hps

Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201812 Miriam Peters, Katharina Ley, Manfred Hülsken-Giesler Learning Analytics in der Pflegebildung. Kompetenzmessung im Mixed Method-Design
Der Beitrag diskutiert die Einbindung von digitalen analytischen Verfahren zur Lernstandsbestimmung, sogenannten Learning Analytics, in realitätsnahe Fallsimulationen im Rahmen von digital gestützten Lernspielen. Möglichkeiten des Learning Analytics werden am Beispiel eines Serious Game für Kontexte der Pflegebildung zur Diskussion gestellt, das im Handlungsfeld der stationären Altenpflege verortet und in Arbeitszusammenhängen des BMBF-geförderten Forschungsprojektes Game Based Learning in Nursing – Spielerisch Lernen in authentischen, digitalen Pflegesimulationen (GaBaLEARN) entstanden ist. Der Beitrag konzentriert sich auf Fragen der konzeptionellen Begründung von Learning Analytics als Grundlage der Kompetenzmessung in der Pflege.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 18.12.2018
201808 Daniel Koch, MScN; Antoinette Conca, MScN; Katharina Regez; Prof. Dr. med. Philipp Schuetz; Dr. med. Alexander Kutz; Prof. Dr. med. Beat Mueller Integrierte und interprofessionelle Verbesserung der Patientenbetreuung - das In-HospiTOOL Projekt
Sieben Akutspitäler integrieren neu interprofessionell entwickelte Instrumente im Klinikinformationssystem, um die Behandlung und Austrittsplanung bei rund 30`000 Patienten zu optimieren. Hierzu dokumentieren Pflege-, Arzt- und Sozialdienst ihre jeweiligen Einschätzungen zur Stabilität, Selbstständigkeit respektive Organisationsfortschritt und erfassen systematisch die den Behandlungsprozess verzögernden Faktoren. Die Pflegefachperson wird in ihrer Einschätzung zusätzlich durch die Screening-Instrumente „Post-Acute Care Discharge Score“ (PACD), „Selbstpflegeindex“ (SPI) sowie durch die dokumentierten Austrittsvorstellungen des Patienten und dessen Angehörigen unterstützt. Mittels strukturierter 30 Tage Interviews werden patientenzentrierte Qualitätsindikatoren nach Spitalaufenthalt erfasst.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 28.08.2018
201603 Sulin Bänziger, Anna Hegedüs, Christian Burr, Katharina Glavanovits, Ian Needham, Christoph Abderhalden (†), Dr. Eva Cignacco Einsatz des Gesundheitsförderungsprofils Psychiatrie GEPPSY zur Erhebung körperlicher Gesundheitsrisiken von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen im ambulanten Setting
Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen haben häufig körperliche Gesundheitsrisiken, die jedoch selten diagnostiziert und behandelt werden. Das Ziel dieser Studie ist die Erhebung der Prävalenz körperlicher Gesundheitsrisiken bei ambulant behandelten Patientinnen und Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen und die Erfassung der durchgeführten Pflegeinterventionen. Es wurden 146 Personen mit der Diagnose Schizophrenie oder Affektive Störung mittels des Gesundheitsförderungsprofils Psychiatrie (GEPPSY) befragt. Die häufigsten körperlichen Risiken zeigten sich in den Gesundheitskriterien „Bauchumfang“ (78%), „Lipide“ (76%), „Body Maß Index“ (70%) und „Rauchen“ (61%). In nur 13 von 27 Kriterien erhielt mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten mit einem Risiko eine Intervention. Die beträchtliche Anzahl an Gesundheitsrisiken bestätigte, dass die somatischen Probleme und Folgeerkrankungen psychischer Krankheiten systematisch untersucht und behandelt werden müssen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 23.03.2016
201601 Lisa Katharina Steinkellner „Mehr als nur müde sein“. Erleben von Fatigue und der Umgang onkologischer Patienten mit diesem Begleitsymptom
Bei onkologischen Patienten stellt Fatigue eines der häufigsten unerwünschten Begleitsymptome im Zusammenhang mit Krebserkrankungen und deren Behandlung dar. Fatigue ist eine subjektive Erfahrung, die als erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität gesehen wird. Das Ziel dieser Literaturarbeit mit qualitativem Forschungsansatz ist die Darstellung des Erlebens von Fatigue und des Umgangs ontologischer Patienten mit diesem Begleitsymptom. Mit Hilfe einer Literaturrecherche konnten 14 Studien mit qualitativen Forschungsansätzen identifiziert werden. Fatigue wird als ein ausgeprägtes Gefühl der Erschöpfung erfahren, das in alle Lebensbereiche negativ eingreift. Es entsteht für Betroffene ein Erleben auf körperlicher, mentaler, emotionaler, sozialer und spiritueller Ebene. Trotz unzureichender Information zu Fatigue vom Gesundheitspersonal, verwenden Betroffene individuelle Strategien im Umgang mit Fatigue. Es zeigt sich eine Notwendigkeit im Erkennen und Bewältigen von Fatigue bei onkologischen Patienten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 27.01.2016
201512 Antoinette Conca Erfassung eines Nachakutpflegebedarf bei hospitalisierten, medizinischen Patienten durch die „Post-Acute Care Discharge scores“ (PACD)
Für eine proaktive und effektive Austrittsplanung ist die frühe, systematische biopsychosoziale Einschätzung von älteren Patienten im Akutspital notwendig, um Risikopatienten für einen Nachakutpflegebedarf zu identifizieren. Diese Untersuchung hatte zum Ziel, die Eignung, der in Genf entwickelten „Post Acute Care Discharge“ (PACD) Scores, angepasst für den Einsatz im Kantonsspital Aarau, als Screeninginstrumente bei ausgewählten Patienten der medizinischen Universitätsklinik zu untersuchen. Bei 308 Patienten mit Harnwegsinfekten, Stürzen, Synkopen oder Herzinsuffizienz, die von zu Hause ins Spital eintraten, erreichten der PACD (Tag 1) ? 8 eine Sensitivität von 90% und Spezifität von 62% bzw. der PACD (Tag 3) ? 8 eine Sensitivität von 80% und eine Spezifität von 60% für einen Nachakutpflegebedarf. Die PACDs als Screeninginstrumente erkennen frühzeitig Risikopatienten und unterstützen so eine strukturierte, interdisziplinäre, patientenzentrierte Situationsanalyse und Maßnahmenplanung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 07.12.2015
201507 Eckart Hammer Unterschätzt: Männer in der Angehörigenpflege. Männer als Pflegende / Angehörigenpflege / Belastungen und Bewältigung
Der Beitrag basiert auf 25 Interviews mit überwiegend älteren Männern in der Betreuung und Pflege von Angehörigen und einer Sichtung anderer Studien. Er zeigt, dass die Pflegeleistung von Männern in der Angehörigenpflege sowohl quantitativ als auch qualitativ meist unterschätzt, bagatellisiert oder übersehen wird. Mehr als ein Drittel aller betreuenden und pflegenden Angehörigen sind Männer, die ihre Aufgaben zumeist in einer guten Kombination von caring for and caring about bewältigen. Die Studie zeigt die subjektive Wirklichkeitssicht der Männer, ihr Erleben und die Ausgestaltung ihrer Pflegerolle. Bei der Bewältigung des wachsenden Pflegenotstandes wird es maßgeblich darauf ankommen, Männer in ihrer quantitativen Bedeutung und spezifischen Leistungsfähigkeit sichtbar zu machen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 30.07.2015
201505 Gabriele Bales, M. Sc., Prof. Dr. Olaf Scupin, Katharina Rädel-Ablass, Dipl.-Pflegew. Die Effektivität von Therapeutic Touch im klinischen Bereich. Eine Literaturanalyse
Therapeutic Touch (TT) ist eine komplementäre Pflegeintervention zur Unterstützung allopathischer Behandlungen von chronischen und degenerativen Erkrankungen sowie nach postoperativen Eingriffen und wird zunehmend in medizinischen Einrichtungen im angloamerikanischen Raum integriert. Es gibt viele Studien, Reviews und Metaanalysen zur Effektivität von TT. Allerdings fehlt bisher im klinischen Bereich eine systematische und exploratorische Analyse und aufgrund dessen wurde den folgenden Forschungsfragen nachgegangen: In welchen klinischen Bereichen wurde TT bisher als unterstützende, komplementäre Pflegeintervention genutzt? Welche Effektivität zeigte sich durch die Anwendung dieser unterstützenden energetischen Pflegeintervention in diesen Bereichen? Inwieweit können diese Ergebnisse als Grundlage zur Implementierung von TT als komplementäre Pflegeintervention im klinischen Bereich in Deutschland dienen? Es konnten 13 Studien, welche den Ein- und Ausschlusskriterien der systematischen, exploratorischen Analyse entsprachen, aufgenommen werden. Diese sind allesamt Interventionsstudie; hinsichtlich der Kontrollkonditionen, der Art und Anzahl der Anwendungen von TT, der Anzahl der Studienteilnehmer und der Expertise der TT-Therapeuten weisen sie eine große Heterogenität auf. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die untersuchten Interventionsstudien mehrheitlich positive Ergebnisse hinsichtlich der Effektivität von TT im klinischen Bereich zeigen. Die Anwendung eines einheitlichen und den wissenschaftlichen Maßstäben entsprechendem Bewertungsschemas (JADAD Score und Bewertungsinstrument des Ludwig Boltz Instituts), stellen diese positiven Ergebnisse in Frage. Erkenntnisse aus Biophysik und Biophotonenforschung weisen hingegen auf ein Paradigma hin, das die Grundannahmen bioenergetischen Methoden wie auch TT bestätigt und damit eine Basisgrundlage energetischer Biofeldmethoden initiiert. Es kommen berechtigte Zweifel auf, dass randomisiert kontrollierte Studien als Effektivitätsnachweis von energetischen Biofeldtherapien und damit für TT als geeignet angesehen werden können. Die Ergebnisse legen nahe, dass Biofeldtherapien wie TT ein enormes Potential bergen. Notwendig erscheint, diese potentiellen Möglichkeiten für den Pflegebereich zu überprüfen und gegebenenfalls für Patienten im klinischen Bereich und darüber hinaus nutzbar zu machen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 28.05.2015
201501 Nino Chikhradze, Dr. Jörg große Schlarmann, Prof. Dr. Andreas Büscher, Prof. Dr. Wilfried Schnepp Auswirkung einer fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung auf die Familie
Familienmitglieder sind zwar mit der fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung von Frauen konfrontiert, jedoch sind sie auf andere Art und Weise betroffen, als die Patientinnen selbst. Die vorliegende Literaturstudie geht den Fragen nach, welchen Einfluss eine fortgeschrittene Brustkrebserkrankung auf das Familienleben hat, welche Bedürfnisse in Familien in diesem Zusammenhang entstehen und auf welche Ressourcen die Familien zurückgreifen. Die hier dargelegten Studien stellen die einzelnen Perspektiven eines – oder zweier Familienmitglieder dar, jedoch ist eine tiefergehende Reflexion über andere Personen, die an dem Prozess beteiligt sind, nur bedingt möglich. Allerdings verweisen die vorhandenen Ergebnisse darauf, dass die Krankheit eine dauerhafte Bedrohung für die betroffenen Familien darstellt. Der Umgang mit dieser Bedrohung in der Gegenwart und seine Projektion in die Zukunft, ist eines der wichtigsten Themen, mit denen sich die Familien konfrontiert sehen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2015
201411 Anna Grundel, Katharina Liepe, Beate Blättner Handeln bei Gewalt in der häuslichen Laienpflege: Hilfen und Hindernisse für ambulante Pflegefachkräfte
Gewalt gegen ältere Menschen in der häuslichen Pflege führt zu Leid bei den Betroffenen und stellt einen Eingriff in deren grundlegende Rechte dar. Prävention und Intervention durch ambulante Pflegefachkräfte könnten positive Effekte für die Beteiligten haben. Es wurde der Frage nachgegangen, welche Faktoren das Handeln von Pflegefachkräften begünstigen und welche Barrieren darstellen. Handlungssicherheit, Kennt- nisse über Gewalt sowie ein klarer Auftrag zum Schutz der Pflegebedürftigen sind begünstigende Fakto- ren für das Handeln. Hemmend wirken dagegen fehlende Sensibilität für die Problematik und fehlende Handlungsoptionen bzw. -legitimation. Auf institutioneller Ebene begünstigen standardisiertes Vorgehen sowie Instrumente für die Objektivierung und Dokumentation von Gewalt professionelles Handeln. Müs- sen externe Akteure hinzugezogen werden, weil die eigenen Interventionsmöglichkeiten nicht ausreichen, entstehen auf institutioneller Ebene Handlungsunsicherheiten, die stark hemmend wirken.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2014
201405 Katharina Liepe Handlungsempfehlungen bei Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen
Gewalt gegen ältere Pflegebedürftige ist ein Problem, bei dem Pflegepersonal intervenieren und präventiv tätig werden könnte. Es interessierte, welche Handlungsempfehlungen interna-tional existieren, wie diese bewertet werden können und inwieweit sie auf die Bedingungen in Deutschland übertragen werden könnten. In Leitliniendatenbanken, in gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Datenbanken, auf Internetseiten von Fachgesellschaften und Netzwerken wurde systematisch recherchiert. Die identifizierten Handlungsempfehlungen wurden mithilfe des DELBI-Instruments bewertet. 17 Empfehlungen wurden identifiziert, 4 treffen den thematischen Fokus nur eingeschränkt. Die DELBI-Kriterien zur methodischen Exaktheit der Entstehung, Angaben zur redaktionellen Unabhängigkeit bei der Entwicklung und Fragen der Anwendbarkeit bereiteten Schwierigkei-ten. Die Empfehlungen von Daly (2010) sowie Glasgow und Fanslow (2007) erreichten die besten Werte. Es fehlt eine Handlungsempfehlung für den deutschsprachigen Raum. Die Handlungsemp-fehlungen mit den höchsten Werten in der Bewertung könnten in der Entwicklung als erste Orientierung dienen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2014
201207 Anna Grundel, Katharina Liepe, Beate Blättner, Henny A. Grewe Gewalt gegen Pflegebedürftige durch Angehörige - Eine systematische Übersicht über Befragungs- und Assessment-Instrumente
Pflegebedürftigkeit wird mit einem erhöhten Gewaltrisiko assoziiert. Pflegekräfte aus der ambulanten Pflege oder der Pflegeberatung sind potentiell in der Lage, Gewalt zu erkennen und Interventionen einzuleiten. In diesem Artikel interessiert, welche Instrumente zur Einschätzung von Gewaltrisiko und Gewaltvorkommnissen für die Praxis geeignet sein könnten. Nach einer systematischen Recherche in den Datenbanken EMBASE (inkl. Medline), PsycINFO, CINAHL und der Cochrane Library sowie einer Handsuche wurden die Instrumente nach Verwendungsart eingeteilt sowie anhand der selbstdefinierten Kriterien Vollständigkeit, Kürze und Praxistauglichkeit bewertet. 20 Instrumente konnten identifiziert werden, darunter 5 Screening- und 11 Assessment-Instrumente sowie 4 für die Anwendung bei kognitiv Beeinträchtigten. Allgemeine Gütekriterien konnten nicht angewandt werden. Fünf der Instrumente erfüllen die Kriterien Vollständigkeit, Kürze und Praxistauglichkeit, darunter sind zwei deutschsprachige.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2012
201205 Antoinette Conca, Rita Bossart, Katharina Regez, Ursula Schild, Gabriela Wallimann, Ruth Schweingruber, Virpi Hantikainen, Petra Tobias, Werner Albrich, Kristina Rüegger, Frank Dusemund, Ulrich Bürgi, Thomas Sigrist, Stefan Mariacher-Gehler, Andreas Hub OPTIMA – Optimierter Patienten-Transfer durch innovatives multidisziplinäres Assessment - Projektbeschreibung der Phase I
Im Rahmen eines multiprofessionellen Qualitätsmanagement- und Forschungsprojektes wird im Zeitraum von November 2009 bis Dezember 2012 am Kantonsspital Aarau unter Beteiligung nachsorgender Institutionen die interdisziplinäre OPTIMA-Studie durchgeführt. OPTIMA steht für „Optimierter Patienten-Transfer durch innovatives multidisziplinäres Assessment“. Ziel der Studie ist neben der Optimierung von Patientenpfaden die Gewährleistung einer patientenzentrierten und gleichzeitig kosteneffizienten Behandlung und Betreuung hinsichtlich der bevorstehenden Einführung von Fallpauschalen (DRG) in der Schweiz in 2012.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2012
201203 Katharina Rädel, Olaf Scupin Die Erhebung von Ähnlichkeitsdaten zur Identifizierung von Kognitionsstrukturen am Beispiel der Pflegeübernahme - Ein Methodenbeitrag
Zur Pflegeübernahmebereitschaft von Angehörigen gibt es zahlreiche sozialwissenschaftliche Untersuchungen. Die Methode der Ähnlichkeitsanalyse zur Identifizierung kognitiver Strukturen, die z. B. zur Bewältigung von Krankheit und Pflege angelegt wurden, ist in der Pflegewissenschaft jedoch noch weitgehend unbekannt. Dieser Artikel versteht sich als Methodenbeitrag, in dessen Zentrum die Vorstellung der Methode zur Identifizierung von Kognitionsstrukturen durch die Erhebung von Ähnlichkeitsdaten steht. Die explorative Methodik wird am Beispiel einer von der Autorin durchgeführten Untersuchung und deren Ergebnissen betrachtet. Der Fokus dieser Studie liegt auf den Betroffenen, d. h. den Perspektiven von pflegenden Angehörigen sowie Pflegebedürftigen und deren Wissen über die Pflegeübernahme. Die Ergebnisse zeigen eine kognitive Ordnungsstruktur nach Versorgungseinheiten, welche zudem einer vereinfachten Version des semantischen Differenzials von Osgood, Suci und Tannenbaum (1957) entspricht.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2012
201202 Sonja Feige, Daniela Weber Traineeprogramm Pflege und Therapie II am Robert-Bosch-Krankenhaus
Mit einem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm werden am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart seit Oktober 2009 besonders begabte Studienabsolventinnen aus Pflege, Therapie und Gesundheitsökonomie auf zukünftige Anforderungen an Führungskräfte im Gesundheitswesen vorbereitet. Zentrale Bestandteile der kompetenzorientierten Führungskräfteentwicklung sind der Einsatz in Schwerpunktbereichen, Hospitationen in unterschiedlichen Abteilungen des Robert-Bosch-Krankenhauses und der Robert Bosch Stiftung sowie die Möglichkeit eines Auslandseinsatzes. Ein besonderes Merkmal dieses Traineeprogramms ist der interdisziplinäre Ansatz sowie die systematische Begleitung der Trainees durch internes Mentoring und externes Führungskräftetraining. In der abschließenden Evaluation des Programms stellen sich die Identifikation mit der Rolle sowie die selbständige Verantwortungsübernahme und Entscheidungsfindung als besondere Herausforderungen für junge Führungskräfte in Traineepositionen dar.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2012
201201 Katharina Lüftl, Andrea Kerres „Ich denk mal, dass andere Bereiche […] die mit Handkuss aufnehmen“ – Einschätzungen von Pflegedienstleitungen zum Einsatz von Absolventen des dualen Pflegestudiengangs in der direkten Pflege
„Pflege dual“ ist ein ausbildungsintegrierendes Studienmodell der Katholischen Stiftungsfachhochschule (KSFH) München, dessen inhaltliche Schwerpunkte auf der gerontologischen Pflege und der Palliativpflege liegen. Die Lernenden absolvieren dabei parallel zu einer beruflichen Ausbildung in der Altenpflege oder in der Gesundheits- und Krankenpflege ein pflegewissenschaftliches Bachelorstudium. Die enge Verzahnung von Ausbildung und Studium wird auf der Grundlage eines Kooperationsbündnisses mit verschiedenen Berufsfachschulen (vgl. Abb. 1) realisiert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2012
201112 Katharina von Lindeman, Joachim Kugler, Jörg Klewer Selbst berichtete Erkrankungen, ärztliche Konsultationen und Medikamentenkonsum von Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen
Da bislang zu selbst berichteten Erkrankungen und zum Medikamentenkonsum nur wenige entsprechende Studien vorliegen, sollten diese Aspekte bei Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen untersucht werden. An einer medizinischen Berufsfachschule wurden bei einer Vollerhebung 433 standardisierte anonyme Fragebögen zu Erkrankungen, die in den letzten zwölf Monaten auftraten, zu regelmäßig eingenommenen Medikamenten und zum Einnahmeverhalten an 301 Pflegeschüler und 132 weitere Auszubildende in Gesundheitsfachberufen ausgegeben, wovon 432 auswertbar waren. Erkältungskrankheiten (94,4% Pflegeschüler vs. 93,0% Schüler der Vergleichsgruppe), Kopfschmerzen/Migräne (82,9% vs. 74,0%), Rückenschmerzen (68,7% vs. 67,7%), Bronchitis/Husten (64,1% vs. 53,9%) sowie Schulter- und Nackenschmerzen (62,6% vs. 68,0%) wurden am häufigsten benannt. Bei Erkältungskrankheit suchten nur 36,9% vs. 39,2% einen Arzt auf. Am häufigsten wurde die „Anti-Baby-Pille“ regelmäßig eingenommen (67,4% vs. 54,2%). In großem Abstand folgten Schmerzmittel (14,3% vs. 12,2%) und Erkältungs-/Grippemittel (11,0% vs. 7,6%). 74,3% vs. 71,3% nahmen die Medikamente genau nach ärztlicher Verordnung ein. Die Ergebnisse weisen vor allem auf die schon bei Auszubildenden vorhandene Schmerzsymptomatik im Nacken-/Rückenbereich hin. Daher sollten die Themen der Gesundheitsförderung und Prävention muskuloskelettaler Erkrankungen noch stärker in der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen berücksichtigt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2011
201109 Katharina Schroer Besonderheiten der Arzneimittelapplikation bei chronischen Erkrankungen am Beispiel des geriatrischen Patienten
Medikamente sind ein zentraler Bestandteil chronischer Erkrankungen, doch oft sind gerade ältere Patienten mit der instrumentellen Handhabung des Arzneimittels überfordert. Aufgrund von altersbedingten Funktionseinschränkungen (z. B. die Minderung des Sehvisus) und Krankheitsfolgen (z. B. die Fingersteifigkeit bei Arthrose) kann bereits die Entnahme des Medikaments aus seiner Verpackung zu einem Kraftakt werden. Das in diesem Fachartikel vorgestellte Projekt nimmt sich den Besonderheiten der Arzneimittelapplikation bei chronisch erkrankten, geriatrischen Patienten an. Es überprüft die Hypothese, ob Krankheitsfolgen ein Problem bei der selbstständigen Anwendung von Arzneimitteln darstellen können. Um diese Frage zu beantworten, wurden sechs theoretische Untersuchungen mit quantitativem Forschungsansatz durchgeführt. Krankheitsbilder und deren Medikation wurden analysiert und resultierende problematische Arzneiformen identifiziert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2011
201106 Katharina von Lindeman, Joachim Kugler, Jörg Klewer Zigaretten-, Alkohol- und Drogenkonsum alleinig und in Kombination bei Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen
Rauchen sowie Alkohol- und Drogenkonsum bilden auch bei Auszubildenden in den Gesundheitsfachberufen ein gesundheitsrelevantes Problem, dessen Ausmaß jedoch meist nur punktuell erfasst wurde, ohne auf den kombinierten Konsum einzugehen. Daher sollten nicht nur der jeweilige Zigaretten-, Alkohol- und Drogenkonsum untersucht, sondern auch der Anteil der Auszubildenden, die kombinierten Konsum angeben, betrachtet werden. Im Rahmen einer Vollerhebung wurden an einer großen Medizinischen Berufsfachschule 433 anonyme standardisierte Fragebögen ausgeteilt und 432 zurückgegeben (301 Pflegeschüler, 131 Auszubildende in anderen Gesundheitsfachberufen). Von den befragten Auszubildenden rauchten 42,0% und 20,7% gehörten der Raucherrisikogruppe an. Insgesamt konsumierten 33,9% der Befragten Alkohol, davon 14,6% oberhalb der TOAM-Grenze. Ferner besaßen 27,6% Erfahrungen mit illegalen Drogen, bevorzugt mit Cannabis, davon 14,0% mehrfach. Die Kombination von Rauchen, schädigendem Alkoholkonsum sowie Drogenkonsum fand sich nur bei den befragten Pflegeschülern (3%). Es wurde deutlich, dass die Auszubildenden in ihrer Gesamtheit keine Risikopopulation darstellen, jedoch insbesondere bei den Pflegeschülern eine Risikogruppe mit kombiniertem gesundheitsschädigenden Alkohol-, Zigaretten- und Drogenkonsum vorhanden ist. Somit sollte im Rahmen der Ausbildung diese Risikogruppe mehr Beachtung finden, um deren Gesundheitsgefährdung zu reduzieren und um das Ausbildungsziel sicher zu stellen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2011
200111 Uta Oelke "Allmählich bekomme ich diesen Blick auch drauf ..." - PflegelehrerInnen und szenisches Spiel
Im Folgenden soll das Thema „PflegelehrerInnen und szenisches Spiel“ im Blick auf vorhandene Ressourcen, neue Herausforderungen sowie pflegedidaktische Notwendigkeiten bzw. Begründungen beleuchtet werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2001
200201 Dr. Bettina Schmidt Organisationskultur im Wandel - von der krankenhauszentrierten zur gemeindenahen integrierten Versorgung
Die Gesundheitsversorgung der vergangenen Dekaden war maßgeblich auf die medizinische Behandlung im Krankenhaus ausgerichtet. Der anhaltende Kostendruck im Gesundheitswesen, ebenso der Mangel an Flexibilität, auf die sich ändernden Gesundheitsbedürfnisse adäquat zu reagieren, hat den Gesetzgeber zum Handeln veranlasst, mit weitreichenden Konsequenzen für die Medizin und Pflege sowie die Träger von Gesundheitseinrichtungen. Um den vielfältigen Anforderungen im Gesundheitssektor gerecht zu werden, etablierten sich in den vergangenen Jahren eine Fülle von Institutionen und Einrichtungen, mit dem Ziel, ergänzend zur stationären Versorgung eine ambulante Behandlung und häusliche Pflege sicherzustellen. Eine übergreifende Vernetzung zur integrierten Versorgung, bei der sich Krankenhäuser, ambulante Dienste und niedergelassene Ärzte zusammenfinden und sinnvoll ergänzen, ist bisher nur vereinzelt realisiert worden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2002
200401 Uta Oelke Der Lernfeldansatz: Neue Herausforderungen an den Lernort „Pflegeschule“
Der Begriff „Lernfeld“ dürfte zu einem der meist genutzten in der derzeitigen bundesdeutschen berufs- bzw. pflegepädagogischen Diskussion zählen. Dies ist Grund genug, ihn einer genaueren Betrachtung zu unterziehen, die auf drei Ebe-nen erfolgen soll. Auf der Makro- bzw. bildungsstrukturellen Ebene werden der KMK-Lernfeldansatz und seine Konsequenzen im Blick auf die Neuordnung des berufsschulischen Unterrichts im regulären dualen Berufsbildungssystem skiz-ziert. Dem werden die entsprechenden Neuregelungen im jüngst verabschiede-ten Krankenpflegegesetz (KrPflG vom 16. 7. 2003) und seiner Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (KrPflAPrV) gegenüber gestellt. Im Mittelpunkt der Meso- bzw. curricularen Ebene steht das von Marion Menke und mir 2002 veröffent-lichte neue fächerintegrative Pflegecurriculum (Oelke/Menke 2002). Dieses wird in seiner Entwicklung, seinem curriculumtheoretischen Hintergrund und seiner lernfeldorientierten Themenstruktur vorgestellt und um einige abschließende An-merkungen zur Umsetzung an den Pflegeschulen ergänzt. Auf der Mikro- bzw. unterrichtlichen Ebene werden Anforderungen aufgezeigt, vor die die Pflegeschu-len gestellt sind, wenn sie curriculare Lerneinheiten zu handlungsorientierten Lernsituationen umwandeln möchten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2004
201502 Katharina Rädel-Ablass, Prof. Dr. Olaf Scupin Pflegeerwartungen der Zukunft. Eine Untersuchung der sozialen Konstruktionen von Pflegeübernahme
Das Erfahrungswissen von Menschen zur über- und Annahme von Pflege ist die Basis von sozialen Kons- truktionen. Sie äußern sich in Form von Erwartungen und Wünschen für die persönliche Pflege in der Zu- kunft. Im vorliegenden Artikel wurde das Erfahrungswissen in konkreten Situationen der Pflegeüber- bzw. -annahme von pflegenden Angehörigen und Pflegebedürftigen mittels 14 episodischer leitfadengestützter Interviews ermittelt und analysiert. In den Ergebnissen ist der Wunsch nach Selbstbestimmung und Selbst- ständigkeit auch im Falle von Pflegebedürftigkeit bei beiden Probandengruppen zentral. Ausgehend davon ist von einem Bedeutungsverlust der Familie für die physische Pflege von betagten pflegebedürftigen An- gehörigen auszugehen. Gleichzeitig bleibt die Bedeutung der Familie für deren psychische Betreuung un- gebrochen hoch. Daraus kann auf einen zukünftig steigenden Bedarf an entsprechenden Betreuungs- und Hilfeangeboten, welche einem selbstbestimmten Lebensstil gerecht werden, geschlossen werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2015
200406 Katharina Born Die Lehrperson in der Praxis
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Auswirkungen des Problem basierten Curriculums auf die Praxis, empfehlenswerten Ausrichtungen für die Praxis und Aufgaben und Merkmalen für die Lehrpersonen im Praxisfeld.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2004
200506 Ingrid Darmann Pflegeberufliche Schlüsselprobleme als Ausgangspunkt für die Planung von fächerintegrativen Unterrichts- einheiten und Lernsituationen
Bei der Umsetzung des Lernfeldkonzepts im Pflegeunterricht werden häufig zunächst die Methoden verändert: sie werden kreativer, abwechslungsreicher und schüleraktivierender. Weniger Beachtung findet dagegen die Auswahl der Inhalte bzw. die inhaltliche Gestaltung von Lernsituationen. In meiner Untersuchung zur „Interaktion im Pflegeunterricht“ habe ich festgestellt, dass die Inhalte des Pflegeunterrichts sich vorwiegend dem Bildungskonzept der „Regelorientierung“ zuordnen lassen und eher ein geringes Bildungspotenzial aufweisen. In meinem Beitrag möchte ich deshalb aufzeigen, wie im Rahmen des Lernfeldkonzepts bil-dungsermöglichende Lernsituationen gewonnen werden können. Hierfür beziehe ich mich auf das Konzept der pflegeberuflichen Schlüsselprobleme. Unter einem beruflichen Schlüsselproblem verstehe ich in Anlehnung an Klafki (1993, 56 ff.) typische und zentrale Probleme des Berufsfeldes, anhand derer sich allgemeine Strukturen, Widersprüche, Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge des Berufs aufzeigen und aneignen lassen und die multiple Sichtweisen und Handlungsoptionen ermöglichen. Um eine berufliche Problemsituation als Schlüsselproblem definieren und die Bildungshaltigkeit bestimmen zu können, bedarf es eines pflegedidaktischen Kriteriensatzes. Ich verwende hierfür eine pflegedidaktische Heuristik, die ich in Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der o.g. Studie entwickelt habe.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2005
200512 Prof. Uta Oelke Die Menschen stärken und die Sachen klären
Die Historie der Pflegeausbildung zeigt, dass die traditionelle Persönlichkeitsbildung in der Pflege als unbeugsame weibliche Charakterbildung unter dem Motto „An sich selbst zu denken, ist schlechte Gewohnheit“ verlief und dem Leitmotiv dieses Beitrags „Die Menschen stärken und die Sachen klären“ (von Hentig) diametral gegenüber steht. Eine der Folgen dieser historischen Wurzeln haben zu einem kollektiven Muster geführt, das sich mit „Pflege ist stumm“ (Steppe) überschreiben lässt. Zu den zentralen Herausforderungen einer Förderung personaler Kompetenz – die unter anderem diesem Muster entgegenwirkt – gehören die Stabilisierung der Pflegenden im Umgang mit emotionalen Belastungen und die Förderung von Reflexionsfähigkeit.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 01.12.2005
200601 lrike Greb und Studierende der Pflegepädagogik (4. Sem.) der KFHN-Osnabrück, Theorie und Praxis pflegerischer Fachcurricula: Umsetzungsprobleme
Der Artikel stellt Auszüge der Gruppenergebnisse eines didaktischen Fachseminars zusammen, das sich mit den Umsetzungsproblemen pflegerischer Fachcurricula befasste. Drei repräsentative Curricula für die Pflegeausbildung wurden untersucht: Das Hessische Curriculum (DBfK), das AKOD Curriculum (Georg Wodraschke u.a. Hrsg.) und das Curriculum »Gemeinsame Pflegeausbildung« (Marion Menke und Uta Oelke). Parallel wurden Lehrende von 17 Kranken- und Altenpflegeschulen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern über Umsetzungsschwierigkeiten in der täglichen Arbeit mit den an ihren Schulen eingeführten Fachcurricula befragt. In Teil I des Aufsatzes stellten wir zunächst die Ergebnisse der Erkundung vor und in Teil II folgen nun die Analysen der drei Curricula für die Pflege.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2006
200604 Ulrike Böhnke, Katharina Straß Die Bedeutung der kritisch- rekonstruktiven Fallarbeit in der LehrerInnenbildung
Ausgangspunkt des vorliegenden Beitrags stellt das professionelle Handeln dar, das in den nachfolgenden Ausführungen bewusst in Hinblick auf professionelles pflegepädagogisches Handeln als Ziel des Lehramtsstudiums mit der beruflichen Fachrichtung Pflegewissenschaft und auf professionelles Pflegehandeln als Ziel der Pflegebildung entfaltet wird. Es werden zentrale konstitutive Merkmale professionellen Pflege- und Lehrerhandelns dargestellt und die Anbahnung von Reflexions- und hermeneutischer Kompetenz des Fallverstehens als elementare Voraussetzung professionellen Handelns postuliert. Diese Kompetenzen lassen sich aus Sicht der Autorinnen durch die kritisch-rekonstruktive Fallarbeit entwickeln. Der methodische Fokus der Erläuterungen ist auf die LehrerInnenbildung im Berufsfeld Pflege ausgerichtet. Die Autorinnen stellen verschiedene Möglichkeiten kritisch-rekonstruktiver Fallarbeit vor und greifen auf ihre Erfahrungen einer gemeinsamen Seminararbeit an der Universität Bremen1 und die Workshoparbeit bei Lernwelten 20052 zurück. In einem Ausblick gilt es die Relevanz der kritisch-rekonstruktiven Fallarbeit für die LehrerInnenbildung im Berufsfeld Pflege anhand erster empirischer Erkenntnisse zu diskutieren.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2006
200706 Svenja Schmitt, Jaqueline Bomball Kompetenzerfassung im Rahmen der Evaluation des Berliner Modellversuches „Generalistische Pflegeausbildung“
Die erheblich veränderten Anforderungen an die Pflege (bedingt durch demografischen Wandel, verändertes Krankheitsspektrum, zunehmende Bedeutung von Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation, zunehmende ökonomische Zwänge etc.) stellen – auch im Zuge der Professionalisierungsdiskussion – einen höheren Anspruch an die Pflegeausbildung und die Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz. Die beschriebenen Veränderungsprozesse führten in den letzten Jahren, ausgelöst durch die Novellierung des Krankenpflegegesetzes und die Verabschiedung des bundeseinheitlichen Altenpflegegesetzes sowie den darin enthaltenen Modellklauseln, bundesweit zur Initiierung verschiedener Modellprojekte mit integriertem, integrativem oder generalistischem Ansatz. Für die Bewertung der Modelle und ihrer Übertragbarkeit in den Regelbetrieb stellt die Messung und Beurteilung der Kompetenzentwicklung der Auszubildenden ein bedeutsames Untersuchungsfeld dar.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2007
200706 Karin Windfelder, Karin Wittneben Schulinterne Curriculumentwicklung nach dem Lernfeldkonzept - Implementationsschritte und Evaluationsergebnisse am Schulzentrum für Krankenpflegeberufe in Hannover. (Teil 2)
Dieser Beitrag knüpft an den ersten Teil unserer Artikelserie „Schulinterne Curriculumentwicklung nach dem Lernfeldkonzept …“ an (Wittneben/Windfelder/ Walkling-Stehmann 2007, S. 239 ff.) und beschäftigt sich kurz mit der Implementation und schwerpunktmäßig mit der Evaluation von implementierten Lernsituationen zum Lernfeld „Belästigungen, Erleben und Verarbeiten von Ekelempfindungen …“. Vorgelegt werden Ergebnisse aus einer Befragung der beteiligten Schüler und Schülerinnen, der Praxisanleiter und Praxisanleiterinnen sowie der unterrichtenden und sich selbst evaluierenden Lehrerin. In einer Diskussion der Ergebnisse werden sowohl die im lernsituationsorientierten Unterricht und einem praktischen Einsatz erreichten Ziele als auch noch offen gebliebene Fragen thematisiert. Ein Fazit zeigt erhaltenswerte Innovationspotentiale am Lernort Schule und vor allem Veränderungserfordernisse am Lernort Praxis und der dort zu erbringenden Praxisanleitung auf.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2007
200710 Babett Rothe, Judith Hofmann, Mandy Schimmel, Katharina Kießling Pflegewissenschaftliches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte im Gesundheitsund Krankenpflegesektor
Durch die Novellierung des Krankenpflegegesetzes entsteht der Auftrag pflegewissenschaftliche Inhalte in die Krankenpflegeausbildung zu integrieren. Im Rahmen eines Forschungsprojektes im Studiengang der Pflege- und Gesundheitswissenschaft führten vier Studierende eine Studie unter folgender Fragestellung durch: Verbessert sich das Grundlagenwissen pflegewissenschaftlich geschulter Lehrkräfte im Vergleich zu Lehrkräften im Selbststudium? Nach erfolgter Literaturanalyse, Ermittlung des Forschungsstandes sowie vertiefender Betrachtung des theoretischen Bezugsrahmens, wurde das Projekt als multizentrische randomisierte Interventionsstudie durchgeführt. Die zu untersuchende Population bestand aus Lehrkräften im Gesundheits- und Krankenpflegesektor, die in der Gesundheits- und Krankenpflege- sowie in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung unterrichten. Aus 25 Schulen der LAG-Berlin wurden vier Ausbildungseinrichtungen randomisiert. Die Lehrkräfte zweier Einrichtungen erhielten eine Schulung, die Lehrkräfte der anderen beiden Ausbildungsstätten erschlossen sich die Thematik im Selbststudium mit Hilfe eines zusammengestellten Lernzielkatalogs.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2007
200701 Klaus Müller Trends in der Pflegebildung: Ergebnisse deutscher Modellprojekte
Seit einigen Jahren befindet sich die Pflegebildung in Deutschland in einem intensiven Prozess der Weiterentwicklung. Veränderungen im Anforderungsprofil an Pflege haben diese Veränderungen genauso angestoßen wie die Curriculumentwicklung in Bildungseinrichtungen oder die Schaffung des bundeseinheitlichen Altenpflegegesetzes und die Novellierung des Krankenpflegegesetzes. Die Veränderungen betreffen sowohl inhaltliche und methodische Aspekte der Ausbildung als auch Fragen des Berufsbildes und der bildungsstrukturellen Verortung. Im Transfernetzwerk innovative Pflegeausbildung (TiP) haben sich mittlerweile 19 Modellprojekte aus ganz Deutschland zusammengeschlossen, um von ihren Erfahrungen gegenseitig zu profitieren, Ergebnisse der Projekte zu bündeln und sie der interessierten Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Überblick über die Modellprojekte findet sich auf der Webseite des Netzwerks unter www.tip-netzwerk.de.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2007
200904 Klaus Müller Trends in der Pflegebildung: Ergebnisse deutscher Modellprojekte
Seit einigen Jahren befindet sich die Pflegebildung in Deutschland in einem intensiven Prozess der Weiterentwicklung. Veränderungen im Anforderungsprofil an Pflege haben diese Veränderungen genauso angestoßen wie die Curriculumentwicklung in Bildungseinrichtungen oder die Schaffung des bundeseinheitlichen Altenpflegegesetzes und die Novellierung des Krankenpflegegesetzes. Die Veränderungen betreffen sowohl inhaltliche und methodische Aspekte der Ausbildung als auch Fragen des Berufsbildes und der bildungsstrukturellen Verortung. Im Transfernetzwerk innovative Pflegeausbildung (TiP) haben sich mittlerweile 19 Modellprojekte aus ganz Deutschland zusammengeschlossen, um von ihren Erfahrungen gegenseitig zu profitieren, Ergebnisse der Projekte zu bündeln und sie der interessierten Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Überblick über die Modellprojekte findet sich auf der Webseite des Netzwerks unter www.tip-netzwerk.de.
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2009
201005 Stephan Lücke Gesundheitsversorgung in peripheren ländlichen Räumen – Eine Chance für die Professionalisierung der Pflege?
Das Versorgungssystem gerät besonders in peripheren ländlichen Räumen durch die starke Zunahme älterer und chronisch kranker Menschen zunehmend unter Druck. Eine Neustrukturierung der Aufgaben der Gesundheitsberufe ist langfris-tig gesehen unumgänglich, um eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten. Das ist inzwischen Konsens. Doch wer macht was? Die Antworten auf diese Fragen sind bis heute umstritten. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welche konkreten Tätigkeiten von Pflegenden künftig hinsichtlich einer effektiven Gesundheitsversorgung übernommen werden sollten. Grundlage dieser Untersuchung bildet eine empirische Studie, die anhand qualitativer Experteninterviews mit Pflegeexperten durchgeführt wurde.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2010
201007 Susanne Fesl Reflexive Praxis mittels Fallarbeit als didaktische Methode
Die Ausbildung zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson erfolgt in Österreich in zwei Teilen. Der theoretische Teil wird von Lehrerinnen für GuK in den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege abgedeckt, die praktische Ausbildung erfolgt durch PflegeexpertInnen der Praxis. In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob die vom Gesetz (GuK-AV, 1999) vorgegebenen 50 Stunden Angeleitetes Praktikum für Praxisreflexion mittels didaktischer Methoden wie z. B. Fallarbeit mit POL (Problemorientiertes Lernen) und Problemorientierter Handlungsinstruktion verwendet werden können. Diese 50 Stunden müssen von LehrerInnen für GuK in der Praxis veranstaltet werden. In dieser Arbeit werden zwei von der Autorin durchgeführte Möglichkeiten zur Beschreibung, Analyse und Reflexion erlebter Situationen aus der Berufspraxis vorgestellt. Für einen guten Aufbau von Expertenwissen muss den Lernenden ermöglicht werden, zu lernen, in komplexen Situationen Entscheidungen zu fällen und Urteile zu bilden. Dies kann durch Reflexion von Pflegesituationen (anhand von „Fällen“) ermöglicht werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2010
201011 Katharina Lüftl, Andrea Kerres Einführung des ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengangs Pflege Dual an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München in Kooperation mit fünf Berufsfachschulen – Erste Ergebnisse aus der Begleitforschung
Der ausbildungsintegrierende Bachelorstudiengang Pflege Dual verknüpft ein akademisches Studium mit der Ausbildung in einem Pflegeberuf. Neben dem Abschluss als staatl. examinierte Altenpfleger oder Gesundheits- und Krankenpfleger (Dauer 3 Jahre) erlangen die Absolventen den Bachelor of Science (Dauer 4,5 Jahre). Das Studienangebot der KSFH München zeichnet sich durch einen gerontologischen Schwerpunkt aus. Für die Teilnehmer gibt es drei Lernorte: Berufsfachschule, Hochschule und Pflegeeinrichtungen. Die ersten Schülerstudierenden haben im Wintersemester 09/10 ihr duales Studium aufgenommen. Dieses wird in Kooperation mit zwei Berufsfachschulen für Krankenpflege und zwei Berufsfachschulen für Altenpflege durchgeführt. Das Forschungsprojekt „Implementationsforschung Pflege Dual“ evaluiert den ersten Studiendurchgang. Ziel ist es, auf Grundlage der Forschungsergebnisse Entscheidungshilfen für die Weiterentwicklung des Studiengangs zu geben, sich abzeichnende Probleme frühzeitig bearbeiten zu können, die Beteiligten an allen Lernorten zu unterstützen und Auswirkungen des neuen Studienmodells in Erfahrung zu bringen. Hierfür werden im Laufe des ersten Studiendurchgangs insgesamt neun schriftliche Befragungen bei den Schülerstudierenden, Auszubildenden der herkömmlichen Ausbildung, Praxisanleitern, Pflegedienst- und Heimleitungen, Lehrenden der Berufsfachschulen und Lehrenden der Hochschule durch-geführt. Im ersten Jahr haben drei Erhebungen stattgefunden. Erste Ergebnisse daraus werden im folgenden Beitrag vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2010
201805 Prof. Dr. Katharina Lüftl, Univ.-Prof. Dr. Elfriede Fritz Lernvoraussetzungen sowie gemeinsames Lernen von Auszubildenden und Studierenden. Am Beispiel von Berufsfachschulen mit ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengängen
Wenn sich Berufsfachschulen für Gesundheits- und Krankenpflege an ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengängen beteiligen, lernen Studierende dort häufig gemeinsam mit Auszubildenden der traditionellen Ausbildung in heterogen zusammengesetzten Berufsfachschulklassen. Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin, die Lernvoraussetzungen von Auszubildenden und Studierenden sowie die Auswirkungen des gemeinsamen Lernens aus der Sicht von Pflegelehrenden darzustellen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Lernvoraussetzungen von Auszubildenden und Studierenden unterscheiden. Zudem verweisen die Ergebnisse darauf, dass das gemeinsame Lernen von Auszubildenden und Studierenden bereichernde Effekte für das Lernklima hat.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 05
vom 30.05.2018
201805 Prof. Dr. Uta Gaidys, Prof. Dr. habil. Corinna Petersen-Ewert, Katharina Straß, Christine Schulmann, Karina Johannsen Do.Learn – ein Blended Learning Szenario in der Präsenzlehre im Fachbereich Pflege und Gesundheitsförderung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg)
Im Rahmen des Projektes DoLearn wurde ein Blended Learning Szenario mit themenspezifischen Arbeitsheften sowohl für die Präsenz- als auch für die Selbstlernphasen der Studierenden entwickelt und mit medial angereicherten Kursinhalten des Lernmanagementsystems (LMS) Moodle verknüpft. Das Ziel des Projektes ist es, Studierende der Gesundheitsberufe zu befähigen, wissenschaftsbasierte Erkenntnisse für das eigene professionelle Handeln nutzbar zu machen. Diese Angebote unterstützen die Studierenden in ihren eigenständigen und selbstgesteuerten Lernprozessen und stehen zur Vertiefung der fachbezogenen Inhalte zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 05
vom 30.05.2018
201709 Christopher Dietrich Koordinaten für eine erfolgreiche Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Pflegeausbildung. Eine kritische Positionsbestimmung zur theoretischen und berufsfelddidaktischen Annäherung
Dem Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung wird in letzter Zeit wieder vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. In Deutschland wurden 2009 die UN-Behindertenrechtskonventionen ratifiziert, aber nicht ausreichend umgesetzt. Insbesondere fällt der Übergang vom schulischen in den beruflichen Bereich schwer, da nur wenige Angebote zur Unterstützung vorliegen. Die berufsschulische Ausbildung bietet bislang nur wenig Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen an. Doch die Inklusion von Menschen mit Behinderung benötigt auch angepasste Ausbildungsmöglichkeiten. Um diese in die Curricula zu implementieren und Besonderheiten aufzuzeigen, benötigt es eine berufsfelddidaktische Analyse; um die Potenziale einschätzen zu können, eine kritische Auseinandersetzung aus der Perspektive der Pflege.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201610 Lisa Luft, Melanie Schmidt, Prof. Dr. Ulrike Schulze Verknüpfung von beruflicher und akademischer Pflegebildung. Hochschulen in der attraktiven Funktion als Mittler zwischen akademischer und beruflicher Bildung
Im Rahmen des Projektes „MainCareer – Offene Hochschule“ wurden an der Frankfurt University of Applied Sciences durch die Konzipierung von Unterstützungsangeboten sowie die Möglichkeit der pauschalen Anrechnung wichtige Schritte abgeschlossen, um den grundständigen Bachelor-Studiengang Pflege (B. Sc.) stärker mit der beruflichen Bildung zu verknüpfen. Im folgenden Beitrag wird beschrieben, wie sich der Weg hin zu einem pauschalen Anrechnungsverfahren gestaltete und welche Erfahrungen im Projekt gesammelt wurden. Das Projekt wurde in der ersten Förderphase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert und ist in den Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ eingebettet.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 10
vom 10.10.2016
201610 Christina Hemberger, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern Praxisorientierte und interprofessionelle Lehre in der Medizinpädagogik
Angesichts der aktuellen Diskussion zur Förderung praxisbezogener Kompetenzen in der Lehrerbildung, wird der Kompetenzerwerb von Studierenden durch eine interprofessionelle Praxislerngelegenheit untersucht. Basierend auf den Standards der KMK (2 4) wurde mittels einer subjektiven Kompetenzselbsteinschätzung von Studierenden vor und nach einer praktischen Lerngelegenheit der pädagogische Kompetenzerwerb im Bereich „Unterrichten“ ermittelt. Dabei konnte ein Kompetenzzuwachs gezeigt und die Annahmen der Bedeutsamkeit praktischer Lerngelegenheiten in der Lehrerbildung bestätigt werden. Mögliche Einflüsse durch berufliche Vorerfahrungen werden hierbei diskutiert.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 10
vom 10.10.2016
201512 Mathilde Hackmann, Katharina Buske, Prof. Dr. Birgitt Höldke Akzeptanz mobilen Lernens in der Altenpflege – Ergebnisse aus einem Evaluationsprojekt
Mobiles Lernen ist immer noch eine relativ neue Form der Fort- und Weiterbildung für die Altenpflege. Im Projekt „Expertenstandards@work“ wurde ein mobiles Lernarrangement entwickelt und in 15 Einrichtungen der Altenhilfe bundesweit erprobt. Zur formativen Evaluation des Lernarrangements wurden die Leitungskräfte in den Einrichtungen interviewt sowie die das Lernarrangement nutzenden Pflegepersonen per Fragebogen befragt. Die Evaluation konzentrierte sich auf die Akzeptanz des Lernarrangements durch beide Gruppen und identifizierte förderliche und hemmende Faktoren. Beeinflussende Faktoren auf die Einführung mobilen Lernens waren die Unterstützung durch die Einrichtungen, Computerkenntnisse der Pflegepersonen, technische Aspekte und insgesamt die Arbeitsbedingungen der Pflegepersonen. Obwohl die Nutzer(innen) mit dem Lernarrangement sehr zufrieden waren, gab es eine große Gruppe von Pflegepersonen, die das Angebot überhaupt nicht genutzt hatte.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 12
vom 18.12.2015
201811 Katharina Genz Pflege im Nationalsozialismus. Die Beteiligung der Pflegekräfte an der „Kindereuthanasie“ in den Kinderfachabteilungen Hamburg-Langenhorn, Hamburg-Rothenburgsort und Lüneburg
Die überwiegend aus staatsanwaltlichen Ermittlungsakten durchgeführte Literaturanalyse zeigt auf, dass das Pflegepersonal in der Zeit von 1940 bis 1945 in den Kinderfachabteilungen Hamburg-Rothenburgsort, Hamburg-Langenhorn und Lüneburg an der Euthanasie an kranken und behinderten Kindern beteiligt war. Während die Krankenschwestern in den Hamburger „Kinderfachabteilungen“ die Kinder nur gehalten bzw. gebracht haben, haben die Krankenschwestern in Lüneburg die Kinder nach ärztlicher Anordnung selbständig getötet. Widerstand gab es keinen. Keine der Pflegekräfte zweifelte an der Rechtmäßigkeit und sie beteiligten sich aus Überzeugung an den Tötungen. Die Rolle der Krankenpflege bei der „Kindereuthanasie“ wurde bislang deutlich unterschätzt.
Geschichte der Pflege Ausgabe 11
vom 27.11.2018
Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau

0

Peer Review Artikel

0 PW
0 PdG
GdP
Verlauf von 2005 bis 2018
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
0
0
0
0
0
0
Copyright © 1998-2019 hpsmedia GmbH | www.pflegemagazin.de/care. Alle Daten sind urheberrechtlich geschützt. Impressum | AGB | Datenschutz | Newsletter