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Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201908 Prof. Dr. Beate Blättner, Julia Maria Glöckner Kriminalität und Gewalt von Pflegebedürftigen. Sichtweisen von Akteuren im Kontext stationärer Altenpflege
Auch Menschen mit einer kriminellen und gewalttätigen Vergangenheit können pflegebedürftig werden, ohne ihre Gewohnheiten zu verändern. Auf Basis eines realen Falls einer nicht dementiell oder psychisch erkrankten Person wurde eine Fallvignette entwickelt und sechs Pflegekräften, drei Pflegedienstleitungen sowie jeweils zwei Heimleitungen, Betreuern und Polizisten vorgelegt. Die Interviewpersonen entwickelten Strategien mit Therapie, Erziehung, Strafe oder einem Ausschluss aus der Gemeinschaft zu reagieren. Umsetzbar und mit dem professionellen Verständnis der Pflege vereinbar erschien nur die Therapie, die voraussetzt, dass die betreffende Person als krank konstruiert wird. Die Analyse der Interviews zeigt, dass derzeit keine adäquaten Strategien zum Umgang mit delinquenten Pflegebedürftigen existieren.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 27.08.2019
201903 Frauke Wiedermann, Thomas Schnittger, Dr. Julia Gockel, Antje Heckroth, Anne Mertens, Jasmin Overberg, Prof. Dr. Heinke Röbken, Prof. Dr. Martina Kadmon Evidence-based Practice in Krankenhäusern im Nordwesten Deutschlands. Status quo und Einfluss soziodemografischer Merkmale von Pflegenden auf Kenntnisse und Anwendung von EBP sowie Einstellungen gegenüber EBP
Obwohl eine Evidence-based Practice (EBP) in Deutschland seit langem gesetzlich verankert ist, wird diese immer noch unzureichend umgesetzt. Die Befragung von Pflegenden in sechs deutschen Krankenhäusern zeigt, dass weniger als die Hälfte der Pflegenden über Wissen zu EBP verfügt und noch weniger EBP in der Praxis auch anwenden. Soziodemografische Merkmale der Pflegenden wie Alter, Geschlecht, Jahre der Berufstätigkeit und Zeitpunkt der Ausbildung beeinflussen dabei sowohl Wissen und Anwendung von EBP als auch die Bewertung förderlicher und hinderlicher Faktoren zur Umsetzung von EBP in der Pflegepraxis.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 29.03.2019
201812 Erwin Gollner, Julia Stöller Interdisziplinäre Ansätze der Gesundheitsförderung zur Verbesserung der sozialen Teilhabe älterer Menschen
Der vorliegende Beitrag basiert auf einem vom Fonds Gesundes Österreich (österreichische Förderstelle für Gesundheitsförderung) geförderten Modellprojekt zur Verbesserung der sozialen Teilhabe von älteren und alten teilmobilen Menschen ab 61 Jahren, und zeigt auf, in welcher Form eine interdisziplinäre Kooperation einer Gesundheitsförderungseinrichtung mit mobilen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aussehen kann, welcher Nutzen aus dieser Kooperation für die jeweilige Einrichtung entsteht und wie die jeweiligen Fachexpertisen aus der Forschung und der Gesundheits- und Krankenpflege bestmöglich eingesetzt werden können.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 18.12.2018
201806 Mag. Julia Radlbeck, Mag. Christine Rungg, Susann Dittrich, MSc., Priv-Doz. Dr. Susanne Perkhofer Polypharmazie in der Geriatrie. Der Stellenwert von Bildung, intradisziplinärer und interprofessioneller Kommunikation des Diplompflegepersonals im Hinblick auf Prävention und PatientInnensicherheit
Polypharmazie, auch Multimedikation oder Polypharmakotherapie genannt, ist in der alternden und multimorbiden Gesellschaft der westlichen Welt ein hochaktuelles Thema. Chronische und degenerative Alterserkrankungen bedürfen einer Grundmedikation, die bei akuten Krankheiten oder Unfällen erweitert werden muss. Ab einer Einnahme von 5-8 Arzneimitteln pro Tag ist das Zusammenspiel von Neben- und Wechselwirkungen unklar. Zudem haben geriatrische PatientInnen einen veränderten Stoffwechsel in Bezug auf Pharmakokinetik und -dynamik, was die Therapie ineffizient und intransparent macht. Es wurden mittlerweile verschiedene Hilfsmittel für ÄrztInnen entwickelt, die den Umgang mit Polypharmazie in der Praxis erleichtern, für Diplompflegepersonal ist dieses Handling noch weiter ausbaufähig.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 08.06.2018
201512 Julia Söhngen, Nicole Ruppert, Prof. Dr. Wilfried Schnepp Vereinbarkeit von Angehörigenpflege und Beruf – Doppelbelastung oder Chance?
Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den belastenden und entlastenden Faktoren, die bei dem Versuch auftreten, Angehörigenpflege und Beruf miteinander zu vereinbaren. Dabei wird die Erkenntnis, dass die Kombination von Angehörigenpflege und Beruf nicht allein belastende Auswirkungen hat, sondern sich in bestimmten Konstellationen durchaus entlastend auf die Situation der pflegenden Angehörigen auswirken kann, erst seit kurzem wissenschaftlich thematisiert. Hier knüpft der vorliegende Artikel an und beschreibt die belastenden und auch die entlastenden Faktoren, die sich aus der Gleichzeitigkeit von Angehörigenpflege und Beruf ergeben. Dabei werden in erster Linie die Faktoren herausgearbeitet, die sich auf einzelne berufstätige Pflegende als be- oder entlastend auswirken können. Anschließend werden unterschiedliche Maßnahmen vorgestellt, die aus Sicht der berufstätigen, pflegenden Angehörigen in dieser oftmals außergewöhnlich belastenden Situation Erleichterung verschaffen können.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 18.12.2015
201410 Julia Süß Wissen in der Pflege managen
Die Implementierung von Evidence-based Nursing in die professionelle Pflegepraxis zur Gestaltung eines Theorie-Praxis-Transfers ist für deutsche Krankenhäuser bis dato wenig beforscht im Gegensatz zu anderen, vor allem den angloamerikanischen, Ländern (vgl. Panfil 2005; vgl. Behrens, Langer 2010b; vgl. Meyer, Köpke 2012). Es fehlt vor allem an wissenschaftlichen Befunden zu Konzepten oder auch Konzeptevalua- tionen (vgl. Schilder 2010). Unabhängig davon wird der Nutzen des Evidence-based Nursing nicht bestritten (vgl. Behrens, Langer 2010b; vgl. Ludwig, Schäfer 2011; vgl. Solomons, Spross 2011; vgl. Meyer, Köpke 2012). Diesem Desiderat soll der vorliegende Artikel konzeptionell begegnen. Mit Hilfe der Implementierung eines Wissensmanagementmodells kann die Umsetzung des Evidence-based Nursing in einer Akut- klinik unterstützt werden. Dabei ist es möglich, eine pflegewissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Methode miteinander so zu kombinieren, dass aktuelles Wissen für den Pflegebereich nutzbar gemacht werden kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2014
201307 Ute Maurer, Nicole Sibyl, Bernadette Wolfinger, Julia Sommer, Rouven Schulz, Stefan Traint Arbeitsmarktanalyse im Tätigkeitsfeld Biomedizinische Analytik
Die Überführung der verschulten Ausbildungen diverser MTD-Berufe in Fachhochschulstudiengänge stellt einen großen Umbruch innerhalb dieses Sektors dar. Besonders deutlich zeigt sich dies durch die Bildungsmöglichkeiten auf akademischer Ebene, bestehend aus Bachelor-, Master- und Doktorats/PhD-Studium. Speziell im Bereich der Biomedizinischen Analytik wird dadurch eine Erweiterung des Tätigkeitsfeldes begünstigt. Ziel dieser Studie ist es, die am derzeitigen Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationsanforderungen und Kompetenzen zu identifizieren und hinsichtlich der Ausbildungsinhalte des FH Curriculums zu vergleichen. Zudem erfolgt eine Bezugnahme auf das laut FH-MTD-Gesetz vorgeschriebeneAnforderungsprofil. Der Schwerpunkt dieser Untersuchung widmet sich der Frage, inwieweit sich Auswirkungen des Strukturwandels auf den Arbeitsmarkt in der Biomedizinischen Analytik zeigen bzw. gemäß welchen Anforderungen das Ausbildungssystem anzupassen wäre.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2013
201301 Tom Schaal, Tonio Schönfelder, Julia Fritz, Jörg Klewer, Joachim Kugler Pflegenoten als Wettbewerbsparameter im deutschen Gesundheitssystem
Die Qualität von Dienstleistungen kann als Wettbewerbsvorteil verstanden werden, wenn sich diese im Vergleich zu Mitbewerbern unterscheidet. In Deutschland findet vor dem Hintergrund einer Transparenzförderung seit dem Jahr 2009 eine Qualitätseinschätzung von Pflegeeinrichtungen im Sinne einer Benotung statt, deren Ergebnisse veröffentlicht werden. Im Rahmen dieser Untersuchung sollte untersucht werden, ob Qualitätsverbesserungen im zeitlichen Verlauf innerhalb von vier Bewertungsbereichen und einer daraus gebildeten Gesamtnote aufgrund der jährlichen Überprüfungen vorlagen und inwiefern sich die Qualitätsergebnisse in Abhängigkeit der Trägerschaft bzw. in Bezug zum Bundeslanddurchschnittswert unterschieden. In die Analyse wurden 236 Prüfungsergebnisse von Pflegeeinrichtungen des Direktionsbezirkes Dresden aus den Jahren 2009 bis 2011 eingeschlossen. Unter Anwendung nicht-parametrischer Tests wurden statistisch signifikante Unterschiede in verschiedenen Bewertungsbereichen festgestellt. Zwischen kommunal, freigemeinnützig und privat geführten Pflegeheimen bestanden keine statistisch signifikanten Qualitätsunterschiede. Der Bundeslanddurchschnittswert war begrenzt als Vergleichsinstrument geeignet, wenngleich keine statistisch signifikanten Abweichungen zu diesem zwischen einzelnen Einrichtungen vorlagen. Die veröffentlichten Ergebnisse ließen nicht erkennen, dass sich einzelne Dienstleister im zeitlichen Verlauf qualitativ verbessert oder verschlechtert hatten. Dies zeigt, dass die Pflegenoten noch nicht umfassend als Marketinginstrument genutzt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2013
201209 Julia Berendt, Beate Mitzscherlich, Daniel Behrendt Pflege im Zeitalter der Informationstechnologie - Eine empirische Untersuchung zu den Möglichkeiten der Etablierung des Berufsbildes Pflegeinformatik
Die Informationstechnologie (IT) in Krankenhäusern hat in den vergangenen Jahren eine dynamische Entwicklung erfahren. Folgen sind hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit klinischer IT-Systeme, an eine zeit- und bedarfsgerechte Bereitstellung von Daten und Informationen sowie an den Datenschutz. Für das daraus resultierende Arbeitsfeld etabliert sich derzeit eine wegbereitende Berufsgruppe, die über pflegerische Berufserfahrung verfügt. Doch mit welcher Intention treten Personen aus der Pflege in den IT-Bereich? In welchem Aktionsfeld bewegen sie sich und inwieweit sind sie dafür qualifiziert? Welche Akzeptanz erfahren sie im Spannungsfeld zwischen Pflege und Informatik und wo positionieren sie sich? Aber vor allem, inwieweit wird gegenwärtig zur Professionalisierung der Pflege durch den IT-Einsatz beigetragen? Um diese Fragen zu beantworten und Gestaltungs- sowie Innovationspotenzial für die Pflege offenzulegen, wurde eine erste qualitative Interviewerhebung durchgeführt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2012
201111 Anne Schmitt Übertragung und Gegenübertragung in der Kinderkrankenpflege
Beratung war und ist originärer Bestandteil pflegerischer Leistungen in der Kinderkrankenpflege. Diese Beratungstätigkeit kann im psychologischen Kontext in Abhängigkeit zu Konzepten der Psychoanalyse differenziert werden. Diese Arbeit geht auf der Grundlage vorliegender Literatur dem Aspekt nach, wie sich Beratung in der Kinderkrankenpflege im psychoanalytischen Bereich der Phänomene „Übertragung und Gegenübertragung“ verorten lässt. Es wird der Frage im berufspolitischen, pflegetheoretischen und konzeptuellen Kontext sowie in Bezug auf das erforderliche Kompetenz- und Qualifikationsniveau nachgegangen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2011
200201 Dr. Bettina Schmidt Organisationskultur im Wandel - von der krankenhauszentrierten zur gemeindenahen integrierten Versorgung
Die Gesundheitsversorgung der vergangenen Dekaden war maßgeblich auf die medizinische Behandlung im Krankenhaus ausgerichtet. Der anhaltende Kostendruck im Gesundheitswesen, ebenso der Mangel an Flexibilität, auf die sich ändernden Gesundheitsbedürfnisse adäquat zu reagieren, hat den Gesetzgeber zum Handeln veranlasst, mit weitreichenden Konsequenzen für die Medizin und Pflege sowie die Träger von Gesundheitseinrichtungen. Um den vielfältigen Anforderungen im Gesundheitssektor gerecht zu werden, etablierten sich in den vergangenen Jahren eine Fülle von Institutionen und Einrichtungen, mit dem Ziel, ergänzend zur stationären Versorgung eine ambulante Behandlung und häusliche Pflege sicherzustellen. Eine übergreifende Vernetzung zur integrierten Versorgung, bei der sich Krankenhäuser, ambulante Dienste und niedergelassene Ärzte zusammenfinden und sinnvoll ergänzen, ist bisher nur vereinzelt realisiert worden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2002
200301 Muna Hauck, Bernd Räpple Problem-based Learning mit Siebensprung – eine Methode für webbasierte Kollaboration?
Das Problem-based Learning wird im neuen Curriculum der Pflegeausbildung am Ausbildungszentrum Insel in Bern voraussichtlich einen zentralen Platz einnehmen. Zur Umsetzung wird hierzu unter anderem die Siebensprung- Problemlösungsmethode angewendet werden. Bereits heute stellt sich die Frage, ob diese Methode sich ausschliesslich in Präsenzveranstaltungen bewährt oder ob sie mittels Methodenmodifizierung auch eine Eignung für die Neuen Lerntechnologien darstellt. Zwei Pilotprojekte untersuchten die Frage, wieweit sich mittels webbasierter Kollaboration ein Problem-based Learning realisieren lässt. Die Pilotprojekte wurden mit der professionellen BSCW-Software technisch umgesetzt. Mittels dieser Software können autorisierte Benutzerinnen und Benutzer von jedem Interneteinwahlknoten auf das Lern- und Arbeitsforum zugreifen. Die Erfahrungen mit den Pilotprojekten ermuntern das Weiterführen einer webbasierten Kollaboration als wertvolle Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen. Die wichtigsten Vorzüge des problem-based Learnings in webbasierter Kollaboration sind: Intensivere Auseinandersetzung mit Thema und Methodik, Beizugsmöglichkeit von externen Expertinnen und Experten, freie Arbeitseinteilung von Lernenden und Tutorinnen
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2003
200302 Louisa Zupan-Sebos „Wenn eins und eins mehr als zwei gibt“ Ein Forumtheaterstück zur Theorie-Praxis-Thematik
Forumtheater ist eine Theatermethode, bei der am Graben zwischen Publikumsraum und Bühnenraum mit dem Ziel gearbeitet wird, diesen zu überwinden. Mit der Darstellung Variationen zwischenmenschlicher oder sozialpolitischer Konfliktbereiche wird ein Dialog aufgebaut und durch Debattieren werden Lösungsansätze erarbeitet, die nicht auf der Grundlage einer Ideologie entwickelt werden, sondern aus dem Kontext des betroffenen Forums. Die Entstehungsgeschichte des Stückes wird erläutert, um einen Einblick in dieses Schaffen zu ermöglichen. „Wenn eins und eins mehr als zwei gibt I und II“ werden mit der Absicht vorgestellt, Forumtheater genauer zu erläutern, von der Aktion in Lernwelten 2002 zu berichten, aber auch, um anhand des Stückes verschiedene Aspekte rund um die Methode Forumtheater zu explorieren. Kurt Lewin (1870-1947) war der Wegbereiter partizipativ gesteuerter Veränderungsprozesse und eröffnete mit seinen Forderungen und seinem Konzept der Aktionsforschung ein Feld, auf dem Paolo Freire mit seiner Pädagogik der Unterdrückten aufbauen konnte. Augusto Boal entwickelte Theatermethoden, mit welchen die Thematik der Unterdrückung aufgenommen wird. Die Befreiung des Volkes, des Forums, ist bis heute sein Ziel und beginnt im Theater, deshalb soll das Publikum den Graben zwischen Zuschauerraum und Bühnenraum überwinden, die Bühne selbst betreten, die Veränderungsvorschläge selber in die Hand nehmen. Die Zuschauspieler/innen werden sensibilisiert, ja sensibilisieren sich selbst, sie steigen aus der Apathie, welche Unterdrückung auslöst, heraus, um schließlich ihre Zivilcourage und Autonomie wieder zu entdecken. Forumtheater beruht auf dem Prinzip des Rollentausches, Veränderungsvorschläge werden nicht in theoretischer Weise vom Publikumsplatz vorgeschlagen, sondern in der Rolle selbst auf Realitätstauglichkeit geprüft. „In den Schuhen des anderen gehen“, ganz im Sinne des Schöpfers des Psychodramas: Jacob Levi Moreno
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2003
200410 Martin Knoll, Julia Okpara-Hofmann, Marianne Borneff-Lipp Nosokomiale Infektionen bei hämatologisch-onkologischen Patienten
Das Auftreten von Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE) auf einer hämatologisch- onkologischen Station eines Universitätsklinikums gab Anlass zu der vorliegenden prospektiven klinischen Interventionsstudie. Ziel der Studie war zu testen, ob hygienisch-infektiologische Interventionen, wie z.B. die Implementierung von Frühwarn- und Kontrollsystemen im Rahmen der Qualitätssicherung, das Auftreten von VRE eindämmen. Die Studie umfasste einen Zeitraum von 4 Jahren und 7 Monaten und konnte im Dezember 2003 abgeschlossen werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2004
200510 Helga Duschl, Angelika Dreßler, Julia Rahn Die Kinderkrankenpflege in der integrierten Pflegeausbildung
Seit ca. 100 Jahren ist die Kinderkrankenpflege ein eigenständiger Bereich in der Pflege. Bereits im 18. Jahrhundert hatten Ärzte mit Veröffentlichungen über Kinderkrankheiten den Grundstein für das Fachgebiet Pädiatrie1 gelegt, erste Kinderkrankenhäuser wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und bedürfen deshalb einer besonderen Behandlung und Pflege. Diese Überzeugung war nicht nur der Anfang einer kinderspezifischen medizinischen Versorgung, sondern auch der Anfang der beruflichen Kinderkrankenpflege als notwendige Spezialisierung. Seit einigen Jahren wird bereits in unterschiedlichen Modellversuchen integriert/integrativ2 ausgebildet, das heißt, Kinderkrankenschwestern, Krankenschwestern und Altenpflegerinnen erhalten eine gemeinsame Grundausbildung und spezialisieren sich erst in der zweiten Hälfte oder im letzten Abschnitt ihrer Ausbildung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2005
200705 Winfried Zapp, Julia Oswald, Silja Otten Forschungsprojekt: Konzeption und Gestaltung einer Qualitätskostenrechnung für die Stationäre Altenhilfe
Als Konsequenz für die zunehmenden Qualitätsanforderungen in der Stationären Altenhilfe treffen die Einrichtungen auf einen Qualitätswettbewerb, welcher eine gezielte Lenkung von Qualitätsmaßnahmen der Einrichtungsleitung unerlässlich macht. In Zeiten knapper Kassen ist eine genaue Kenntnis der Kosten und Leistungen, insbesondere auch der Kosten der Qualität, für eine wirtschaftliche Unternehmungsführung unentbehrlich. Zudem sollten die Einrichtungen überzeugende Argumente gegenüber den Pflegekassen parat halten. Dieser Problembereich wird zurzeit an der Fachhochschule Osnabrück – Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Winfried Zapp näher untersucht. Das Forschungsprojekt „Konzeption und Gestaltung einer Qualitätskostenrechnung für die Stationäre Altenhilfe“ wird von der Arbeitsgruppe Innovative Projekte beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen (AGIP) finanziert und von mehreren Projektpartnern sowie Experten unterstützt. Die Qualitätskostenrechnung als führungsorientiertes Controllinginstrument dient nicht nur allein der Abrechnung und Dokumentation. Sie ist als ein Informationssystem zu verstehen, das aufgrund der exakten Erfassung, Aufschlüsselung und Analyse sämtlicher qualitätsrelevanter Kosten eine Qualitätslenkung unter Wirtschaftlichkeitsaspekten ermöglicht. Mittels empirisch gewonnener Daten wird eine Qualitätskostenrechnung konzipiert, welche in die Kosten- und Leistungsrechnung der Einrichtungen der Stationären Altenhilfe integriert werden kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2007
200707 Beate Stiller Die Forschungswerkstatt als Lernarrangement des forschenden Lernens im Fachhochschulstudium ‚Bachelor of Science’ für Gesundheitsfachberufe
Forschungsprozesse mit Forschungsneulingen zu initiieren ist eine neue Herausforderung für die Hochschuldidaktik. In diesem Artikel wird eine Forschungswerkstatt als ein Lernarrangement für forschendes Lernen mit Studierenden der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie vorgestellt. Die Lernmöglichkeiten im Werkstatt-Setting unterscheiden sich zu denen der meisten Hochschulseminare: Sie sind weit reichender, weil sie das Lösen komplexer Probleme und Gruppenprozesse fokussieren. Das Hauptziel ist, die Studierenden in die Lage zu versetzen, komplexe Probleme ihrer Berufspraxis zu bewältigen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2007
200807 Gudrun Piechotta, Jessica Pehlke-Milde Die Anrechnung von berufsbezogenen Kompetenzen im Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Pflegemanagement an der Alice-Salomon Fachhochschule Berlin. Das Modul „Berufsbezogene Reflexion“
Die Alice-Salomon-Fachhochschule (ASFH) in Berlin hat sich frühzeitig auf den Weg gemacht, den Bologna-Prozess umzusetzen. Mittlerweile sind alle Studiengänge modularisiert und auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt, die Diplomstudiengänge laufen in Kürze aus. Im Rahmen der Umstellung des achtsemestrigen Diplom-Studienganges Pflege/Pflegemanagement zu einem sechssemestrigen Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Pflegemanagement, entschied man sich für eine modifizierte Beibehaltung der Zugangsvoraussetzungen. So wurde unter anderem die Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Heilerziehungspflege und im Hebammenwesen als Voraussetzung für eine Immatrikulation beibehalten. Aber: Ein Teil der in dieser beruflichen Erstausbildung erworbenen Kompetenzen wird im Rahmen des Moduls „Berufsbezogene Reflexion“ in einem Portfolioverfahren hinsichtlich ihres Niveaus und des Inhalts überprüft und bei Bestehen der Modulprüfung mit Credits auf den Bachelor-Studiengang angerechnet.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2008
200701 Martin Gieseke Ein Lernbegleitbuch zur Sicherung der praktischen Pflegeausbildung – Entwicklung, Gestalt, Inhalte, fachdidaktische Ausrichtung
Die aktuelle Situation der praktischen Pflegeausbildungen in Deutschland erfordert eine kritische Überprüfung der bisherigen Vorgehensweisen und die Entwicklung von Instrumenten, welche ein annehmbares Qualitätsniveau in der praktischen Ausbildung schaffen und sichern können. Diese Herausforderung wurde von acht bayerischen Berufsfachschulen für Pflegeberufe angenommen, die gemeinsam ein Lernbegleitbuch (LBB) zur Sicherung der praktischen Pflegeausbildung entwickelten. Grundlagen des LBB sind definierte Ausbildungsstandards, die Interaktionistische Pflegedidaktik von Darmann-Finck, strukturierte Reflexion von fachlichem Handeln, Unterstützung des selbstgesteuerten Lernens und die kontinuierliche Dokumentation von Kompetenzentwicklung und Ausbildungsaktivitäten. In diesem Artikel werden die Entwicklung, die wesentlichen Elemente sowie die Vorgehensweise zur Einführung des LBB vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200902 Winfried Zapp, Julia Oswald, Silja Otten Qualitätskostenrechnung für die Stationäre Altenhilfe – Ergebnisse der empirischen Untersuchung
Als Konsequenz für die zunehmenden Qualitätsanforderungen in der Stationären Altenhilfe treffen die Einrichtungen auf einen Qualitätswettbewerb, welcher eine gezielte Lenkung von Qualitätsmaßnahmen der Einrichtungsleitung unerlässlich macht. In Zeiten knapper Kassen ist eine genaue Kenntnis der Kosten und Leistungen, insbesondere auch der Kosten der Qualität, für eine wirtschaftliche Unternehmungsführung unentbehrlich. Zudem sollten die Einrichtungen überzeugende Argumente gegenüber den Pflegekassen parat halten. Dieser Problembereich wurde an der Fachhochschule Osnabrück – Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – unter der Wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Winfried Zapp näher untersucht. Das Forschungsprojekt „Konzeption und Gestaltung einer Qualitätskostenrechnung für die Stationäre Altenhilfe“ wurde von der Arbeitsgruppe Innovative Projekte beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen (AGIP) finanziert und von mehreren Projektpartnern sowie Experten unterstützt. Die Qualitätskostenrechnung als führungsorientiertes Controllinginstrument dient nicht nur allein der Abrechnung und Dokumentation. Sie ist als ein Informationssystem zu verstehen, das aufgrund der exakten Erfassung, Aufschlüsselung und Analyse sämtlicher qualitätsrelevanter Kosten eine Qualitätslenkung unter Wirtschaftlichkeitsaspekten ermöglicht.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2009
200909 Martin Gieseke Ein Lernbegleitbuch zur Sicherung der praktischen Pflegeausbildung – Entwicklung, Gestalt, Inhalte, fachdidaktische Ausrichtung
Die aktuelle Situation der praktischen Pflegeausbildungen in Deutschland erfordert eine kritische Überprüfung der bisherigen Vorgehensweisen und die Entwicklung von Instrumenten, welche ein annehmbares Qualitätsniveau in der praktischen Ausbildung schaffen und sichern können. Diese Herausforderung wurde von acht bayerischen Berufsfachschulen für Pflegeberufe angenommen, die gemeinsam ein Lernbegleitbuch (LBB) zur Sicherung der praktischen Pflegeausbildung entwickelten. Grundlagen des LBB sind definierte Ausbildungsstandards, die Interaktionistische Pflegedidaktik von Darmann-Finck, strukturierte Reflexion von fachlichem Handeln, Unterstützung des selbstgesteuerten Lernens und die kontinuierliche Dokumentation von Kompetenzentwicklung und Ausbildungsaktivitäten. In diesem Artikel werden die Entwicklung, die wesentlichen Elemente sowie die Vorgehensweise zur Einführung des LBB vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2009
201903 Michèl Süßmilch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Prof. Dr. Julia Göhler Eine qualitative Studie zur Exploration interprofessioneller und interkultureller Problemfelder als Grundlage eines Fortbildungskonzeptes für Lehrkräfte
Ziel der Studie ist es, typische interkulturelle und interprofessionelle Konfliktsituationen in der Notfallaufnahme zu erfassen, um einen auf diesen authentischen Problemlagen aufbauenden Lehrerworkshop zur Sensibilisierung einer differenzierten Haltung zu konzipieren. Die dafür durchgeführten 12 halbstandardisierten Interviews wurden inhaltsanalytisch ausgewertet und zeigen, dass es an Sprachbarrieren, interkulturellen Haltungs- und Problemmustern (z. B. negative Emotionen und Ablehnung gegenüber bestimmten Patientengruppen, Verantwortungsdelegation) sowie an den sich daraus ergebenden neuen Herausforderungen in der interprofessionellen Zusammenarbeit zu arbeiten gilt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 03
vom 08.03.2019
201709 Liane Grube, Sebastian Koch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern Handlungsorientierte Ausbildung in der Praxis der Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten
Schülerstationen sind ein geeignetes Konzept zur Verzahnung von Theorie und Praxis und zur Förderung der Handlungskompetenz (HK) in der Pflegeausbildung. Auszubildenden leiten dabei eine Station und arbeiten autonom. Die Förderung von HK ist ebenso Ziel der Ausbildung zum Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten (ATA/OTA). Die Messung und Förderung der HK mittels einer Schülerstation in der Pflege wurde in der vorliegenden Arbeit durch eine Literaturrecherche eruiert und Handlungsempfehlungen zur Durchführung des Projektes in der ATA/OTA Ausbildung entwickelt. Im Ergebnis zeigte sich, dass bei der Kompetenzerfassung die Evaluation im Vordergrund steht. Ein geeignetes empirisch fundiertes Kompetenzmessinstrument konnte in der Recherche nicht ermittelt werden. Die verstärkte Anwendung von Maßnahmen für den Theorie-Praxis-Transfer lässt auf die Förderung von Handlungskompetenz schließen. Es konnten Handlungsempfehlungen für die Durchführung dieses Projektes in der ATA/OTA-Ausbildung und damit die Möglichkeit zur Förderung von Handlungskompetenz entwickelt werden.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201610 Lisa Luft, Melanie Schmidt, Prof. Dr. Ulrike Schulze Verknüpfung von beruflicher und akademischer Pflegebildung. Hochschulen in der attraktiven Funktion als Mittler zwischen akademischer und beruflicher Bildung
Im Rahmen des Projektes „MainCareer – Offene Hochschule“ wurden an der Frankfurt University of Applied Sciences durch die Konzipierung von Unterstützungsangeboten sowie die Möglichkeit der pauschalen Anrechnung wichtige Schritte abgeschlossen, um den grundständigen Bachelor-Studiengang Pflege (B. Sc.) stärker mit der beruflichen Bildung zu verknüpfen. Im folgenden Beitrag wird beschrieben, wie sich der Weg hin zu einem pauschalen Anrechnungsverfahren gestaltete und welche Erfahrungen im Projekt gesammelt wurden. Das Projekt wurde in der ersten Förderphase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert und ist in den Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ eingebettet.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 10
vom 10.10.2016
201610 Christina Hemberger, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern Praxisorientierte und interprofessionelle Lehre in der Medizinpädagogik
Angesichts der aktuellen Diskussion zur Förderung praxisbezogener Kompetenzen in der Lehrerbildung, wird der Kompetenzerwerb von Studierenden durch eine interprofessionelle Praxislerngelegenheit untersucht. Basierend auf den Standards der KMK (2 4) wurde mittels einer subjektiven Kompetenzselbsteinschätzung von Studierenden vor und nach einer praktischen Lerngelegenheit der pädagogische Kompetenzerwerb im Bereich „Unterrichten“ ermittelt. Dabei konnte ein Kompetenzzuwachs gezeigt und die Annahmen der Bedeutsamkeit praktischer Lerngelegenheiten in der Lehrerbildung bestätigt werden. Mögliche Einflüsse durch berufliche Vorerfahrungen werden hierbei diskutiert.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 10
vom 10.10.2016
Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau

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Peer Review Artikel

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Verlauf von 2005 bis 2018
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
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