeführt, die aufgezeigt haben, dass im Schnitt 16,5% der Patienten aufgrund der Beatmung auf alternative Kommunikationshilfsmittel zurückgreifen müssen und diese sind im Großteil der Fälle frustran. Deshalb wurde ein spezieller Computer mit einer für Intensivpatienten geeigneten Tastatur entwickelt. Es werden die einzelnen Projektstufen und Studienergebnisse genau dargestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2012
201204 Karin Welling Ein interprofessioneller Studiengang entsteht - Die curriculare Entwicklung des Masterstudiengangs „Versorgung von Menschen mit Demenz“ an der Universität Witten/Herdecke
In diesem Beitrag wird die Curriculumentwicklung für den im Sommersemester 2012 beginnenden konsekutiven Masterstudiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz“ (M. A.) an der privaten Universität Witten/Herdecke beschrieben. Die Bedeutsamkeit eines solchen Studienangebots ergibt sich vor dem Hintergrund der viel diskutierten Versorgungssituation von Menschen mit Demenz in Deutschland. Um die Entwicklung der beruflichen Expertise in diesem Feld voranzutreiben und den komplexen Aufgaben- und Problemstellungen begegnen zu können, sind spezifische Bildungs- und Qualifikationsangebote gefordert. Ausgehend von diesem Bedarf entwickelte die Universität Witten/Herdecke (Fakultät für Gesundheit) in Zusammenarbeit mit einem Expertengremium einen berufsbegleitenden Teilzeitstudiengang. Der Curriculumprozess wurde extern begleitet und koordiniert. Der Masterstudiengang ist von seiner Profilbildung anwendungsorientiert, interprofessionell und somit berufsfeldübergreifend angelegt. Im Zentrum stehen die Entwicklung von Kompetenzen bezogen auf die Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und die Weiterentwicklung der interprofessionellen Zusammenarbeit in diesem Feld. Eine besondere Herausforderung bei der Konstruktion des Curriculums ergab sich aus der Erstkonzeption des Studienangebots sowie aus der Einbeziehung eines Expertengremiums in die curriculare Entwicklungsarbeit. Dies warf, nicht zuletzt wegen des derzeitigen Entwicklungsstandes der Hochschuldidaktik, eine Vielzahl hochschuldidaktischer Fragestellungen auf. In diesem Artikel werden die curricularen Entwicklungsschritte und die Aufgaben, die mit der Entwicklung verbunden waren, beschrieben. Die Veröffentlichung trägt zum Diskurs über die Entwicklung hochschuldidaktischer Curricula bei.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2012
201203 Ines Buscher, Sven Reuther, Daniela Holle, Sabine Bartholomeyczik, Horst Christian Vollmar, Margareta Halek Das kollektive Lernen in Fallbesprechungen - Theoretische Ansätze zur Reduktion herausfordernden Verhaltens bei Menschen mit Demenz im Rahmen des Projektes FallDem
Die Methode der Fallbesprechung soll Pflegende unterstützen, als Team ein besseres Verständnis zu dem oft unverständlichen herausfordernden Verhalten von Menschen mit Demenz zu entwickeln. Aus den vom BMG geförderten Leuchtturmprojekten Demenz InDemA und QUIKK sind zwei Verfahren bekannt: Fallbesprechungen in Kombination mit dem Innovativen demenzorientierten Assessmentsystem (IdA) und die Kollegiale Beratung. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse dahingehend zu, dass Fallbesprechungen generell den Transfer von Wissen in neue Handlungsroutinen positiv beeinflussen. In der am DZNE durchgeführten Studie FallDem sollen die durch Fallbesprechungen angestoßenen Lernprozesse weiterführend untersucht werden. In diesem Beitrag werden die dazu erarbeiteten theoretischen Ansätze zur Reduktion von herausfordernden Verhaltens bei Menschen mit Demenz durch kollektives Lernen beschrieben. Ausgehend von den theoretischen Überlegungen erfolgt eine Annäherung an die Fragestellung, wie sich die Fallbesprechungsart auf die Lernprozesse auswirkt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2012
201107 Wolfgang Stefinger, Harald Stummer, Harald Meyer Der Einfluss der Werteordnung im Ordenskrankenhaus auf das Commitment von MitarbeiterInnen
Der sich abzeichnende Mangel an ÄrztInnen und Pflegekräften stellt die Krankenhäuser in Deutschland vor große Herausforderungen. Viele MedizinerInnen und PflegerInnen wandern ins Ausland ab, auch weil sie dort bessere Arbeitsbedingungen erwarten. Unter anderem durch diese Entwicklung zeichnet sich hierzulande ein zunehmender Arbeitskräfte-Engpass in diesen Berufen ab. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gewinnen deswegen immer stärkere Bedeutung. Auch Ordenskrankenhäuser, die aufgrund des ausbleibenden Ordensnachwuchses verstärkt auf weltliche MitarbeiterInnen – insbesondere im Pflegebereich – angewiesen sind, müssen sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Ihnen eilt, vielleicht aufgrund ihrer (christlichen) Werteordnung, ein positives Image bei PatientInnen und als Arbeitgeber voraus. Der Einfluss der Unternehmenswerte auf das Commitment der Belegschaft ist ein vielfach untersuchtes Thema von Studien zum sog. „Unternehmenskultur-Management“. In Anbetracht der sich abzeichnenden Fachkräfte-Problematik dürfte es daher interessant sein, zu untersuchen, inwieweit die in anderen Unternehmen gefundenen Zusammenhänge auch bei Ordenskrankenhäusern wirksam sind. Die vorliegende explorative Studie liefert erste Informationen, welchen Einfluss die Werteorientierung im Ordenskrankenhaus auf die Bindung der MitarbeiterInnen an ihre Klinik hat.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2011
201104 Viola Straubenmüller Ambiguitätstoleranz – eine zentrale Kompetenz für Pflegende von heute und morgen?
Dieser Beitrag befasst sich mit der These, dass die Toleranz gegenüber Mehrdeutigkeiten und widersprüchlichen Anforderungen im Pflegeberuf eine wesentliche Rolle spielt bei der Entscheidung einer Person darüber, ob und wie lange sie im Pflegeberuf verbleibt. Eine zweite zentrale Frage ist jene danach, ob sich die hier in den Vordergrund gestellte Ambiguitätstoleranz als wesentliche Kompetenz bereits während der Ausbildung anbahnen lässt. Neben allen restriktiven Bedingungen und Rollenkonflikten, mit denen Pflegende und bereits Auszubildende konfrontiert werden, sind auch die personalen Haltungen und Strategien im Umgang mit Widersprüchlichkeit von entscheidender Bedeutung. Nicht nur angesichts der bekannten gesellschaftlichen Erfordernissen nach „Pflegenachwuchs“ in Zeiten der Zunahme von Chronizität und Hochaltrigkeit, scheint mir diese Auseinandersetzung von Wichtigkeit. Vor allem im Hinblick auf die Bedeutsamkeit kollektiver Bewältigungsmöglichkeiten für Pflegende (vgl. Lazarus 1996) angesichts hoher psychischer Anforderungen, möchte ich dieses Thema beleuchten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2011
201102 Marietta Handgraaf, Christian Grüneberg „First the performance and then train, train and train“. Der grundständige Modellstudiengang Physiotherapie an der Hochschule für Gesundheit
Unter der Leitidee „First the performance and then train, train and train“ wird ein konzeptioneller Ansatz für den grundständigen Modellstudiengang Physiotherapie an der Hochschule für Gesundheit vorgestellt. Die Studierenden sollen von Anfang an eine Vorstellung von den Anforderungsprofilen der Kompetenzen vermittelt bekommen. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird diese Konzeption beleuchtet.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2011
201101 Emel Susan Rosen Lehrkompetenzen – Kompetentes Handeln in der Pflegeausbildung
Auf welches Wissen greifen Lehrende zurück, wenn sie unterrichten? Woran orientieren sie sich? Wie gelangt neues didaktisches Wissen in die Unterrichts-praxis? Diese Fragen berühren das Spannungsfeld von Wissenschaftswissen und Handlungswissen im Hinblick auf die Lernprozesse lernender Lehrender. In einer über zwei Jahre angelegten Langzeituntersuchung wurden die handlungsleitenden Subjektiven Theorien zum kooperativen Lernen von 14 Pflegelehrerinnen und -lehrern rekonstruiert und modifiziert. Ziel der Forschungsarbeit war es, die Subjektiven Theorien so zu modifizieren, dass sie zur Erweiterung und zum Aufbau von unterrichtlicher Handlungskompetenz in kooperativen Lernumgebungen beitragen. Die Studie orientierte sich grundsätzlich an der Struktur, die im handlungstheoretisch-didaktischen Modell von Diethelm Wahl (2005) entwickelt wurde: (1) Bewusstmachen handlungsleitender Subjektiver Theorien, (2) (Um-)Lernen durch Konfrontation mit Alternativen und Integration neuer Wissensbestandteile und (3) neues Handeln in Gang bringen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2011
199909 Ute Zentgraff, Oliver Ritz, Maria Bruland, Karin Plonka, Elke Helfer Marketing in vollstationären Einrichtungen der Altenhilfe
Auch vollstationäre Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe müssen sich zunehmend mit dem Begriff sowie der Praxis des Marketing auseinandersetzen. Im vorliegenden Artikel wird der Schwerpunkt bei folgenden Fragen gesetzt: was heißt eigentlich Marketing, was m
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.1999
199911 Christian Tepe M.A. Grundlegende Aspekte einer Pflege- und Medizinethik
Es mag überraschen, daß wir im Rahmen einer Annäherung der Pflege- und Medzinethik in so hohem Maße auf sozialphilosophische Erkenntnisse zurückgegriffen haben. Diese Vorgehensweise ist der Ansicht geschuldet, daß ein ethisch reflektiertes Handeln der am
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.1999
200008 Stephan Backs, Reinhard Lenz Erwartungen an EDV Einsatz und Auswirkungen von EDV-Systemen in der Pflege
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, inwieweit die Vorstellungen von Pflegenden über die Erwartungen an ein EDV-System mit den Auswirkungen eines eingeführten EDV-Systems übereinstimmen und wie sich Pflegende, die noch ohne EDV-System arbeiten, „ih
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 01.08.2000
200012 Ulrike Greb M.A. Krankheitserleben Teil 1
An der dialektischen Figur von Leiderfahrung und Leibentfremdung wird die inhaltliche Entwicklung des „Strukturgitters“ exemplarisch erläutert, um so die Arbeitsweise mit der heuristischen Matrix zu verdeutlichen. In einzelnen Seminartexten – im Folgenden
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2000
200102 Vital Vonlanthen Lehren und Lernen mit CD-ROMs und Internet in der Gesundheits- und Kranken-pflege
Da immer schneller und mehr gelernt werden sollte, bieten CD-ROM‘s und Internet neue Möglichkeiten. Diese können mutimedial und interaktiv gestaltet sein und mehrere unserer Wahrnehmungskanäle gleichzeitig ansprechen. Daraus ableiten lässt sich, dass mit
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2001
200104 Christian Tepe Philosophie und Pflegeethik
Vor dem Hintergrund einer kritischen Analyse des von der DGF formulierten Ethik-Kodex werden in diesem Aufsatz Möglichkeiten und Grenzen der Instruktionskraft der philosophischen Ethik für eine praxistaugliche Pflegeethik ausgelotet
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2001
200205 ENI 2002 INTERNATIONALER WISSENSCHAFTLICHER KONGRESS FÜR PFLEGEINFORMATIK
Die IT hat zwar weitgehend Eingang in die administrativen Bereiche, auch der Pflege, genommen, und so werden meist betriebswirtschaftliche oder technische Fragen erörtert. Weniger wird hingegen auf pflegeinformatische Fragestellungen wie einer Terminologie der Pflege, Pflegeklassifikationen oder die darauf aufbauenden Nursing Minimum Data Sets (NMDS) eingegangen. Um so mehr sollen gerade diese Aspekte in dieser Tagung beleuchtet werden. So finden neben Erfahrungsberichten über den erfolgreichen Einsatz von Pflegeinformationssystemen auch Vorträge und Workshops über Pflegeterminologien und Nursing Minimum Data Sets ihren Platz. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, dass der Bezug zur Praxis durchgängig gewahrt wird. In diesem Beitrag finden Sie wichtige Informationen zum Kongress ENI 2002
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2002
200210 Christian de la Chaux, Marcel Sailer Die konzeptionelle Verankerung der Patientenorientierung in Patientenschulungs- und -anleitungsprogrammen
Das Eintreten akuter Erkrankungen sowie die Verschlechterung chronischer Verlaufsformen konfrontiert Menschen mit Situationen, die sie ohne professionelle Hilfe nicht bewerkstelligen können. Innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne müssen sie lernen, diesen neuen und unbekannten gesundheits- und alltagsbezogenen Anforderungen gerecht zu werden. Spezifische, ausgewählte Kenntnisse und Fertigkeiten sollen dazu verhelfen, ein gesundheitsförderliches Verhalten zu erreichen. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen erwünschten Verhaltensveränderungen, formuliert durch professionelle Helfer auf der einen und der autonomen Entscheidung der Patienten auf der anderen Seite. Der folgende Beitrag verdeutlicht die Notwendigkeit einer pflegetheoretischen und pflegefachlichen – sowie einer pädagogisch-didaktischen Bezugnahme um diesem Spannungsfeld gerecht zu werden. Pflegetheoretisch begründen wir das Patientenschulungsprogramm auf die Selbstpflegedefizit-Theorie von Dorothea E. Orem, pädagogisch-didaktisch beziehen wir uns auf eine systemisch-konstruktivistische Perspektive. Die Entwicklung der Gesamtkonzeption wurde unter anderem durch die Erarbeitung eines Schulungsprogramms bei Patienten nach einer Tracheotomie an der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Ulm initiiert. Die Erarbeitung, Entwicklung und Umsetzung dieses Programms wird hier exemplarisch vorgestellt
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2002
200212 Marcel Remme Kritik konstruktivistischer Ansätze in der Pflegepädagogik
Der Artikel setzt sich kritisch mit der Rezeption des Radikalen Konstruktivismus in der Pflegepädagogik auseinander. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass der Radikale Konstruktivismus aufgrund seines Menschenbildes und seiner Wissenschaftstheorie als Metatheorie für eine Pflegepädagogik ungeeignet ist. Weiterhin wird in dem Aufsatz herausgearbeitet, dass Konstruktivistische Didaktik kein neues Didaktik-Konzept liefert und theoretische Mängel aufweist
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2002
200301 Theresia Frauenlob Workshopreihe Theorie-Praxis Thema „Klinischer Unterricht“
Der Beitrag befasst sich einführend mit dem Thema „Klinischer Unterricht“. Er führt in die Problemfragestellung ein, wie der Klinische Unterricht im beruflichen Alltag einer Lehrkraft für Gesundheits- und Krankenpflege leistbar ist bzw. wird. Den Hintergrund bildet die in den gesetzlichen Regelungen für die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich verlangte Zweiteilung des Arbeitsfeldes für PflegelehrerInnen. Diese bezieht sich auf die Lehre im Klassenzimmer einerseits sowie die Anleitung und Vermittlung der praktischen Ausbildung von SchülerInnen in Pflegeeinrichtungen als zweites Arbeitsfeld
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2003
200403 Christian Grebe Pflegeklassen nach SGB XI und RUG-III
An den Pflegeklassen nach SGB XI wird in der Literatur häufig Kritik geübt, ein häufiger Vorwurf lautet, dass Pflegebedarfe kognitiv beeinträchtigter Personen nicht ausreichend berücksichtigt würden. Das Bundessozialgericht stellte im Jahr 2000 zudem klar, dass aus den Pflegestufen nicht automatisch auf Pflegeklassen geschlossen werden dürfe, da soziale Betreuung und Behandlungspflege durch die Pflegestufen nicht repräsentiert seien. Diese Arbeit stellt einen empirischen Vergleich der momentan verwendeten Pflegeklassen auf Basis der Pflegestufen mit den Resource Utilization Groups (RUG-III) an.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2004
200607 Anja Walter Die lernfeldorientierte Curriculumentwicklung
In diesem Artikel werden die Grundzüge einer lernfeldorientierten Curriculumentwicklung für die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und in der Altenpflege beschrieben. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Vorgehensweise bei der Entwicklung von Lernsituationen. Die Grundannahmen des Curriculums und die Lernsituationsentwicklung können hier zwar nicht in Gänze nachgezeichnet werden, es wird aber aufgezeigt, wie mit vieldiskutierten Fragen zur Umsetzung des Lernfeldkonzeptes verfahren wird. Im Rahmen dieses Artikels können zudem nicht alle Entscheidungen im Curriculumprozess hinreichend pflegedidaktisch begründet werden, wenngleich dies vor dem Hintergrund der oft mangelnden Fundierungen dringend geboten ist und wir uns in unserer internen Arbeit darum bemühen. Erfahrungen mit der schulnahen Curriculumentwicklung werden hier ebenso einbezogen wie erste – noch nicht systematisch erfasste – Umsetzungserfahrungen. Abschließend werden Notwendigkeiten einer Curriculumentwicklung zusammengefasst und ein Ausblick auf unsere weitere curriculare Arbeit gegeben. Den Artikel verstehen wir als Arbeitsbericht, der zum Diskurs über lernfeldorientierte Curriculumentwicklung beitragen soll.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2006
200609 Uta Gaidys, Dr. Thorsten Meyer Entwicklung eines psychometrisch fundierten Instruments zur Erfassung des Selbstpflegeverhaltens von insulinpflichtigen Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2
Vor dem Hintergrund einer steigenden Diabetesprävalenz kommt den Fähigkeiten der Betroffenen zur Selbstpflege in der Behandlung des Diabetes eine entscheidende Bedeutung zu. Pflegewissenschaftliche Theorien zum Selbstpflegeverhalten haben jedoch noch keinen Eingang in die Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus gefunden. Diese Studie hat das Ziel, auf der Basis der Selbstpflegedefizittheorie von Orem ein psychometrisch fundiertes Instrument zur Erfassung des Selbstpflegeverhaltens von Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 im deutschsprachigen Raum zur Verfügung zu stellen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2006
200703 Dr. Hans-Jürgen Wilhelm Unterschiedliche Wahrnehmung der Zeit in der stationären Altenpflege
Im Folgenden soll die Bedeutung der Dimension Zeit innerhalb des Feldes der stationären Altenpflege gezeigt werden. Immer wieder ist von fehlendem Personal (Pflegenotstand) die Rede, was nichts anderes zu bedeuten scheint, als dass es an ausreichender Arbeitszeit mangelt. Doch der Faktor Zeit hat auch sehr wichtige soziologische Dimensionen innerhalb der stationären Altenpflege. Zunächst wird in diesem Artikel die Bedeutung der Zeit im Laufe eines Lebens dargestellt. Dann folgt die unterschiedliche Wahrnehmung der Gegenwart durch die beteiligten Personen und die hiermit verbundenen Irritationen und Missverständnisse. Hierbei wird auch die widersprüchliche Fülle und Begrenztheit an Zeit deutlich. Die sich dem Ende neigende Zeit des eigenen Lebens widerspricht der scheinbar nicht vergehenden Zeit eines jeden Tages.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2007
200711 Frank Arens Anregungen zur didaktischmethodischen Umsetzung des nationalen Expertenstandards Sturzprophylaxe in den Schulformen des Berufsfelds Pflege
Mit der Veröffentlichung von Expertenstandards in der Pflege stellt sich den Lehrkräften in den Schulformen des Berufsfelds Pflege die Frage nach der didaktisch- methodischen Umsetzung der Standards. Auf einer Fachtagung in Oldenburg haben sich Pflegelehrkräfte an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen exemplarisch mit der Umsetzung des Expertenstandards Sturzprophylaxe in den Schulformen des Berufsfelds Pflege beschäftigt.1 Die Ergebnisse werden in diesem Beitrag zur Anregung und Diskussion gestellt. Zunächst werden die curricularen Vorgaben der Schulformen des Berufsfelds Pflege auf ihre Aussagen zum Thema Sturzprophylaxe analysiert. Anschließend werden die unterrichtsrelevanten Informationen des Expertenstandards zusammengetragen und dann in einem nächsten Schritt mit möglichen didaktisch-methodischen Hinweisen zur Umsetzung versehen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2007
200712 Carola Koppermann, Sabine Schuster „Neue Aspekte in der Biografiearbeit“ oder „Braucht es Krisen zur Entwicklung“? Theoretische Anregungen und Methoden aus verschiedenen Arbeitsbereichen
Im Bildungsbereich bietet Biografiearbeit das methodische Instrumentarium, um Phasen der Selbstreflexion mit dem Lernen über Lebensmöglichkeiten und erweiterten Handlungskompetenzen zu verknüpfen. Biografiearbeit wird hier nicht auf das Arbeiten an der eigenen Biografie begrenzt, sondern schließt das Lernen an anderen Biografien sowie auch die gesellschaftlichen Dimensionen mit ein. Die beiden Autorinnen sind in ihren Arbeitsfeldern in der Gesundheits- bzw. Sexualpädagogik mit der Umsetzung theoretischer Modelle von Biografiearbeit in die Praxis vertraut. Sie schöpfen aus einem reichen Erfahrungsschatz unterschiedlicher Methoden, die anhand von Fallbeispielen sowie durch Erprobung in angemessenem Rahmen dargestellt werden können. Anders als in der rückschauenden Biografiearbeit geht es um Orientierungshilfen für die Zukunft und Lebensplanung, v.a. in Ausbildungssituationen. Ziel des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen fundierte theoretische Modelle zu präsentieren und ihnen aufzuzeigen, wie sie Biografiearbeit für ihren beruflichen Alltag gewinnbringend, reflektiert und mit Respekt gegenüber den (eigenen und fremden) Lebensgeschichten einsetzen und auswerten können.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2007
200701 Carola Koppermann, Sabine Schuster „Neue Aspekte in der Biografiearbeit“ oder „Braucht es Krisen zur Entwicklung“ Theoretische Anregungen und Methoden aus verschiedenen Arbeitsbereichen
Im Bildungsbereich bietet Biografiearbeit das methodische Instrumentarium, um Phasen der Selbstreflexion mit dem Lernen über Lebensmöglichkeiten und erweiterten Handlungskompetenzen zu verknüpfen. Biografiearbeit wird hier nicht auf das Arbeiten an der eigenen Biografie begrenzt, sondern schließt das Lernen an anderen Biografien sowie auch die gesellschaftlichen Dimensionen mit ein. Die beiden Autorinnen sind in ihren Arbeitsfeldern in der Gesundheits- bzw. Sexualpädagogik mit der Umsetzung theoretischer Modelle von Biografiearbeit in die Praxis vertraut. Sie schöpfen aus einem reichen Erfahrungsschatz unterschiedlicher Methoden, die anhand von Fallbeispielen sowie durch Erprobung in angemessenem Rahmen dargestellt werden können. Anders als in der rückschauenden Biografiearbeit geht es um Orientierungshilfen für die Zukunft und Lebensplanung, v.a. in Ausbildungssituationen. Ziel des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen fundierte theoretische Modelle zu präsentieren und ihnen aufzuzeigen, wie sie Biografiearbeit für ihren beruflichen Alltag gewinnbringend, reflektiert und mit Respekt gegenüber den (eigenen und fremden) Lebensgeschichten einsetzen und auswerten können. Einleitung
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200804 Martin Knoll, Susanne Saal Pflegewissenschaftliche Entwicklung eines Evaluationskonzepts für Krankenhaus-Beschwerdemanagement-Systeme
Vor dem Hintergrund des steigenden Kostendrucks und dem größer werdenden Wettbewerb im stationären Gesundheitssektor wächst die Bedeutung kundenorientierten Handelns. In diesem Zusammenhang nimmt der systematische Umgang mit Kundenbeschwerden eine wichtige Stellung ein. Derzeit ist das Beschwerdemanagement integraler Bestandteil aller derzeit wichtigen Qualitätsmanagementkonzepte. Im Mittelpunkt steht die Frage nach geeigneten methodischen Verfahren zur Evaluierung von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen im Rahmen des Beschwerdemanagements. Zudem wird untersucht, wie zentrale Aufgaben eines Beschwerdemanagements in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens gestaltet sein sollten, um den Erfolg des Beschwerdemanagements sicherzustellen. Im Rahmen des qualitativen, non-experimentellen Vorgehens dient eine Literaturrecherche als inhaltliche Exploration des aktuellen Standes der Wissenschaft und damit als Grundlage zur späteren Konzeptentwicklung. Mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring 1994) wird relevante Literatur strukturiert, wodurch die Kategorisierung der zentralen Aufgaben eines Beschwerdemanagements möglich wird. Alle exzerpierten Assessmentverfahren für Beschwerdemanagement-Systeme werden anschließend in einer Metaanalyse gegenüber gestellt und bezüglich ihrer Eignung zum Einsatz in stationären Einrichtungen gewichtet.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2008
200701 Christian Wylegalla, Birgit S. Etzel, Ulrike Thielhorn, Peter König Lavendelölauflagen bei Schlafstörungen
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
201503 Prof. Dr. Annette Riedel, Prof. Dr. Reinhold Wolke, Karin Schmidt, Anja Siegle Versorgung von kognitiv eingeschränkten Menschen im Krankenhaus Status quo vor Umsetzung eines innovativen Pflegekonzeptes
Ein Klinikaufenthalt kann für kognitiv eingeschränkte Personen schnell zur Krisensituation werden, was sich häufig in nachlassenden alltagspraktischen Fähigkeiten, vermehrten Komplikationen und längeren Liegezeiten konkretisiert. Im vorliegenden Projekt wird die Situation von kognitiv eingeschränkten Patientinnen und Patienten während ihres stationären Aufenthalts beleuchtet. Dazu erfolgte ein Screening aller neu auf der Interventionsstation aufgenommenen Patientinnen und Patienten über 65 Jahre mit dem Mini-Cog. Anschließend wurden in der Gruppe der Personen mit auffälligem Mini-Cog die Schmerzen, die gesundheitsbezogene Lebensqualität, das Wohlbefinden und die alltagspraktische Fähigkeiten zweimal während des Klinikaufenthalts erhoben. Auf der Interventionsstation wiesen 30 Prozent der Patientinnen und Patienten einen auffälligen Mini-Cog auf. Über den stationären Aufenthalt blieb das Wohlbefinden der Betroffenen stabil, während die gesundheitsbezogene Lebensqualität wie auch die alltagspraktischen Fähigkeiten zunahmen. Die Schmerzen wiesen einen leicht abnehmenden Trend auf. Die vorliegende Ausgangserhebung ist Grundlage für eine Konzeptentwicklung zur verbesserten Pflege und Betreuung von kognitiv eingeschränkter Patientinnen und Patienten auf der Interventionsstation. Im Mittelpunkt stehen hierbei die speziellen Bedürfnisse und Bedarfe kognitiv eingeschränkter Patientinnen und Patienten. Nach der Implementierung des Konzepts wird eine erneute Datenerhebung stattfinden, mit deren Hilfe das Konzept in einem quasi-experimentellen Vorher-Nachher-Design evaluiert werden kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2015
200701 Ulrike Olschewski, Christian Haupt, Stefan Dietsche, Christoph Löschmann Ernährung und Flüssigkeitsversorgung von Bewohnern in stationären Pflegeeinrichtungen aus der Sicht von Angehörigen und Betreuern – Eine Follow-Up-Studie
Um die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Verbesserung des Ernährungs- und Flüssigkeitszustandes von Bewohnern stationärer Pflegeeinrichtungen zu überprüfen, wurde unter Einbeziehung von Angehörigen eine Follow-Up-Untersuchung durchgeführt. Es gelang, die Zufriedenheit der Angehörigen und Betreuer mit der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung der Bewohner zu zwei Messzeitpunkten (vor Intervention 2005, nach Intervention 2007) miteinander zu vergleichen. Ziel ist es, die Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung unter Berücksichtigung der Perspektive von Angehörigen und Betreuern angemessen zu gestalten und damit die Pflegequalität zu verbessern.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200901 Ulrike Olschewski, Christian Haupt, Stefan Dietsche, Christoph Löschmann Ernährung und Flüssigkeitsversorgung von Bewohnern in stationären Pflegeeinrichtungen aus der Sicht von Angehörigen und Betreuern – Eine Follow-Up-Studie
Um die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Verbesserung des Ernährungs- und Flüssigkeitszustandes von Bewohnern stationärer Pflegeeinrichtungen zu überprüfen, wurde unter Einbeziehung von Angehörigen eine Follow-Up-Untersuchung durchgeführt. Es gelang, die Zufriedenheit der Angehörigen und Betreuer mit der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung der Bewohner zu zwei Messzeitpunkten (vor Intervention 2005, nach Intervention 2007) miteinander zu vergleichen. Ziel ist es, die Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung unter Berücksichtigung der Perspektive von Angehörigen und Betreuern angemessen zu gestalten und damit die Pflegequalität zu verbessern.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2009
200904 Pia Wieteck Transfer der Expertenstandards in die Pflegepraxis. Ausblicke bezüglich des Nutzens einer elektronischen Patientenakte mit ENP
Die nationale und internationale Diskussion über Standards, Leitlinien und Expertenstandards in der Pflege nimmt zu. Es wird immer deutlicher, dass der Pflegepraktiker es unter den heutigen Rahmenbedingungen in der Pflege nicht leisten kann, die vorhandene Literatur zu einer aufgetretenen Fragestellung in der Patientenversorgung zu sichten. Auf der anderen Seite wird zunehmend gefordert, dass die Pflege sich auf die beste vorhandene Evidenz stützen sollte. Es stellt sich daher die Frage, wie evidenzbasiertes Pflegefachwissen in die Praxis transferiert werden kann. Zur Überwindung dieses Grabens zwischen Anforderung einerseits und den Möglichkeiten der Pflegenden andererseits wird nach unterstützenden Instrumenten gesucht. Die Entwicklung und Einführung von Expertenstandards könnte eine hilfreiche Unterstützung zur Überwindung der Theorie-Praxis-Kluft sein (Harms und Schwank 2006, Moers und Schiemann 2004).
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2009
200911 Birgit Panke-Kochinke Blended Learning in der Pflegewissenschaft – Entwurf einer hochschuldidaktischen Kultur der medialen Differenz
Die Grundlage für eine hochschuldidaktische Kultur der medialen Differenz im Rahmen von Blended Learning ist denkbar einfach: es ist die kooperative Produktion eines Textes. Kooperation in der Interaktion ist das Schlüsselwort, das ein Lernen in Blended Learning Arrangements auszeichnet. Kooperation über Texte im WWW muss eingeübt werden. Kooperation über Sprache in der face-to-face-Kommunikation ebenfalls. Die Dissonanz ist der Ansatzpunkt, der emotional und intellektuell Kooperation anregt. Projektorientierte Arbeitsweisen sind das Mittel dazu. Labilisierung der Weg. Die personale Identitätsbildung der erfahrungsgenerierende Kompetenzgewinn. Das Ergebnis ist wiederum ein Text. Er spiegelt die gelungene Kooperation wider. Der fachdidaktische Fokus eines entsprechend begründeten Modells ist dabei getragen von der Erkenntnis, dass sich eine patientenorientierte Pflege nur umsetzen lässt, wenn man sich auch auf Formen von medialer Kommunikation einlässt und um ihre Wirkung weiß. Dazu gehört auch, zu wissen, dass fragmentierte Körperlichkeit die Interaktion bestimmt und Technik ein integraler Bestandteil derselben ist. Rationale Urteilsbildung im Feld medialer Vielfalt als transferierbare Erfahrung ist so eine Grundlage für und von Empathie. Und diese kann durch die Integration von Blended Learning Konzepten in das Studium eingeübt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2009
201002 Gabriele Moosler, Elke Mesenholl, P. Christian Endler, Christiane W. Geelhaar Burnout bei Krankenpflegepersonal im Kontext der Burnoutforschung – Ergebnisse einer Studie in einem süddeutschen Krankenhaus
Untersuchungen zeigen, dass die körperliche und psychische Arbeitsbelastung beim Pflegepersonal in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Die europäische NEXT-Studie (nurses‘ early exit study) untersuchte 2004 unter anderem die Gründe des vorzeitigen Berufsausstiegs aus dem Pflegeberuf und Burnout in zehn europäischen Ländern. Die ermittelten Burnout-Werte waren in allen untersuchten Ländern hoch, mit Ausnahme der Niederlande. Deutschland lag dabei an vierthöchster Stelle. In den Ländern mit hohen Burnout-Werten zeigte sich auch eine hohe Anzahl der Befragten, die mehrmals in der Woche daran denken, den Pflegeberuf zu verlassen. Ausgehend von der entsprechenden Brisanz dieses Themas beschreibt der vorliegende Beitrag zunächst den Stand der Forschung zum Burnout insbesondere in Krankenpflegeberufen. Das Maslach Burnout Inventory (MBI-D) nach Büssing und Perrar bildet die Grundlage für eine Untersuchung, die Ende 2005 beim Krankenpflegepersonal eines süddeutschen Krankenhauses durchgeführt wurde. Eine Beteiligungsquote von über 47% spricht für die hohe Bedeutung, die auch der Kreis (potenziell) Betroffener dem Thema beimisst. Auf Basis der Untersuchung weisen die an der Studie Beteiligten im Durchschnitt zwar mittlere bis geringwertige Ausprägungen von emotionaler Erschöpfung und Depersonalisation auf. Allerdings verdeutlicht die Auswertung auch, dass bei 17,7% der Befragten Anzeichen eines beginnenden oder fortgeschrittenen Burnout-Prozesses, bei 3,9% der Befragten sogar Anzeichen eines deutlich fortgeschrittenen Burnout-Prozesses zu erkennen sind.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2010
201002 Andrea Dobrin Schippers Rehabilitation im Alter – die Integration älterer Patienten in die indikationsspezifische, stationäre Rehabilitation
Rehabilitation bedeutet traditionell den Prozess der Wiedereingliederung in den Alltag und besonders in das Arbeitsleben. Durch den demografischen Wandel mit Geburtenrückgang und Anstieg des Lebensalters, dem Verständnis von Rehabilitation als Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, sowie veränderten therapeutischen Möglichkeiten zur Vermeidung einer kostenintensiven Pflegebedürftigkeit wurde die Rehabilitation vermehrt auf ältere Menschen ausgeweitet. Ziele sind das Wiedergewinnen, Verbessern oder Erhalten einer möglichst weitgehenden Selbstständigkeit bei den Verrichtungen des täglichen Lebens (vgl. DEGEMED 2008: 2). Hierdurch entwickelte sich der Bedarf an geriatrischer und auf Multimorbidität ausgerichteter Rehabilitation. Während geriatrische Rehabilitationsstationen auf die Bedürfnisse alter Menschen spezialisiert sind, ist die bedarfsgerechte Integration älterer Patienten in eine indikationsspezifische Rehabilitation häufig nicht systematisch vorbereitet und die Mitarbeitenden selten entsprechend geschult. Besonders Pflegende, die aufgrund ihrer 24-stündigen Anwesenheit therapeutische erlernte Techniken mit dem Patienten in den Alltag integrieren sollen, müssen ausreichend vorbereitet sein, wenn die stationäre Rehabilitation alter Menschen erfolgreich sein soll.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2010
201003 Betina Straßer, Elke Mesenholl, Christiane W. Geelhaar, P. Christian Endler Korrelationen zwischen Burnout und Arbeitsplatzbedingungen – Ergebnisse einer Studie in einem oberösterreichischen Krankenhaus
Ausgehend von einer kurzen Standortbestimmung der Burnout-Forschung werden hier die Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2006 vorgestellt. Diese untersucht, ob und in welchem Ausmaß 176 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Akutpflegebereich eines allgemeinen öffentlichen Krankenhauses in Oberösterreich von der Burnout-Problematik betroffen sind, und ob die Bedingungen am Arbeitsplatz darauf einen wesentlichen Einfluss haben bzw. mit für die Untersuchung ausgewählten Burnout-Faktoren korrelieren. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine auffallende Burnout-Problematik besteht. Es wird jedoch die These aktuellerer Burnout-Forschung bestätigt, dass die Bedingungen am Arbeitsplatz stark mit der Befindlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegebereich korrelieren. Burnout darf also nicht allein als ein individuelles Problem interpretiert werden, sondern als eine Thematik, die auch den Arbeitsplatz, damit das ganze Arbeitsumfeld und aufgrund seiner Gestaltungsspielräume insbesondere den Arbeitgeber betrifft.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2010
201010 Gaby Herzig-Walch Erwerb von Kommunikationskompetenz
Veränderte Qualifikationsprofile im pflegerischen Alltag erfordern eine Anpassung der Pflegeausbildung. Pflegerische Tätigkeitsfelder, wie Beratung, die Interaktion mit multimorbiden, dementiell veränderten Pflegebedürftigen und die pflegerische Versorgung von Migranten, fokussieren insbesondere die kommunikative Kompetenz von Pflegenden. Die kommunikative Kompetenz auszubilden, weiterzuentwickeln und damit in allen Facetten zu fördern, muss für die Pflegeausbildung eine wichtige Herausforderung werden. Die Autorin legt ein eigenes Modell kommunikativer Kompetenz vor und stellt in Form eines Handbuches deren Ausbildungsmöglichkeit dar.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2010
201903 Michèl Süßmilch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Prof. Dr. Julia Göhler Eine qualitative Studie zur Exploration interprofessioneller und interkultureller Problemfelder als Grundlage eines Fortbildungskonzeptes für Lehrkräfte
Ziel der Studie ist es, typische interkulturelle und interprofessionelle Konfliktsituationen in der Notfallaufnahme zu erfassen, um einen auf diesen authentischen Problemlagen aufbauenden Lehrerworkshop zur Sensibilisierung einer differenzierten Haltung zu konzipieren. Die dafür durchgeführten 12 halbstandardisierten Interviews wurden inhaltsanalytisch ausgewertet und zeigen, dass es an Sprachbarrieren, interkulturellen Haltungs- und Problemmustern (z. B. negative Emotionen und Ablehnung gegenüber bestimmten Patientengruppen, Verantwortungsdelegation) sowie an den sich daraus ergebenden neuen Herausforderungen in der interprofessionellen Zusammenarbeit zu arbeiten gilt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 03
vom 08.03.2019
201709 Liane Grube, Sebastian Koch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern Handlungsorientierte Ausbildung in der Praxis der Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten
Schülerstationen sind ein geeignetes Konzept zur Verzahnung von Theorie und Praxis und zur Förderung der Handlungskompetenz (HK) in der Pflegeausbildung. Auszubildenden leiten dabei eine Station und arbeiten autonom. Die Förderung von HK ist ebenso Ziel der Ausbildung zum Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten (ATA/OTA). Die Messung und Förderung der HK mittels einer Schülerstation in der Pflege wurde in der vorliegenden Arbeit durch eine Literaturrecherche eruiert und Handlungsempfehlungen zur Durchführung des Projektes in der ATA/OTA Ausbildung entwickelt. Im Ergebnis zeigte sich, dass bei der Kompetenzerfassung die Evaluation im Vordergrund steht. Ein geeignetes empirisch fundiertes Kompetenzmessinstrument konnte in der Recherche nicht ermittelt werden. Die verstärkte Anwendung von Maßnahmen für den Theorie-Praxis-Transfer lässt auf die Förderung von Handlungskompetenz schließen. Es konnten Handlungsempfehlungen für die Durchführung dieses Projektes in der ATA/OTA-Ausbildung und damit die Möglichkeit zur Förderung von Handlungskompetenz entwickelt werden.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201709 Christopher Dietrich Koordinaten für eine erfolgreiche Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Pflegeausbildung. Eine kritische Positionsbestimmung zur theoretischen und berufsfelddidaktischen Annäherung
Dem Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung wird in letzter Zeit wieder vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. In Deutschland wurden 2009 die UN-Behindertenrechtskonventionen ratifiziert, aber nicht ausreichend umgesetzt. Insbesondere fällt der Übergang vom schulischen in den beruflichen Bereich schwer, da nur wenige Angebote zur Unterstützung vorliegen. Die berufsschulische Ausbildung bietet bislang nur wenig Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen an. Doch die Inklusion von Menschen mit Behinderung benötigt auch angepasste Ausbildungsmöglichkeiten. Um diese in die Curricula zu implementieren und Besonderheiten aufzuzeigen, benötigt es eine berufsfelddidaktische Analyse; um die Potenziale einschätzen zu können, eine kritische Auseinandersetzung aus der Perspektive der Pflege.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201511 Claudia Schneider, Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann, Prof. Dr. Thomas Heidenreich Ressourcen und Belastungen im Berufsalltag von Lehrenden an Altenpflegeschulen - Erste Konsequenzen für eine umfassende Gesundheitsförderung
Die Situation der Lehrenden an Altenpflegeschulen ist bislang nur unzureichend untersucht worden. Die Ausbildungsqualität steht jedoch im Zusammenhang mit der Lehrendengesundheit und ist vor dem Hintergrund, dass sich diese Lehrenden an einer zentralen Stelle für die Qualifizierung der zukünftigen, dringend benötigten Altenpflegefachkräfte befinden, von zentraler Bedeutung. Im Jahr 2 13 wurden Ressourcen und Belastungen aus fünf Bereichen im Berufsalltag der Lehrenden an Altenpflegeschulen in Baden- Württemberg empirisch erfasst. Explorativ wurden die ermittelten Ergebnisse zusätzlich trägerspezifisch betrachtet und inferenzstatistisch auf Unterschiede zwischen der Situation an staatlichen Altenpflegeschulen und an Altenpflegeschulen in freier Trägerschaft geprüft. Hierbei zeigten sich einzelne signifikante Unterschiede, die als Ausgangspunkte für notwendige Veränderungen im Berufsalltag der Lehrenden sowie als Anhaltspunkte für weitere Forschungsarbeiten dienen können.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
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Verlauf von 2005 bis 2018
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
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