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Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201512 Julia Söhngen, Nicole Ruppert, Prof. Dr. Wilfried Schnepp Vereinbarkeit von Angehörigenpflege und Beruf – Doppelbelastung oder Chance?
Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den belastenden und entlastenden Faktoren, die bei dem Versuch auftreten, Angehörigenpflege und Beruf miteinander zu vereinbaren. Dabei wird die Erkenntnis, dass die Kombination von Angehörigenpflege und Beruf nicht allein belastende Auswirkungen hat, sondern sich in bestimmten Konstellationen durchaus entlastend auf die Situation der pflegenden Angehörigen auswirken kann, erst seit kurzem wissenschaftlich thematisiert. Hier knüpft der vorliegende Artikel an und beschreibt die belastenden und auch die entlastenden Faktoren, die sich aus der Gleichzeitigkeit von Angehörigenpflege und Beruf ergeben. Dabei werden in erster Linie die Faktoren herausgearbeitet, die sich auf einzelne berufstätige Pflegende als be- oder entlastend auswirken können. Anschließend werden unterschiedliche Maßnahmen vorgestellt, die aus Sicht der berufstätigen, pflegenden Angehörigen in dieser oftmals außergewöhnlich belastenden Situation Erleichterung verschaffen können.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 18.12.2015
201507 Nicole Oberhänsli, Livia Kiener, André Fringer Situation pflegender Angehöriger in der Stadt St. Gallen
Pflegende Angehörige gelten als „grösster Pflegedienst der Welt“. Aufgrund der demographischen Entwicklung und vermehrter Multimorbidität wird ihre Wichtigkeit weiter steigen. Mithilfe der Studie ermittelten wir das Profil pflegender Angehöriger in der Stadt St. Gallen (Schweiz). Die Studiendaten bezogen sich u.a. auf soziodemographische Charakteristika, das Befinden und die unterstützenden Dienste. Die Ergebnisse zeigen, dass der Zugang zu pflegenden Angehörigen für Forschende erschwert ist. Im Vergleich mit anderen Studien beziehen sich die Unterschiede vor allem auf soziodemographische Merkmale (z.B. Alter, Beziehungsgrad), den Hauptbeweggrund der Pflegeübernahme sowie die Möglichkeit einer Weiterführung häuslicher Pflege. Der Fragebogen erlaubte es, ein umfassendes Portrait pflegender Angehöriger der Stadt St. Gallen aufzuzeigen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die häusliche Pflege einen kommunalen Charakter hat, der bei der Sozialplanung zu berücksichtigen ist.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 30.07.2015
201403 Nicole Stulier Ausgewählte Qualitätskriterien des Erfassungsbogens Mobilität (EBoMo)
Hintergrund Für die Pflegepraxis der stationären Altenhilfe gibt es derzeit kein standardisiertes Instrument zur umfassenden und differenzierten Einschätzung der Mobilität (Huijbregts et al., 2009). Dies veranlasste eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Angelika Abt-Zegelin von der Universität Witten/Herdecke (UW/H) zur Entwicklung des Erfassungsbogens Mobilität (EBoMo). Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine erste wissenschaftliche Untersuchung ausgewählter Qualitätskriterien des EBoMo. Methode Anhand einer Gelegenheitsstichprobe von 222 Pflegeheimbewohnern wurden die Interrater-Reliabilität, die Item-Schwierigkeit und die Trennschärfe der Items des EBoMo untersucht. Ergebnisse Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es sich beim EBoMo um ein Instrument handelt, welches wahrscheinlich hinreichend verlässlich in der Lage ist, die Mobilität von Pflegeheimbewohnern differenziert und umfassend zu erfassen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2014
201307 Ute Maurer, Nicole Sibyl, Bernadette Wolfinger, Julia Sommer, Rouven Schulz, Stefan Traint Arbeitsmarktanalyse im Tätigkeitsfeld Biomedizinische Analytik
Die Überführung der verschulten Ausbildungen diverser MTD-Berufe in Fachhochschulstudiengänge stellt einen großen Umbruch innerhalb dieses Sektors dar. Besonders deutlich zeigt sich dies durch die Bildungsmöglichkeiten auf akademischer Ebene, bestehend aus Bachelor-, Master- und Doktorats/PhD-Studium. Speziell im Bereich der Biomedizinischen Analytik wird dadurch eine Erweiterung des Tätigkeitsfeldes begünstigt. Ziel dieser Studie ist es, die am derzeitigen Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationsanforderungen und Kompetenzen zu identifizieren und hinsichtlich der Ausbildungsinhalte des FH Curriculums zu vergleichen. Zudem erfolgt eine Bezugnahme auf das laut FH-MTD-Gesetz vorgeschriebeneAnforderungsprofil. Der Schwerpunkt dieser Untersuchung widmet sich der Frage, inwieweit sich Auswirkungen des Strukturwandels auf den Arbeitsmarkt in der Biomedizinischen Analytik zeigen bzw. gemäß welchen Anforderungen das Ausbildungssystem anzupassen wäre.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2013
201306 Anke Erdmann, Wilfried Schnepp Integrative Validation (IVA) im Pflegeheim: Entwicklung eines Forschungsdesigns für eine qualitative Evaluationsstudie
Da die Integrative Validation (IVA), eine in Deutschland praktizierte Weiterentwicklung der Validation nach Feil bislang kaum erforscht ist, zielt dieser Artikel auf die Entwicklung eines Forschungsdesigns für eine qualitative Evaluationsstudie ab, indem methodologische und ethische Überlegungen zur Durchführung einer solchen Studie dargestellt werden. Für den Evaluationsgegenstand der Integrativen Validation ist dabei besonders das Modell der Dialoggesteuerten Evaluation geeignet, da in diesem die Werte, Annahmen, Anliegen und Spannungsthemen (values, claims, concerns and issues) der verschiedenen Stakeholder (Pflegende, Angehörige, IVA-Trainer, Ärzte) einbezogen und zu einer gemeinsamen Perspektive bezüglich des Evaluationsgegenstandes verdichtet werden. Ethische Argumente für und wider einer Teilnahme von Menschen mit Demenz werden dargelegt und die Entscheidung der Ethikkommission diskutiert. Anhand der Planung des Evaluationsprozesses zur Praxis der Integrativen Validation in einem Pflegeheim wird aufgezeigt, wie die Dialoggesteuerte Evaluation einer komplexen Pflegeintervention gelingen kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2013
201211 Anke Erdmann, Wilfried Schnepp Validation nach Feil oder Richard? Eine systematische Literaturstudie zur Differenzierung zweier Methoden
Neben der Validationstherapie nach Naomi Feil, die international seit den 80er Jahren Beachtung findet, existiert in Deutschland eine weitere Validationsmethode: Die Integrative Validation (IVA) nach Nicole Richard. Diese Methode ist einfacher zu erlernen, da Validationsanwender die verschiedenen Stadien der Desorientiertheit nicht explizit berücksichtigen brauchen und einfache Rituale verwendet werden. Bei der Validation nach Richard wird außerdem empfohlen keine Fragen zu stellen, da kognitiv beeinträchtigte Menschen auf Fragen nur schwer antworten können und dadurch zusätzlichem Stress ausgesetzt sind. Es werden vier Validationstechniken angewendet: 1. die Gefühle und Antriebe der Person wahrnehmen, 2. die Gefühle und Antriebe der Person mit Wörtern, Stimme und Bewegungen spiegeln und damit bestätigen, 3. mit Sprichwörtern oder Liedern Gefühle und Antriebe verallgemeinern und 4. mit Schlüsselwörtern die Lebensthemen der Person validieren. Im Gegensatz zur Methode nach Feil gehört die Bearbeitung unerledigter Lebensaufgaben nicht zum Ziel der IVA und die IVA wird außerdem hauptsächlich im Einzelgespräch angewendet. Obwohl die Methode in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen praktiziert wird, existiert bislang nur eine explorative Studie, in der die Praxis der Methode in einem Pflegeheim beschrieben wird. Zur Vorbereitung einer weiterführenden empirischen Studie werden im vorliegenden Artikel die beiden Validationsmethoden aufgrund der verfügbaren Literatur miteinander verglichen. Ziel ist hierbei die Herstellung theoretischer Sensibilität, die der Forscherin ermöglicht, den Daten Bedeutung zu verleihen und einen Teil des Begriffsinstrumentariums zur Kodierung der Daten liefert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2012
200111 Uta Oelke "Allmählich bekomme ich diesen Blick auch drauf ..." - PflegelehrerInnen und szenisches Spiel
Im Folgenden soll das Thema „PflegelehrerInnen und szenisches Spiel“ im Blick auf vorhandene Ressourcen, neue Herausforderungen sowie pflegedidaktische Notwendigkeiten bzw. Begründungen beleuchtet werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2001
200205 Nicole Bördgen Einarbeitung, Anleitung neuer MitarbeiterInnen
Es werden theoretische Hintergründe und einwirkende Punkte im Einarbeitungs- und Anleitungsgeschehen neuer MitarbeiterInnen, SchülerInnen, Zivildienstleistende, FSJlerInnen und PraktikantInnen im pflegerischen Bereich skizziert und dargestellt. Einarbeitung und Anleitung neuer MitarbeiterInnen,... gestalten sich mit Hilfe einer konzeptionellen Informationsmappe und verschiedenen Checklisten qualitativ effizienter und sind Bestandteile der Qualitätsicherung. Hinzu fügen sich die Themen der Schlüsselqualifikationen, Anforderungen, die Integration in das Team, Sinn - Zweck - Verständnis und Ziel von Einarbeitung und Anleitung, sowie die Erstellung der konzeptionellen Informationsmappe und die Umsetzung, um den Praxisbezug herzustellen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2002
200302 Louisa Zupan-Sebos „Wenn eins und eins mehr als zwei gibt“ Ein Forumtheaterstück zur Theorie-Praxis-Thematik
Forumtheater ist eine Theatermethode, bei der am Graben zwischen Publikumsraum und Bühnenraum mit dem Ziel gearbeitet wird, diesen zu überwinden. Mit der Darstellung Variationen zwischenmenschlicher oder sozialpolitischer Konfliktbereiche wird ein Dialog aufgebaut und durch Debattieren werden Lösungsansätze erarbeitet, die nicht auf der Grundlage einer Ideologie entwickelt werden, sondern aus dem Kontext des betroffenen Forums. Die Entstehungsgeschichte des Stückes wird erläutert, um einen Einblick in dieses Schaffen zu ermöglichen. „Wenn eins und eins mehr als zwei gibt I und II“ werden mit der Absicht vorgestellt, Forumtheater genauer zu erläutern, von der Aktion in Lernwelten 2002 zu berichten, aber auch, um anhand des Stückes verschiedene Aspekte rund um die Methode Forumtheater zu explorieren. Kurt Lewin (1870-1947) war der Wegbereiter partizipativ gesteuerter Veränderungsprozesse und eröffnete mit seinen Forderungen und seinem Konzept der Aktionsforschung ein Feld, auf dem Paolo Freire mit seiner Pädagogik der Unterdrückten aufbauen konnte. Augusto Boal entwickelte Theatermethoden, mit welchen die Thematik der Unterdrückung aufgenommen wird. Die Befreiung des Volkes, des Forums, ist bis heute sein Ziel und beginnt im Theater, deshalb soll das Publikum den Graben zwischen Zuschauerraum und Bühnenraum überwinden, die Bühne selbst betreten, die Veränderungsvorschläge selber in die Hand nehmen. Die Zuschauspieler/innen werden sensibilisiert, ja sensibilisieren sich selbst, sie steigen aus der Apathie, welche Unterdrückung auslöst, heraus, um schließlich ihre Zivilcourage und Autonomie wieder zu entdecken. Forumtheater beruht auf dem Prinzip des Rollentausches, Veränderungsvorschläge werden nicht in theoretischer Weise vom Publikumsplatz vorgeschlagen, sondern in der Rolle selbst auf Realitätstauglichkeit geprüft. „In den Schuhen des anderen gehen“, ganz im Sinne des Schöpfers des Psychodramas: Jacob Levi Moreno
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2003
200603 Franco Mantovan Die Lebensqualität bei Stoma- patienten ein Jahr nach dem chirurgischen Eingriff
Es wurde eine deskriptiv-explorative Studie durchgeführt, um die Lebensqualität von Stomapatienten ein Jahr nach dem chirurgischen Eingriff zu untersuchen. Insgesamt wurden 45 Stomapatienten in den Stomaambulanzen von Bozen und Meran (Südtirol) und in der urologischen Abteilung von Padua (Italien) befragt. Die verwendete Methode ist ein Fragebogen der aus 40 Fragen besteht.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2006
200710 Petra Rullkötter, Frank Winter Altenpflegeausbildung – auf dem Weg zu gerontopsychiatrischer Expertise
Der Artikel stellt den gerontopsychiatrischen Anteil der Altenpflegeausbildung in den Mittelpunkt. Es wird die Hypothese vertreten, dass dieser Bestandteil auch in der neu geordneten Ausbildung einen wesentlichen Stellenwert haben muss, um eine Abgrenzung gegenüber anderen Berufsgruppen zu ermöglichen und damit den Stand der Altenpflegefachkräfte im Kanon der Pflegeberufe zu festigen. Die Inhalte der entsprechenden Lernfelder bedürfen dafür aber einer anderen Akzentuierung. Eine im Unterricht erprobte Lernsituation greift diesen Denkansatz pragmatisch auf. Durch die Auswahl geeigneter Bildungsinhalte und entsprechender Lehrund Lernmethoden wird zunächst das implizite Wissen der Schülerinnen genutzt und an deren Berufsrealität Anschluss gefunden. Auf dieser Grundlage üben sich die Schülerinnen in der reflektierten Anwendung unterschiedlicher Betreuungskonzepte. Der gezielte Einsatz von Frontalunterricht zur Erarbeitung und Sicherstellung des fachlichen Sprachniveaus und selbst gesteuerten (handlungsorientierten) Unterrichtseinheiten führt dazu, dass sich die Schülerinnen den Lern- und Transferzielen deutlich annähern. Insbesondere die intensive Transferkontrolle in der Praxis flankiert maßgeblich die Sicherung der erlernten Kompetenzen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2007
200805 Nicole Holzmann, Eva-Maria Panfil Behandlungspfade – Der pflegerische Fokus am Beispiel von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz
Zur Optimierung der Prozessabläufe in den Krankenhäusern und des Ressourceneinsatzes können Behandlungspfade eingesetzt werden. In dieser Arbeit wird der Fragestellung nachgegangen, welche Aufgaben die Berufsgruppe der Pflegenden für die Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz innerhalb eines Behandlungspfades wahrnehmen. Als theoretischer Rahmen dienen die Selbstpflegedefizittheorie und Grundlagen des Casemanagements. Zur Beantwortung der Fragestellung erfolgte eine systematische Literaturrecherche nach Leitlinien und systematischen Übersichtsarbeiten. Definiertes Ziel des pflegerischen Fokus ist das alltagsorientierte adäquate Selbstpflegeverhalten. Die Familie ist, wenn möglich in alle Interventionen mit einzubeziehen. Schriftliche Informationen zur Krankheit und Therapie bieten Sicherheit für den Umgang mit der Erkrankung. In der Anamnese werden in Zusammenhang mit der Krankheit erlebte Problematiken thematisiert und Selbstpflegetätigkeiten hinterfragt. Patientenschulungen beinhalten Symptomkontrolle (Gewichts- und Flüssigkeitskontrolle, Blutdruck- und Pulsmessung, Nebenwirkungen bzw. Über- oder Unterdosierungen von Medikamenten), Maßnahmen zur Ernährung, Bewegung und die Medikamenteneinnahme. Bei den pflegerischen Interventionen ist der praktische Umgang im Alltag das wesentliche Ziel. Im Rahmen des Casemanagements werden lokale Selbsthilfegruppen vermittelt. Der Beitrag zeigt, welche große Bedeutung die nachgewiesenen pflegerischen Interventionen im Hinblick auf die gesetzlichen Anforderungen und Kostenproblematik darstellen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2008
201006 Filiz Küçük Die Situation pflegender Familienangehöriger von an Demenz erkrankten türkischen MigrantInnen in Berlin – Eine qualitative Studie zur Versorgung im häuslichen Umfeld
Etwa 1,1 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. Dazu gehören auch hochaltrige MigrantInnen, deren Anzahl in den kommenden Jahren stark zunehmen wird. Bisher kaum untersucht ist der Umgang der Kinder demenziell erkrankter türkischer MigrantInnen mit der Pflege ihrer Angehörigen, die in der Regel im häuslichen Umfeld stattfindet. Von welcher Motivation sind diese Kinder getragen? Welche professionellen Hilfen nehmen sie in Anspruch? Was erwarten sie von unterstützenden Maßnahmen? Antworten auf diese Fragen gibt die vorliegende Studie. Die Aussagen aus sechs Interviews mit Angehörigen verdeutlichen eindrucksvoll, vor welchen großen Herausforderungen die Familienmitglieder in der Pflegesituation stehen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2010
201803 Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck, Nicole Duveneck Forschendes Lernen am Beispiel eines multimedialen Lernangebots zur Pflege von Menschen mit Demenz
Durch „Forschendes Lernen“ in der (beruflichen) Pflegeausbildung erwerben die Pflegelernenden Kompetenzen und Haltungen, die sie auf die alltäglichen Erkenntnis- und Urteilsprozesse in der Pflegepraxis übertragen können. Am Beispiel eines digital unterstützen Lehr-/Lernangebots zum Thema „Pflege von Menschen mit Demenz“, das im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts CAre Reflection Online (CARO) entwickelt wurde, werden in diesem Beitrag drei Lerneinheiten vorgestellt, in denen jeweils eine Erkenntnismethode eingeübt wird, die entweder dem technischen, dem praktischen oder dem emanzipatorischen Erkenntnisinteresse zugeordnet werden kann. Hierfür müssen Unterrichtsgegenstände mit den für sie spezifischen (wissenschaftlichen) Erkenntnismethoden verknüpft werden.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 03
vom 06.03.2018
201709 Liane Grube, Sebastian Koch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern Handlungsorientierte Ausbildung in der Praxis der Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten
Schülerstationen sind ein geeignetes Konzept zur Verzahnung von Theorie und Praxis und zur Förderung der Handlungskompetenz (HK) in der Pflegeausbildung. Auszubildenden leiten dabei eine Station und arbeiten autonom. Die Förderung von HK ist ebenso Ziel der Ausbildung zum Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten (ATA/OTA). Die Messung und Förderung der HK mittels einer Schülerstation in der Pflege wurde in der vorliegenden Arbeit durch eine Literaturrecherche eruiert und Handlungsempfehlungen zur Durchführung des Projektes in der ATA/OTA Ausbildung entwickelt. Im Ergebnis zeigte sich, dass bei der Kompetenzerfassung die Evaluation im Vordergrund steht. Ein geeignetes empirisch fundiertes Kompetenzmessinstrument konnte in der Recherche nicht ermittelt werden. Die verstärkte Anwendung von Maßnahmen für den Theorie-Praxis-Transfer lässt auf die Förderung von Handlungskompetenz schließen. Es konnten Handlungsempfehlungen für die Durchführung dieses Projektes in der ATA/OTA-Ausbildung und damit die Möglichkeit zur Förderung von Handlungskompetenz entwickelt werden.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201705 Reinhard Brodehl Pflegeschüler – die besonderen Subjekte und ihre Lernvoraussetzungen
Qualität in der Pflege erfordert Menschen, die in ihrer Ausbildung gebildet wurden. Angesichts der immer jünger werdenden Schüler kommt der Didaktik und Pflegepädagogik die Aufgabe zu, die oft problematischen Lern- und Entwicklungsschritte mit dem Ziel zu begleiten, das Bildungsziel der Autonomie durch das Korrelat der Authentizitätsentwicklung anzustreben. Denn der Anspruch der Autonomie zur Selbstbestimmung verlangt als Voraussetzung Maßstäbe der Authentizität zur richtigen Selbstbestimmung. Somit stellt sich die uralte Frage, wie die Lernvoraussetzungen des heutigen Subjekts zu ermitteln sind, neu. Der Artikel begründet mehrjährig geführte Beobachtungen zu den Lernvoraussetzungen heutiger Altenpflegeschüler. Im Ergebnis wird ein Kriterien begründetes Verfahren vorgestellt, das den Entwicklungsstand des Subjekts, sein biografisch erworbenes Vorwissen und das Lernverhalten im Hinblick auf die Authentizitätsentwicklung in das Blickfeld nimmt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 05
vom 23.05.2017
201511 Sabine Weber-Frieg Editorial
Editorial
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
201511 Prof. Dr. Annette Riedel, Birte Kimmerle, Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann, Josef Huber, Eva Ruhland Spannungsfelder am Übergang von der beruflichen Bildung und Praxis an die Hochschule
Wie gestalten sich Übergänge aus der beruflichen Bildung und Praxis an die Hochschule für pflegeberuflich Qualifizierte? Welche Möglichkeiten gibt es, pflegeberuflich Qualifizierten den Übergang ins Studium zu erleichtern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt FUgE (Förderung der Uebergänge und des Erfolgs im Studium) an der Hochschule Esslingen. Im Zentrum des Projekts steht die Erfassung und Analyse der Bedingungen und Bedürfnisse pflegeberuflich qualifizierter Studierender und deren Herausforderungen während des Übergangs, um bedarfsgerechte Angebote zur Förderung dieser Zielgruppe und deren Erfolg im Studiumzu entwickeln. Dieser Beitrag fokussiert die Frage, welche Spannungsfelder sich am Übergang zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung offenbaren und welche Anforderungen sich daraus für die Hochschulen ergeben. Ausgewählte Handlungsoptionen werden dargestellt und anhand geplanter oder bereits umgesetzter Maßnahmen des Projekts konkretisiert.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau

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Peer Review Artikel

5 PW
2 PdG
GdP
Verlauf von 2005 bis 2018
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
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