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Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201902 Brigitte Swonar, Daniela Grach, Wolfgang Gunzer, Stefanie Schwarzl Interdisziplinarität in der Gesundheitsvorsorge bei Personen mit intellektuellen Beeinträchtigungen am Beispiel des Health Promotion-Programms bei den Special Olympics World Winter Games, Austria 2017
Um dem Defizit in der Gesundheitsversorgung von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen entgegenzuwirken wird mit dem Healthy Athletes® Programm das weltweit größte öffentliche Gesundheitsprogramm für diese Zielgruppe angeboten. In der Station „Health Promotion“ liegen die Erfassung und Verbesserung von Gesundheitszustand und Risikofaktoren für chronische Erkrankungen im Mittelpunkt. Dafür werden von einem multidisziplinären Team Screenings, Beratungen und interaktive Workshops angeboten. Von der Projektdurchführung bei den Special Olympics® World Winter Games 2017 in Österreich haben nicht nur Betroffene und BetreuerInnen, sondern auch Studierende und Health Professionals, die für die Umsetzung geschult wurden, profitiert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 15.02.2019
201902 Jan Daniel Kellerer, Isabella Raab, Dr. Gerhard Müller, Dr. Daniela Deufert Übersetzung und kulturelle Adaption der Nurse Professional Competence (NPC) Scale. Die deutschsprachige NPC Skala: Ein Selbsteinschätzungsinstrument für Pflegekompetenz
Die Einschätzung pflegerischer Kompetenz gewinnt zunehmend an Relevanz. Derzeit ist kein psychometrisch getestetes Instrument zur Selbsteinschätzung pflegerischer Kompetenz in deutscher Sprache verfügbar. Diese Publikation beschreibt die Übersetzung und kulturelle Adaption der englischsprachigen Nurse Professional Competence Scale (NPC) gemäß den Prinzipien der International Society for Pharmaoeconomics and Outcome Research (ISPOR) für den deutschen Sprachraum in Österreich und der Schweiz. Die deutschsprachige NPC Skala ist ein verständliches Instrument zur Selbsteinschätzung pflegerischer Kompetenz für den deutschen Sprachraum. Das methodische Vorgehen erhöht die Transparenz des Übersetzungsprozesses, um so die Qualität des Instruments in der Zielsprache zu verbessern.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 15.02.2019
201809 Stefanie Lemme Das Erleben von Trägerinnen und Trägern eines Links-Ventrikel-Assist-Device.
Zu einer der neueren Therapieoptionen einer Herzinsuffizienz gehört das Links-Ventrikel-Assist-Device (LVAD). Es wird direkt ans Herz implantiert und gewährleistet die Versorgung des Körpers mit Blut und Sauerstoff. Die Stromzufuhr erfolgt über die Driveline, eine Verbindung durch die Bauchdecke nach außen. Um der wachsenden Sparte in der Pflege und der Versorgung gerecht zu werden ist es nötig, das Erleben der LVAD-Trägerinnen und -Träger näher zu beleuchten. Dazu wird der Entscheidungsprozess zum LVAD näher betrachtet. Ebenso die Gestaltung des Alltags, die Adaption ins häusliche Umfeld, ihre Aktivitäten und Einschränkungen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 26.09.2018
201808 Dr. phil. Daniela Schmitz, Ulrike Höhmann Multiprofessionelles Lernen in der Praxis. Umgang mit professionsbezogener Heterogenität in einer Studieneingangswoche
In der multiprofessionellen Studieneingangswoche wird vor dem Hintergrund der Experten-Laien-Kommunikation ein gemeinsames Verständnis zentraler Begriffe im Studiengang erarbeitet. Ziel ist, die beteiligten Perspektiven abzugleichen und zu integrieren. Das Lernziel „Austausch eines ersten professionsgebundenen Wissenschaftsverständnisses und Darlegung jeweiliger berufstypischer Problemlösungs- und Handlungslogiken“ wird mit Hilfe der Methode Think-Pair-Share erreicht. Im Beitrag wird die Umsetzung der Methode aufgezeigt und kritisch reflektiert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 28.08.2018
201801 Jan Daniel Kellerer, Isabella Raab, Gerhard Müller, Daniela Deufert Identifikation valider und reliabler Instrumente zur Einschätzung der Kompetenzen professionell Pflegender in Österreich
Mit der Akademisierung der Pflege gewinnt pflegespezifische Kompetenzerfassung zunehmend an Relevanz. Ziel dieser Literaturübersichtsarbeit ist die Identifikation valider und reliabler Instrumente, mit welchen diese Kompetenzen im österreichischen Kontext erfasst werden könnten. Die Items identifizierter Instrumente werden auf Übereinstimmung mit den in der österreichischen Fachhochschul-Ausbildungsverordnung der Gesundheits- und Krankenpflege definierten Kompetenzklassen überprüft. Insgesamt konnten nach Abschluss der Literaturrecherche acht Querschnittstudien zur Beantwortung der Forschungsfragen herangezogen werden. Acht Instrumente zeigen sich valide und reliabel. Nur die Items der Nurse Professional Competence (NPC)-Scale sind vollständig in den gesetzlich definierten Kompetenzklassen abgebildet. Eine Übersetzung und psychometrische Testung dieser Skala ist empfehlenswert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 31.01.2018
201708 Karoline Schermann, Daniela Deufert Pflegeabhängigkeit von Menschen mit Demenz in der Langzeitpflege – erste Ergebnisse für Tirol.
Menschen mit Demenz benötigen mehr Unterstützung von Seiten der Pflegepersonen als Menschen ohne dementielle Veränderungen. Ziel der Studie war, die Pflegeabhängigkeit von Menschen mit Demenz in Tiroler Pflegeheimen abhängig vom Schweregrad der Demenz aufzuzeigen. Dafür wurden mittels Fremdeinschätzung Daten von 235 Bewohner/innen mit den Instrumenten Pflegeabhängigkeitsskala (PAS) und Functional Assessment Staging (FAST) erhoben. Im Bereich der Kommunikation konnten anhand der PAS signifikante Unterschiede zwischen Bewohner/innen mit der FAST-Stufe 4-6 und der FAST-Stufe 7 bei mittlerer Pflegeabhängigkeit festgestellt werden. Abhängig vom Schweregrad der Demenz konnten auch bei Personen mit einer hohen Pflegeabhängigkeit Unterschiede in den Pflegeabhängigkeitsbereichen aufgezeigt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 21.08.2017
201703 Jan Daniel Kellerer BScN, Priv.-Doz. Dr. Gerhard Müller, Ass.-Prof. Dr. Daniela Deufert Musik: Eine effektive Maßnahme zur Reduktion von Angst und Schmerz im Rahmen von Dickdarmspiegelungen?
Obwohl Dickdarmspiegelungen als Mittel der Wahl zur Verhütung des kolorektalen Karzinoms gelten, sind Angst und die Erwartung von Schmerzen Gründe, sich gegen die Untersuchung zu entscheiden. Die Wirkung von Musik als angst- und schmerzreduzierende Maßnahme mit Bezug auf dieses spezielle Setting wird deshalb in Form einer systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Einige Studien finden eine Reduktion des Angst- und Schmerzerlebens sowie eine Reduktion sedierender Medikamente und physiologische Parameter zeigen sich positiv beeinflusst. Allgemeine Untersuchungserfahrung, Patientenzufriedenheit und die Bereitschaft zur Untersuchungswiederholung sind deutlich verbessert. Musik kann im Rahmen von Dickdarmspiegelungen als kostengünstige komplementärmedizinische Intervention empfohlen werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 30.03.2017
201610 Ass.-Prof. Dr. Daniela Deufert, Reinhard Graml, Raffaella Matteucci Gothe Überprüfung der Test-Retest- Reliabilität des „Wound-QoL“ – Ein Instrument zur Erfassung der krankheitsspezifischen, gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Menschen mit chronischen Wunden
In Deutschland leiden ca. 3-4 Millionen Menschen an einer chronischen Wunde. Die Auswirkungen auf die psychischen, physischen und sozialen Lebensbereiche der betroffenen Personen sowie deren gesundheitsbezogene Lebensqualität sind vielfältig. Um die Sichtweise von Patienten operationalisieren und in die therapeutisch- pflegerischen Zielsetzungen integrieren zu können, bedarf es valider und reliabler Assessmentinstrumente. Das Ziel der Studie war die Überprüfung der Test-Retest-Reliabilität des Wound-QoL zur Messung der Lebensqualität von Menschen mit chronischen Wunden sowie die Erfassung der subjektiven Beeinträchtigung in verschiedenen Lebensqualitätsdimensionen. Die Daten wurden mit einem quantitativen, nicht-experimentellen, prospektiven Forschungsdesign über zwei Messpunkte erhoben. Das Instrument Wound-QuoL zeigte in dieser Untersuchung eine gute bis sehr gute Test-Retest-Reliabilität mit Werten von Kendall ?-b zwischen 0,662 und 0,976. Es wurden 71% hohe und 17% sehr hohe Korrelationen auf Itemebene ermittelt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 12.10.2016
201610 Dr. phil. Sandra Oppikofer, Alexander Seifert, Elke Steudter, Mag. Dr. Daniela Händler-Schuster Begleitumstände von Agitation bei demenzerkrankten Heimbewohnern
Die vorliegende Studie hatte das Ziel, die Begleitumstände von Agitation im Pflegeheimkontext zu erfassen sowie Rückschlüsse auf deren Ursachen zu ziehen. Dazu wurden in zwei Pflegezentren und in einem demenzspezialisierten Krankenheim während eines Zeitraums von elf Wochen 359 Tagebucheinträge zu agitationsbedingtem Verhalten erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass Agitation in Situationen auftrat, in denen die Bewohner mit Demenz in Interaktion mit anderen standen, aber dass sie auch in Situationen stattgefunden hat, in denen die Pflegepersonen keine direkten Einflüsse/Reize aus der Umgebung wahrnehmen konnten. Im Weiteren konnte ein gewisses Muster zwischen der Tageszeit und der Häufigkeit des Auftretens von Agitation festgestellt werden. Ergänzend konnten personenspezifische Verhaltensmuster nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der Studie verstärken die Forderung nach individualisierten und dem Kontext sowie der aktuellen Situation Rechnung tragenden Interventionen des Pflegepersonals.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 05.10.2016
201610 Ass.-Prof. Dr. Daniela Deufert, Univ.-Prof. Dr. Elfriede Fritz Interrater-Reliabilität und Beurteilerübereinstimmung des V.I.T.A – Das Einstufungsinstrument im Pflegesicherungssystem der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol
Im Jahr 2007 wurde in der Autonomen Provinz Bozen Südtirol ein Pflegesicherungssystem eingeführt. Damit wird pflegebedürftigen Menschen ein Rechtsanspruch auf Pflege- und Betreuungsleistungen gewährt. Die zweckgebundenen Geldleistungen orientieren sich an der Höhe des Grades des Pflegebedarfes. Zur Einschätzung und Anerkennung der Pflegebedürftigkeit wurde das Einstufungsinstrument V.I.T.A. (Valutazione Integrata dei Tempi Assistenziali) entwickelt. Im Rahmen der Studie sollten sowohl die Übereinstimmung der ersten und zweiten Einschätzung, als auch die Reliabilität der einzelnen Bereiche des V.I.T.A. überprüft werden. Insgesamt konnten 122 doppelte Einschätzungen durchgeführt werden. Zur Überprüfung der Interrater-Reliabilität wurden der Grad der Übereinstimmung bei den ermittelten Pflegestufen in Prozentwerten, der Cohens Kappa-Wert (?) und der gewichtete Kappa-Wert (?w) ermittelt. Außerdem wurden Intraklassen-Korrelationskoeffizienten (ICC) berechnet. Die Ergebnisse zeigten in den meisten Bereichen des V.I.T.A. „hohe“ bis „sehr hohe“ Korrelationen. Aufgrund der ermittelten Kappa-Werte und der ICC-Werte kann das V.I.T.A. als zuverlässiges Verfahren zur Pflegegeldeinstufung im Pflegesicherungssystem- Südtirol empfohlen werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 05.10.2016
201509 Dr. phil. Doris Arnold Den Umgang mit „schwierigen“ Situationen aus der Sicht der Pflegenden verstehen: Praxis, Potenziale und Grenzen ethnografischer Forschung
Im Artikel werden die Durchführung, die besonderen Beiträge und die Grenzen ethnografischer Forschung am Beispiel von Interaktionen mit Pflegebedürftigen dargestellt, die von Pflegenden als „schwierig“ oder herausfordernd erlebt werden. Dazu werden das methodische Vorgehen sowie ausgewählte Ergebnisse einer ethnografischen Untersuchung zum Pflegealltag auf zwei Stationen im Allgemeinkrankenhaus vorgestellt, die teilnehmende Beobachtungen sowie Leitfadeninterviews umfasste, sowie die besonderen Möglichkeiten und Begrenzungen ethnografischer Forschung verdeutlicht. Ergänzend werden Beispiele aus anderen ethnografischen Studien zu Interaktionen im Pflegealltag beschrieben. Grenzen in der Anwendung ethnografischer Methoden werden vor allem in forschungsethischen und forschungspraktischen Problemen ausgemacht. Potenziale ethnografischer Pflegeforschung werden in deren Vermögen gesehen, Reflexionsprozesse im Pflegealltag sichtbar zu machen und Reflexivität als Bestandteil des ethnografischen Forschungsprozesses zu nutzen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 11.09.2015
201505 Andreas Fraunhofer, Florian Baudach (Akademische) Bildung als Instrumentarium der Mitarbeiterbindung in der Pflege. Ein Szenario aus Bayern
Seit der Novellierung des bayerischen Hochschulgesetzes im Jahr 2009 können auch beruflich qualifizierte Personen, die über keine schulische Hochschulzugangsberechtigung verfügen an Hochschulen und Universitäten studieren. Zudem können außerhochschulisch erworbene Kompetenzen auf das Studium angerechnet werden, was sich zum einen positiv auf die Motivation der potenziellen TeilnehmerInnen auswirkt, zum anderen ihnen die Möglichkeit eröffnet Zeit und Geld bei ihrer Karriereplanung zu sparen. Dies ist insbesondere für den Fachbereich der Pflege ein wichtiger Schritt, da sich hier durch die späte Akademisierung ein sehr ausdifferenziertes Weiterbildungssystem ausgebildet hat, das nun mit der Hochschullehre verzahnt werden kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 05.05.2015
201501 Nino Chikhradze, Dr. Jörg große Schlarmann, Prof. Dr. Andreas Büscher, Prof. Dr. Wilfried Schnepp Auswirkung einer fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung auf die Familie
Familienmitglieder sind zwar mit der fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung von Frauen konfrontiert, jedoch sind sie auf andere Art und Weise betroffen, als die Patientinnen selbst. Die vorliegende Literaturstudie geht den Fragen nach, welchen Einfluss eine fortgeschrittene Brustkrebserkrankung auf das Familienleben hat, welche Bedürfnisse in Familien in diesem Zusammenhang entstehen und auf welche Ressourcen die Familien zurückgreifen. Die hier dargelegten Studien stellen die einzelnen Perspektiven eines – oder zweier Familienmitglieder dar, jedoch ist eine tiefergehende Reflexion über andere Personen, die an dem Prozess beteiligt sind, nur bedingt möglich. Allerdings verweisen die vorhandenen Ergebnisse darauf, dass die Krankheit eine dauerhafte Bedrohung für die betroffenen Familien darstellt. Der Umgang mit dieser Bedrohung in der Gegenwart und seine Projektion in die Zukunft, ist eines der wichtigsten Themen, mit denen sich die Familien konfrontiert sehen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2015
201407 Manfred Schnabel Macht und Wissen im Demenz-Diskurs - Versuch einer zeitgeschichtlichen Kontextualisierung
Der folgende Text versteht sich als Beitrag zur aktuellen sozial- und pflegewissenschaftlichen Debatte um die Bewertung und Behandlung der senilen Demenz. Er vertritt die These, dass ihre aktuelle Deutung als Krankheit lediglich den vorläufigen Endpunkt einer ganzen Reihe unterschiedlicher Interpretationen darstellt und dass sich deren Abfolge vor allem gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen verdankt. Um dies zu verdeutlichen, wird die Geschichte des Morbus Alzheimer einer historischen Kontextualisierung unterzogen. Die Untersuchung orientiert sich an den Analysen des französischen Philosophen Michel Foucault zum Wechselverhältnis von Wissen und Macht im wissenschaftlichen Diskurs. Sie stützt sich außerdem auf bekannte historische Studien und aktuelle zeitkritische Analysen. Dabei kann gezeigt werden, dass auch die aktuellen Versuche einer „Demedikalisierung“ der Demenz als Ausdruck zeitgeschichtlicher Krisen und daran anschließender Politikwechsel gelesen werden können.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2014
201406 Sonja Liebig, BScN Krankheitserleben von Menschen mit Morbus Parkinson. Eine Literaturübersicht
Mit der Diagnose Morbus Parkinson verändern sich alle Lebensbereiche der Patienten. Sie haben fortan mit unberechenbaren Symptomen zu kämpfen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Erstellung einer evidenzbasierten Grundlage für den Pflegeunterricht. Die Ergebnisse der Literaturrecherche zeigen auf, welche Einschränkungen ihrer Lebensqualität Menschen mit Morbus Parkinson hinnehmen müssen und welche Bewältigungsstrategien sie entwickeln. Ferner geben sie Auskunft darüber, wie Betroffene Tiefenhirnstimulation erleben und wie palliative Bedürfnisse in den fortgeschrittenen Stadien der Krankheit häufig unerfüllt bleiben. Die Behandlung von Menschen mit Morbus Parkinson sollte sich nicht nur auf Medikamente und Tiefenhirnstimulation stützen, sondern gezielte evidenzbasierte pflegerische Interventionen beinhalten. Pflegepersonen sollten ihren Blick für das Krankheitserleben der Patienten schärfen, damit sie auf die vielfältigen Bedürfnisse verständnisvoller eingehen können. Die Verwendung der Ergebnisse dieser Literaturrecherche im Pflegeunterricht kann hierzu einen Beitrag leisten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2014
201402 Johann Keogh Bietet die Einführung von nurse Practitioners in deutschland eine lösunG für versorGunGslücken im Gesundheitssektor?diese arbeit ist ein erfahrungsbericht aus einem aufenthalt in neuseeland. nurse Practitioners als disziplin wurde mitte der 1960’er Jahre
Bietet die Einführung von nurse Practitioners in Deutschland eine Lösung für Versorgungslücken im Gesundheitssektor?
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2014
201303 Daniela Deufert, Franco Mantovan, Sabine Huber, Elke Knitel-Grabher, Elfriede Fritz „Wohnen mit Anleitung“ – Evaluierung einer speziellen Betreuungseinheit für Menschen mit Demenz in Südtirol
Demenzerkrankungen sind der häufigste Grund für die Aufnahme in eine stationäre Altenpflegeeinrichtung. Langzeitpflegeeinrichtungen stehen heute vor der großen Herausforderung, die Lebensqualität der stetig wachsenden Gruppe von Demenzkranken, durch eine adäquate Betreuung zu fördern. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen von demenzkranken Bewohnern gerecht zu werden, erweist sich die traditionelle Heimversorgung immer mehr als ungeeignet. Angemessene Versorgungskonzepte in stationären Altenpflegeeinrichtungen sind vermehrt auf soziotherapeutische Unterstützung ausgerichtet. Vor allem die durch eine Demenzerkrankung verursachten Beeinträchtigungen, wie z. B. die reduzierte Kommunikationsfähigkeit, die Orientierungslosigkeit oder Einschränkungen in den Alltagsaktivitäten sollen durch ein entsprechendes Milieu verringert oder im Verlauf verlangsamt werden. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Auswirkungen von speziellen Betreuungseinheiten auf demenzkranke Bewohner in zwei Südtiroler Altenheimen aufzuzeigen. Für die Untersuchung wurde ein Längsschnittgruppendesign mit drei Erhebungszeitpunkten im Abstand von 3 Monaten gewählt. Insgesamt konnten die Daten von N=20 Bewohnern analysiert werden. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte bei den Bewohnern der speziellen Betreuungsgruppen in den Bereichen Instrumental Activities of Daily Living (IADL) sowie Gedächtnis und Stimmung. Zudem verbesserte sich die „Weglauftendenz“ bei diesen Bewohnern tendenziell. Es konnten bei den demenzkranken Bewohnern in den speziellen Betreuungseinheiten häufiger Anzeichen für Wohlbefinden festgestellt werden, im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Ergebnisse der Untersuchung sind jedoch aufgrund der kleinen Stichprobengröße nicht generalisierbar. Es ist zu vermuten, dass sich eine milieuorientierte Versorgung in Gruppen neben dem Sozialverhalten auch auf das nichtkognitive Verhalten und Empfinden der Bewohner auswirkt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2013
201301 Matthias Ernst, Wolfgang Seger Einflussfaktoren auf die Lebenserwartung pflegebedürftiger – Menschen mit Demenz Eine systematische Literaturübersicht
In einer systematischen Literaturstudie wird der Fragestellung nachgegangen, welche sozialen und krankheitsbedingten Faktoren sich auf die Lebenserwartung von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz auswirken, und welche positiven oder negativen Effekte diese bewirken. Es werden insbesondere Verbindungen zwischen einer reduzierten Lebensqualität, Veränderungen des Versorgungssettings, dem Auftreten von Belastungssituationen und einer reduzierten Lebenserwartung dargestellt. Daraus lassen sich Grundlagen für zukünftige Forschungsansätze in einem mehrdimensionalen Setting ableiten mit dem Ziel, die verschiedenen Einflussfaktoren und Untersuchungssettings miteinander zu verbinden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2013
201210 Daniela Blüml, Ana Kovinjalo, Brigitte Gschiel, Verena Langhold, Christian Breschan, Rudolf Likar, Herbert Janig Kommunikation mit wachen, beatmeten Patienten auf der Intensivstation - Forschungsprojekt „PaKoSy“ am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee
Das Forschungsprojekt PaKoSy am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee hat zum Ziel eine praktikable Lösung für Kommunikationsprobleme mit wachen aber intubierten bzw. tracheotomierten Patienten zu finden. In mehreren Projektstufen wurden bisher Grundlagendatenerhebungen durchgeführt, die aufgezeigt haben, dass im Schnitt 16,5% der Patienten aufgrund der Beatmung auf alternative Kommunikationshilfsmittel zurückgreifen müssen und diese sind im Großteil der Fälle frustran. Deshalb wurde ein spezieller Computer mit einer für Intensivpatienten geeigneten Tastatur entwickelt. Es werden die einzelnen Projektstufen und Studienergebnisse genau dargestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2012
201203 Ines Buscher, Sven Reuther, Daniela Holle, Sabine Bartholomeyczik, Horst Christian Vollmar, Margareta Halek Das kollektive Lernen in Fallbesprechungen - Theoretische Ansätze zur Reduktion herausfordernden Verhaltens bei Menschen mit Demenz im Rahmen des Projektes FallDem
Die Methode der Fallbesprechung soll Pflegende unterstützen, als Team ein besseres Verständnis zu dem oft unverständlichen herausfordernden Verhalten von Menschen mit Demenz zu entwickeln. Aus den vom BMG geförderten Leuchtturmprojekten Demenz InDemA und QUIKK sind zwei Verfahren bekannt: Fallbesprechungen in Kombination mit dem Innovativen demenzorientierten Assessmentsystem (IdA) und die Kollegiale Beratung. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse dahingehend zu, dass Fallbesprechungen generell den Transfer von Wissen in neue Handlungsroutinen positiv beeinflussen. In der am DZNE durchgeführten Studie FallDem sollen die durch Fallbesprechungen angestoßenen Lernprozesse weiterführend untersucht werden. In diesem Beitrag werden die dazu erarbeiteten theoretischen Ansätze zur Reduktion von herausfordernden Verhaltens bei Menschen mit Demenz durch kollektives Lernen beschrieben. Ausgehend von den theoretischen Überlegungen erfolgt eine Annäherung an die Fragestellung, wie sich die Fallbesprechungsart auf die Lernprozesse auswirkt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2012
201202 Sonja Feige, Daniela Weber Traineeprogramm Pflege und Therapie II am Robert-Bosch-Krankenhaus
Mit einem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm werden am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart seit Oktober 2009 besonders begabte Studienabsolventinnen aus Pflege, Therapie und Gesundheitsökonomie auf zukünftige Anforderungen an Führungskräfte im Gesundheitswesen vorbereitet. Zentrale Bestandteile der kompetenzorientierten Führungskräfteentwicklung sind der Einsatz in Schwerpunktbereichen, Hospitationen in unterschiedlichen Abteilungen des Robert-Bosch-Krankenhauses und der Robert Bosch Stiftung sowie die Möglichkeit eines Auslandseinsatzes. Ein besonderes Merkmal dieses Traineeprogramms ist der interdisziplinäre Ansatz sowie die systematische Begleitung der Trainees durch internes Mentoring und externes Führungskräftetraining. In der abschließenden Evaluation des Programms stellen sich die Identifikation mit der Rolle sowie die selbständige Verantwortungsübernahme und Entscheidungsfindung als besondere Herausforderungen für junge Führungskräfte in Traineepositionen dar.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2012
201112 Daniela Schoberer, Susanna Schaffer, Barbara Semlitsch, Waltraud Haas, Sandra Schrempf, Christine Uhl Genauigkeit von Risikoskalen zur Einschätzung des Dekubitusrisikos: Eine systematische Literaturübersicht
Das Vorhandensein eines Dekubitus bedeutet für Betroffene eine Reduktion der Lebensqualität und impliziert, dass Pflegende eine ineffiziente Pflege praktizieren (Chan, Pang und Kwong 2009). Risikoassessmentinstrumente können in der klinischen Praxis hilfreich sein, um Pflegepersonen für Risikofaktoren zu sensibilisieren und bieten einen Mindeststandard an Risikoerhebung und Risikodokumentation (Kottner, Dassen und Tannen 2008). Da Risikofaktoren zur Entstehung von Dekubitus zwischen PatientInnen in verschiedenen klinischen Settings variieren (Moore und Cowman 2008), sind unterschiedliche Instrumente erforderlich, um RisikopatientInnen zu identifizieren. Zur Beantwortung der Forschungsfrage „Welche Risikoskala kann das Dekubitusrisiko in den unterschiedlichen klinischen Settings mit der höchsten Genauigkeit einschätzen?“ wurde eine systematische Recherche und kritische Bewertung der Literatur vorgenommen. Sechs Diagnosestudien und vier Systematische Übersichtsarbeiten entsprachen den Einschluss- und Qualitätskriterien und wurden zur Beantwortung der Forschungsfrage herangezogen. Die Braden Skala ist die am häufigsten untersuchte Skala und hat sich im Setting Krankenhaus als genaueste Skala erwiesen. In geriatrischen Langzeitpflegeeinrichtungen/Pflegeheimen erzielt man mit der Norton Skala genauere Werte für das Dekubitusrisiko als mit der Braden Skala. In Intensivpflegeeinrichtungen haben die Braden Skala und die Cubbin und Jackson Skala die höchsten Werte für die Genauigkeit erreicht. Generell muss die Testgüte von Risikoskalen zur Einschätzung des Dekubitusrisikos kritisch und zum Teil als unzureichend betrachtet werden. Risikoassessmentinstrumente zur Identifizierung von dekubitusgefährdeten Personen sollten nur in Kombination mit der klinischen Beurteilung des Dekubitusrisikos durch professionelle Pflegepersonen Anwendung finden (Kottner, Dassen und Tannen 2008).
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2011
201107 Daniela Händler-Schuster, Michael Schulz, Johann Behrens „... und dann fiel ich aus allen Wolken – das war tiefste Pionierarbeit“ Betriebsfamiliale Systeme am Beispiel der Hausmutter-Funktion – Methodisch angelehnt an den Ansatz der Grounded Theory
Da bislang keine empirischen Ergebnisse zur Funktion der Hausmutter vorliegen, soll mit einer qualitativen Untersuchung, die dem Stil der Grounded Theory folgt, herausgefunden werden, wie sich die Hausmutter-Funktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Interaktion mit Bewohnern gestaltete und welche Bedeutung ihr zugeschrieben wurde. Es konnten insgesamt neun Hausmütter und acht Hausväter für ein Oral-History-Interview (n = 17) gewonnen werden. Anhand der Ergebnisse konnten drei Phasen der Hausmutter-Funktion definiert werden, von denen im vorliegenden Bericht die zweite Phase: „Sich als Hausmutter verwirklichen – umgesetzte Macht und Herrschaft“ fokussiert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Hausmüttern mit der Kernkategorie: „Macht und Herrschaft“ ein großes Potential oblag, Entscheidungen für die im Haus Lebenden zu treffen, was sich anhand von Machtformen und Stabilisierungsformen der Macht veranschaulichen lässt. Vielfach haben sich Hausmütter eingesetzt, Bedingungen für eine bessere Pflege zu verändern. Die Ergebnisse der Studie können helfen, gemeinschaftliches Leben zu reflektieren, da die Phänomene „Macht und Herrschaft“ in der pflegerischen Versorgung bis heute an Aktualität nicht verloren haben.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2011
201101 Elisabeth Kendlbacher, Daniela Deufert, Alfred Steininger, Margareta Jukic-Puntigam, Elfriede Fritz Schmerzassessment und Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen in einem österreichischen Universitätsklinikum. Eine Querschnittsstudie
Die systematische Erfassung, sowie die Dokumentation von Schmerzen und eine ausreichende Schmerztherapie, sind essentielle Bereiche im Schmerzmanagement und tragen wesentlich zum Erfolg eines Schmerzmanagements bei. Das Ziel dieser Untersuchung war die Evaluation der genannten Bereiche des Schmerzmanagements in einer pädiatrischen Gesamtpopulation eines österreichischen Universitätsklinikums. Die Datenerhebung dieser explorativ-deskriptiven Querschnittsstudie erfolgte im Jahr 2009 in Form von halbstandardisierten Interviews mit 200 Kindern und Jugendlichen. Zudem wurde eine Dokumentenanalyse der Patientenakte und der Pflegedokumentation durchgeführt. Es konnten Defizite in fast allen untersuchten Bereichen des Schmerzmanagements festgestellt werden. Bei 87,5% der Schmerzpatienten wurde kein systematisches Schmerzassessment durchgeführt. Ein negativer Pain Management Index, welcher auf eine inadäquate Schmerztherapie hinweist, wurde bei 59,5% (n=119) der Probanden berechnet. Aufgrund der Ergebnisse wird die Implementierung eines Schmerzmanagementstandards in der entsprechenden Universitätsklinik empfohlen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2011
200004 Petra Jung, Elke Küppers Mobbing – Phänomen im Krankenhaus
Existenzängste, Leistungsdruck und die dadurch bedingten Konflikte am Arbeitsplatz, sind für die Mitarbeiter in der freien Wirtschaft längst bekannte Größen. Daher ist es naheliegend, daß sich die Dar-stellungen der Mobbing-prozesse bislang überwiegend auf die freie Wirtschaft beziehen. Der durch die gravierenden, gesundheitspoliti-schen Änderungen stark erhöhte wirtschaftliche Druck auf die Kran-kenhäuser wird auch hier weitere Personalkürzungen nach sich zie-hen. Die Mitarbeiter geraten zunehmend unter Druck, Konflikte sind vorprogrammiert und Mobbing findet einen guten Nährboden. Als zukünftige Führungskräfte war für uns die intensive Auseinanderset-zung mit diesem brisanten Thema äußerst wichtig. Es führte uns deutlich vor Augen, daß Mobbing ein sehr gravierendes und ernst zu nehmendes Problem darstellt und im Krankenhaus zunehmend an Aktualität gewinnt
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2000
200102 Catherine Pott Bewerberauswahl an deutschen Krankenpflegeschulen – eine empirische Untersuchung
Die Autorin befragte mittels Fragebogen 100 Krankenpflegeschulen in der Bundesrepublik Deutschland zu ihren verwendeten Auswahlverfahren und Auswahlkriterien. Dabei ergab sich aus den Antworten von 74 Krankenpflegeschulen folgendes Bild: Klassisches und d
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2001
201502 Dr. Daniela Hayder-Beichel, Prof. Dr. Sascha Köpke, Sabine Lins Ein Cochrane Review entsteht. Einblicke in einen spannenden Prozess
Zusammenfassungen klinisch relevanter Informationen, die zu einer zügigen und sicheren Entscheidungs- findung beitragen, sind in einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung nicht mehr wegzudenken. Sys- tematische übersichtsarbeiten (Reviews) lassen sich zu einer Vielzahl von pflegerischen Problemen bereits finden. Andererseits gibt es eine Reihe von Fragestellungen zu denen systematische Reviews erst erarbeitet werden müssen. Der folgende Beitrag zeigt die Schritte für die Erstellung einer systematischen übersichts- arbeit (wie sie von der Cochrane Collaboration durchgeführt werden) auf. Potentielle Autoren und kritische Leser eines Cochrane Reviews erhalten somit Einblicke in die Vorgehensweise, den Arbeitsaufwand und in neuralgische Punkte in der Erarbeitung und Darstellung dieser systematischen übersichtsarbeiten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2015
200611 Birgit Vosseler, Babara Birnbaum, Patricia Prochowski, Elke Zech Krankenschwester ade – das neue Gesicht der Pflege
Aufgrund einschneidender Veränderungen in unserer Gesellschaft und massiver Einschnitte im Gesundheitswesen hält das traditionelle Berufsbild „Krankenschwester“ der neuen Wirklichkeit nicht mehr stand. Die traditionellen Berufsbilder mögen noch in den Köpfen verankert sein, die Realität sieht längst anders aus. Präventive, rehabilitative und beratende Aufgaben stehen im Vordergrund. Das Fliedner‘sche Ideal ist überholt. Wenn es im letzten Jahrzehnt primär um Wirtschaftlichkeit, Budgetierung und Personalmanagement gegangen ist, so heißen die Schlüsselbegriffe heute Prozessmanagement, Produktentwicklung und Integration. Pflegende müssen heute in der Lage sein, Prozesse zu steuern, Angehörige zu begleiten und die pflegerische Versorgung auch über die Versicherungssysteme hinweg zu organisieren. Pflege heute hat nichts mehr gemein mit karitativem Idealismus. Pflege heute ist ein hoch komplexes Aufgabengebiet, das qualifizierter und motivierter Mitarbeiter bedarf.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2006
200706 Ulrike Anhuf Prüfungen im Saarland
Ein neues Ausbildungsgesetz bzw. die Novellierung eines solchen zieht zwangsläufig drei Jahre nach Inkrafttreten veränderte Prüfungen nach sich. Die gesetzlichen Grundlagen werden hier als hinreichend bekannt vorausgesetzt; ebenso ein theoretisches Grundwissen über Testtheorie und Kompetenzprüfungen, sowie rechtliche Grundlagen. In den folgenden Ausführungen wird das erarbeitete Prüfungskonzept des Saarlandes vorgestellt.1 Es hat Entwurfcharakter und wird nach Erprobung und Überarbeitung die Grundlage für die landesweite Prüfungsverordnung sein. Das Konzept stellt das Ergebnis zahlreicher Überlegungen dar, die hier nur in Auszügen benannt werden können. Diese Ausführungen sind bewusst ergebnisorientiert aufgebaut.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2007
200706 Daniela Hayder Das Assessment der Harninkontinenz – Eine Herausforderung für die professionelle Pflege
Im Frühjahr 2006 veröffentliche das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege des Nationalen Expertenstandard „Förderung der Harnkontinenz in der Pflege“. Dem Assessment der Harninkontinenz wird dabei eine entscheidende Bedeutung beigemessen, da ohne eine Analyse der multifaktoriellen Faktoren die eine Inkontinenz begünstigen bzw. auslösen, der Fähigkeiten und Einschränkungen einer Person nicht die richtige Intervention zur Kontinenzförderung ermittelt werden kann. Im folgenden Beitrag werden Vorgehen und Instrumente zur Einschätzung der Harninkontinenz, wie sie im Expertenstandard aufgezeigt und diskutiert werden, vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2007
200701 Daniela Deufert, Johann Behrens, Eva-Maria Panfil, Christa Them Die Test-Retest-Reliabilität als Maß zur Bestimmung der Stabilität von Messinstrumenten am Beispiel des FAS-PräDiFuß
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200701 Daniela Deufert, Johann Behrens, Eva-Maria Panfil, Christa Them Die Test-Retest-Reliabilität als Maß zur Bestimmung der Stabilität von Messinstrumenten am Beispiel des FAS-PräDiFuß
Eine der schwerwiegendsten Komplikationen der Diabetes-Erkrankung ist das Diabetische Fußsyndrom. Infolge des Diabetischen Fußsyndroms werden jährlich circa 42.000 Amputationen durchgeführt. Nach Expertenmeinungen könnte durch eine rechtzeitige und sachgerechte Fußbehandlung etwa jede zweite Amputation verhindert werden. Im Rahmen der Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus ist die Prävention des Diabetischen Fußsyndroms ein wesentliches pflegerisches Ziel. Die Vermeidung von Fußverletzungen erfordert jedoch in hohem Maße die unmittelbare und verantwortliche Mitarbeit der Patienten. Das Wissen um die von Diabetikern ausgeübte Selbstpflege ermöglicht eine entscheidende Qualitätsverbesserung für die Prävention des Diabetischen Fußsyndroms. Zur systematischen Erfassung der Selbstpflegetätigkeiten von Diabetikern wurde der „Frankfurter Aktivitätenkatalog der Selbstpflege-Prävention Diabetisches Fußsyndrom“ (FAS-PräDiFuß) entwickelt. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Überprüfung der Test-Retest-Reliabilität des FAS-PräDiFuß durch eine psychometrische Untersuchung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200701 Daniela Hardenacke Die Validität dreier ENP-Pflegediagnosen am Beispiel der Mangelernährung
Die professionelle Pflege nimmt bei der Erkennung einer Mangelernährung eine zentrale Rolle ein. Hierbei kann der Einsatz von standardisiert formulierten Pflegediagnosen helfen, die Wahrnehmungsfähigkeit der Pflegenden zu unterstützen und ihren Blick auf mögliche Problemfelder, wie das der Mangelernährung, zu lenken. Insbesondere den Kennzeichen einer standardisiert formulierten Pflegediagnose kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Funktion zu. Ein bereits in der Pflegepraxis angewendetes Klassifikationssystem ist das ENP. Dieses Klassifikationssystem enthält für den Einsatz in der Altenpflege drei standardisiert formulierte Pflegediagnosen, die der Thematik der Mangelernährung zugeordnet sind. Damit die zu einer Pflegediagnose gehörenden Kennzeichen jedoch auch einen effektiven Beitrag in der Erkennung des durch die Pflegediagnose bezeichneten Problems leisten können, sollten ihre Kennzeichen valide sein. Die vorliegende Studie überprüft die Inhaltsvalidität der drei ENP-Pflegediagnosen. Ein weiteres Ziel der Arbeit ist es, Aussagen über die Differenzierbarkeit dieser drei Diagnosen auf der Grundlage ihrer definierenden Kennzeichen zu erhalten. Die Studie bedient sich eines deskriptiven Designs. Es werden sowohl Experten aus der Pflegewissenschaft als auch Experten aus der deutschen und skandinavischen Pflegepraxis zu der Relevanz und Vollständigkeit der in ENP enthaltenden Kennzeichen befragt. Hierzu wird ein standardisierter Fragebogen eingesetzt. Jeweils sechs Experten aus der Pflegepraxis sowie dem Feld der Pflegewissenschaft werden mittels dieses Erhebungsinstrumentes schriftlich befragt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200701 Holger Mosebach, Simon Berger Übersetzungsprozess von Pflegefachsprachen - Die Neuübersetzung der NANDA-I-Pflegediagnosen 2007/2008 ins Deutsche
Mit der aktuellen Version der NANDA-I-Pflegediagnosen 2007/2008 hat die amerikanische Pflegediagnosenorganisation entschieden, einen Lizenzwechsel für die deutsche Ausgabe vorzunehmen. Der neue Lizenzhalter RECOM wurde aufgefordert, eine neue Übersetzung der Pflegeklassifikation vorzulegen. Es ergeben sich zahlreiche Änderungen durch den Wechsel von der 2005-2006- auf die aktuelle Ausgabe des Originaltexts. Neben allgemeinen sprachlichen Anpassungen, die der Vereinheitlichung des Vokabulars dienen, weist die aktuelle Ausgabe 15 neue und 26 überarbeitete Pflegediagnosen auf. Insgesamt umfasst die NANDA-I-Pflegeklassifikation damit 188 Pflegediagnosen. Es konnte demnach damit zu rechnen sein, dass die deutsche Übersetzung der NANDA-I-Pflege- diagnosen 2007-2008 umfangreiche Veränderungen gegenüber der vorherigen Sprachfassung vorweisen wird.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200701 Simon Berger Kriteriumsvalidität von ENP - Abbildung von individuell formulierten Pflegeprozessplanungen mit ENP
Die Ressourcen im Gesundheitswesen sind knapp. Immer weniger Leistungen werden vergütet, vor allem, wenn die positiven Auswirkungen auf den Behandlungserfolg nicht belegbar sind. Aus dieser Problemstellung ist es notwendig, dass die Berufsgruppen ihre Leistungen und deren Begründung eindeutig beschreiben. Durch Rationalisierungsmaßnahmen steht das Personal in Gesundheitseinrichtungen unter großem Leistungsdruck, die Dokumentation wird oft vernachlässigt (Müller Staub, 2005, S. 115). Unter anderem motiviert durch diese Rahmenbedingungen wird in der Pflege seit vielen Jahren versucht, das Fachgebiet zu ordnen. Dazu wurde eine Vielzahl von Klassifikationssystemen geschaffen. In Deutschland wird seit 1989 das Pflegeklassifikationssystem ENP entwickelt. Zu ENP liegen bisher wenige Validierungsstudien vor. Aber, „So wie es bei einer empirischen Forschungsarbeit wichtig ist, ein valides und zuverlässiges Messinstrument zu benutzen, ist eine gute Klassifikation notwendig, um geordnet mit der Pflegepraxis umzugehen. Darum geht es beim Validieren von Pflegeklassifikationen.“ (van der Bruggen; Groen, 1999, S. 128) Eine valide Taxonomie erhöht die Legitimität seiner Elemente und das Vertrauen in ihre Verallgemeinerbarkeit und Vorhersagefähigkeit (Kerr et al., 1993, S. 6). Nach der induktiven Entwicklungsgeschichte von ENP sind Validierungsstudien im Rahmen einer deduktiven wissenschaftlichen Überprüfung von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung dieser Fachsprache.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200810 Daniela Hardenacke Die Validität dreier ENP-Pflegediagnosen am Beispiel der Mangelernährung
Die professionelle Pflege nimmt bei der Erkennung einer Mangelernährung eine zentrale Rolle ein. Hierbei kann der Einsatz von standardisiert formulierten Pflegediagnosen helfen, die Wahrnehmungsfähigkeit der Pflegenden zu unterstützen und ihren Blick auf mögliche Problemfelder, wie das der Mangelernährung, zu lenken. Insbesondere den Kennzeichen einer standardisiert formulierten Pflegediagnose kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Funktion zu. Ein bereits in der Pflegepraxis angewendetes Klassifikationssystem ist das ENP. Dieses Klassifikationssystem enthält für den Einsatz in der Altenpflege drei standardisiert formulierte Pflegediagnosen, die der Thematik der Mangelernährung zugeordnet sind. Damit die zu einer Pflegediagnose gehörenden Kennzeichen jedoch auch einen effektiven Beitrag in der Erkennung des durch die Pflegediagnose bezeichneten Problems leisten können, sollten ihre Kennzeichen valide sein. Die vorliegende Studie überprüft die Inhaltsvalidität der drei ENP-Pflegediagnosen. Ein weiteres Ziel der Arbeit ist es, Aussagen über die Differenzierbarkeit dieser drei Diagnosen auf der Grundlage ihrer definierenden Kennzeichen zu erhalten. Die Studie bedient sich eines deskriptiven Designs. Es werden sowohl Experten aus der Pflegewissenschaft als auch Experten aus der deutschen und skandinavischen Pflegepraxis zu der Relevanz und Vollständigkeit der in ENP enthaltenden Kennzeichen befragt. Hierzu wird ein standardisierter Fragebogen eingesetzt. Jeweils sechs Experten aus der Pflegepraxis sowie dem Feld der Pflegewissenschaft werden mittels dieses Erhebungsinstrumentes schriftlich befragt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2008
200701 Martin Gieseke Ein Lernbegleitbuch zur Sicherung der praktischen Pflegeausbildung – Entwicklung, Gestalt, Inhalte, fachdidaktische Ausrichtung
Die aktuelle Situation der praktischen Pflegeausbildungen in Deutschland erfordert eine kritische Überprüfung der bisherigen Vorgehensweisen und die Entwicklung von Instrumenten, welche ein annehmbares Qualitätsniveau in der praktischen Ausbildung schaffen und sichern können. Diese Herausforderung wurde von acht bayerischen Berufsfachschulen für Pflegeberufe angenommen, die gemeinsam ein Lernbegleitbuch (LBB) zur Sicherung der praktischen Pflegeausbildung entwickelten. Grundlagen des LBB sind definierte Ausbildungsstandards, die Interaktionistische Pflegedidaktik von Darmann-Finck, strukturierte Reflexion von fachlichem Handeln, Unterstützung des selbstgesteuerten Lernens und die kontinuierliche Dokumentation von Kompetenzentwicklung und Ausbildungsaktivitäten. In diesem Artikel werden die Entwicklung, die wesentlichen Elemente sowie die Vorgehensweise zur Einführung des LBB vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200811 Daniela Deufert, Johann Behrens, Eva-Maria Panfil, Christa Them Die Test-Retest-Reliabilität als Maß zur Bestimmung der Stabilität von Messinstrumenten am Beispiel des FAS-PräDiFuß
Eine der schwerwiegendsten Komplikationen der Diabetes-Erkrankung ist das Diabetische Fußsyndrom. Infolge des Diabetischen Fußsyndroms werden jährlich circa 42.000 Amputationen durchgeführt. Nach Expertenmeinungen könnte durch eine rechtzeitige und sachgerechte Fußbehandlung etwa jede zweite Amputation verhindert werden. Im Rahmen der Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus ist die Prävention des Diabetischen Fußsyndroms ein wesentliches pflegerisches Ziel. Die Vermeidung von Fußverletzungen erfordert jedoch in hohem Maße die unmittelbare und verantwortliche Mitarbeit der Patienten. Das Wissen um die von Diabetikern ausgeübte Selbstpflege ermöglicht eine entscheidende Qualitätsverbesserung für die Prävention des Diabetischen Fußsyndroms. Zur systematischen Erfassung der Selbstpflegetätigkeiten von Diabetikern wurde der „Frankfurter Aktivitätenkatalog der Selbstpflege-Prävention Diabetisches Fußsyndrom“ (FAS-PräDiFuß) entwickelt. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Überprüfung der Test-Retest-Reliabilität des FAS-PräDiFuß durch eine psychometrische Untersuchung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2008
200811 Simon Berger Kriteriumsvalidität von ENP – Abbildung von individuell formulierten Pflegeprozessplanungen mit ENP
Die Ressourcen im Gesundheitswesen sind knapp. Immer weniger Leistungen werden vergütet, vor allem, wenn die positiven Auswirkungen auf den Behandlungserfolg nicht belegbar sind. Aus dieser Problemstellung ist es notwendig, dass die Berufsgruppen ihre Leistungen und deren Begründung eindeutig beschreiben. Durch Rationalisierungsmaßnahmen steht das Personal in Gesundheitseinrichtungen unter großem Leistungsdruck, die Dokumentation wird oft vernachlässigt (Müller Staub, 2005, S. 115). Unter anderem motiviert durch diese Rahmenbedingungen wird in der Pflege seit vielen Jahren versucht, das Fachgebiet zu ordnen. Dazu wurde eine Vielzahl von Klassifikationssystemen geschaffen. In Deutschland wird seit 1989 das Pflegeklassifikationssystem ENP entwickelt. Zu ENP liegen bisher wenige Validierungsstudien vor. Aber, „So wie es bei einer empirischen Forschungsarbeit wichtig ist, ein valides und zuverlässiges Messinstrument zu benutzen, ist eine gute Klassifikation notwendig, um geordnet mit der Pflegepraxis umzugehen. Darum geht es beim Validieren von Pflegeklassifikationen.“ (van der Bruggen; Groen, 1999, S. 128) Eine valide Taxonomie erhöht die Legitimität seiner Elemente und das Vertrauen in ihre Verallgemeinerbarkeit und Vorhersagefähigkeit (Kerr et al., 1993, S. 6). Nach der induktiven Entwicklungsgeschichte von ENP sind Validierungsstudien im Rahmen einer deduktiven wissenschaftlichen Überprüfung von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung dieser Fachsprache.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2008
200812 Steve Strupeit Implementierung eines Pflegeklassifikationssystems zur vollständigen Umsetzung des Pflegeprozesses
Pflegediagnosen stellen eine Chance dar, pflegerisches Handeln in der Praxis und im Alltag sichtbar und transparent darzustellen. Problematisch ist die Implementierung von Pflegediagnosen. Dabei handelt es sich um einen langen Prozess, welcher letztendlich auch zur Qualitätssicherung beiträgt und eine verbesserte Patientenzufriedenheit und -behandlung bedeuten kann. Eine Möglichkeit ist dabei die Nutzung von Projekten zur Implementierung in die Praxis. Dieser Beitrag skizziert und reflektiert die Möglichkeiten des Projektmanagements für das moderne Pflegemanagement und zeigt anschließend die Möglichkeit der Implementierung von Pflegediagnosen in die Praxis auf. Auf Grund der Existenz von verschiedenen Pflegeklassifikationssystemen skizziert dieser Beitrag beispielhaft die Einführung von NANDA-Pflegediagnosen in Verbindung mit NIC (Nursing Intervention Klassifikationen) und NOC (Nursing Outcome Classification). Dabei werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben und entsprechende Konzepte vorgestellt. Abgerundet wird dieser Beitrag mit den Anforderungen an die Pflege-EDV, welche bei der Implementierung von Pflegediagnosen eine wichtige Stütze und Hilfe darstellen kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2008
200812 Holger Mosebach, Simon Berger Übersetzungsprozess von Pflegefachsprachen. Die Neuübersetzung der NANDA-I-Pflegediagnosen 2007/2008 ins Deutsche
Mit der aktuellen Version der NANDA-I-Pflegediagnosen 2007/2008 hat die amerikanische Pflegediagnosenorganisation entschieden, einen Lizenzwechsel für die deutsche Ausgabe vorzunehmen. Der neue Lizenzhalter RECOM wurde aufgefordert, eine neue Übersetzung der Pflegeklassifikation vorzulegen. Es ergeben sich zahlreiche Änderungen durch den Wechsel von der 2005-2006- auf die aktuelle Ausgabe des Originaltexts. Neben allgemeinen sprachlichen Anpassungen, die der Vereinheitlichung des Vokabulars dienen, weist die aktuelle Ausgabe 15 neue und 26 überarbeitete Pflegediagnosen auf. Insgesamt umfasst die NANDA-I-Pflegeklassifikation damit 188 Pflegediagnosen. Es konnte demnach damit zu rechnen sein, dass die deutsche Übersetzung der NANDA-I-Pflege- diagnosen 2007-2008 umfangreiche Veränderungen gegenüber der vorherigen Sprachfassung vorweisen wird.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2008
200903 Elfriede Fritz, Daniela Deufert, Christa Them Die Ursachen der Kosten von Pflege und Betreuung bei Demenzkranken
Die Zahl der Demenzkranken verdoppelt sich weltweit alle 20 Jahre, wenn nicht neue Therapieformen oder präventive Maßnahmen entwickelt werden. Das Ziel dieses Artikels ist die Darstellung der Ursachen der Pflege- und Betreuungskosten von Demenzkranken. Die Demenz ist der wichtigste Grund für das Entstehen von Pflegebedürftigkeit und in der Folge für die Aufnahme in ein Pflegeheim. Der Anteil der Pflegeheimbewohner mit einer Demenz wird in Deutschland mit ca. 60% angegeben. Ein Drittel der Demenzkranken mit einer „mittelschweren“ Demenz bzw. zwei Drittel der Personen mit einer „schweren“ Demenz können nicht „mehrere Stunden allein bleiben“. Dies bedeutet für pflegende Angehörige, dass Beobachtungs- und Betreuungsbedarf bei Demenzkranken häufig über 24 Stunden besteht. Zahlen belegen, dass bereits Personen mit einer „leichten“ Demenz Probleme mit der Einschätzung in Bezug auf ihre Eigenständigkeit in den IADL haben. Daher ist bei der Pflegegeldeinstufung die pflegende oder betreuende Person des Demenzkranken zur Eigenständigkeit in den IADL zu befragen und in die Begutachtung einzubeziehen. Die hohen Pflege und Betreuungskosten von Demenzkranken entstehen vor allem durch nichtmedizinische Leistungen. In Österreich wurden bisher nur wenige Studien zur Pflege von Demenzkranken durchgeführt. Folglich ist die Durchführung der Pflegeforschung bei Demenzkranken in den nächsten Jahren in Österreich dringend erforderlich.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2009
200909 Martin Gieseke Ein Lernbegleitbuch zur Sicherung der praktischen Pflegeausbildung – Entwicklung, Gestalt, Inhalte, fachdidaktische Ausrichtung
Die aktuelle Situation der praktischen Pflegeausbildungen in Deutschland erfordert eine kritische Überprüfung der bisherigen Vorgehensweisen und die Entwicklung von Instrumenten, welche ein annehmbares Qualitätsniveau in der praktischen Ausbildung schaffen und sichern können. Diese Herausforderung wurde von acht bayerischen Berufsfachschulen für Pflegeberufe angenommen, die gemeinsam ein Lernbegleitbuch (LBB) zur Sicherung der praktischen Pflegeausbildung entwickelten. Grundlagen des LBB sind definierte Ausbildungsstandards, die Interaktionistische Pflegedidaktik von Darmann-Finck, strukturierte Reflexion von fachlichem Handeln, Unterstützung des selbstgesteuerten Lernens und die kontinuierliche Dokumentation von Kompetenzentwicklung und Ausbildungsaktivitäten. In diesem Artikel werden die Entwicklung, die wesentlichen Elemente sowie die Vorgehensweise zur Einführung des LBB vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2009
201001 Elisabeth Kendlbacher, Elfriede Fritz, Daniela Deufert Evaluation des Schmerzmanagements bei gynäkologischen Patientinnen – Eine Pilotstudie
Schmerzen sind ein weitverbreitetes Problem bei Krankenhauspatienten und die Pflegediagnose „Schmerz“ wird sehr häufig gestellt. Ein adäquates Schmerzmanagement kann Patienten Schmerzen und deren Folgen ersparen. Das Ziel dieser Pilotstudie war die Evaluation des Schmerzmanagements bei stationären Patientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen an einer Universitätsklinik für Frauenheilkunde. Dabei sollten die Häufigkeit, Intensität, Dokumentation, die Aufklärung zu Schmerzen und deren Therapie und die Zufriedenheit der Patientinnen mit dem durchgeführten Schmerzmanagement erfasst werden. Die Datenerhebung erfolgte als standardisierte Befragung mit einer modifizierten Version des American Pain Society – Patient Outcome Questionnaire. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt eine hohe Schmerzprävalenz und einen negativen PMI bei 54,5% (n=66) der Patientinnen, der auf eine inadäquate Schmerztherapie hinweist. Zudem wurden Schmerzen nicht systematisch erfasst und folglich konnte keine adäquate Schmerztherapie erfolgen. Obwohl nicht alle Patientinnen die entsprechende Schmerztherapie erhielten, war trotzdem ein Großteil mit dem Schmerzmanagement, mit der Reaktion des Pflegepersonals oder der Ärzte nach Schmerzäußerung zufrieden. Für ein optimales Schmerzassessment und Schmerztherapie wird die Implementierung eines Schmerzstandards empfohlen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2010
201001 Daniela Händler-Schuster, Heike Geschwindner, Sandra Oppikofer, Christa Them Welche Informationen benötigen Erfasserinnen für den Einsatz der Observed Emotion Rating Scale?
Da im deutschsprachigen Raum bisher keine empirischen Ergebnisse im Bedarf einer Schulung mit dem Instrument Observed Emotion Rating Scale (OERS) vorliegen, sollte mit der Untersuchung herausgefunden werden, welche Informationen Erfasserinnen für den Einsatz der OERS benötigen. Die Untersuchung wurde explorativ mit dem methodischen Ansatz der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2003) bei 12 Probandinnen durchgeführt. Anhand der Ergebnisse wurde ersichtlich, dass der Einsatz der OERS gut vorbereitet werden muss, weil die Einschätzung von Emotionen bei demenzerkrankten Menschen Hintergrundwissen zur Erkrankung benötigt und eine Anpassung der Beobachtenden an die Umgebung Voraussetzung ist. Ferner stellte sich heraus, dass sich der Einsatz der OERS dazu eignet, die Umgebung von Demenzerkrankten zu reflektieren, weil der Umstand, dass nur selten Emotionen geäußert werden, auch ein Zeichen für eine unangepasste Umgebung sein kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2010
201007 Elfriede Fritz, Gerhard Müller, Daniela Deufert Ausbildungsabschlüsse und Kompetenzen von Lehrpersonen der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildungen in Österreich, Deutschland, Schweiz und den USA
Der nachfolgende Artikel befasst sich mit den Pflegelehrpersonen in Gesundheits- und Krankenpflegeausbildungen. Nicht eingeschlossen sind weitere Lehrkräfte in diesen Ausbildungen wie z. B. Ärzte, Psychologen und Pädagogen. Mit einer Literaturrecherche in Datenbanken sowie einer ergänzenden Internetabfrage sollten Ausbildungsabschlüsse und Kompetenzen der Lehrpersonen von Gesundheits- und Krankenpflegeausbildungen in Österreich, Deutschland, Schweiz und den USA erfasst werden. Der vorliegende Artikel soll zur Diskussion über eine zukünftige Pflegelehrerausbildung beitragen. In Österreich muss eine Lehrperson in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung laut GuKG (1997) eine Sonderausbildung, einen Universitätslehrgang oder ein Bachelorstudium als Lehrerausbildung absolviert haben. In Deutschland ist für diese Lehrkräfte ein Hochschulabschluss erforderlich (KrPflG, 2003). Lehrende in Pflegeausbildungen haben eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung der Pflege. Wissenschaftsorientierung in der Pflegeausbildung und eine evidenzbasierte Pflegepraxis verlangen von den Lehrenden wissenschaftliche Kompetenzen wie z. B. die Suche nach neuem Wissen in internationalen Datenbanken und die Beurteilung von Studien. Dies hat zur Folge, dass die Pflegelehrer in der Zukunft an Hochschulen auf Masterniveau ausgebildet werden sollten. In einer zukünftigen Pflegelehrerausbildung sind außer den pädagogischen Inhalten auch evidenzbasierte pflegerische Inhalte zu vermitteln.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2010
201010 Daniela Schoberer, Waltraud Haas, Susanna Schaffer, Barbara Semlitsch, Christine Uhl Evidence-based Leitlinie zur Sturzprophylaxe in Krankenhäusern und Langzeitpflegeeinrichtungen
Stürze und deren Folgen stellen ein großes Problem in Akut-Krankenhäusern und Langzeitpflegeeinrichtungen dar. Um wirksame Präventionsmaßnahmen anbieten zu können, ist der Nachweis der Effektivität von Interventionen zur Sturzprophylaxe unerlässlich. Wissenschaftliche Literatur wurde herangezogen, um nach dem aktuellen Stand der Forschung die evidence-based Leitlinie zur Sturzprophylaxe in Krankenhäusern und Langzeitpflegeinrichtungen zu erstellen. Ein effektives Sturzpräventionsprogramm erfordert ein systematisches Vorgehen und zielt darauf ab, extrinsischen und intrinsischen Risikofaktoren entgegenzuwirken. Ein multifaktorielles Sturzpräventionsprogramm ist sowohl in Krankenhäusern wie auch in Langzeitpflegeeinrichtungen die wirksamste Maßnahme, um Stürzen effektiv entgegenzuwirken. Die evidence-based Leitlinie wird Pflegepraktikern/Pflegepraktikerinnen zur Verfügung gestellt, um ihre Entscheidungen durch wissenschaftliche Belege begründen zu können.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2010
201012 Daniela Deufert, Elisabeth Kendlbacher, Monika Lechleitner, Elfriede Fritz Kognitive Einschränkungen und psychische Problemlagen von Bewohnern in Tiroler Wohn- und Pflegeheimen und deren Berücksichtigung bei der Pflegegeldeinstufung in Österreich – Eine Pilotstudie
Die Einschätzung der Pflegebedürftigkeit bei der Pflegegeldbegutachtung in Österreich erfolgt derzeit durch ein ärztliches Gutachten. Bei dieser Einschätzung finden vor allem körperliche Funktionsstörungen Beachtung. Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Erfassung und Darstellung kognitiver Einschränkungen und psychischer Problemlagen von Bewohnern in Tiroler Wohn- und Pflegeheimen und deren Berücksichtigung bei der Pflegegeldeinstufung in Österreich. Die Einschätzung erfolgte mit dem Alternativen Begutachtungsverfahren zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit (ABV) bei 126 Bewohnern in vier ausgewählten Wohn- und Pflegeheimen in Tirol. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass bei der derzeitigen Einschätzung zur Pflegegeldeinstufung in Österreich die kognitiven Einschränkungen und psychischen Problemlagen der Bewohner nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2010
201012 Christoph Zulehner, Günter Thiele, Margit Raich, Daniela Deufert Professionelles Pflegemanagement – Modellentwicklung und Beschreibung
Unabhängig davon, ob es sich tendenziell um einen sozialdemokratisch oder um einen konservativ strukturierten Wohlfahrtsstaat handelt, zeigt sich in vielen europäischen Ländern eine Tendenz hin zur Liberalisierung. Diese Veränderungen bringen auch für die Leistungsanbieter im Gesundheits- und Sozialbereich ganz besondere Feldherausforderungen mit sich. Darüber hinaus strebt die Berufsgruppe der Pflegenden mittlerweile auch in den deutschsprachigen europäischen Ländern hin zur Akademisierung und somit hin zur Professionalisierung. Diese Veränderungen machen es notwendig, die Pflege dort, wo sie professionell angeboten wird, dementsprechend zu gestalten, also an einem Managementmodell auszurichten. Die vorliegende Publikation ist das Ergebnis einer Entwicklungsarbeit des Instituts für Pflegewissenschaft an der UMIT Hall in Tirol, die zum Ziel hatte, Pflegemanagement in eine geformte Systematik zu kleiden. Das Ergebnis ist ein Pflegemanagementmodell, das aus fünf Elementen besteht. Im Kern sind dies das Gemeinwohl im Sinne des öffentlichen Auftrags, die Effektivität bzw. das Sachziel und nachrangig die Effizienz im Sinne der Wirtschaftlichkeit. Flankiert werden die drei zentralen Sektoren von zwei Handlungsdimensionen. Diese beiden Handlungsdimensionen ermöglichen die Anwendung des Modells sowohl in der Lehre im Sinne des Systemverständnisses, als auch im Management im Sinne der Systemgestaltung. Damit möchte das UMIT-Modell einen Orientierungsrahmen in der Management-Forschung gleichermaßen wie für die Management-Praxis anbieten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2010
201903 Dr. Daniela Schmitz, Prof. Dr. Ulrike Höhman Multiprofessionelle Didaktik für einen berufsbegleitenden Studiengang
Für eine multiprofessionelle Didaktik für das gemeinsame Lernen von Gesundheits- und Nicht-Gesundheitsberufen ergibt sich die Anforderung, Studierende mit heterogenen beruflichen Sozialisationshintergründen und individuellem Erfahrungswissen zusammen zu bringen und die eigene Perspektive mit den anderen abzugleichen. Das didaktische Konzept für einen multiprofessionellen Studiengang am Beispiel Witten besteht aus den Bausteinen: Blended Learning, multiprofessionelles Lernen und Service Learning. Mit Hilfe der Normalisierungsprozesstheorie können Erfolgsfaktoren und Barrieren des gemeinsamen Lernens identifiziert werden.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 03
vom 08.03.2019
201702 Daniela Schlosser, Dorothe Wiening Förderung beruflicher Kompetenzen im Skills Lab der FH Münster
Der Fachbereich Gesundheit der Fachhochschule Münster eröffnete 2014 sein Skills Lab. Im Rahmen eines Projektsemesters wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, studiengangsübergreifend das Lernen im Skills Lab zu erproben. In Kleingruppen wurde auf der Grundlage einer erfahrungsorientierten, beruflichen Praxissituation theoriegeleitet ein good-practice-Beispiel entwickelt. Sowohl das berufliche Praxis­beispiel als auch das good-practice-Beispiel wurden szenisch umgesetzt, aufgezeichnet und reflektiert (Dieckmann, 2013, S. 153 ff). Das Besondere an diesem Projekt ist die Begleitung durch das theaterpädagogische Institut der Hochschule Osnabrück. Dieses unterstützte sowohl bei der Erstellung der Rollen- und Szenenbeschreibungen als auch bei der Reflexion der Simulation. Die Zielsetzung sowie die didaktische Vorgehensweise werden in diesem Beitrag in den Mittelpunkt gestellt. Hierzu fungiert skizzenhaft das Beispiel der beruflichen Praxissituation „Die praktische Abschlussprüfung in der Pflegeausbildung“.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 02
vom 24.02.2017
201610 Daniela Schmitz Ein didaktisches Konzept auf der Basis professionsbezogener Heterogenität in gesundheitsbezogenen Bildungsgängen am Beispiel der Versorgung von Menschen mit Demenz
Der Beitrag greift die Frage auf, welche Lehr-/Lernmethoden eine multiprofessionelle Hochschuldidaktik in berufsbegleitenden gesundheitsbezogen Weiterbildungsstudiengängen beinhalten muss, um berufsgruppenübergreifendes Lehren und Lernen zu ermöglichen sowiep rofessionsbezogene Heterogenität zu nutzen. In einem berufsbegleitenden multiprofessionellen Masterstudienganges kommen heterogen beruflich qualifizierte Lernende aus Gesundheitsberufen undNicht-Gesundheitsberufen zusammen. Bislang fehlen für diese multiprofessionellen Lernkontexte passende didaktische Konzepte. Dazu wurde eine qualitativexplorative Befragung von Lehrenden in multiprofessionellen Lernkontexten durchgeführt.Exemplarisch wird für den multiprofessionellen Masterstudiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz“ ein didaktisches Konzept mit multiprofessionellen Lernsequenzen auf der Basis der Befragungsergebnisse entwickelt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 10
vom 11.10.2016
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Peer Review Artikel

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8 PdG
GdP
Verlauf von 2005 bis 2018
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2007
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2013
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