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Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201808 Sabine Daxberger, Dr. Lena Marie Wirth, Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler Technikgestützte Steuerung von Arbeitsprozessen in der ambulanten Pflege - eine transdisziplinäre Betrachtung
Vor dem Hintergrund der demografischen und technologischen Entwicklung widmet sich dieser Artikel einer Analyse von verschiedenen Auswirkungen im Arbeitsfeld der ambulanten Pflege. Hierfür werden ausgewählte Ergebnisse zur Organisation eines BMBF Projektes der Pflegearbeit, zu Indirekter Steuerung und Interessierter Selbstgefährdung sowie zur Rolle von Smartphones in Arbeitsprozessen vorgestellt und diskutiert. Die Auswertung von Experteninterviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse zeigt dabei, dass neue computergestützte Technologien grundsätzlich positiv aufgenommen werden, dass jedoch die organisationale Einbindung und die Steuerung der Arbeit häufig völlig unreflektiert bleiben. Als positive Erfahrungen werden hingegen die Stärkung bezugspflegerischer Elemente und die strukturelle Verankerung der Pflegeverantwortung im Prozess erlebt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 28.08.2018
201711 Dr. Renate Ranegger, Dr. Dieter Baumberger, Dr. Reto Bürgin Bedarfs- und kompetenzorientierter Grademix in der Pflege. Eine prozessorientierte Tätigkeitsanalyse auf Basis von LEP Nursing 3
Diese Studie beschreibt wie mit Routinedaten aus der Pflegedokumentation, auf Basis von Pflegeinterventionen aus LEP Nursing 3, der Entscheidungsfindungsprozess für einen bedarfs- und kompetenzorientierten Grademix gemäß dem neuen österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG, 2016) unterstützt werden kann. Mit den Ergebnissen wird der erbrachte Leistungsaufwand pro Berufsgruppe visualisiert. Damit wird erstmals eine datengestützte Diskussionsgrundlage für einen optimalen Grademix in der Pflege geboten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 29.11.2017
201702 Katrin Lake, Prof. Dr. Rolf Jox Pflegekräfte im Spannungsverhältnis zwischen Autonomie und Schutz ihrer Bewohner – Rechtliche und ethische Überlegungen zum Thema Alkoholkonsum in einer Pflegeeinrichtung
Der vorliegende Artikel behandelt die Problematik von Alkoholkonsum in vollstationären Pflegeeinrichtungen und bezieht sich vor allem auf die Bewohner/innen, die eine Abhängigkeitserkrankung aufweisen oder auf nicht mit Alkohol harmonierende Medikamente angewiesen sind. Untersucht wird an Hand rechtlicher und ethischer Überlegungen, wie weit ein Recht auf Autonomie in einer Pflegeeinrichtung reichen kann, ob Autonomie auch bei selbstschädigendem Verhalten einen hohen Stellenwert behält und wann Mitarbeiter aufgrund ihrer Fürsorgepflicht in die persönlichen Freiheitsrechte der Bewohner/innen eingreifen müssen. Dabei wird deutlich, dass die Autonomie der Bewohner/innen an oberster Stelle steht. Zudem werden Mitarbeitern vollstationärer Pflegeeinrichtungen Handlungsempfehlungen vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 09.02.2017
201603 Paul Werner Schreiner Rezensionen/Pressespiegel
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 23.03.2016
201509 Prof. Dr. Peter Kostorz, Prof. Dr. Rüdiger Ostermann Die Todesursachenstatistik als Chance in der stationären Altenhilfe. Möglichkeiten, Nutzen und Grenzen einer heimbezogenen Erfassung von Todesursachen in stationären Pflegeeinrichtungen
Die Todesursachenstatistik ist eine der bedeutendsten Gesundheitsstatistiken des Bundes und ermöglicht wichtige Erkenntnisse über den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Grundlage sind die im Rahmen der Leichenschau ausgestellten Todesbescheinigungen, auf denen die Umstände, welche zum Tode geführt haben, kodiert beurkundet werden. Wäre es einer stationären Altenhilfeeinrichtung rechtlich möglich, diese Daten ihrer verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohnern zu nutzen, stünde der Leitung dieser Einrichtung ein Instrument zur Qualitätssicherung zur Verfügung: So könnten beispielsweise vermeidbare Todesursachen erkannt und ihnen mit Hilfe von gezielten Maßnahmen der Qualitätssicherung entgegengewirkt werden. Einer entsprechenden Nutzung der Todesursachenstatistik stehen derzeit allerdings noch erhebliche rechtliche Hindernisse entgegen; allen voran sind das die Bestimmungen zum Datenschutz, die in diesem Fall auch postmortal gelten. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags werden das Nutzungspotential einer heimbezogenen Todesursachenstatistik dargestellt und die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen einer solchen Statistik diskutiert und bewertet. Erratum: Gegenüber der Print-Version überarbeiteter Artikel.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 11.09.2015
201507 Eckart Hammer Unterschätzt: Männer in der Angehörigenpflege. Männer als Pflegende / Angehörigenpflege / Belastungen und Bewältigung
Der Beitrag basiert auf 25 Interviews mit überwiegend älteren Männern in der Betreuung und Pflege von Angehörigen und einer Sichtung anderer Studien. Er zeigt, dass die Pflegeleistung von Männern in der Angehörigenpflege sowohl quantitativ als auch qualitativ meist unterschätzt, bagatellisiert oder übersehen wird. Mehr als ein Drittel aller betreuenden und pflegenden Angehörigen sind Männer, die ihre Aufgaben zumeist in einer guten Kombination von caring for and caring about bewältigen. Die Studie zeigt die subjektive Wirklichkeitssicht der Männer, ihr Erleben und die Ausgestaltung ihrer Pflegerolle. Bei der Bewältigung des wachsenden Pflegenotstandes wird es maßgeblich darauf ankommen, Männer in ihrer quantitativen Bedeutung und spezifischen Leistungsfähigkeit sichtbar zu machen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 30.07.2015
201409 Frank Sommerfeld Der Umgang mit Fehlern in der Pflege
Problemstellung: Rationierungen von Pflege und ein Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal gehen mit mehr Fehlern und Komplikationen einher. Um die Sicherheit von Patienten zu gewährleisten, gewinnt der Umgang mit Fehlern zunehmend an Bedeutung. Fragestellung und Ziel: Gegenstand der vorliegenden Studie war, zu untersuchen, wie das Sicherheitsverhalten im schweizerischen Akutspital von Pflegefachpersonen beurteilt wird, wie sie in der Praxis mit Fehlern umgehen und welche Massnahmen zur Förderung eines konstruktiven Umgangs mit Fehlern empfohlen werden können. Methode und Material: Auf Basis der einschlägigen Literatur und einer empirischen Erhebung bei 96 Mitarbeitern mit direktem Patientenkontakt werden Grundlagen der Patientensicherheit beschrieben. Ergebnisse: 75.3% der Befragten haben im vergangenen Jahr im Fehlermeldesystem keine Ereignisberichte dokumentiert; zugleich bewerten 55.2% den Grad der Patientensicherheit in ihrem Bereich als akzeptabel. Die Themen Lernen aus Fehlern, Sorge um das Patientenwohl und die Kommunikation sind für die Befragten von zentraler Bedeutung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2014
201207 Birgit Panke-Kochinke Kreativität im Altern – Grundlagen für eine Pädagogik des Alterns
Kreativität im Umgang mit Alternsprozessen wird hypothetisch als eine zentrale Vermittlungskategorie zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und subjektiven Potentialen bezeichnet. Parameter für einen kreativen Umgang mit Alternsprozessen werden rekonstruiert. Es wird herausgearbeitet, inwiefern sich die erwartete progressive Funktion von Kreativität im Altern im Hinblick auf die Gestaltung von Alternsprozessen pädagogisch nutzen lässt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2012
201112 Wolf-Dieter Lettau, Ina Struckmann, Renate von der Heyden, Simone Rechenbach, Annette Nauerth, Ursula Walkenhorst Gelingende Transitionen an der Schnittstelle Studium und Beruf
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt TRANSITIONEN in der Lehreinheit Pflege und Gesundheit an der FH Bielefeld ist im Förderprogramm des BMBF „empirische Bildungsforschung“ angesiedelt, das u.a. auf den Auf- bzw. Ausbau wissenschaftlicher Grundlagen der Hochschullehre abzielt. Im Projekt werden die Übergänge in das Studium sowie in den Beruf wissenschaftlich untersucht und begleitet. Auf Basis der theoretischen Vorarbeiten und der empirischen Ergebnisse können Aussagen über die Transition in das Studium und in den Beruf gemacht werden. In Kombination mit dem Mentoring-Programm und dem im Projekt entwickelten Berufseinsteigerprogramm können an der Lehreinheit Interventionen bedarfsgerecht angeboten werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2011
201111 Dieter Lerner Auf dem Weg zu einem modernen Verständnis von Pflegemanagement: Der Ansatz von Gabriele Borsi
In diesem Beitrag wird der von Gabriele Borsi erarbeitete Ansatz zur theoretischen Grundlegung des Pflegemanagements vorgestellt. Borsi hat in den 1990er Jahren in unterschiedlichen Veröffentlichungen gesellschafts-, organisations- und managementtheoretische Überlegungen zusammengestellt, die ihrer Meinung nach potentielle Erklärungs- und Gestaltungsrelevanz für eine noch zu entwickelnde Theorie des Pflegemanagements haben. Grundlegend in ihrem Ansatz ist die Anlehnung an ein systemtheoretisch-konstruktivistisches Organisations- und Managementverständnis, das konträr zu den traditionellenüberwiegend betriebswirtschaftlich ausgerichteten Verständnissen von Organisation und Management steht. Um diese systemtheoretisch-konstruktivistischen Grundlagen eines modernen Pflegemanagements exemplarisch zu konkretisieren, greift Borsi insbesondere auf Grundverständnisse, Methoden und konzeptionelle Ausformungen der St. Galler Managementschule zurück. Sie ergänzt diesen Bezug auf die St. Galler Managementschule durch einen politikorientierten Ansatz der Organisationstheorie und stellt somit als zentrale Leitlinie ihres Ansatzes mikropolitisches Handeln in sozialen Organisationen in den Mittelpunkt. Borsi hat damit den sich in den Organisations- und Managementwissenschaften vollziehenden Paradigmenwandel für den pflegemanagementtheoretischen Diskurs fruchtbar gemacht und einen Entwurf zu den paradigmatischen Grundlagen einer Theorie des Pflegemanagements vorgelegt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2011
201101 Emel Susan Rosen Lehrkompetenzen – Kompetentes Handeln in der Pflegeausbildung
Auf welches Wissen greifen Lehrende zurück, wenn sie unterrichten? Woran orientieren sie sich? Wie gelangt neues didaktisches Wissen in die Unterrichts-praxis? Diese Fragen berühren das Spannungsfeld von Wissenschaftswissen und Handlungswissen im Hinblick auf die Lernprozesse lernender Lehrender. In einer über zwei Jahre angelegten Langzeituntersuchung wurden die handlungsleitenden Subjektiven Theorien zum kooperativen Lernen von 14 Pflegelehrerinnen und -lehrern rekonstruiert und modifiziert. Ziel der Forschungsarbeit war es, die Subjektiven Theorien so zu modifizieren, dass sie zur Erweiterung und zum Aufbau von unterrichtlicher Handlungskompetenz in kooperativen Lernumgebungen beitragen. Die Studie orientierte sich grundsätzlich an der Struktur, die im handlungstheoretisch-didaktischen Modell von Diethelm Wahl (2005) entwickelt wurde: (1) Bewusstmachen handlungsleitender Subjektiver Theorien, (2) (Um-)Lernen durch Konfrontation mit Alternativen und Integration neuer Wissensbestandteile und (3) neues Handeln in Gang bringen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2011
199904 Uwe Geisler Biographiearbeit als Gegen-stand und Methode im Unterricht an Kranken- und Altenpflegeschulen
Diese Arbeit ist im Fach Erziehungswissenschaften während des Studiums der Pflegepädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden. Im Anschluß an eine theoretische Einführung in unterschiedliche Theorien des Lebenslaufs wird die Bedeutung der biographischen Selbstreflexion als Vorbedingung für Biographiearbeit an der Schule dargestellt. Die Biographiearbeit in der Betreuung alter Menschen wird noch einmal hervorgehoben und durch den Aspekt der mündlich überlieferten Geschichte als interessante Variante der Geschichtsschreibung abgerundet. Die Darstellungen werden durch konkrete Vorschläge für die Umsetzung im Unterricht ergänzt
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.1999
199904 Andreas Lauterbach Die Welt ist eine Scheibe? Gesundheit, Pflege und Medizin auf CD-ROM
Der elektronische Markt boomt. Gesundheit und Medizin zählt dabei zu den beliebtesten Angeboten auf dem neuen Markt der "Infotainment"-CD-ROMS. Auch Pflegeliteratur wird zunehmend digital aufbereitet. Neuer Markt oder Modeerscheinung? PR-INTERNET hat für Sie den Markt getestet
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.1999
199907 Andrea Jobst, Regina Brandl, Kerstin Springer, Wolfgang Schäfer Kann EDV das Telefon im Krankenhaus ersetzen?
Unsere Forschungsgruppe hat erkannt, wie wichtig der EDV-Einsatz im Krankenhaus ist. Uns ist durch unsere tägliche Arbeit sehr bewußt, wie schnell sich durch den EDV-Einsatz grundlegende Strukturen und Verhaltensweisen ändern. Ein weiterer Motivationspunkt ist die Gewißheit, daß der Arbeitsplatz im Krankenhaus ohne EDV in Zukunft nicht mehr möglich ist
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.1999
199909 Ute Zentgraff, Oliver Ritz, Maria Bruland, Karin Plonka, Elke Helfer Marketing in vollstationären Einrichtungen der Altenhilfe
Auch vollstationäre Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe müssen sich zunehmend mit dem Begriff sowie der Praxis des Marketing auseinandersetzen. Im vorliegenden Artikel wird der Schwerpunkt bei folgenden Fragen gesetzt: was heißt eigentlich Marketing, was m
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.1999
200002 Elke Schäfer Leitfaden für PraktikantInnen der Rettungsdienstschule
Der vorliegende Artikel befaßt sich mit dem Projekt eines Leitfadens zur Einarbeitung von PraktikantInnen der Rettungsdienstschule in der Zentralen Notaufnahme. Ziel dieses Projektes war sowohl die qualitative Verbesserung der Einarbeitung der PraktikantInnen als auch eine Arbeitsentlastung für die MitarbeiterInnen der Zentralen Notaufnahme. Der Erfolg dieses Projektes ermutigt zur Erschaffung weiterer, ähnlich gelagerter Projekte, um Ausbildungsinteressen nicht nur gerecht zu werden, sondern sie auch in einer qualitativ hochwer-tigen Form ernst zu nehmen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2000
200002 Diplommedizinpädagogin Anne-Katrin Kinne, Dipl. ing. paed. Susanne Hahn Zur Herausbildung von Medienkompetenz bei Lehrer/-innen im Berufsfeld Gesundheit
Die sinnvolle Nutzung von Medien wird zu einer entscheidenden Kernkompetenz der kommenden Generationen. In allen Ausbil-dungsebenen geht es um den Aufbau einer neuen Lehr- und Lernkul-tur durch den bewußten Einsatz neuer Medien im Unterricht. Dabei bilden Multimedia-Technologien die Basis der entstehenden Infor-mationsgesellschaft.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2000
200006 Karsten Hartdegen Kleingruppenunterricht im Krankenpflegeunterricht
Konzeption, Vor- und Nachteile, Planung und Umsetzung
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2000
200006 Hardy-Michael Schröder Schlüsselqualifikationen als Kernkompetenzen der Pflegefachkraft im mittleren Management
Im Rahmen des drastischen Strukturwandels im Gesundheitswesen ist es not wendig geworden, über die Qualifikationen der Mitarbeiter im Krankenhaus neu nachzudenken. Vermehrte Anstrengungen sowie alternative Formen der Zusammenarbeit sind notwendig, um mit
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2000
200006 Jürgen Sembritzki, Christoph F-J Goetz et. al. Kryptographische Verfahren im Gesundheits- und Sozial-wesen in Deutschland
Der jetzt in zweiter Auflage vorgelegte Bericht des TeleTrusT Deutschland e.V. zu kryptographischen Verfahren im Gesundheits- und Sozialwesen in Deutschland wurde gemeinschaftlich von Mitgliedern der Arbeitsgruppe 3 „Medizinische Anwendung einer vertrauen
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2000
200012 Ulrike Greb M.A. Krankheitserleben Teil 1
An der dialektischen Figur von Leiderfahrung und Leibentfremdung wird die inhaltliche Entwicklung des „Strukturgitters“ exemplarisch erläutert, um so die Arbeitsweise mit der heuristischen Matrix zu verdeutlichen. In einzelnen Seminartexten – im Folgenden
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2000
200102 Catherine Pott Bewerberauswahl an deutschen Krankenpflegeschulen – eine empirische Untersuchung
Die Autorin befragte mittels Fragebogen 100 Krankenpflegeschulen in der Bundesrepublik Deutschland zu ihren verwendeten Auswahlverfahren und Auswahlkriterien. Dabei ergab sich aus den Antworten von 74 Krankenpflegeschulen folgendes Bild: Klassisches und d
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2001
200103 Michael J. Huneke Hochschuldidaktische Impli-kationen zur Lehre in einem Studiengang Pflegepädagogik
Vor dem Hintergrund einer konstruktivistisch-systemtheoretischen Lehrauffassung wird eine veränderte Form von Fachhochschullehre rekonstruiert. Dabei soll besonders die Rolle der professionell Lehrenden an einer Fachhochschule unter der Perspektive eines
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2001
200111 Uta Oelke "Allmählich bekomme ich diesen Blick auch drauf ..." - PflegelehrerInnen und szenisches Spiel
Im Folgenden soll das Thema „PflegelehrerInnen und szenisches Spiel“ im Blick auf vorhandene Ressourcen, neue Herausforderungen sowie pflegedidaktische Notwendigkeiten bzw. Begründungen beleuchtet werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2001
200112 Dr. Ingrid Darmann Situations-, wissenschafts- und interaktionsorientierter Pflegeunterricht
Aufgabe der Pflegedidaktik ist es, Ansatzpunkte für die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Auszubildenden in der Pflege mit dem Ziel einer umfassenden autonomen pflegeberuflichen Handlungskompetenz aufzuzeigen und zu begründen. Die Autorin stützt sich dabei auf die kritisch-konstruktive Pflegedidaktik (vgl. Wittneben 1991) und das interaktionistische, konstruktivistische Lehr-/Lernverständnis (vgl. Siebert 1999; Voigt 1990). Ein wesentliches Anliegen der kritisch-konstruktiven Didaktik ist es, Inhalte in Bezug auf ihren Bildungsgehalt auszulegen und dadurch solche Inhalte zu bestimmen, anhand derer sich eine emanzipatorische Persönlichkeitsentwicklung entzünden kann (vgl. Klafki 1993).
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2001
200202 Horst Geiger Anwendung der Unterrichtsmethode Lernzirkel in der Krankenpflegeausbildung
Die Methode Lernzirkel ist eine gute Möglichkeit, verschiedenste Schlüsselqualifikationen im Krankenpflegeunterricht anzuregen. Die Schüler besuchen verschiedenste Stationen, an denen ihnen unterschiedlichste Lernangebote gemacht werden. Diese Lernangebote sprechen vielfältige Eingangskanäle der Teilnehmer an, so dass ein individueller Lernprozess in Gang kommt. Der vorliegende Artikel beschreibt praktische Möglichkeiten, Probleme und Lösungsansätze dieser Unterrichtsmethode. Einzelne Stationen werden exemplarisch aufgezeigt
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2002
200203 Höhenrieder Kreis (HK) im Auftrag des Deutschen Pflegerates (DPR) Diskussionsvorschlag von Listen ausgewählter ICD-10-Codes für die Pflege
Angesichts der kurzen Frist bis zur Einführung der G-DRGs in Deutschland muss die Pflege davon ausgehen, dass zumindest zu Beginn keine pflegeeigenen Aussagen als Kriterien für die DRG-Zuteilung verwendet werden können. Es wurden deshalb jene ICD-10-Codes gesucht, mit welchen pflegeauslösende Zustände am ehesten abgebildet werden können und die Pflegende selbst anwenden können
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2002
200212 Marcel Remme Kritik konstruktivistischer Ansätze in der Pflegepädagogik
Der Artikel setzt sich kritisch mit der Rezeption des Radikalen Konstruktivismus in der Pflegepädagogik auseinander. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass der Radikale Konstruktivismus aufgrund seines Menschenbildes und seiner Wissenschaftstheorie als Metatheorie für eine Pflegepädagogik ungeeignet ist. Weiterhin wird in dem Aufsatz herausgearbeitet, dass Konstruktivistische Didaktik kein neues Didaktik-Konzept liefert und theoretische Mängel aufweist
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2002
200305 Jutta Dornheim Wissensgesellschaft und berufliche Bildung in den Berufsfeldern Gesundheit und Pflege
Am 25. Februar 2002 wurde eine Absolventin des Bremer Studiengangs „Lehramt Pflegewissenschaft“ mit einem der fünf ersten Preise ausgezeichnet, die die Hamburger Körber-Stiftung unter der bekannten Bezeichnung „Deutscher Studienpreis“ dieses Jahr vergeben konnte. Gunda Rosenberg hatte auf die Preisfrage: „Bodycheck – Wieviel Körper braucht der Mensch?“ mit einem Beitrag geantwortet, der aus ihrer von Professorin Dr. Helga Krüger betreuten Examensarbeit hervorgegangen war. Er trug den Titel: „Der Körper als Verlust- und Fundsache in Krankenhaus und Pflegeheim. Störungen der Orientierung am eigenen Körper.“ In dieser Arbeit untersuchte Rosenberg die Wahrnehmungen von Menschen, die lange unbeweglich liegen müssen. Sie hatte 16 Studentinnen und Studenten gebeten, auf einer superweichen, luftdurchströmten Matratze jeweils eine halbe Stunde lang bewegungslos zu liegen und unmittelbar danach ihre Empfindungen in Zeichnungen auszudrücken. So entstand die Dokumentation von Wahrnehmungen wie die, dass der eigene Körper immer dünner, die Hände und Füße aber immer größer würden, dass die Grenzen des Körpers sich in die Umgebung ergössen, dass Körperteile nicht mehr zusammenhingen bis hin zu dem Gefühl, dass sich der Kopf vom Körper losgelöst habe. Offenbar hatten die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer schon nach dieser kurzen Zeit Störungen ihrer körperlichen Orientierung erlitten bzw. ihr „Körperschema“ verloren
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2003
200307 Inge Dörr Pflegebeteiligung auf derIntensivstation, für die Angehörigen ein unzumutbarer Gedanke oder eine bedeutende Chance?
Während der Pflege und Therapie eines Menschen auf der Intensivstation, befindet sich nicht nur der Patient, sondern auch seine ihm nahestehenden Angehörigen in einer Ausnahmesituation. Die Angehörigen sind in ständiger Angst und Sorge um das Leben des Patienten und leiden meistens unter Wissensdefiziten. Kann eine aktive Pflegebeteiligung auf der Intensivstation den Angehörigen die Krisensituation erleichtern? Die Pflegebeteiligung der Angehörigen beginnt heute erst dann, wenn es dem Patienten besser geht bzw. wenn er aus dem Krankenhaus entlassen wird und nicht schon in der Phase, in der sein Gesundheitszustand am stärksten bedroht ist – auf der Intensivstation. In einer qualitativen Studie wird untersucht, welchen Sinn und welche Bedeutung die Angehörigen selbst einer Beteiligung an der Pflege in diesem Bereich beimessen und welche Voraussetzungen sie damit verknüpfen
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2003
200312 Anja Walter, Franziska Fichtmüller Eine Forschung über das Lehren und Lernen in Pflegeausbildungen
Die Pflegedidaktik entwickelt sich, aber es mangelt noch immer an wissenschaftlichen Erkenntnissen über Lehr-/Lernprozesse in den Pflegeausbildungen. Mit unserer pflegedidaktischen Grundlagenforschung wollen wir einen Beitrag zur Entwicklung der Pflegedidaktik leisten. Wir forschen über Wirkungszusammenhänge des Lehrens und Lernens in Pflegeausbildungen und beschreiben diese. Dazu interviewen und beobachten wir im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns Lehrende, Lernende und Praxisanleitende aus Schulen und Pflegepraxisfeldern der Kranken- und Kinderkrankenpflege. Ziel der Arbeit ist die Generierung einer pflegedidaktischen Theorie. Auf dem 3. Internationalen Pflegepädagogikkongress 2003 in Aarau stellten wir im Rahmen eines Workshops unser Promotionsprojekt mit dem Arbeitstitel Wirkungszusammenhänge des Lehrens und Lernens in den Pflegeausbildungen – Generierung einer pflegedidaktischen Theorie vor und diskutierten mit den Teilnehmenden erste Ergebnisse. Schwerpunkte dieser Darstellung sind das methodische Design und ausgewählte Forschungserfahrungen. Ergebnispräsentationen bleiben nachfolgenden Veröffentlichungen vorbehalten
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2003
200401 Uta Oelke Der Lernfeldansatz: Neue Herausforderungen an den Lernort „Pflegeschule“
Der Begriff „Lernfeld“ dürfte zu einem der meist genutzten in der derzeitigen bundesdeutschen berufs- bzw. pflegepädagogischen Diskussion zählen. Dies ist Grund genug, ihn einer genaueren Betrachtung zu unterziehen, die auf drei Ebe-nen erfolgen soll. Auf der Makro- bzw. bildungsstrukturellen Ebene werden der KMK-Lernfeldansatz und seine Konsequenzen im Blick auf die Neuordnung des berufsschulischen Unterrichts im regulären dualen Berufsbildungssystem skiz-ziert. Dem werden die entsprechenden Neuregelungen im jüngst verabschiede-ten Krankenpflegegesetz (KrPflG vom 16. 7. 2003) und seiner Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (KrPflAPrV) gegenüber gestellt. Im Mittelpunkt der Meso- bzw. curricularen Ebene steht das von Marion Menke und mir 2002 veröffent-lichte neue fächerintegrative Pflegecurriculum (Oelke/Menke 2002). Dieses wird in seiner Entwicklung, seinem curriculumtheoretischen Hintergrund und seiner lernfeldorientierten Themenstruktur vorgestellt und um einige abschließende An-merkungen zur Umsetzung an den Pflegeschulen ergänzt. Auf der Mikro- bzw. unterrichtlichen Ebene werden Anforderungen aufgezeigt, vor die die Pflegeschu-len gestellt sind, wenn sie curriculare Lerneinheiten zu handlungsorientierten Lernsituationen umwandeln möchten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2004
200401 Günter Pätzold Lernortkooperation im Lernfeldkonzept
Die Inhalte der curricularen Vorgaben für den Berufsschulunterricht werden seit den 90er Jahren nach Lernfeldern geordnet. Lernfelder sind durch Zielfor-mulierungen und Inhaltsangaben beschriebene thematische Einheiten, die sich an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientieren. Handlungssystematik wird damit ohne Vernachlässigung der Fachsystematik zum didaktischen Kriterium für die Konzeption beruflichen Unterrichts. Damit ist das Spannungsfeld zwischen den beiden didaktischen Referenzgrößen – Orientierung an der Systematik der Fachwissenschaften oder an der Kasuistik beruflicher Tätigkeiten – erneut zu thematisieren. Mit dem Lernfeldprinzip soll fächerübergreifender Unterricht gefördert, Fachun-terricht im engen (fach-)didaktischen Sinne abgeschafft bzw. nur in Ausnah-mefällen zugelassen werden. Der Unterricht in der Berufsschule soll stärker berufstypische und berufsübergreifende Qualifikationen berücksichtigen, Differenzierungen fördern und aktuelle Kernprobleme aufgreifen. Mit dieser Entscheidung auf der didaktisch-curricularen Ebene ist die Erwartung ver-bunden, handlungsorientiertes Lehren, Lernen und Prüfen anzuregen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2004
200401 Dr. Jürgen Knoppik Möglichkeiten von E-Learning in der Pflege
Wer heute das Stichwort „E-Learning“ in die Suchmaschine „Google“ eingibt – abhängig von der Schreibweise und der Tageszeit der Anfrage – erhält un-gefähr 5 bis 8 Mill. Referenzen. Wie kann man sich angesichts dieser Fülle von Quellen überhaupt informieren? Hinzu kommt, dass das Thema E-Learning wie kein derzeit anderes in der Bildungsbranche polarisiert in E-Learning-Befürworter und -Gegner. Bei den bedingungslosen Befürwortern handelt es sich meistens um „Nicht-Pädagogen“. Es handelt sich um Unternehmen, die ihre E-Learning-Produkte an den Mann bzw. an die Frau in Aus-, Fort- und Weiterbildung bringen wollen/müssen. Hier werden Lösungen versprochen, die für den unbedarften Anwender bisweilen an Zauberei grenzen. Ein PC, eine Software und/oder ein Internetanschluss – Abrakadabra – und schon ist das Lernziel erreicht. Die Rede ist von „Paradigmenwechsel“ und einem neuen „Bildungszeitalter“. Nichts ist unmöglich – die Bildungsrevolution ist in vollem Gange (Jörg Neubauer 2002). Bei den Gegnern handelt es sich meistens um mehr oder weniger ausgewiesene Pädagogen der wohl eher „älteren“ Generation – Heute wird man ja schon mit 35 Jahren dieser Spezies zugeordnet. Jedenfalls handelt es sich hier um solche Pädagogen, die sich besonders durch multimediale Berührungsängste auszeich-nen. Ein Zeigestock wird immer noch als pädagogisch wertvoller angesehen als ein Laser gesteuerter Zeigepfeil. So befürchten sie mit dem Eindringen von E-Learning in den Bildungsbereich die Verdrängung der Pädagogik durch die Technik, ja – schon wieder einmal – den Untergang des Abendlandes. Wie so oft liegt die „Wahrheit“ wohl eher in der Mitte, aber – so könnte man hinzufügen – nicht die meine.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2004
200401 Pius Gruber Einführung von E-Learning in der Ausbildung
E-Learning fördert das selbstgesteuerte Lernen und soll einen didaktischen Mehrwert erzeugen. Gelingt es den Einsatz neuer Lerntechnologien in die vor-handenen Lernszenarien zu integrieren, entsteht eine E-Learning-Konzeption, die es erlaubt E-Learning als evolutionären Prozess überschaubaren Projekten zu realisieren.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2004
200402 Jörg Dondalski, Georg Oppermann, Dieter Sommer Mitarbeiterentwicklungsgespräche (MEG): Zentrales Element einer individuellen Personalentwicklung
Psychiatrische Kliniken können sich ohne die individuelle Entwicklung des einzelnen Mitarbeiters nicht weiterentwickeln. Allerdings muss es im Zusammenhang mit der Personalentwicklung zwischen der individuellen Entwicklung des einzelnen Mitarbeiters und der organisationalen Weiterentwicklung einen wirksamen Bezug geben. Es zeigt sich ein Bedarf an Abstimmungsprozessen zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten bzw. der Organisation, der beiden Seiten nach Weiterentwicklung gerecht wird. In dem Aufsatz wird eine Konzeption für sogenannte Mitarbeiterentwicklungsgespräche vorgestellt, die diesen Anspruch verfolgt. Es werden zunächst grundlegende Aussagen zu Mitarbeiterentwicklungsgesprächen gemacht, um dann den konzeptionellen Rahmen vorzustellen, welcher in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Merxhausen von den Autoren entwickelt wurde. Zum Ende werden erste Erfahrungen aus der Praxis vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2004
200409 Ingrid Darmann Problemorientiertes Lernen – Transfer durch die Erweiterung von Situationsdeutungen
Das problemorientierte Lernen (POL) stellt grundsätzlich ein vielversprechendes Lehr-/Lernkonzept zur Förderung transferfähigen Wissens und Könnens dar. Die Schüler erarbeiten sich anhand von Fällen, die komplexe pfl egeberufl iche Problemsituationen1 beinhalten, und mit einer vorgegebenen methodischen Struktur („Siebenschritt“) selbst gesteuert das zum Verständnis oder zur Lösung des Falles notwendige Wissen. Der „situierte“ Erwerb von Wissen, also die Verknüpfung des zu erwerbenden Wissens mit Situationen aus der Berufswirklichkeit, soll den Transfer theoretischen Wissens in die Praxis befördern (vgl. Mandl/Gruber/Renkl 1993; Reetz 1996). POL ist aber nicht gleich POL, vielmehr lassen sich unterschiedliche Ausrichtungen unterscheiden, die jeweils spezifi sche Ausbildungsziele verfolgen. In diesem Artikel wird ein POL-Ansatz vorgestellt und begründet, mit dem insbesondere der Erwerb von Deutungswissen und die Förderung hermeneutischen Fallverstehens angeregt werden soll.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2004
200501 Horst Siebert Bildung und Mündigkeit – Perspektiven einer konstruktivistischen Pädagogik
Der Konstruktivismus legt einen Perspektivenwechsel in der Pädagogik nahe. Er begründet eine lernorientierte Didaktik und Methodik. Die Kernthesen dieses Paradigmas werden in erkenntnistheoretischer, lerntheoretischer und bildungstheoretischer Hinsicht dargestellt. Es wird dafür plädiert, den humanistischen Bildungsbegriff mit neuen Erkenntnissen der Gehirnforschung zu verbinden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2005
200501 Franziska Fichtmüller, Anja Walter Aufmerksam-Sein lernen. eine Kernkategorie in der Beschreibung der Wirkungszusammenhänge des Lehrens und Lernens in den Pflegeausbildungen
Seit 2002 forschen wir in Kranken- und Kinderkrankenpfl egeschulen, pflegepraktischen Lernorten und Lernwerkstätten zu den Wirkungszusammenhängen von Lehren und Lernen in den Pflegeausbildungen. Im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns werden Lehrende, Lernende, Praxisanleiterinnen und Mentorinnen in Schulen und Praxisfeldern der Kranken- und Kinderkrankenpfl ge zum Thema befragt und beobachtet. Methodologisch fußt unsere Forschung auf der Grounded Theory. Mit dieser Forschung möchten wir zur Verbreiterung der empirischen Wissensbasis beitragen. In diesem Artikel geht es uns um die Darstellung des derzeitigen Standes der Arbeit an einer der Kernkategorien, Aufmerksam- Sein lernen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2005
200507 Helmut Siefert Planung einer Unterrichtsreihe zum Thema: „Die Bedeutung der Musik für alte Menschen“
Musik gilt als das emotional wirksamste Kommunikationsmittel in der Kultur der Menschen. Außerdem verfügt jeder in irgendeiner Weise über musikalische Erfahrungen. Ausgangsgrundlage dieser Arbeit ist, welche Wirkungen und Funktionen die Musik bei älteren Menschen haben. Das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) hat einen Entwurf zur neuen Altenpflegeausbildung herausgegeben, in dem Musizieren und Singen ein fester Bestandteil im Lernfeld „Alte Menschen bei der Tagesgestaltung und bei selbst organisierten Aktivitäten unterstützen“ (Bundeseinheitliche Altenpflegeausbildung, Seite 160) sein wird.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2005
200602 Barbara Steuer, Silvia Rosery Der Weg eines elektronischen Informationssystems von der Idee bis zur Realisierung: Vorgestellt am Beispiel eines konkreten Projekts: „PORaBo-Doc mit Integration von LEP Nursing 3“
Die Planung und Realisierung eines elektronischen Informationssystems, welches verschiedenen Ansprüchen gerecht werden soll, ist nicht nur softwaretechnisch und inhaltlich ein anspruchsvolles und komplexes Projekt. Die Umsetzung erfordert ein Bewusstsein, dass der Übergang von Papier zu mehrheitlich digitalisierten Daten nicht nur auf der Handlungsebene Veränderungen bedingt, sondern ebenso eine Auseinandersetzung mit Werten, Kultur und persönlichen Vorlieben bedeutet. Im Folgenden stellen wir den Weg von der Idee des Projektes über die verschiedenen Phasen der Realisierung sowie die jeweils gemachten Erfahrungen vor.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2006
200611 Birgit Bielefeldt, Mechthild Noska Evaluation von Pflegecurricula – Ein Instrument zur vergleichenden Beschreibung und Bewertung anhand von Curriculumdokumenten
Pflegecurricula steuern nicht nur die Zeit der Ausbildung im Pflegeberuf, sie haben auch darüber hinaus berufsprägenden Einfluss. Ihre Entwicklung und Nutzung sollte daher nicht unüberprüft erfolgen. In diesem Beitrag werden Auszüge eines Evaluationsinstrumentes zur vergleichenden Beschreibung und Bewertung von Pflegecurricula anhand von Curriculumdokumenten vorgestellt und seine maßgeblichen Entwicklungsschritte dargelegt. Dabei soll insbesondere verdeutlicht werden, wie die Evaluationskriterien gewonnen wurden und wie sie sich für ein Pflegecurriculum, bei dem die Aspekte »berufliches Curriculum« und »Pflege« zu berücksichtigen sind, legitimieren. Implizit wird darüber auch aufgezeigt, wie ein der aktuellen Berufswirklichkeit angemessenes Pflegecurriculum aussehen kann. Somit kann das Instrument über seine Evaluationsabsicht hinaus von Pflegeschulen auch als Leitfaden für eigenes curriculares Arbeiten genutzt werden, was mit der Gesetzesnovellierung 2004 einmal mehr notwendig geworden ist.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2006
200703 Uta Oelke Gemeinsamkeiten in den pflege- und gesundheitsberuflichen Ausbildungen. Ein Vergleich der Ausbildungsrichtlinien für Kranken- und Kinderkrankenpflege-, Hebammen-, Logopädie- und Physiotherapieschulen in Nordrhein-Westfalen
Seit dem 1.1.2004 sind in Nordrhein-Westfalen für alle staatlich anerkannten Kranken- und Kinderkrankenpflegeschulen Ausbildungsrichtlinien verbindlich vorgeschrieben. Im selben Jahr startete das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW eine Initiative, nach der solche Richtlinien auch für Hebammen-, Logopädie- und Physiotherapieschulen erarbeitet werden sollten. Diese liegen mittlerweile als „empfehlende Richtlinien“ vor und werden derzeit modellhaft erprobt. Im folgenden Beitrag werden die genannten vier Konzepte hinsichtlich Aufbau, Intention, didaktischer Kernelemente und Themenauswahl verglichen. Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Schnittmenge aller vier Richtlinien größer ist als erwartet. Damit lässt sich die These einer gemeinsamen Didaktik für die Pflege- und Gesundheitsberufe stützen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2007
200704 Dieter Lerner Die Expertenorganisation Krankenhaus im Wandel
Auf die bundesdeutschen Krankenhäuser des 21. Jahrhunderts wirken Veränderungsdynamiken ein, von bisher nie gekanntem Ausmaß. Gesamtgesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Implikationen, wie Globalisierung der Märkte, wirtschaftliche Krisen, steigende Arbeitslosigkeit, demographische und epidemiologische Transitionen usw., führten in den letzten Jahren zu einer Vielzahl von gesetzlichen Reformversuchen der sozialen Sicherungssysteme. Diese Veränderungen bewirken einen erheblichen Druck auf die Krankenhäuser, auf den sie mit Anpassungen der Geschäftsstrategie, der internen Strukturen und Prozesse, als auch der Managementsysteme reagieren müssen: Reorganisation ist angesagt, doch dies ist leichter gesagt als getan.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2007
200707 Beate Stiller Die Forschungswerkstatt als Lernarrangement des forschenden Lernens im Fachhochschulstudium ‚Bachelor of Science’ für Gesundheitsfachberufe
Forschungsprozesse mit Forschungsneulingen zu initiieren ist eine neue Herausforderung für die Hochschuldidaktik. In diesem Artikel wird eine Forschungswerkstatt als ein Lernarrangement für forschendes Lernen mit Studierenden der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie vorgestellt. Die Lernmöglichkeiten im Werkstatt-Setting unterscheiden sich zu denen der meisten Hochschulseminare: Sie sind weit reichender, weil sie das Lösen komplexer Probleme und Gruppenprozesse fokussieren. Das Hauptziel ist, die Studierenden in die Lage zu versetzen, komplexe Probleme ihrer Berufspraxis zu bewältigen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2007
200709 Bernd Schmid Homogenitätsprüfung des Pflegeaufwandes in DRG-Fallgruppen. Erklärungsansatz zur Kosteninhomogenität von DRG-Fallgruppen durch Pflegediagnosen/Pflegeaufwand
Im Rahmen einer Diplomarbeit im Fach Pflegemanagement, vorgelegt an der katholischen Stiftungsfachhochschule München, wurde in einer deskriptiven Querschnittstudie untersucht, ob Pflegediagnosen dazu geeignet sind, den pflegerischen Anteil an der Kosteninhomogenität innerhalb von DRG-Fallgruppen zu erklären. In den zwei untersuchten Fallgruppen konnte unter Nutzung elektronischer Patientenakten die Eignung von Pflegediagnosen dazu nachgewiesen werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2007
200804 Martin Knoll, Susanne Saal Pflegewissenschaftliche Entwicklung eines Evaluationskonzepts für Krankenhaus-Beschwerdemanagement-Systeme
Vor dem Hintergrund des steigenden Kostendrucks und dem größer werdenden Wettbewerb im stationären Gesundheitssektor wächst die Bedeutung kundenorientierten Handelns. In diesem Zusammenhang nimmt der systematische Umgang mit Kundenbeschwerden eine wichtige Stellung ein. Derzeit ist das Beschwerdemanagement integraler Bestandteil aller derzeit wichtigen Qualitätsmanagementkonzepte. Im Mittelpunkt steht die Frage nach geeigneten methodischen Verfahren zur Evaluierung von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen im Rahmen des Beschwerdemanagements. Zudem wird untersucht, wie zentrale Aufgaben eines Beschwerdemanagements in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens gestaltet sein sollten, um den Erfolg des Beschwerdemanagements sicherzustellen. Im Rahmen des qualitativen, non-experimentellen Vorgehens dient eine Literaturrecherche als inhaltliche Exploration des aktuellen Standes der Wissenschaft und damit als Grundlage zur späteren Konzeptentwicklung. Mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring 1994) wird relevante Literatur strukturiert, wodurch die Kategorisierung der zentralen Aufgaben eines Beschwerdemanagements möglich wird. Alle exzerpierten Assessmentverfahren für Beschwerdemanagement-Systeme werden anschließend in einer Metaanalyse gegenüber gestellt und bezüglich ihrer Eignung zum Einsatz in stationären Einrichtungen gewichtet.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2008
200809 Christina Maiwald Überblick über die Ausbildungssituation der Helferberufe in der Pflege
In den letzten Jahren entstanden neue Pflegehelferausbildungen, die mit anderen Bereichen wie z. B. Kinder-, Altenpflege, Familienpflege integriert werden und die auch mit einem Hauptschulabschluss absolviert werden können. Die damit verbundenen Änderungen der Voraussetzungen und Zielsetzungen der Berufsausbildung in der Pflege haben weitreichende Folgen für das Berufsbild der Krankenpflege. Die neuen integrierten oder generalisierten Ausbildungsgänge für HauptschülerInnen werden kontrovers diskutiert. Die vorliegende Arbeit stellt die Hintergründe dieser Diskussion dar. Weiterhin werden Daten eines Bundesländervergleichs der verschiedenen Ausbildungen und Ausbildungslehrpläne ausgewertet. Dazu werden Arbeitshypothesen als erkenntnisleitende Fragestellungen formuliert und Variablen ausgewählt, anhand derer die erhobenen Daten ausgewertet und Trends abgeleitet werden können. Die vorliegenden Auswertungen bieten einen Grundstock für weitere Arbeitsschritte auch über diese Arbeit hinaus.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2008
200701 Maria Gabel, Anika Moses, Antje Rex, Virginie Wolfram Wer darf mehr Gummibärchen essen? Ist eine effektive Gesundheitserziehung als Gesundheitsförderung in Grundschulen eine Lösung für Probleme, die in der Zukunft durch das Verhalten der Kinder von heute entstehen?
„Dicke unbewegliche Kinder werden auch dicke, unbewegliche Erwachsene“ ist eine verbreitete Auffassung, und sie ist nicht unbegründet. In den letzten Jahren sind beunruhigende gesundheitsbezogene Entwicklungstendenzen der Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland zu verzeichnen. Adipositas, Bewegungsarmut, bewegungsarme Kinder und Jugendliche, Debatten um gesunde Ernährung und Folgen ungesunden Essverhaltens oder Kindesmissbrauch sind allgegenwärtig. Die Folgeschäden für die Kinder und daraus resultierende Konsequenzen für das Gesundheitssystem, welche diese Entwicklung unweigerlich nach sich zieht, haben inzwischen ein alarmierendes Ausmaß angenommen. Deshalb müssen effektive und finanzierbare Möglichkeiten, die dieser Entwicklung entgegenwirken, gesucht werden. Pädagogische Berufsgruppen und medizinische Instanzen tragen dabei eine zunehmende Verantwortung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200905 Christine Eichholz, Karin Wittneben Schulinterne Curriculumentwicklung nach dem Lernfeldkonzept Partizipative Methodenentscheidungen in der Lernsituation „Alte Menschen im Krankenhaus begleiten und beraten“ (Teil 4) am Schulzentrum für Krankenpflegeberufe in Hannover
Dieser Beitrag ist der vierte Teil einer Artikelserie über „Schulinterne Curriculum-entwicklung …“ (Wittneben/Windfelder/Walkling-Stehmann 2007, S. 239 ff.; Windfelder/Wittneben 2007, S. 387 ff.; Grüner-Seeberger/Wittneben 2007, S. 660 ff.). Der Schwerpunkt dieser Darstellung liegt auf der Frage, welche Methodenentscheidungen in der Lernsituation „Alte Menschen im Krankenhaus begleiten und beraten“ eine breite pflegeberufliche Handlungskompetenz fördern können, speziell in den Dimensionen der Personal-, Sozial- und sprachlich-kommunikativen Kompetenz (vgl. Wittneben 2003, S. 234 ff.). Auf Grund personeller und zeitlicher Engpässe im Schulalltag konnte keine systematische Evaluation vorgenommen werden, die Methodenentscheidungen in den jeweiligen Lehr-/Lernarrangements werden aber von der Lehrerin über schriftliche und mündliche Feedbackrunden im Gespräch mit den Lernenden konsequent bewertet (vgl. Bastian/Combe/Langer 2007, S. 133 ff.). Über die Implementation der Lernsituation in der Pflegepraxis wird in diesem schulunterrichtszentrierten Bericht noch nichts ausgesagt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2009
200905 Maria Gabel, Anika Moses, Antje Rex, Virginie Wolfram Wer darf mehr Gummibärchen essen? Ist eine effektive Gesundheitserziehung als Gesundheitsförderung in Grundschulen eine Lösung für Probleme, die in der Zukunft durch das Verhalten der Kinder von heute entstehen?
„Dicke unbewegliche Kinder werden auch dicke, unbewegliche Erwachsene“ ist eine verbreitete Auffassung, und sie ist nicht unbegründet. In den letzten Jahren sind beunruhigende gesundheitsbezogene Entwicklungstendenzen der Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland zu verzeichnen. Adipositas, Bewegungsarmut, bewegungsarme Kinder und Jugendliche, Debatten um gesunde Ernährung und Folgen ungesunden Essverhaltens oder Kindesmissbrauch sind allgegenwärtig. Die Folgeschäden für die Kinder und daraus resultierende Konsequenzen für das Gesundheitssystem, welche diese Entwicklung unweigerlich nach sich zieht, haben inzwischen ein alarmierendes Ausmaß angenommen. Deshalb müssen effektive und finanzierbare Möglichkeiten, die dieser Entwicklung entgegenwirken, gesucht werden. Pädagogische Berufsgruppen und medizinische Instanzen tragen dabei eine zunehmende Verantwortung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2009
200910 Frank Arens Ein Konzept zur Durchführung von Auslandspraktika in der Pflegeausbildung als Beitrag zur Qualitätsverbesserung des Bildungsprogramms Leonardo da Vinci
Globalisierung und Flexibilisierung verlangen zunehmend von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Bereitschaft zur Mobilität. Diese Bereitschaft soll durch das Berufsbildungsprogramm LEONARDO da Vinci bereits in der Berufsausbildung gefördert werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2009
200911 Birgit Panke-Kochinke Blended Learning in der Pflegewissenschaft – Entwurf einer hochschuldidaktischen Kultur der medialen Differenz
Die Grundlage für eine hochschuldidaktische Kultur der medialen Differenz im Rahmen von Blended Learning ist denkbar einfach: es ist die kooperative Produktion eines Textes. Kooperation in der Interaktion ist das Schlüsselwort, das ein Lernen in Blended Learning Arrangements auszeichnet. Kooperation über Texte im WWW muss eingeübt werden. Kooperation über Sprache in der face-to-face-Kommunikation ebenfalls. Die Dissonanz ist der Ansatzpunkt, der emotional und intellektuell Kooperation anregt. Projektorientierte Arbeitsweisen sind das Mittel dazu. Labilisierung der Weg. Die personale Identitätsbildung der erfahrungsgenerierende Kompetenzgewinn. Das Ergebnis ist wiederum ein Text. Er spiegelt die gelungene Kooperation wider. Der fachdidaktische Fokus eines entsprechend begründeten Modells ist dabei getragen von der Erkenntnis, dass sich eine patientenorientierte Pflege nur umsetzen lässt, wenn man sich auch auf Formen von medialer Kommunikation einlässt und um ihre Wirkung weiß. Dazu gehört auch, zu wissen, dass fragmentierte Körperlichkeit die Interaktion bestimmt und Technik ein integraler Bestandteil derselben ist. Rationale Urteilsbildung im Feld medialer Vielfalt als transferierbare Erfahrung ist so eine Grundlage für und von Empathie. Und diese kann durch die Integration von Blended Learning Konzepten in das Studium eingeübt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2009
200701 Felix Rauner Moderne Berufsbilder als Dreh- und Angelpunkt f und uuml;r die Organisation gesellschaftlicher Arbeit und die Gestaltung beruflicher Bildungsg und auml;nge
Der europ und auml;ische Integrationsprozess hat den Punkt l und auml;ngst überschritten, von dem aus es kein Zurück mehr gibt. Auch im Bildungsbereich, für den in den europ und auml;ischen Vertr und auml;gen ein Harmonisierungsverbot vereinbart wurde, schreitet die Ausgestaltung des europ und auml;ischen Bildungsraumes, allen voran die hochschulische Bildung mit dem Bologna-Prozess, mit beachtlicher Geschwindigkeit voran. Betrachtet man die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre, dann vollziehen sich die Prozesse der Internationalisierung in allen gesellschaftlichen Sph und auml;ren geradezu mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Wissenschaft, Technik, Industrie und Handel, ja sogar die Kunst, sind l und auml;ngst internationale Prozesse und Gegebenheiten. Gilt dies auch für den Bildungsbereich?
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
201003 Felix Rauner Moderne Berufsbilder als Dreh- und Angelpunkt für die Organisation gesellschaftlicher Arbeit und die Gestaltung beruflicher Bildungsgänge
Der europäische Integrationsprozess hat den Punkt längst überschritten, von dem aus es kein Zurück mehr gibt. Auch im Bildungsbereich, für den in den europäischen Verträgen ein Harmonisierungsverbot vereinbart wurde, schreitet die Ausgestaltung des europäischen Bildungsraumes, allen voran die hochschulische Bildung mit dem Bologna-Prozess, mit beachtlicher Geschwindigkeit voran. Betrachtet man die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre, dann vollziehen sich die Prozesse der Internationalisierung in allen gesellschaftlichen Sphären geradezu mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Wissenschaft, Technik, Industrie und Handel, ja sogar die Kunst, sind längst internationale Prozesse und Gegebenheiten. Gilt dies auch für den Bildungsbereich?
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2010
201006 Filiz Küçük Die Situation pflegender Familienangehöriger von an Demenz erkrankten türkischen MigrantInnen in Berlin – Eine qualitative Studie zur Versorgung im häuslichen Umfeld
Etwa 1,1 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. Dazu gehören auch hochaltrige MigrantInnen, deren Anzahl in den kommenden Jahren stark zunehmen wird. Bisher kaum untersucht ist der Umgang der Kinder demenziell erkrankter türkischer MigrantInnen mit der Pflege ihrer Angehörigen, die in der Regel im häuslichen Umfeld stattfindet. Von welcher Motivation sind diese Kinder getragen? Welche professionellen Hilfen nehmen sie in Anspruch? Was erwarten sie von unterstützenden Maßnahmen? Antworten auf diese Fragen gibt die vorliegende Studie. Die Aussagen aus sechs Interviews mit Angehörigen verdeutlichen eindrucksvoll, vor welchen großen Herausforderungen die Familienmitglieder in der Pflegesituation stehen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2010
201809 Dieter Lerner, Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Luiz, Prof. Dr.-Ing. Jonas Schild, Konstantin Wegner, Johannes Pranghofer, Andreas Franke Teambasiertes Simulationstraining in einer immersiven 3D-Virtual-Reality-Umgebung: das Projekt EPICSAVE.
In einem interdisziplinären Projektkonsortium wurde eine immersive Virtual-Reality-Simulationsumgebung in 3D für mehrere Benutzer zum Training komplexer Notfallszenarien in der Ausbildung zum Notfallsanitäter entwickelt und evaluiert. Der Beitrag stellt die didaktische Konzeption, das Evaluationsdesign und die Ergebnisse der Evaluation des ersten Prototyps vor. Die medientechnischen Aspekte werden nur dargestellt, insofern sie zum Verständnis des didaktischen Designs und des Evaluationsdesigns notwendig erscheinen. Die Ergebnisse der Evaluation mit 24 Auszubildenden in zwei Bildungseinrichtungen lieferten wichtige Hinweise für die Verbesserung der Usability, die weitere inhaltliche Ausgestaltung der virtuellen Umgebung und die folgenden Schritte für eine nachhaltige Integration in die Bildungspraxis.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 10.09.2018
201709 Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Melanie Scheerer Problemorientiertes Lernen in der Gesundheits- und Krankenpflege - eine innovative Lernmethode?
Demografische, sozialpolitische und ökonomische Veränderungen im Gesundheitswesen stellen uns vor neue Anforderungen, die bewältigt werden müssen. Aus pädagogischer Sicht liegt hier die Notwendigkeit für innovative Lehr- und Lernmethoden. Damit die künftigen Gesundheits- und Krankenpfleger in der Lage sind problemorientierte Lösungen für komplexe Situationen im interdisziplinären Team generieren zu können, gewinnt das problemorientierte Lernen an Bedeutung in den Berufsschulen. Untersucht wurde die aktuelle Anwendung von problemorientiertem Lernen (POL) in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, wobei Defizite aufgedeckt wurden und ein Fortbildungsbedarf konkretisiert wurde.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201709 Christopher Dietrich Koordinaten für eine erfolgreiche Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Pflegeausbildung. Eine kritische Positionsbestimmung zur theoretischen und berufsfelddidaktischen Annäherung
Dem Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung wird in letzter Zeit wieder vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. In Deutschland wurden 2009 die UN-Behindertenrechtskonventionen ratifiziert, aber nicht ausreichend umgesetzt. Insbesondere fällt der Übergang vom schulischen in den beruflichen Bereich schwer, da nur wenige Angebote zur Unterstützung vorliegen. Die berufsschulische Ausbildung bietet bislang nur wenig Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen an. Doch die Inklusion von Menschen mit Behinderung benötigt auch angepasste Ausbildungsmöglichkeiten. Um diese in die Curricula zu implementieren und Besonderheiten aufzuzeigen, benötigt es eine berufsfelddidaktische Analyse; um die Potenziale einschätzen zu können, eine kritische Auseinandersetzung aus der Perspektive der Pflege.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201511 Ilona Holtschmidt 10 Jahre Prozessbegleitende Lernberatung - Rückblick und Ausblick
„Unter welchen Bedingungen können Lernende ihre Lernpotenziale am besten entfalten und Lernen als Zugewinn erfahren“ gilt nach wie vor als Ausgangsfrage für die Konzeption der Lernberatung, wenn es darum geht Individuen zum Lernen zu ermutigen und ihnen Gestaltungsräume für ihr Lernen zu ermöglichen. Hinter Lernberatung verbirgt sich eine Konzeption beruflicher Erwachsenenbildung, die Antworten auf die Anforderungen des lebenslangen und selbstgesteuerten Lernens aus der Perspektive der organisierten Erwachsenenbildung gibt. Im Zentrum der didaktisch-methodischen Überlegungen steht der Lernende mit seinen Lerninteressen und seinen biografisch erworbenen Haltungen und Kompetenzen zum Lernen.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
201511 Prof. Dr. Uta Oelke „Bildung“ oder / und „Qualifizierung“? Zielkategorien pflege- und gesundheitsberuflicher Ausbildung
Im folgenden Beitrag werden zwei Zielkategorien pflege- und gesundheitsberuflicher Bildung vorgestellt. Im Zentrum der ersten Zielkategorie steht das Konzept der „(Allgemein-) Bildung“ von Wolfgang Klafki, das er auf alle pädagogischen Handlungsfelder bezogen sieht – also auch auf solche im beruflichen Bereich. Ergänzt werden seine Überlegungen durch die von Oskar Negt formulierten „gesellschaftlichen Schlüsselqualifikationen“ und die Maßstäbe, die „Bildung“ nach Hartmut von Hentig erfüllen muss. Im Fokus der zweiten Zielkategorie stehen drei unterschiedliche berufspädagogische Argumentationslinien: (1) Ausbildung mit dem Ziel der (Schlüssel-) Qualifizierung für den Arbeitsmarkt, (2) Ausbildung mit dem Ziel der Förderung von Handlungskompetenz sowie (3) Kompetenzförderung in der pflege- und gesundheitsberuflichen Ausbildung mit der besonderen Zielausrichtung auf Reflexionsfähigkeit.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
201511 Dr. Mechthild Löwenstein, Prof. Dr. Karl-Heinz Sahmel Lernportfolios und Reflexion in der Pflegeausbildung Überlegungen zum Forschungsdesign
Ein Bildungsziel der Pflegeausbildung ist es, eigenverantwortliches Handeln der Auszubildenden im Rahmen von gemeinsam gestalteten Lehr-Lern-Prozessen zu fördern. Der vorliegende Artikel beschreibt die Entwicklung eines innovativen Konzeptes zur Förderung der Lernkompetenz durch Lernportfolios in der Pflegeausbildung als Medium der Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern sowie seine wissenschaftliche Begleitung. Das auf der Grundlage von wissenschaftlichen Modellen zum selbstgesteuerten Lernen in Verbindung mit dem Portfolioansatz entwickelte Lernportfolio trägt zur erfolgreichen Verknüpfung von Erkenntnisgewinn und Praxisgestaltung bei. Dem Design-Based Research-Ansatz folgend wird der schrittweise Entwicklungs- und Forschungsprozess theoretisch und in der konkreten Umsetzung aufgezeigt. Quantitative und qualitative Forschungsmethoden geben Hinweise zu Veränderungen der Schüler- und Lehrerrolle sowie der Lernumgebung der Pflegeausbildung. Interne und externe Evaluationen kommen zu dem Ergebnis: „Lernportfolios fördern effektives Lernen, motivieren und leisten einen Beitrag zur Entwicklung von Reflexionskompetenz“.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
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Peer Review Artikel

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Verlauf von 2005 bis 2018
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
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