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Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201808 Paul Werner Schreiner Pressespiegel
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 28.08.2018
201708 Ing. Mag. Christian Ederer, Heike Fink, Anna Sprenger Ein interprofessionelles Ausbildungsmodul mit interaktiver Lehre, Planspielen und einer Online Plattform. Outcome des Moduls in Bezug auf interprofessionelles Denken, Handeln und das Entstehen einer interprofessionellen Vernetzung unter den Studierenden
An der fh gesundheit in Innsbruck wurde ein interprofessionelles Modul im Umfang von fünf ECTS im zweiten Semester aller Studiengänge curricular verankert. Für den Zeitraum des Moduls werden interprofessionell gemischte Gruppen gebildet. In der didaktischen Aufbereitung umfasst es interaktive Methoden, Diskussionen und Planspiele. Der interprofessionelle Austausch wird in Ergänzung und zeitlicher Ausweitung der Präsenz durch eine Onlineplattform unterstützt. Dieser Artikel beschreibt das Modul und dessen mit einer Vorher- Nachher Befragung ermittelten Effekte. Das Modul verbesserte signifikant die Kompetenzen der Studierenden zur Interprofessionalität, ihre Sicht auf interprofessionelles Handeln im Beruf und etwas weniger stark die allgemeine Einstellung zur Interprofessionalität. Durch das Modul entstand auch ein interprofessionelles Netzwerk zwischen den Studierenden, das sie zu einem großen Teil in der weiteren Ausbildung und im Beruf nutzen wollen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 21.08.2017
201510 Anne Schmitt Methodenmix bei der interkulturellen Adaptation des Premature Infant Pain Profile (PIPP) an die deutsche Sprache und Kultur
Fragestellung: Dieser Beitrag handelt von dem verwendeten Methodenmix bei der Übersetzung und interkulturellen Adaptation des englischsprachigen Premature Infant Pain Profile (PIPP) in die deutsche Sprache. Das Forschungsdesign und die Forschungsmethoden des Übersetzungs- und Adaptationsprozesses sind ein Methodenmix aus verschiedenen Methoden mit qualitativen und quantitativen Anteilen. Die Äquivalenzkategorien und das Übersetzungsverfahren wurden im Forschungsprozess identifiziert bzw. entwickelt und wie das ausgesuchte Pretest-Verfahren in Bezug zu nationalen und internationalen Methoden aus der Wirtschafts-, Sozial- Gesundheits- und Pflegeforschung gestellt. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die qualitativen und quantitativen Anteile der angewandten Methoden werden dargestellt. Das ‚allgemeine lineare Modell der Forschung‘ zur Beurteilung des Übersetzungsverfahrens konnte nur begrenzt zugrunde gelegt werden, da der Forschungsprozess in vielen Teilen auf Zirkularität beruht.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 16.10.2015
201505 Cornelia Bläuer, Rebecca Spirig, Wilfried Schnepp Die Herausforderung chronische Herzinsuffizienz in der Alltagsbewältigung
Die Betreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (CHF-Pat) bedeutet eine Herausforderung. Sie setzt das Bewusstsein für die Lebenswelt der CHF-Pat und ihre Problemstellungen im Alltag voraus. Ziel dieses narrativen Literaturreviews ist, die Perspektive der CHF-Pat von der Diagnose und den Umgang mit der CHF aufzuzeigen. Die Literatur wurde in wissenschaftlichen Datenbanken in den Jahren 2011/12 gesichtet. Eingeschlossen wurden 18 qualitative Studien. Die Resultate zeigen Wege zur Diagnose und den Übergang vom akuten zum chronischen Zustand. Therapie, Lebensstilempfehlungen und Symptome erfordern Anpassungen in der Alltagsgestaltung. Professionelle und Familien bilden ein wichtiges unterstützendes Netz. Unterschiedliche Copingstrategien kommen zum Einsatz. CHF-Pat erwarten eine partizipative Zusammenarbeit mit den Professionellen. Eine gute Betreuung setzt Offenheit voraus, sich auf einen gemeinsamen Lernprozess einzulassen und die Auseinandersetzung über gesundheitsfördernde Strategien.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 28.05.2015
201201 Sven Karstens, Marco Roos, Joachim Szecsenyi, Cornelia Mahler Einschätzung der Relevanz verschiedener Handlungsfelder für ein interprofessionelles Studienangebot: Die Perspektive von Auszubildenden
Für die Entwicklung des Curriculums des Bachelor-Studiengangs „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg identifizierte ein Expertengremium Handlungsfelder, für die das Studium qualifizieren soll. Die Ergebnisse der Befragung von Auszubildenden zur Relevanz selbiger werden im Beitrag vorgestellt. 13 Handlungsfelder wurden anhand eines 35-Item-Bogens abgefragt. Zielgruppe waren Auszubildende 10 verschiedener Berufsgruppen. Die Befragung wurde deskriptiv ausgewertet. 139 Auszubildende (23+/-2,6 Jahre, 89 Prozent weiblich) nahmen an der Befragung teil. Handlungsfelder mit Bezug zur interprofessionellen Koordination von Maßnahmen und zur Anleitung von Mitarbeitern des eigenen Gesundheitsberufs wurden als besonders relevant erachtet. Zusammenfassend ist festzustellen, dass alle 13 Handlungsfelder von den Auszubilden als bedeutsam erachtet wurden. Die Ergebnisse lieferten eine gute Diskussionsgrundlage für die Entwicklung des Curriculums für den mittlerweile eingerichteten Studiengang.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2012
201012 Michael Gügel Lehren als Drahtseilakt zwischen Instruktion und Konstruktion – Versuch einer Annäherung am Beispiel der Gestaltung eines POL-Unterrichts in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung
Dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, wie Problemorientiertes Lernen (POL) gestaltet werden kann, um einerseits den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Auszubildenden, andererseits der Forderung nach selbstgesteuertem Lernen und der Verhinderung der Entstehung von trägem Wissen gerecht zu werden. Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege stellen eine sehr inhomogene Gruppe im Bezug auf Kompetenzen ihrer Lern- und Selbstlernstrategien dar. Es lassen sich Schwierigkeiten mit Selbstkontrollstrategien zur Überwachung des eigenen Lernens, Probleme in der Verantwortungsübernahme für den Lernprozess innerhalb der Gruppe und Schwierigkeiten im Umgang mit schlecht strukturierten Problemen erkennen. Damit POL dennoch gelingen kann, sollten diese Bedingungen entsprechend berücksichtigt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2010
199903 Christoph Richard Zulehner Digitalisierte Pflege-dokumentation. Aber wie?
Wenn sich die Pflegedirektion eines Krankenhauses dazu entschließt, ein automatisiertes Pflegedokumentationssystem zu installieren, wird nicht selten ein ganz wesentlicher Bereich vergessen. Vielfach sind Marktprodukte nicht in der Lage, eine ganz bestimmte Pflegetheorie oder die Pflegephilosophie eines Krankenhauses konzeptionell und inhaltlich zu berücksichtigen. Dies hat zur Folge, daß mit dem digitalen Produkt auch Pflegeziele, Pflegezielformulierungen und Maßnahmenempfehlungen angekauft werden, die im Extremfall nur entfernt mit den pflegephilosophischen Überlegungen des Anwenders zu tun haben
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.1999
199904 Uwe Geisler Biographiearbeit als Gegen-stand und Methode im Unterricht an Kranken- und Altenpflegeschulen
Diese Arbeit ist im Fach Erziehungswissenschaften während des Studiums der Pflegepädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden. Im Anschluß an eine theoretische Einführung in unterschiedliche Theorien des Lebenslaufs wird die Bedeutung der biographischen Selbstreflexion als Vorbedingung für Biographiearbeit an der Schule dargestellt. Die Biographiearbeit in der Betreuung alter Menschen wird noch einmal hervorgehoben und durch den Aspekt der mündlich überlieferten Geschichte als interessante Variante der Geschichtsschreibung abgerundet. Die Darstellungen werden durch konkrete Vorschläge für die Umsetzung im Unterricht ergänzt
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.1999
200211 Elske Ammenwerth, Ronald Eichstädter, Torsten Happek, Bettina Hoppe et al. Auswirkungen EDV-gestützter Pflegedokumentation
Die Pflegedokumentation ist zusammen mit der ärztlichen Dokumentation ein wesentlicher Bestandteil der klinischen Dokumentation. Die Einführung EDV-gestützten Pflegedokumentation verspricht, die in der Papierdokumentation bestehenden Probleme zu lösen oder zumindest zu verringern, und die Pflegedokumentation dadurch qualitativ deutlich zu verbessern
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2002
200211 Agnes van Dyk Kodierung standardisierter Pflegepläne in PIK mittels ICNP
Eine eindeutige Sprache in der Pflege schafft Transparenz und damit nötige Voraussetzungen u.a. für die Pflegeforschung und das Pflegemanagement. Klassifikationssysteme wie das der International Classification of Nursing Practice (ICNP) könnten beispielsweise in rechnergestützte Pflegesoftware, z.B. wie das Pflegeinformations- und Kommunikationssystem (PIK) implementiert werden und dadurch diesem Vorhaben Rechnung tragen. Im Rahmen eines Praxissemesters, Studiengang Pflegewissenschaft, Fachhochschule Osnabrück, hat die Autorin überprüft, inwieweit sich die standardisierten Pflegepläne, die im Rahmen der Entgiftungsbehandlung auf einer psychiatrischen Station am Universitätsklinikum Heidelberg eingesetzt werden, mittels der ICNP codieren lassen. Nach einem besonderen Mappingverfahren (Berekoven, 2002) liegen folgende Ergebnisse in der Codierung vor: Die Codierung von Titel und/oder Definitionen oder auch einer sinngemäßen Definitionswiedergabe gelang zu 76% bezogen auf Pflegephänomene und bei den Pflegehandlungen zu 68%. Bei den restlichen Basiseinträgen war die Codierung mittels der ICNP entweder mangelhaft oder sogar unmöglich, insbesondere bezogen auf Pflegehandlungen. Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass eine Codierung mittels ICNP in Teilbereichen umzusetzen ist, macht aber auch die Schwachstellen der ICNP deutlich. Um für die Pflegeforschung relevante, valide Daten mittels der ICNP zu sammeln, erscheint es der Autorin wichtig, sich hinsichtlich der Deskriptorenauswahl und der Kodierregeln in weiteren Projekten auszutauschen und sie auf ihre Praktikabilität hin zu untersuchen
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2002
200310 Thomas Kreutz, Gritt Kirkamp, Ferdinand Kleinemeier Gesundheit durch Bewegung
Mit unserem Bericht zum durchgeführten Projekt „Gesundheit durch Bewegung“ möchten wir, die Autoren dieses Artikels, dem Leser einen Einblick in die konzeptionellen Grundgedanken, die Durchführung und die Evaluation dieses Projektes geben
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2003
200311 C. Mahler, A. Renz, M. Kandert, P. Spies, B. Hoppe, R. Eichstädter, E. Ammenwerth Die Einführung rechnergestützter Pflegedokumentation am Beispiel von PIK® – Grenzen und Möglichkeiten
Die Einführung von EDV-gestützter Pflegedokumentation bietet viele Möglichkeiten. In einem Pilotprojekt am Universitätsklinikum Heidelberg konnte festgestellt werden, dass die Einführung von PIK® mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung der professionellen Anforderungen an die Pflegedokumentation einhergeht. Rechnergestützte Pflegedokumentation ist ein gutes Werkzeug um die Akzeptanz des Pflegeprozesses zu erhöhen und um die Diskussion über theoriegeleitete Pflegekonzepte in Gang zu bringen. Möglicherweise führen daraus resultierende Veränderungen zu neue Anforderungen an ein EDV-gestütztes Pflegedokumentationssystem
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2003
200311 Pia Wieteck European Nursing care Pathways (ENP®)
An der Entwicklung einer einheitlich benutzten Sprache in der Pflege wird bereits seit Jahren gearbeitet. So wird seit 1989 das Projekt des Weltbundes der Krankenschwestern und Krankenpfleger (ICN) mit der Entwicklung einer Internationalen Klassifikation für die Pflegepraxis (ICNP®) vorangetrieben (vgl. Nielsen, 2003:23). Auch über andere Klassifikationen in der Pflege wird häufiger gesprochen. Hier sind z.B. die Klassifikationen der Pflegediagnosen (NANDA), der Pflegeinterventionen (NIC) und Pflegeergebnisse (NOC) zu nennen (Van der Bruggen, 2002:45). Aufgrund des hohen Komplexizitätsgrades z.B. der ICNP® und anderen alltagsweltlichen Schwierigkeiten der Nutzung der genannten Klassifikationssysteme liegt es nahe, die vorhandenen Systeme zu analysieren und Entwicklungspotentiale aufzuzeigen bzw. diese umzusetzen
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2003
200401 Günter Pätzold Lernortkooperation im Lernfeldkonzept
Die Inhalte der curricularen Vorgaben für den Berufsschulunterricht werden seit den 90er Jahren nach Lernfeldern geordnet. Lernfelder sind durch Zielfor-mulierungen und Inhaltsangaben beschriebene thematische Einheiten, die sich an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientieren. Handlungssystematik wird damit ohne Vernachlässigung der Fachsystematik zum didaktischen Kriterium für die Konzeption beruflichen Unterrichts. Damit ist das Spannungsfeld zwischen den beiden didaktischen Referenzgrößen – Orientierung an der Systematik der Fachwissenschaften oder an der Kasuistik beruflicher Tätigkeiten – erneut zu thematisieren. Mit dem Lernfeldprinzip soll fächerübergreifender Unterricht gefördert, Fachun-terricht im engen (fach-)didaktischen Sinne abgeschafft bzw. nur in Ausnah-mefällen zugelassen werden. Der Unterricht in der Berufsschule soll stärker berufstypische und berufsübergreifende Qualifikationen berücksichtigen, Differenzierungen fördern und aktuelle Kernprobleme aufgreifen. Mit dieser Entscheidung auf der didaktisch-curricularen Ebene ist die Erwartung ver-bunden, handlungsorientiertes Lehren, Lernen und Prüfen anzuregen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2004
200402 Cornelia Bahlmann und Jürgen Ohms „Es wird gelingen ...“
Besonders möchten wir darauf verweisen, dass dieser fünfsemestrige Studiengang für Leh-rerinnen und Lehrer mit abgeschlossener Weiterbildung einmalig ist und wir uns sehr freuen, Ihnen dieses Studium anbieten können.“ Die Informationsbroschüre zum berufsbegleitenden Studiengang Pflegepädagogik, der ge-meinsam von der Kaiserswerther Diakonie und der Evangelischen Fachhochschule Ludwigs-hafen angeboten wird, klingt verheißungsvoll. Beide Kooperationspartner verbinden damit die Absicht, langjährig berufserfahrenen Leh-rerinnen und Lehrern eine Möglichkeit zu bieten, einen berufsqualifizierenden Abschluss mit einem Diplomgrad in der Fachrichtung ‚Pflegepädagogik’ zu erreichen, der ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen und die in einer Weiterbildung bereits erworbe-nen Qualifikationen angemessen berücksichtigt,“ so ist weiter zu lesen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2004
200402 Cornelia Heinze, Ulrich Rissmann, Theo Dassen Stürze bei älteren Menschen
Dieser Beitrag liefert einen Überblick aus nationaler und internationaler wissenschaftlicher Literatur zum aktuellen Wissen über die Thematik Sturzrisiko und -prävention bei älteren Menschen. Zunächst wird auf Sturzhäufigkeit und -folgen eingegangen. Die wichtigsten Sturzrisikofaktoren werden vorgestellt. Sturz- und frakturpräventive Maßnahmen werden getrennt für die häusliche Situation und den Heim- und Krankenhausbereich dargestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2004
200411 Cornelia Teich Clinical Pathways als Grundlage einer betriebswirtschaftlichen Prozessoptimierung
Der Beitrag liefert einen ganzheitlichen Ansatz, wie künftig antizipativ Prozesse in medizinischen Einrichtungen aus der Sicht eines strategisch ausgerichteten Managements besser beherrscht werden können. Der Ansatz zeigt, wie die vielfältigen Restriktionen der gesundheitsökonomischen Praxis (Arbeitszeitmodelle, Ressourcenknappheit, Benutzung von Clinical Pathways usw.) zu einem komple-xen Modell mit multikriterieller Zielfunktion (Verkürzung der Verweildauern, Verbesserung der Ressourcenauslastung, Kostenreduktion usw.) zusammengefügt werden können, um eine Durchgängigkeit von medizinischen Tätigkeiten einerseits und funktionierendem Workflow-Management anderseits zu gewährleisten. Vor allem für die zukünftige Entwicklung und Einführung von Informationssystemen zeigt der Beitrag wesentliche Anforderungen an selbige auf. Ergebnis des Beitrags ist das Modell eines Genetischen Algorithmus, welcher die verschiedenen Anforderungen eines Krankenhauses auf der Basis von Permutationschromosomen abbildet und iterativ bestehende Lösungen der Ablaufplanung nach den Prinzipien der Vererbungslehre optimiert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2004
200502 Bernd Reuschenbach, Dirk Lau Pflegeforschung in der Pflegeausbildung
Durch die neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung gewinnen pflegewissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden in der pflegerischen Grundausbildung an Bedeutung. Eine Vermittlung von Grundlagen der Pflegewissenschaft und des Forschungsprozesses ist auch zur Verbesserung des Theorie-Praxis-Transfers und zur Qualitätssicherung empfehlenswert. Offen ist jedoch die Frage, welche Rahmenbedingungen für eine entsprechende Umsetzung notwendig sind und wie ein entsprechender Unterricht gestaltet sein soll, um diese Inhalte zu vermitteln. Es erscheint uns wichtig, entsprechende Inhalte in andere Lerneinheiten zu integrieren und die Erkenntnisse praxisnah zu vermitteln.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2005
200702 Pia Wieteck et al. Übereinstimmung von Interventionsdokumentationen mit tatsächlich durchgeführten pflegerischen Leistungen
In Europa findet momentan eine große Rationalisierungsdiskussion bezüglich der Gesundheitssysteme statt. Sich wandelnde Finanzierungsformen führen zu steigenden Fallzahlen, dem gegenüber steht eine Reduzierung der Krankenhausverweildauer. Eine steigende Lebenserwartung, die Chronifizierung von Krankheiten und die demographische Bevölkerungsentwicklung sind weitere Herausforderungen an die Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Ökonomisch gesehen ist die Pflege ein großer Wirtschaftsfaktor für den Krankenhaussektor. Die Personalkosten stellen mit ca. 66% einen großen Anteil der Krankenhausgesamtkosten dar. 40% dieser Personalkosten entstehen durch das Pflegepersonal. Die Leistungen, die die Berufsgruppe der Pflegenden erbringen, bleiben aber zu großen Teilen unsichtbar und somit gezielten Auswertungen verschlossen. Daraus ergeben sich die Notwendigkeit der Darstellung von pflegerischen Leistungen und der Ergebnisqualität sowie die Forderung nach wissenschaftlich abgesicherten Pflegeinterventionen. Es werden Daten benötigt, um Personalberechnung, Kostenkalkulationen, Qualitäts-, Aufwands- und Belastungsmessungen durchzuführen und Behandlungspfade evaluieren zu können. Soll in Zukunft Leistungstransparenz durch den Einsatz einer standardisierten Pflegefachsprache möglich werden, ist die Datenqualität der Pflegeprozessdokumentationen von großer Bedeutung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2007
200703 Uta Oelke Gemeinsamkeiten in den pflege- und gesundheitsberuflichen Ausbildungen. Ein Vergleich der Ausbildungsrichtlinien für Kranken- und Kinderkrankenpflege-, Hebammen-, Logopädie- und Physiotherapieschulen in Nordrhein-Westfalen
Seit dem 1.1.2004 sind in Nordrhein-Westfalen für alle staatlich anerkannten Kranken- und Kinderkrankenpflegeschulen Ausbildungsrichtlinien verbindlich vorgeschrieben. Im selben Jahr startete das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW eine Initiative, nach der solche Richtlinien auch für Hebammen-, Logopädie- und Physiotherapieschulen erarbeitet werden sollten. Diese liegen mittlerweile als „empfehlende Richtlinien“ vor und werden derzeit modellhaft erprobt. Im folgenden Beitrag werden die genannten vier Konzepte hinsichtlich Aufbau, Intention, didaktischer Kernelemente und Themenauswahl verglichen. Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Schnittmenge aller vier Richtlinien größer ist als erwartet. Damit lässt sich die These einer gemeinsamen Didaktik für die Pflege- und Gesundheitsberufe stützen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2007
200704 Karin Wittneben, Karin Windfelder, Irma Walkling-Stehmann Schulinterne Curriculumentwicklung nach dem Lernfeldkonzept am Schulzentrum für Krankenpflegeberufe in Hannover (Teil 1)
Dieser Beitrag ist der erste Teil einer Artikelfolge, in der über eine wissenschaftlich begleitete, pflegeschulinterne Konstruktion, Implementation und Evaluation von Lernfeldern und Lernsituationen berichtet wird. In Teil 1 wird zunächst die Konstruktion von Lernsituationen und Lernfeldern beschrieben. Ausgehend von der These, dass Lernsituationen in beruflichen Handlungssituationen verankert sein sollen, erfolgt eine Datenerhebung über Narrative, die Schüler/innen der Kranken- und Gesundheitspflege über Erlebnisse und Erfahrungen in Pflegesituationen verfasst haben. Die Datenanalyse und deren Transformation zu Lernsituationen werden ebenso dargelegt wie theoretische Referenzrahmen, die die Datenerhebung und Datenauswertung gedanklich regulieren. Im Ergebnis kann ein noch vorläufiger Katalog von Lernfeldern und Lernsituationen vorgelegt werden. Exemplarisch werden zwei Lernsituationen über Ekelerlebnisse in der Pflege ausführlich dargelegt und kommentiert. Schwerpunktmäßig handelt es sich um eine schülerhandlungsproblemorientierte Curriculumentwicklung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2007
200711 Frank Arens Anregungen zur didaktischmethodischen Umsetzung des nationalen Expertenstandards Sturzprophylaxe in den Schulformen des Berufsfelds Pflege
Mit der Veröffentlichung von Expertenstandards in der Pflege stellt sich den Lehrkräften in den Schulformen des Berufsfelds Pflege die Frage nach der didaktisch- methodischen Umsetzung der Standards. Auf einer Fachtagung in Oldenburg haben sich Pflegelehrkräfte an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen exemplarisch mit der Umsetzung des Expertenstandards Sturzprophylaxe in den Schulformen des Berufsfelds Pflege beschäftigt.1 Die Ergebnisse werden in diesem Beitrag zur Anregung und Diskussion gestellt. Zunächst werden die curricularen Vorgaben der Schulformen des Berufsfelds Pflege auf ihre Aussagen zum Thema Sturzprophylaxe analysiert. Anschließend werden die unterrichtsrelevanten Informationen des Expertenstandards zusammengetragen und dann in einem nächsten Schritt mit möglichen didaktisch-methodischen Hinweisen zur Umsetzung versehen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2007
200804 Martin Knoll, Susanne Saal Pflegewissenschaftliche Entwicklung eines Evaluationskonzepts für Krankenhaus-Beschwerdemanagement-Systeme
Vor dem Hintergrund des steigenden Kostendrucks und dem größer werdenden Wettbewerb im stationären Gesundheitssektor wächst die Bedeutung kundenorientierten Handelns. In diesem Zusammenhang nimmt der systematische Umgang mit Kundenbeschwerden eine wichtige Stellung ein. Derzeit ist das Beschwerdemanagement integraler Bestandteil aller derzeit wichtigen Qualitätsmanagementkonzepte. Im Mittelpunkt steht die Frage nach geeigneten methodischen Verfahren zur Evaluierung von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen im Rahmen des Beschwerdemanagements. Zudem wird untersucht, wie zentrale Aufgaben eines Beschwerdemanagements in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens gestaltet sein sollten, um den Erfolg des Beschwerdemanagements sicherzustellen. Im Rahmen des qualitativen, non-experimentellen Vorgehens dient eine Literaturrecherche als inhaltliche Exploration des aktuellen Standes der Wissenschaft und damit als Grundlage zur späteren Konzeptentwicklung. Mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring 1994) wird relevante Literatur strukturiert, wodurch die Kategorisierung der zentralen Aufgaben eines Beschwerdemanagements möglich wird. Alle exzerpierten Assessmentverfahren für Beschwerdemanagement-Systeme werden anschließend in einer Metaanalyse gegenüber gestellt und bezüglich ihrer Eignung zum Einsatz in stationären Einrichtungen gewichtet.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2008
200701 Cornelia Mahler, Susanne Greulich, Bernd Reuschenbach, Joachim Szecsenyi „Komm, lasst uns doch schnell mal den Fragebogen übersetzen“ – Richtlinien zur Übersetzung und Implementierung englischsprachiger Assessment-Instrumente
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200701 Cornelia Mahler, Susanne Jank, Bernd Reuschenbach, Joachim Szecsenyi „Komm, lass uns doch schnell mal den Fragebogen übersetzen“ – Richtlinien zur Übersetzung und Implementierung englischsprachiger Assessment-Instrumente
Wenige deutschsprachige Assessment-Instrumente stehen einer Vielzahl internationaler Pflegeassessments gegenüber. Alternativ zur oft sehr aufwändigen Neuentwicklung eines Assessments scheint die Übersetzung solcher Instrumente als leichte Aufgabe. Dabei muss jedoch eine Vielzahl von Kriterien und Richtlinien beachtet werden. Der Beitrag beschreibt die Grundregeln, die bei der Übersetzung von Assessment-Instrumenten zu beachten sind und zeigt, inwieweit die Art der Übersetzung die Testgütekriterien und die Eignung des Fragebogens beeinflussen kann. International entwickelte und anerkannte Richtlinien zur Übersetzung (Principles of Good Practice) werden vorgestellt. Beispielhaft werden die Übersetzungsschritte des englischsprachigen SIMS-Fragebogens (The Satisfaction with Information about Medicines Scale; Horne; 2001) anhand der Richtlinien dargestellt. Die SIMS erfasst die Zufriedenheit von Patienten mit den Informationen, die sie zu ihrer Medikation erhalten haben. Folgende Erkenntnisse lassen sich für den Übersetzungsprozess ableiten: (1) Die Übersetzung sollte sich an anerkannten Richtlinien orientieren. (2) Eine rein semantisch-syntaktische Übersetzung erfasst nicht die subjektive Sichtweise der Befragten zu einem spezifischen Phänomen. (3) Sprachliche und kulturelle Unterschiede sind zu beachten. (4) Eine mehrstufige Vorgehensweise sollte vorgenommen werden, um die Übersetzungsqualität zu erhöhen. (5) Testtheoretische Gütekriterien müssen für das übersetzte Instrument erneut geprüft werden. Die Entwicklung von international standardisierten Instrumenten ermöglicht den länderübergreifenden Vergleich von Studienergebnissen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200701 Barbara Overesch, Christoph Weitensteiner Förderung der Selbstlernkompetenz per Blended Learning in der Ausbildung zur Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflege Ein Erfahrungsbericht der Karl Borromäus Schule für Gesundheitsberufe gGmbH Bonn
Die Karl Borromäus Schule hat im Jahre 2007 nach Zustimmung durch Geschäftsführung, Gesellschafter, Pflegedienstleitungen und des gesamten Schulteams das Projekt der Umsetzung der neuen Methode „Blended Learning“ begonnen. Insgesamt sind sechs Module in drei Ausbildungsjahren zur Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflege geplant und von den pädagogischen Mitarbeitern zu gestalten. Für die Gestaltung des ersten Lernmoduls wurde eine Projektgruppe gebildet, die von Cornelia Josten vom Diözesan-Caritasverband Köln e.V. beraten und unterstützt wurde. In 2011 erfolgt die Evaluation des Gesamtprojektes. Die Umsetzung des „gemischten Lernens“ erfordert eine Orientierung an dem Bildungsverständnis, den didaktischen Prämissen und den strukturellen Voraussetzungen der jeweiligen Ausbildungsstätte. Die Prozessgestaltung des ersten Lernmoduls sowie die Umsetzung, Ergebnisse und Evaluation nach Abschluss des Lernmoduls sollen hier nun näher erläutert werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200901 Cornelia Mahler, Susanne Jank, Bernd Reuschenbach, Joachim Szecsenyi „Komm, lass uns doch schnell mal den Fragebogen übersetzen“ Richtlinien zur Übersetzung und Implementierung englischsprachiger Assessment-Instrumente
Wenige deutschsprachige Assessment-Instrumente stehen einer Vielzahl internationaler Pflegeassessments gegenüber. Alternativ zur oft sehr aufwändigen Neuentwicklung eines Assessments scheint die Übersetzung solcher Instrumente als leichte Aufgabe. Dabei muss jedoch eine Vielzahl von Kriterien und Richtlinien beachtet werden. Der Beitrag beschreibt die Grundregeln, die bei der Übersetzung von Assessment-Instrumenten zu beachten sind und zeigt, inwieweit die Art der Übersetzung die Testgütekriterien und die Eignung des Fragebogens beeinflussen kann. International entwickelte und anerkannte Richtlinien zur Übersetzung (Principles of Good Practice) werden vorgestellt. Beispielhaft werden die Übersetzungsschritte des englischsprachigen SIMS-Fragebogens (The Satisfaction with Information about Medicines Scale; Horne; 2001) anhand der Richtlinien dargestellt. Die SIMS erfasst die Zufriedenheit von Patienten mit den Informationen, die sie zu ihrer Medikation erhalten haben. Folgende Erkenntnisse lassen sich für den Übersetzungsprozess ableiten: (1) Die Übersetzung sollte sich an anerkannten Richtlinien orientieren. (2) Eine rein semantisch-syntaktische Übersetzung erfasst nicht die subjektive Sichtweise der Befragten zu einem spezifischen Phänomen. (3) Sprachliche und kulturelle Unterschiede sind zu beachten. (4) Eine mehrstufige Vorgehensweise sollte vorgenommen werden, um die Übersetzungsqualität zu erhöhen. (5) Testtheoretische Gütekriterien müssen für das übersetzte Instrument erneut geprüft werden. Die Entwicklung von international standardisierten Instrumenten ermöglicht den länderübergreifenden Vergleich von Studienergebnissen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2009
200905 Cornelia Frenzel Der Familienalltag mit einem Frühgeborenen nach der Krankenhausentlassung
Vor dem Hintergrund aktueller Probleme um Kindesvernachlässigung und Misshandlung, die aus körperlicher und emotionaler Überforderung der Eltern resultieren können, soll die vorliegende Studie Einblicke in den Familienalltag von Eltern mit Frühgeborenen liefern. Da im Bereich der pädiatrischen Pflege nur wenige wissenschaftliche Erhebungen existieren, soll Ziel dieser qualitativen Studie die deskriptive Darstellung belastender und förderlicher Faktoren nach der Überleitung aus einem Perinatalzentrum ins häusliche Umfeld sein. Die Ergebnisse der Studie basieren unter Berücksichtigung ethischer Richtlinien auf zehn problemzentrierten Interviews, die mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse systematisch ausgewertet wurden. Schließlich konnte das elterliche Erleben zur häuslichen Versorgung von Frühgeborenen nach Krankenhausentlassung auf einer physischen, emotionalen, sozialen und organisatorischen Ebene formuliert werden. Innerhalb dieser vier Ebenen liegt der Schwerpunkt der Belastungen auf der emotionalen Ebene, was besonders stark in dem „Gefühl, alleingelassen zu sein“ zum Ausdruck kommt. Die Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit einer Integrierten Versorgung, bei der die Konzepte des Entlassungsmanagements, der gezielten Pflege-Überleitung und der individuellen Nachsorge übergreifend betrachtet und an den aktuellen Unterstützungsbedarf der Familien angepasst werden sollten. Um Schaffung neuer Schnittstellen bei der Vernetzung der stationären und häuslichen Versorgung vorzubeugen, wird ein ressourcen- und familienorientierter Case Management-Ansatz empfohlen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2009
200905 Norbert Gores, Sabine Ruppert-Fürstos Politische Handlungsfähigkeit – eine relevante und aktuelle Betrachtung im Kontext von Pflegeausbildung Teil 1
Auszubildende in den Pflegeberufen zeigen sich, wie die Jugend allgemein, politisch eher desinteressiert. Zur Wahrnehmung und Vertretung von Interessen sowie zur Mitbestimmung und Mitgestaltung des (beruflichen) Alltags ist politische Handlungsfähigkeit unbedingt erforderlich. Eine entsprechende Kompetenzbildung ist auch in den normativen Grundlagen der Pflegeausbildungen verlangt. Zur Umsetzung dieses Anspruchs bedarf es eines speziellen fachdidaktischen Ansatzes. Geeignet erscheint hier die Konfliktdidaktik von Hermann Giesecke. Eine solche Ausrichtung muss durch entsprechende curriculare Strukturen unterstützt und in der Schulkultur gelebt werden. Hierzu gilt es ein anwendbares Konzept zu entwickeln. Dies sind die Schlussfolgerungen einer umfassenden Erörterung zur politischen Bildung im Kontext der Pflegeausbildungen. Der vorliegende erste Teil der Veröffentlichung beschreibt mit Untersuchungen zur politischen Interessenslage von Jugendlichen, einer Erhebung zu den Rahmenbedingungen von Pflegebildungseinrichtungen sowie einer Betrachtung der normativen Grundlagen die Ausgangslage im Umfeld der Pflegeausbildungen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2009
200906 Norbert Gores, Sabine Ruppert-Fürstos Politische Handlungsfähigkeit – eine relevante und aktuelle Betrachtung im Kontext von Pflegeausbildung Teil 2
Auszubildende in den Pflegeberufen zeigen sich, wie die Jugend allgemein, politisch eher desinteressiert. Zur Wahrnehmung und Vertretung von Interessen sowie zur Mitbestimmung und Mitgestaltung des (beruflichen) Alltags ist politische Handlungsfähigkeit unbedingt erforderlich. Eine entsprechende Kompetenzbildung ist auch in den normativen Grundlagen der Pflegeausbildungen verlangt. Zur Umsetzung dieses Anspruchs bedarf es eines speziellen fachdidaktischen Ansatzes. Geeignet erscheint hier die Konfliktdidaktik von Hermann Giesecke. Eine solche Ausrichtung muss durch entsprechende curriculare Strukturen unterstützt und in der Schulkultur gelebt werden. Hierzu gilt es ein anwendbares Konzept zu entwickeln. Dies sind die Schlussfolgerungen einer umfassenden Erörterung zur politischen Bildung im Kontext der Pflegeausbildungen. Im vorliegenden zweiten Teil der Veröffentlichung wird ein geschichtlicher Abriss der politischen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen, damit verbundene fachdidaktische Diskussionen nachgezeichnet und allgemeine Grundlagen zur didaktischen Konzeption bzw. Konstruktion zur politischen Bildung erörtert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2009
200907 Barbara Overesch, Christoph Weitensteiner Förderung der Selbstlernkompetenz per Blended Learning in der Ausbildung zur Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflege. Ein Erfahrungsbericht der Karl Borromäus Schule für Gesundheitsberufe gGmbH Bonn
Die Karl Borromäus Schule hat im Jahre 2007 nach Zustimmung durch Geschäftsführung, Gesellschafter, Pflegedienstleitungen und des gesamten Schulteams das Projekt der Umsetzung der neuen Methode „Blended Learning“ begonnen. Insgesamt sind sechs Module in drei Ausbildungsjahren zur Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflege geplant und von den pädagogischen Mitarbeitern zu gestalten. Für die Gestaltung des ersten Lernmoduls wurde eine Projektgruppe gebildet, die von Cornelia Josten vom Diözesan-Caritasverband Köln e.V. beraten und unterstützt wurde. In 2011 erfolgt die Evaluation des Gesamtprojektes. Die Umsetzung des „gemischten Lernens“ erfordert eine Orientierung an dem Bildungsverständnis, den didaktischen Prämissen und den strukturellen Voraussetzungen der jeweiligen Ausbildungsstätte. Die Prozessgestaltung des ersten Lernmoduls sowie die Umsetzung, Ergebnisse und Evaluation nach Abschluss des Lernmoduls sollen hier nun näher erläutert werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2009
200907 Norbert Gores, Sabine Ruppert-Fürstos Politische Handlungsfähigkeit – eine relevante und aktuelle Betrachtung im Kontext von Pflegeausbildung. Teil 3
Auszubildende in den Pflegeberufen zeigen sich, wie die Jugend allgemein, politisch eher desinteressiert. Zur Wahrnehmung und Vertretung von Interessen sowie zur Mitbestimmung und Mitgestaltung des (beruflichen) Alltags ist politische Handlungsfähigkeit unbedingt erforderlich. Eine entsprechende Kompetenzbildung ist auch in den normativen Grundlagen der Pflegeausbildungen verlangt. Zur Umsetzung dieses Anspruchs bedarf es eines speziellen fachdidaktischen Ansatzes. Geeignet erscheint hier die Konfliktdidaktik von Hermann Giesecke. Eine solche Ausrichtung muss durch entsprechende curriculare Strukturen unterstützt und in der Schulkultur gelebt werden. Hierzu gilt es ein anwendbares Konzept zu entwickeln. Dies sind die Schlussfolgerungen einer umfassenden Erörterung zur politischen Bildung im Kontext von Pflegeausbildung. Im vorliegenden dritten Teil der Veröffentlichung stellen wir detaillierter die Konfliktdidaktik von Hermann Giesecke vor und begründen ihre besondere Eignung im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zur Unterstützung politischer Handlungsfähigkeit von Auszubildenden in den Pflegeberufen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2009
201006 Filiz Küçük Die Situation pflegender Familienangehöriger von an Demenz erkrankten türkischen MigrantInnen in Berlin – Eine qualitative Studie zur Versorgung im häuslichen Umfeld
Etwa 1,1 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. Dazu gehören auch hochaltrige MigrantInnen, deren Anzahl in den kommenden Jahren stark zunehmen wird. Bisher kaum untersucht ist der Umgang der Kinder demenziell erkrankter türkischer MigrantInnen mit der Pflege ihrer Angehörigen, die in der Regel im häuslichen Umfeld stattfindet. Von welcher Motivation sind diese Kinder getragen? Welche professionellen Hilfen nehmen sie in Anspruch? Was erwarten sie von unterstützenden Maßnahmen? Antworten auf diese Fragen gibt die vorliegende Studie. Die Aussagen aus sechs Interviews mit Angehörigen verdeutlichen eindrucksvoll, vor welchen großen Herausforderungen die Familienmitglieder in der Pflegesituation stehen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2010
201009 Franco Mantovan, Veronika Pareiner, Erwin Kirchler „… Man glaubt, man stirbt ...“ Leben mit einem implantierten Kardioverter-Defibrillator. Eine Einzelfallanalyse
Die Zahl der Patienten, welche aufgrund lebensbedrohlicher und medikamentös resistenter Herzrhythmusstörungen mit einem ICD-Implantat leben, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Auswirkungen, welche das Tragen eines ICD-Implantats auf die Lebensqualität und die Lebenswelt der Betroffenen hat, sind noch kaum erforscht. Der Begriff der Lebenswelt meint jenes grundlegende Gefüge natürlicher und sozialer Gegebenheiten, das uns Menschen so vertraut und selbstverständlich ist, dass wir es kaum wahrnehmen. Die ICD-Implantation und die ihr zugrunde liegende chronische Herzerkrankung bedeutet für die meisten Betroffenen eine Veränderung ihrer bisherigen Lebenssituation, erfordert von der Person eine Neuanpassung und generiert unterschiedliche Copingstrategien. Die Untersuchung ist als Einzelfallanalyse konzipiert. Mit der Testperson wurde ein problemzentriertes Interview durchgeführt und anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2002) ausgewertet. Die Zielsetzung der Untersuchung beinhaltet folgende Forschungsfragen: In welchen Phänomenen der Lebenswelt sieht der ICD-Patient die größte Veränderung und welche Copingstrategien werden eingesetzt? Können Vergleiche mit den Forschungsergebnissen anderer ICD-Patienten gezogen werden?
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2010
201903 Michèl Süßmilch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Prof. Dr. Julia Göhler Eine qualitative Studie zur Exploration interprofessioneller und interkultureller Problemfelder als Grundlage eines Fortbildungskonzeptes für Lehrkräfte
Ziel der Studie ist es, typische interkulturelle und interprofessionelle Konfliktsituationen in der Notfallaufnahme zu erfassen, um einen auf diesen authentischen Problemlagen aufbauenden Lehrerworkshop zur Sensibilisierung einer differenzierten Haltung zu konzipieren. Die dafür durchgeführten 12 halbstandardisierten Interviews wurden inhaltsanalytisch ausgewertet und zeigen, dass es an Sprachbarrieren, interkulturellen Haltungs- und Problemmustern (z. B. negative Emotionen und Ablehnung gegenüber bestimmten Patientengruppen, Verantwortungsdelegation) sowie an den sich daraus ergebenden neuen Herausforderungen in der interprofessionellen Zusammenarbeit zu arbeiten gilt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 03
vom 08.03.2019
201712 Heike Fink, Martina König-Bachmann, Heidi Oberhauser, Cornelia Schöffthaler Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung der Lerneffekte mit Portfolioarbeit
Die Entwicklung und Implementierung von Portfolioarbeit gewinnt in der fachhochschulischen Ausbildung von Gesundheitsberufen an Bedeutung. Das Portfolio ermöglicht einen Blick auf eine prozessuale und selbstreflexive Lernentwicklung sowohl für die Studierenden wie auch für deren Lehrende. In der Literatur beschriebene Lerneffekte betreffen die Reflexionsfähigkeit, die Autonomie für das eigene Lernen, eine Sensibilisierung für Lernstrategien, die Vernetzung von Theorie und Praxis und eine Verbesserung der Schreibkompetenz. Ein interprofessionelles Lehrendenteam entwickelte in einem mehrstufigen Verfahren einen reliablen und teil-validen Fragebogen, der die in der Literatur beschriebenen Lerneffekte messen kann. Im Herbst 2016 wurde eine Kohorte zu Ausbildungsbeginn befragt, deren Nachher-Befragung wird im Juni 2019 erfolgen. Die ausgewählten Lerneffekte können mit diesem Studiendesign gemessen, aber nicht ausschließlich dem Portfolio zugeschrieben werden.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 12
vom 13.12.2017
201709 Dr. Birgit Panke-Kochinke, Dirk Blotenberg, Cornelia Jeremias, Anke Kosubek, Gabriele Schütter, Ludger Völker-Gerd Unterricht planen im modularisierten Curriculum des Schulverbundes Bildung und Pflege in Osnabrück. Ein Beispiel.
Vielfach stellen Curricula eher kleinschrittige Handlungsanweisungen dar, indem sie bis ins Detail aufgeschlüsselt Kompetenzen, Inhalte und Methoden vorgeben. Dies mag Lehrenden Sicherheit vermitteln, schränkt jedoch didaktische Freiheiten ein und steht im Widerspruch zu professionellem pädagogischen Handeln. In dem modularisierten Curriculum des Schulverbundes Bildung und Pflege in Osnabrück (BiOPs) werden neben Konfliktfeldern und Kompetenzzielen lediglich zentrale Inhaltsfelder benannt. An einem Beispiel wird der Einsatz eines Erschließungsmodells demonstriert, das es Lehrenden ermöglicht, trotzdem in einer variablen Weise eine konkrete Unterrichtsplanung vorzunehmen.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201709 Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Melanie Scheerer Problemorientiertes Lernen in der Gesundheits- und Krankenpflege - eine innovative Lernmethode?
Demografische, sozialpolitische und ökonomische Veränderungen im Gesundheitswesen stellen uns vor neue Anforderungen, die bewältigt werden müssen. Aus pädagogischer Sicht liegt hier die Notwendigkeit für innovative Lehr- und Lernmethoden. Damit die künftigen Gesundheits- und Krankenpfleger in der Lage sind problemorientierte Lösungen für komplexe Situationen im interdisziplinären Team generieren zu können, gewinnt das problemorientierte Lernen an Bedeutung in den Berufsschulen. Untersucht wurde die aktuelle Anwendung von problemorientiertem Lernen (POL) in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, wobei Defizite aufgedeckt wurden und ein Fortbildungsbedarf konkretisiert wurde.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201512 Kolja Schoon1, Cornelia Mahler, Joachim Szecseny, Sven Karstens Das Seminar „Audio- und Videodokumentation“ im Bachelor-Studiengang Interprofessionelle Gesundheitsversorgung: Die Erarbeitung von Grundlagen für einen zielgerichteten Einsatz im Studienverlauf
Digitale Medien halten in der Lehre zunehmend Einzug. Für die Studierenden ist der Umgang damit nahezu selbstverständlich geworden. Für Videoanalysen im Speziellen wird in der Literatur ein breiter Einsatzbereich aufgezeigt. Im vorliegenden Beitrag wird das Seminar „Audio- und Videodokumentation“ im Bachelor-Studiengang Interprofessionelle Gesundheitsversorgung der Medizinischen Fakultät Heidelberg vorgestellt. Zudem werden Erfahrungen aus der Arbeit mit zwei Jahrgängen dargelegt. Das Seminar ist eine Pflichtveranstaltung im zweiten Studiengangsmodul. Es wird an vier Präsenzterminen im dritten Semester abgehalten und bildet inhaltlich die drei Phasen einer Videoproduktion ab. Neben dem Umgang mit Medien und relevanter Software liegen die Seminarziele in der Förderung von Kompetenzen im Bereich der Kooperation, unter anderem im interprofessionellen Team, sowie in der Vertiefung von Fachwissen. Die Studierenden nehmen an vier Präsenzterminen, ergänzt um Vor- und Nachbereitungsaufträge, teil. In den ersten beiden Kohorten haben 39 Studierende (7 Männer, 32 Frauen, mittleres Alter 22,9 (SD 2,3) Jahre) das Seminar besucht. Von ihnen wurden zehn Gesundheitsthemen in 15 Erklärvideos, sogenannten „How-to Videos“, umgesetzt. Die Videos zeigen, dass die Studierenden die angestrebten Ziele erreicht haben. Sie haben fachübergreifende Kompetenzen entwickelt, auf die im weiteren Studienverlauf gezielt zurückgegriffen werden kann. Dies ermöglicht in späteren Studienphasen eine besonders intensive Auseinandersetzung mit Situationen aus der Versorgungspraxis.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 12
vom 18.12.2015
Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau

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Verlauf von 2005 bis 2018
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2007
2009
2011
2013
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