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Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201908 Esther Linka, Dr. phil. Diana Staudacher, Prof. Dr. Rebecca Spirig „Talente haben Freude an der Herausforderung“. Einflussfaktoren auf systematisches Talentmanagement in der Pflege ? eine qualitative Studie
Talente zu erkennen, systematisch zu fördern, ihnen Zukunftsperspektiven zu bieten und sie im Unternehmen zu halten, gilt aufgrund des Fachpersonenmangels als zukunftswichtige Aufgabe in der Pflege. Diese qualitative Studie beschreibt die Identifikation, Förderung und Retention von Talenten im Rahmen eines Laufbahnmodells. In drei Fokusgruppeninterviews definierten Abteilungsleitende, PflegeexpertInnen und diplomierte Pflegefachpersonen, was sie unter «Talent» verstehen und welche Einflussfaktoren beim Aufbau eines Talentmanagements zu beachten sind. Die Analyse der Interviews anhand der Knowledge-Mapping-Methode ergab, dass Talentmanagement hohe transformationale Leadership-Qualitäten erfordert. Wichtig ist jedoch auch eine «objektive», von Vorgesetzen unabhängige Einschätzung. Da Talente selbstorganisiert arbeiten möchten, gilt es, individuelle Freiräume zu gewähren und Außergewöhnliches zuzulassen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 27.08.2019
201906 Beate Ninow, Diana Brodda Ein Eingriff wie jeder andere. Die Explantation: eine Grenzsituation für die Pflegenden im OP
In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden 2017 insgesamt 1120 Explantationen in den Operationsabteilungen durchgeführt. In Österreich und der Schweiz gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen bei der Organentnahme. Bei beiden Verfahrensweisen ist die Patientin?/?der Patient vor der Operation für Hirntod erklärt worden. Ziel der Literaturübersicht ist die Identifikation von Belastungsfaktoren und Coping-Strategien Pflegender im OP während des Organentnahmeprozesses. Daraus ergeben sich vier verschiedene Ansatzpunkte für die Pflegepraxis, in den Bereichen interprofessionelle Zusammenarbeit, Weiterbildung, Unterstützungsstrategien und die Wahrnehmung der Bedürfnisse der Pflegenden im OP.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 21.06.2019
201906 Zylfije Dibrani, BScN, RN, Dr. phil. Diana Staudacher „Wenn einer leidet, dann leiden alle“. Das Phänomen Mitleiden bei Angehörigen muslimischer PatientInnen mit Migrationshintergrund im palliativen Stadium: ein integrativer Review
Das Phänomen Mitleiden bei Angehörigen muslimischer PatientInnen mit Migrationshintergrund im palliativen Stadium ist Pflegefachpersonen häufig nicht bekannt. Sie fühlen sich unsicher und wissen nicht, wie sie den Angehörigen begegnen können. Im Rahmen eines integrativen Reviews ließen sich beobachtbare Ausdrucksformen des Mitleidens bei Angehörigen muslimischer PatientInnen im palliativen Stadium ermitteln. Das Phänomen umfasst neun Aspekte, die sich im Erklärungsmodell „Das Netz des Mitleidens“ zusammenfassen lassen. Mitleiden lässt sich verstehen als körpersprachlicher Ausdruck des Hoffens, Klagens und Betens und ermöglicht leidenden und trauernden Menschen, mit Gott vereint zu sein. So können sie ihre Gefühlslast und Trauer miteinander teilen. Begründen lässt sich das Phänomen durch das Bedürfnis der Angehörigen, ihre religiöse Identität und Tradition zum Ausdruck zu bringen. Das Modell bietet eine erste Orientierung für Pflegefachpersonen als Beitrag zu migrationssensibler Palliative Care.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 21.06.2019
201711 Elisabeth Handel, Barbara Bichsel-von Arb, Simone Stefania, Diana Staudacher, Rebecca Spirig Der Behandlungspfad als Wegweiser. Evaluation des interprofessionellen „Behandlungspfads Brandverletzte“ am Universitätsspital Zürich
Die hohe Komplexität der Patientensituationen nach Brandverletzungen erfordert eine multiprofessionelle, umfassende und langfristig koordinierte Behandlung – abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Person. Mit dem Ziel, dieser besonders verletzlichen, behandlungsintensiven Patientengruppe eine optimale Versorgung zu bieten, entstand der interprofessionelle «Behandlungspfad Brandverletzte» am Universitätsspital Zürich. Im Rahmen einer Evaluationsstudie erfolgten quantitative und qualitative Erhebungen hinsichtlich der Versorgungsstrukturen bzw. -prozesse, der Patientenzufriedenheit und der interprofessionellen Zusammenarbeit. Wie die Evaluation zeigte, fördert der Pfad ein patientenorientiertes Miteinander, sorgt für effektive Zusammenarbeit auf Augenhöhe und erhöht die Zufriedenheit aller Beteiligten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 29.11.2017
201703 Prof. Dr. André Fringer, Magdalena Hilfiker, Dr. Stefan Ott, Cornel Schiess, Sabrina Fehn, Univ.-Prof. Dr. Wilfried Schnepp Übersetzung, Validierung und Testung der „Palliative Care Praxis-Umsetzungsskala“ sowie des „Palliative Care Herausforderungsassessments“
Hintergrund: Zur Evaluation von Palliative Care sind deutschsprachige Assessmentinstrumente notwendig. Aktuell existieren zwei englischsprachige Skalen, um das Verhalten in der Praxis sowie die Umsetzungsschwierigkeiten in Bezug auf Palliative Care im Alltag zu erfassen. Ziel der Studie war es, die beiden Instrumente zu übersetzen, inhaltlich zu validieren und zu testen. Methodik: Eine Vor- und Rückübersetzung durch unabhängige Übersetzer fand statt. N=21 Fachpersonen bewerteten die inhaltliche Relevanz der übersetzten Instrumente in einer Delphi-Runde. Es erfolgte eine Ermittlung des Content Validity Index und des Kappa-Koeffizienten, ebenso eine Testung der adaptierten Instrumente in einer Vorstudie mit n=94 Pflegefachpersonen. Ergebnis: Die „Palliative Care Praxisumsetzungsskala“ (PCPU) ergab bezüglich des „Scale Content Validity Index/Average Method“ (S-CVI/Ave) einen nicht zufriedenstellenden Wert von 0.74. Beim „Palliative Care Herausforderungsassessment“ (PCHA) war der S-CVI/Ave-Wert von 0.82 zufriedenstellend. Schlussfolgerung: Die Bewertung ergab, dass beide Instrumente vollständig sind und in der Praxis zum Einsatz kommen können. Jedoch besteht die Notwendigkeit, die PCPU-Skala inhaltlich zu prüfen und weiterzuentwickeln.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 30.03.2017
201207 Catherine Gassmann, Andrea Brenner Pflegerische Interventionen zur Förderung der Adhärenz bei Patientinnen und Patienten mit oraler Chemotherapie - Eine systematische Literaturübersicht
Auf dem Medikamentenmarkt lässt sich eine Zunahme an oralen Chemotherapeutika feststellen. Ein Viertel von 400 antineoplastischen Substanzen, die auf ihre Zulassung warten, sind als orale Medikamente geplant. Bis vor einigen Jahren wurden Chemotherapien hauptsächlich intravenös im stationären Setting appliziert. Die orale Verabreichungsform einer Chemotherapie verlagert den Ort der Durchführung vom stationären in den ambulanten Bereich. Dies entspricht den Bedürfnissen und Präferenzen der Patientinnen und Patienten. Vorteile für die Betroffenen sind seltenere Hospitalisationen und eine aktive Rolle in ihrer Therapie. Es kann ihnen das Gefühl der Kontrolle über Krankheit und Therapie geben. Die orale Verabreichung einer Chemotherapie erweitert die Onkologiepflege mit dem Schwerpunkt der Patientenedukation. Im Fokus steht die Befähigung der Patientinnen und Patienten zu Adhärenz. Ziel dieser Arbeit war es, in einer systematischen Literaturübersicht wirksame Maßnahmen der Patientenedukation bei krebskranken Menschen mit oraler Chemotherapie zu identifizieren. In den Datenbanken CINAHL, Cochrane und Medline wurde eine systematische Literatursuche durchgeführt. Sieben Studien erfüllten die Einschlusskriterien. In allen Studien war das Auftreten toxischer Symptome als unerwünschte Arzneimittelwirkung der Zytostatika häufig. Es ergaben sich Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Manifestation toxischer Symptome und der Medikamenten-Adhärenz und Patientenedukation durch Pflegende.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2012
201110 Alizoti C., Vadalouca A., Xepapadakis G., Ntasiou P., Gennatas K., Maureas B., Damigos D. Einfluss der totalen oder partiellen Mastektomie auf Paarbeziehungen und die Funktionsfähigkeit der oberen Extremität
Die Mammakarzinom-Therapien, das hauptsächlich Frauen angreift (Operation, Chemo-, Hormontherapie und Radiatio), ermöglichen die Lebensfähigkeit der Patientin, sie verursachen aber schwere Nebenwirkungen. Ziel der Beobachtungs-Studie, die wir durchgeführt haben, war die Erforschung des Einflusses dieser Therapien sowohl auf die Funktionsfähigkeit der oberen Extremität als auch auf die Paarbeziehungen. 104 Frauen haben teilgenommen (42 aus dem privaten Krankenhaus IASO General, 49 aus dem Universitätskrankenhaus Areteio und 13 außerhalb eines Krankenhauses). 77 Frauen, die eine Partnerbeziehung hatten, haben den QuickDash- und den Beziehungsbeurteilungs-Fragebogen ausgefüllt, während 27 (alleinstehende) nur den QuickDash-Fragebogen ausgefüllt haben. Der Wert des Impotenz-Index für die Funktionsfähigkeit der oberen Extremität wurde auf 24,4 gemessen. Der Impotenz-Index ist höher für die Frauen, die einer totalen Mastektomie unterzogen wurden im Vergleich zu den Frauen, die einer partiellen Mastektomie unterzogen wurden. Der körperliche Schmerz wird von der angewendeten Therapie beeinflusst und er ist größer bei den Frauen, die einer totalen Mastektomie, einer Entfernung von mehreren Lymphknoten und einer Radiatio unterzogen wurden. Zusätzlich gibt es ein proportionales Verhältnis zwischen Schmerz und Impotenz-Index sowie zwischen Schmerz und der Einschränkung von Fähigkeiten. Was die Partner-Beziehung betrifft, haben nur 2,6% erwähnt, dass ein großes Problem mit dem Ehemann besteht, dieses aber hat schon vor der Erkrankung gegeben. Die meisten Frauen haben sich auf die Probleme, die aus der Erkrankung gestammt haben, wie Körperbild, sexuelle Tätigkeit, psychologische Stimmung und andere familiäre Probleme, fokussiert. Diese Probleme haben in ihrer Beziehung Spannungen verursacht.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2011
200312 Diana Grywa, Adelheid Zeller Aggressionsmanagement – ein sinnvoller Ausbildungsinhalt in der Pflegeausbildung?
Mit dieser Pilotstudie wurde folgende Frage untersucht: Welche Erkenntnisse gewinnen SchülerInnen in der Pflegeausbildung in einer Schulung zu Aggressionsmanagement? Sieben SchülerInnen stellten sich für ein standardisiertes Interview vor und nach der Schulung zur Verfügung. Die transkribierten Interviews wurden mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die SchülerInnen beschrieben verbale und physische Aspekte von Aggression und Gewalt und berichteten über Erlebnisse mit aggressivem Verhalten von PatientInnen während ihrer Praktika. Nach der Schulung fühlten sich sechs SchülerInnen sicherer bis sehr sicher im Umgang mit Aggression und Gewalt. Sie erlebten die Schulung als sinnvoll und hilfreich. Nach der Schulung hatten die SchülerInnen den Eindruck, dass sie auf mögliche Aggressionsereignisse gut vorbereitet sind und kompetent reagieren können. Der Nutzen der Schulung zeigte sich vor allem in den Bereichen Sicherheit, Einstellung und Haltung sowie Wissen und Kenntnisse. Die Auswirkungen der Schulung auf die klinische Praxis bedarf weiterer Untersuchungen
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2003
200506 Arbeitsgruppe „Sterbehilfe in der Diskussion“ Im Zwielicht von Strafrecht und Autonomie: Die Einstellung der Bevölkerung zur Sterbehilfe
Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland als eine „Tötung auf Verlangen“ unter Strafe gestellt. Bezogen auf die aktive Form der Sterbehilfe im Sinne einer „Tötung auf Verlangen“ bedeutet dies, dass die Gesetzeslage hier der Einstellung einer Mehrheit von rund 80 Prozent der Bevölkerung entgegensteht – dies sollte zumindest Anlass sein für eine weitere kritische Diskussion dieser Problematik. Passive Sterbehilfe ist nach deutschem Strafrecht nicht ausdrücklich verboten, für diese Form der Sterbehilfe stellte sich in den Untersuchungen von 1992 und 1997 unter der Bevölkerung in Deutschland eine noch höhere Akzeptanz heraus als für die aktive Form.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2005
Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau

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Verlauf von 2005 bis 2018
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
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