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Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau
201708 Ing. Mag. Christian Ederer, Heike Fink, Anna Sprenger Ein interprofessionelles Ausbildungsmodul mit interaktiver Lehre, Planspielen und einer Online Plattform. Outcome des Moduls in Bezug auf interprofessionelles Denken, Handeln und das Entstehen einer interprofessionellen Vernetzung unter den Studierenden
An der fh gesundheit in Innsbruck wurde ein interprofessionelles Modul im Umfang von fünf ECTS im zweiten Semester aller Studiengänge curricular verankert. Für den Zeitraum des Moduls werden interprofessionell gemischte Gruppen gebildet. In der didaktischen Aufbereitung umfasst es interaktive Methoden, Diskussionen und Planspiele. Der interprofessionelle Austausch wird in Ergänzung und zeitlicher Ausweitung der Präsenz durch eine Onlineplattform unterstützt. Dieser Artikel beschreibt das Modul und dessen mit einer Vorher- Nachher Befragung ermittelten Effekte. Das Modul verbesserte signifikant die Kompetenzen der Studierenden zur Interprofessionalität, ihre Sicht auf interprofessionelles Handeln im Beruf und etwas weniger stark die allgemeine Einstellung zur Interprofessionalität. Durch das Modul entstand auch ein interprofessionelles Netzwerk zwischen den Studierenden, das sie zu einem großen Teil in der weiteren Ausbildung und im Beruf nutzen wollen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 08
vom 21.08.2017
201706 Kathrin Horlacher, Rita Müller, Regina Sauer, Michael Kleinknecht, Jacqueline Martin, Rebecca Spirig Grade-Mix in der Pflege: Eine erste Erhebung mit einem neuen Instrument
Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung und den erstmaligen Einsatz eines Instruments zur Erfassung des Personalbestandes in der Pflege. Es geht darum, die verschiedenen Personalkategorien in Spitälern zu quantifizieren und zu vergleichen. Eine Expertengruppe entwickelte dieses Instrument, um den Grade-Mix zu messen und die verschiedenen Funktionen in den Bereichen Fach, Management, Pädagogik und Support zu erfassen. Im Mittel aller untersuchten Spitäler waren 85.8% der Mitarbeitenden im Fach, 8% im Management, 4.1% in der Pädagogik und 2.1% im Support tätig. Das Instrument «Grade-Mix in der Pflege» lässt sich für weitere Monitoring-Aktivitäten verwenden und weiterentwickeln.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 02.06.2017
201610 Regina Wiedemann, MScN, BScN, RN, Cand. PhD Pflegewissenschaft Externe brustprothetische Versorgung nach Mastektomie: Bedürfnisse und Erfahrungen betroffener Frauen, Breast Care Nurses und Sanitätsfachangestellter
Hintergrund: In Deutschland sind externe Brustprothesen als medizinisches Hilfsmittel zum Ausgleich nach einer Brustentfernung bei Brustkrebs eine anerkannte Versorgung. Trotzdem fehlen Erkenntnisse über die brustprothetische Versorgung in Brustzentren und in der ambulanten Versorgung. Fragestellung: Welche Erfahrungen machen betroffene Frauen, BCN und Sanitätsfachangestellte in der brustprothetischen Versorgung? Wie zufrieden sind die Frauen mit ihrer externen Brustprothese, und welchen Einfluss hat die Prothese auf ihre Körperhaltung, Erscheinung, Weiblichkeit und das Selbstvertrauen? Wie schätzen BCN und Sanitätsfachangestellte dies ein? Methode: Im Oktober 2015 wurde eine systematische Übersichtsarbeit, aufbauend auf einer Literatursuche in den Datenbanken PubMed und CINAHL, anhand des PRISMA-Statements durchgeführt. Sechzehn Publikationen wurden identifiziert und nach Dixon-Woods et al. (2006) analysiert. Ergebnisse: Die Studien liefern Daten zu sechs Themenfeldern: Auswirkung des Brustverlustes, Information und Wissen, Prothesenversorgung und -anpassung, Zufriedenheit mit der Prothese, Prothesentypen und dem psychosozialen Einfluss der Prothese auf das Leben der betroffenen Frauen. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung der Brustprothese für das Körperbild der betroffenen Frauen und den Einfluss auf die Verarbeitung der Brustkrebserkrankung. Auch wenn die Mehrzahl der Frauen mit der brustprothetischen Versorgung zufrieden ist, besteht dennoch bei circa 25 % von ihnen Unzufriedenheit in Bezug auf Gewicht, Form, Eigenschaften der Prothesen oder hinsichtlich der Einschränkungen im Alltag. Es zeigt sich ein Zusammenhang zwischen angemessener Information sowie der ihnen zukommenden Unterstützung und der Zufriedenheit der Frauen mit ihren Brustprothesen und deren Anpassung. Professionelle in der Klinik sollten daher den Zugang zu Informationen sicherstellen und den Übergang zwischen dem stationären und dem ambulanten Setting gewährleisten.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 12.10.2016
201512 Julia Söhngen, Nicole Ruppert, Prof. Dr. Wilfried Schnepp Vereinbarkeit von Angehörigenpflege und Beruf – Doppelbelastung oder Chance?
Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den belastenden und entlastenden Faktoren, die bei dem Versuch auftreten, Angehörigenpflege und Beruf miteinander zu vereinbaren. Dabei wird die Erkenntnis, dass die Kombination von Angehörigenpflege und Beruf nicht allein belastende Auswirkungen hat, sondern sich in bestimmten Konstellationen durchaus entlastend auf die Situation der pflegenden Angehörigen auswirken kann, erst seit kurzem wissenschaftlich thematisiert. Hier knüpft der vorliegende Artikel an und beschreibt die belastenden und auch die entlastenden Faktoren, die sich aus der Gleichzeitigkeit von Angehörigenpflege und Beruf ergeben. Dabei werden in erster Linie die Faktoren herausgearbeitet, die sich auf einzelne berufstätige Pflegende als be- oder entlastend auswirken können. Anschließend werden unterschiedliche Maßnahmen vorgestellt, die aus Sicht der berufstätigen, pflegenden Angehörigen in dieser oftmals außergewöhnlich belastenden Situation Erleichterung verschaffen können.
Pflegewissenschaft Ausgabe 12
vom 18.12.2015
201505 Andreas Fraunhofer, Florian Baudach (Akademische) Bildung als Instrumentarium der Mitarbeiterbindung in der Pflege. Ein Szenario aus Bayern
Seit der Novellierung des bayerischen Hochschulgesetzes im Jahr 2009 können auch beruflich qualifizierte Personen, die über keine schulische Hochschulzugangsberechtigung verfügen an Hochschulen und Universitäten studieren. Zudem können außerhochschulisch erworbene Kompetenzen auf das Studium angerechnet werden, was sich zum einen positiv auf die Motivation der potenziellen TeilnehmerInnen auswirkt, zum anderen ihnen die Möglichkeit eröffnet Zeit und Geld bei ihrer Karriereplanung zu sparen. Dies ist insbesondere für den Fachbereich der Pflege ein wichtiger Schritt, da sich hier durch die späte Akademisierung ein sehr ausdifferenziertes Weiterbildungssystem ausgebildet hat, das nun mit der Hochschullehre verzahnt werden kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 05.05.2015
201410 Julia Süß Wissen in der Pflege managen
Die Implementierung von Evidence-based Nursing in die professionelle Pflegepraxis zur Gestaltung eines Theorie-Praxis-Transfers ist für deutsche Krankenhäuser bis dato wenig beforscht im Gegensatz zu anderen, vor allem den angloamerikanischen, Ländern (vgl. Panfil 2005; vgl. Behrens, Langer 2010b; vgl. Meyer, Köpke 2012). Es fehlt vor allem an wissenschaftlichen Befunden zu Konzepten oder auch Konzeptevalua- tionen (vgl. Schilder 2010). Unabhängig davon wird der Nutzen des Evidence-based Nursing nicht bestritten (vgl. Behrens, Langer 2010b; vgl. Ludwig, Schäfer 2011; vgl. Solomons, Spross 2011; vgl. Meyer, Köpke 2012). Diesem Desiderat soll der vorliegende Artikel konzeptionell begegnen. Mit Hilfe der Implementierung eines Wissensmanagementmodells kann die Umsetzung des Evidence-based Nursing in einer Akut- klinik unterstützt werden. Dabei ist es möglich, eine pflegewissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Methode miteinander so zu kombinieren, dass aktuelles Wissen für den Pflegebereich nutzbar gemacht werden kann.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2014
201301 Mechthild Löwenstein, Karl-Heinz Sahmel Innovation der Pflegeausbildung durch Lernportfolios
Die vielfältigen Veränderungen der Lehr-Lernkultur in der Pflegeausbildung machen sowohl eine grundsätzliche als auch eine sehr konkrete Auseinandersetzung erforderlich. Auf der prinzipiellen Ebene gilt es, die breiten Anregungen des Konstruktivismus kritisch zu hinterfragen und konstruktiv mit Perspektiven von Bildung zu verknüpfen. Der Blick auf die Subjektbindung von Lernen sollte nämlich nicht die Notwendigkeit von Bildung und die pädagogische Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen verhindern. Zur Förderung der Lernkompetenz in der Pflegeausbildung werden auf der konkreten Ebene Lernstrategien thematisiert und darüber hinaus mit kriteriengeleiteten Lernportfolios angeleitet und individuell geübt. Gezielte Reflexionen über das eigene Lernen (Metakognition) sind das Herzstück der Portfolioarbeit. Lernprozesse aus der Perspektive der Schüler werden sichtbar und der Selbst- und Fremdreflexion zugänglich. Das Nachdenken über das eigene Lernen findet dabei auf zwei Ebenen statt. Einerseits werden im Verlauf der Ausbildung Erkenntnisse zu immer komplexer werdenden Pflegethemen festgehalten und andererseits die Planung, Strukturierung und Überprüfung individueller Lernprozesse reflektiert. Der Erfolg der Lernportfolios bemisst sich an der Realisierung der Prinzipien Partizipation, Kommunikation und Transparenz. Weiterhin sind der Aufbau einer Vertrauenskultur, die Dialog, Kooperation und wertschätzenden Umgang unter Lehrern und Schülern fördert, Grundvoraussetzungen für das Gelingen von Portfolioarbeit. Die Implementierung von Lernportfolios lassen nicht nur Lernbiografien von Schülern und Lehrern sichtbar werden, sondern können darüber hinaus wichtige Hinweise zur Organisations-, Unterrichts- und Personalentwicklung der Pflegeausbildung geben.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2013
201301 Matthias Ernst, Wolfgang Seger Einflussfaktoren auf die Lebenserwartung pflegebedürftiger – Menschen mit Demenz Eine systematische Literaturübersicht
In einer systematischen Literaturstudie wird der Fragestellung nachgegangen, welche sozialen und krankheitsbedingten Faktoren sich auf die Lebenserwartung von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz auswirken, und welche positiven oder negativen Effekte diese bewirken. Es werden insbesondere Verbindungen zwischen einer reduzierten Lebensqualität, Veränderungen des Versorgungssettings, dem Auftreten von Belastungssituationen und einer reduzierten Lebenserwartung dargestellt. Daraus lassen sich Grundlagen für zukünftige Forschungsansätze in einem mehrdimensionalen Setting ableiten mit dem Ziel, die verschiedenen Einflussfaktoren und Untersuchungssettings miteinander zu verbinden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2013
201207 Frank Arens Praxisbegleitung in der Altenpflegeausbildung aus berufs- und schulrechtlicher Perspektive
Praxisbegleitung in der Altenpflegeausbildung stellt die Lehrkräfte in den Altenpflegeschulen vor neue Herausforderungen. Im Rahmen einer Analyse der landesrechtlichen Umsetzungen des bundeseinheitlichen Altenpflegegesetzes und der entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung wurden Verantwortlichkeit, Umfang, Ziele und Aufgaben der Praxisbegleitung in der Altenpflegeausbildung identifiziert, die für eine zu entwickelnde Pflegedidaktik der Praxisbegleitung Berücksichtigung finden sollen. Als wesentliche Ergebnisse können festgehalten werden, dass in den meisten Bundesländern die Schulen die Gesamtverantwortung für die praktische Ausbildung tragen und die Praxisbegleitung von den hauptamtlichen, entsprechend pädagogisch qualifizierten Lehrkräften der Schulen durchgeführt werden soll. Zum Umfang der Praxisbegleitung halten die meisten Bundesländer im Regelfall mindestens zwei Besuche pro Ausbildungsjahr in den Einrichtungen für sinnvoll. Darüber hinaus kann festgehalten werden, dass die zur Verfügung stehende Zeit für Praxisbegleitung zwischen 7,32 und 25 Zeitstunden während der gesamten Ausbildung beträgt. Ziel der Praxisbegleitung soll die Verbindung von Altenpflegeschule und Altenpflegepraxis sein. Die Aufgaben der Lehrkräfte im Rahmen der Praxisbegleitung können in schülerinnenbezogene1 und praxisanleiterinnenbezogene Aufgaben unterschieden werden. Die Schülerinnen sind von den Lehrkräften in den Einrichtungen zu besuchen, zu betreuen, zu unterstützen, zu beraten, anzuleiten, zu überprüfen und zu beurteilen. Die Beratung und Unterstützung der Praxisanleitenden soll der Entwicklung pädagogischer Kompetenz dienen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.2012
201201 Katharina Lüftl, Andrea Kerres „Ich denk mal, dass andere Bereiche […] die mit Handkuss aufnehmen“ – Einschätzungen von Pflegedienstleitungen zum Einsatz von Absolventen des dualen Pflegestudiengangs in der direkten Pflege
„Pflege dual“ ist ein ausbildungsintegrierendes Studienmodell der Katholischen Stiftungsfachhochschule (KSFH) München, dessen inhaltliche Schwerpunkte auf der gerontologischen Pflege und der Palliativpflege liegen. Die Lernenden absolvieren dabei parallel zu einer beruflichen Ausbildung in der Altenpflege oder in der Gesundheits- und Krankenpflege ein pflegewissenschaftliches Bachelorstudium. Die enge Verzahnung von Ausbildung und Studium wird auf der Grundlage eines Kooperationsbündnisses mit verschiedenen Berufsfachschulen (vgl. Abb. 1) realisiert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2012
201111 Anne Schmitt Übertragung und Gegenübertragung in der Kinderkrankenpflege
Beratung war und ist originärer Bestandteil pflegerischer Leistungen in der Kinderkrankenpflege. Diese Beratungstätigkeit kann im psychologischen Kontext in Abhängigkeit zu Konzepten der Psychoanalyse differenziert werden. Diese Arbeit geht auf der Grundlage vorliegender Literatur dem Aspekt nach, wie sich Beratung in der Kinderkrankenpflege im psychoanalytischen Bereich der Phänomene „Übertragung und Gegenübertragung“ verorten lässt. Es wird der Frage im berufspolitischen, pflegetheoretischen und konzeptuellen Kontext sowie in Bezug auf das erforderliche Kompetenz- und Qualifikationsniveau nachgegangen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2011
201103 Gernot Adolphi, Mathias Bonse-Rohmann, Sybille Rommel, Monika Kneer Didaktische und curriculare Konsequenzen der Evaluation des Modellversuchs „PFLEGE – LEBEN: Eine generalistische Pflegeausbildung“ für die Schulentwicklung der Freien Krankenpflegeschule e.V. an der Filderklinik
Das Modellprojekt: „PFLEGE – LEBEN: Eine generalistische Pflegeausbildung“ wurde durch das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg genehmigt und mit finanzieller Unterstützung mehrerer Stiftungen an der Freien Krankenpflegeschule (FKS) an der Filderklinik e.V. zwischen Oktober 2006 und September 2010 durchgeführt. Innerhalb des Projekts wurde ein generalistisch ausgerichtetes Curriculum entwickelt, erprobt und evaluiert. Eine Besonderheit hierbei ist die Ausrichtung an der von Rudolf Steiner begründeten Anthroposophie.
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2011
199907 Andrea Jobst, Regina Brandl, Kerstin Springer, Wolfgang Schäfer Kann EDV das Telefon im Krankenhaus ersetzen?
Unsere Forschungsgruppe hat erkannt, wie wichtig der EDV-Einsatz im Krankenhaus ist. Uns ist durch unsere tägliche Arbeit sehr bewußt, wie schnell sich durch den EDV-Einsatz grundlegende Strukturen und Verhaltensweisen ändern. Ein weiterer Motivationspunkt ist die Gewißheit, daß der Arbeitsplatz im Krankenhaus ohne EDV in Zukunft nicht mehr möglich ist
Pflegewissenschaft Ausgabe 07
vom 01.07.1999
199909 Ute Zentgraff, Oliver Ritz, Maria Bruland, Karin Plonka, Elke Helfer Marketing in vollstationären Einrichtungen der Altenhilfe
Auch vollstationäre Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe müssen sich zunehmend mit dem Begriff sowie der Praxis des Marketing auseinandersetzen. Im vorliegenden Artikel wird der Schwerpunkt bei folgenden Fragen gesetzt: was heißt eigentlich Marketing, was m
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.1999
200201 Dr. Bettina Schmidt Organisationskultur im Wandel - von der krankenhauszentrierten zur gemeindenahen integrierten Versorgung
Die Gesundheitsversorgung der vergangenen Dekaden war maßgeblich auf die medizinische Behandlung im Krankenhaus ausgerichtet. Der anhaltende Kostendruck im Gesundheitswesen, ebenso der Mangel an Flexibilität, auf die sich ändernden Gesundheitsbedürfnisse adäquat zu reagieren, hat den Gesetzgeber zum Handeln veranlasst, mit weitreichenden Konsequenzen für die Medizin und Pflege sowie die Träger von Gesundheitseinrichtungen. Um den vielfältigen Anforderungen im Gesundheitssektor gerecht zu werden, etablierten sich in den vergangenen Jahren eine Fülle von Institutionen und Einrichtungen, mit dem Ziel, ergänzend zur stationären Versorgung eine ambulante Behandlung und häusliche Pflege sicherzustellen. Eine übergreifende Vernetzung zur integrierten Versorgung, bei der sich Krankenhäuser, ambulante Dienste und niedergelassene Ärzte zusammenfinden und sinnvoll ergänzen, ist bisher nur vereinzelt realisiert worden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2002
200206 Petra Zöllner Kompetenzerwerb im Pflegeunterricht durch künstlerische und kunsttherapeutische Methoden
Im zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts entstanden in vielen gesellschaftlichen Lebensbereichen Bewegungen gegen die damaligen vorherrschenden bürgerlichen Normen. In dieser Zeit des Aufbruchs entwickelten sich neben neuen Sichtweisen der menschlichen Psyche auch neue Stilrichtungen innerhalb der Kunst. Diese Stile waren geprägt vom individuellen Ausdruck der schaffenden Künstler. Nach SCHOTTENLOHER bereiteten Dadaismus und Surrealismus den Boden für einen anthropologischen erweiterten Kunstbegriff, der in der Folge Kunst, Kreativität und Leben gleichsetzte. „In den späten 60er und 70er Jahren finden durch die humanistische Psychologie Entwicklungen statt, die sich in der Erweiterung der Sinne, im unmittelbaren szenischen Ausdruck, im Einbeziehen des nicht-sprachlichen, emotionalen menschlichen Erlebnisraumes in der Betonung von Spontanität und Selbsterfahrung der modernen Kunst annähert.“1 In dieser Entwicklung liegt der Ursprung der Kunsttherapie und vieler anderer Therapieformen
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2002
200211 Markus Stadler Nurses’ Mind Map Lernen am Arbeitsplatz im „Informationszeitalter“
Im Grunde fehlt uns Pflegenden (und nicht nur uns!) ein Informationsfilter, der beim Selektieren derjenigen Information unterstützt, die täglich über uns hereinbricht. „Information pollution“ (Informationsverschmutzung) ist ein treffender Begriff, um das zu umschreiben. Bei der Pflege handelt es sich um einen sogenannten Schnittstellenberuf. Er hält Kontakte zu vielen andern Spitalberufen aufrecht und hat somit zentrale Bedeutung beim Beleben der Spital-Infrastruktur. Das „nurses’ mind map“ ist ein microsoft power point basiertes Programm, das als Modell verstanden werden kann und innerhalb einer Spezialklinik (neurochirurgische Klinik am Inselspital Bern) die Schnittstellen aufzeigt, mit denen wir Pflegenden uns täglich auseinandersetzen
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2002
200211 Agnes van Dyk Kodierung standardisierter Pflegepläne in PIK mittels ICNP
Eine eindeutige Sprache in der Pflege schafft Transparenz und damit nötige Voraussetzungen u.a. für die Pflegeforschung und das Pflegemanagement. Klassifikationssysteme wie das der International Classification of Nursing Practice (ICNP) könnten beispielsweise in rechnergestützte Pflegesoftware, z.B. wie das Pflegeinformations- und Kommunikationssystem (PIK) implementiert werden und dadurch diesem Vorhaben Rechnung tragen. Im Rahmen eines Praxissemesters, Studiengang Pflegewissenschaft, Fachhochschule Osnabrück, hat die Autorin überprüft, inwieweit sich die standardisierten Pflegepläne, die im Rahmen der Entgiftungsbehandlung auf einer psychiatrischen Station am Universitätsklinikum Heidelberg eingesetzt werden, mittels der ICNP codieren lassen. Nach einem besonderen Mappingverfahren (Berekoven, 2002) liegen folgende Ergebnisse in der Codierung vor: Die Codierung von Titel und/oder Definitionen oder auch einer sinngemäßen Definitionswiedergabe gelang zu 76% bezogen auf Pflegephänomene und bei den Pflegehandlungen zu 68%. Bei den restlichen Basiseinträgen war die Codierung mittels der ICNP entweder mangelhaft oder sogar unmöglich, insbesondere bezogen auf Pflegehandlungen. Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass eine Codierung mittels ICNP in Teilbereichen umzusetzen ist, macht aber auch die Schwachstellen der ICNP deutlich. Um für die Pflegeforschung relevante, valide Daten mittels der ICNP zu sammeln, erscheint es der Autorin wichtig, sich hinsichtlich der Deskriptorenauswahl und der Kodierregeln in weiteren Projekten auszutauschen und sie auf ihre Praktikabilität hin zu untersuchen
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2002
200303 Regina Frömming-Ohmke Gemeinsam ins Boot – Berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit in Zeiten des Wandels
Organisationen im Gesundheitswesen müssen sich derzeit drastischen Veränderungen stellen. Schlagworte in sämtlichen stationären und ambulanten Einrichtungen des Gesundheitswesens sind Kosten, Qualität, Kundenorientierung und Personalkapazitäten. Dabei ist nicht nur der Mangel an Pflegekräften im Blickfeld, sondern auch der Mangel an Ärzten
Pflegewissenschaft Ausgabe 03
vom 01.03.2003
200304 Prof. Dr. Karin Wittneben Handlungsfelder – Lernfelder – Bildungsinhalte
In diesem Beitrag, der sich nach Seiten bemisst, mute ich Ihnen ein Mitdenken über ein pflegedidaktisches Modell zu, an dem ich seit zwanzig Jahren arbeite und das in seiner Konstruktion zwar schon sehr weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen ist. Ich glaube inzwischen auch nicht mehr, dass ein Modell jemals abgeschlossen werden kann. Ich trage Ihnen also sozusagen ein ziemlich weit fortgeschrittenes Zwischenergebnis meines langjährigen Denk- und Forschungsprozesses vor und möchte Sie nicht nur zum Mitdenken, sondern auch zum eigenständigen Weiterdenken auffordern. Diese Aufforderung erlaube ich mir, weil ich inzwischen zu der Einsicht gelangt bin, dass ich nicht für andere denke, sondern vor allem für mich denke, um immer besser zu verstehen, was Pflege ist bzw. sein kann, wie ein Verständnis von guter Pflege vermittelt und erworben werden kann und was ein Verständnis von guter Pflege für die Gepflegten einerseits und die Pflegenden andererseits bedeutet. In dem bis zum heutigen Tag entwickelten pflegedidaktischen Modell haben sich drei aufeinander bezogene Bestimmungsstücke herausgebildet. Das sind ein pflegewissenschaftliches, ein erziehungswissenschaftliches und ein pflegepraktisches Bestimmungsstück. Ich werde diese drei Bestimmungsstücke des pflegedidaktischen Modells beschreiben, in ihrem Zusammenhang erläutern und auch inhaltliche Feinheiten jedes einzelnen Bestimmungsstücks darlegen. In der systematischen Darstellung des Modells folge ich gleichzeitig der Entstehung des Modells in chronologischer Folge, weil ich davon ausgehe, dass sich die Entstehung dieses inzwischen komplexen Modells dann leichter nachvollziehen lässt. Diese Vorgehensweise stützt sich auf die erkenntnistheoretische und pädagogische Einsicht, dass Denkprozesse leichter nachvollzogen werden können, wenn sie in einem Prozess des sogenannten „lauten Denkens“ anstatt fertiger Denkergebnisse angeboten werden
Pflegewissenschaft Ausgabe 04
vom 01.04.2003
200402 Volker Thiel Reform des Krankenpflegegesetzes – Herausforderungen für die Pflegebildungseinrichtungen
Die vorliegende Untersuchung behandelt die Reform der Krankenpflegeausbildung unter dem Fokus, welche Herausforderungen diese Reform für Pflegebildungseinrichtungen mit sich bringt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2004
200510 Frank Haastert Pflegeversicherung und Demenz – wohin entwickelt sich die Pflegeversicherung?
Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit der Entwicklung der Pflegeversicherung aus dem Blickfeld demenziell erkrankter Pflegebedürftiger. Es wird zuerst der Grundgedanke der Pflegeversicherung und dessen Folgen für Demenzkranke näher beleuchtet (Problem des neugeschaffenen sozialrechtlichen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und der damit verbundene eingeschränkte Leistungszugang für demenzkranke Pflegebedürftige). Besondere Beachtung finden dabei das Erste SGB XI-Änderungsgesetz sowie das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz und das Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz. Des weiteren wird die mögliche zukünftige Entwicklung der Pflegeversicherung anhand der Reformvorschläge der so genannten Rürup-Komission und Herzog-Komission sowie anhand diverser Bundestagsanträge und -anfragen diskutiert. Besondere Beachtung hierbei finden die Vorschläge zur stärkeren Einbindung demenzkranker Pflegebedürftiger ins Leistungssystem der Pflegeversicherung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2005
200511 Regina Frömming-Ohmke Fusionen erfolgreich gestalten
In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie die systematische Berücksichtigung weicher Faktoren in der Vorbereitung, Durchführung und Nachkontrolle die Risiken eines Scheiterns reduziert und Fusionsprozesse positiv beeinflussen kann. Ergänzend dazu wird beschrieben, wie es der Leitung gelingt, ihre Leitungsidentität in dem neuen Team zu entwickeln.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2005
200610 Regina Wiedemann, Sara Marquard Die Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust als Aufgabe der Pflege
Ziel der Literaturstudie war es, die internationale Literatur hinsichtlich der Aufgabe der Pflegenden bei der Anleitung von Frauen zur Selbstuntersuchung der Brust zu analysieren. Hierfür wurden zunächst die gesetzlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland beschrieben. In einer anschließenden Recherche wurden neun Artikel in internationalen Datenbanken ermittelt, acht Veröffentlichungen sind aus den USA, eine aus Australien. Die Ergebnisse zeigen: (1) Pflegende werden in ihrer Motivation und Entscheidung zur Anleitung von Frauen zur Selbstuntersuchung durch ihr persönliches Verhalten in Bezug zur Selbstuntersuchung der Brust und ihrem Fach- und Methodenwissen beeinflusst. (2) In den USA und Australien wird die Mamma-Care- Methode® zur Anleitung eingesetzt. (3) Die Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust wird als ein wesentlicher Aspekt der Gesundheitsförderung angesehen, die unter anderem von Pflegenden durchgeführt wird. Dennoch zeigen die Ergebnisse der Studien, dass die Umsetzung im Pflegealltag gering ist. Deshalb wird gefordert, die Schulung und Anleitung zur Gesundheitsförderung verstärkt in die Aus- und Weiterbildung zu integrieren und die Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag den notwendigen Anforderungen anzupassen. In Deutschland sind gesundheitsfördernde Maßnahmen im Rahmen der Anleitung durch Pflegende zur Selbstuntersuchung der Brust nicht beschrieben.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2006
200702 Pia Wieteck et al. Übereinstimmung von Interventionsdokumentationen mit tatsächlich durchgeführten pflegerischen Leistungen
In Europa findet momentan eine große Rationalisierungsdiskussion bezüglich der Gesundheitssysteme statt. Sich wandelnde Finanzierungsformen führen zu steigenden Fallzahlen, dem gegenüber steht eine Reduzierung der Krankenhausverweildauer. Eine steigende Lebenserwartung, die Chronifizierung von Krankheiten und die demographische Bevölkerungsentwicklung sind weitere Herausforderungen an die Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Ökonomisch gesehen ist die Pflege ein großer Wirtschaftsfaktor für den Krankenhaussektor. Die Personalkosten stellen mit ca. 66% einen großen Anteil der Krankenhausgesamtkosten dar. 40% dieser Personalkosten entstehen durch das Pflegepersonal. Die Leistungen, die die Berufsgruppe der Pflegenden erbringen, bleiben aber zu großen Teilen unsichtbar und somit gezielten Auswertungen verschlossen. Daraus ergeben sich die Notwendigkeit der Darstellung von pflegerischen Leistungen und der Ergebnisqualität sowie die Forderung nach wissenschaftlich abgesicherten Pflegeinterventionen. Es werden Daten benötigt, um Personalberechnung, Kostenkalkulationen, Qualitäts-, Aufwands- und Belastungsmessungen durchzuführen und Behandlungspfade evaluieren zu können. Soll in Zukunft Leistungstransparenz durch den Einsatz einer standardisierten Pflegefachsprache möglich werden, ist die Datenqualität der Pflegeprozessdokumentationen von großer Bedeutung.
Pflegewissenschaft Ausgabe 02
vom 01.02.2007
200705 Pia Wieteck Die elektronische Gesundheitskarte - Bestimmung der pflegerischen Perspektive in der deutschen Telematikdiskussion
Die elektronische Gesundheitskarte sowie die Schaffung einer Telematikinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen sind im Gesetz zur Modernisierung der Krankenversicherung verankert. Im Oktober 2003 wurde das Gesetz im Bundesrat verabschiedet. Weitere Teile des GMV (Gesetz zur Modernisierung der Krankenversicherung) sind am 1. Januar 2004 in Kraft getreten (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 55, 2003). Die Gesundheitskarte soll schrittweise in verschiedenen Testregionen eingeführt werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 05
vom 01.05.2007
200706 Svenja Schmitt, Jaqueline Bomball Kompetenzerfassung im Rahmen der Evaluation des Berliner Modellversuches „Generalistische Pflegeausbildung“
Die erheblich veränderten Anforderungen an die Pflege (bedingt durch demografischen Wandel, verändertes Krankheitsspektrum, zunehmende Bedeutung von Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation, zunehmende ökonomische Zwänge etc.) stellen – auch im Zuge der Professionalisierungsdiskussion – einen höheren Anspruch an die Pflegeausbildung und die Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz. Die beschriebenen Veränderungsprozesse führten in den letzten Jahren, ausgelöst durch die Novellierung des Krankenpflegegesetzes und die Verabschiedung des bundeseinheitlichen Altenpflegegesetzes sowie den darin enthaltenen Modellklauseln, bundesweit zur Initiierung verschiedener Modellprojekte mit integriertem, integrativem oder generalistischem Ansatz. Für die Bewertung der Modelle und ihrer Übertragbarkeit in den Regelbetrieb stellt die Messung und Beurteilung der Kompetenzentwicklung der Auszubildenden ein bedeutsames Untersuchungsfeld dar.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2007
200706 Karin Windfelder, Karin Wittneben Schulinterne Curriculumentwicklung nach dem Lernfeldkonzept - Implementationsschritte und Evaluationsergebnisse am Schulzentrum für Krankenpflegeberufe in Hannover. (Teil 2)
Dieser Beitrag knüpft an den ersten Teil unserer Artikelserie „Schulinterne Curriculumentwicklung nach dem Lernfeldkonzept …“ an (Wittneben/Windfelder/ Walkling-Stehmann 2007, S. 239 ff.) und beschäftigt sich kurz mit der Implementation und schwerpunktmäßig mit der Evaluation von implementierten Lernsituationen zum Lernfeld „Belästigungen, Erleben und Verarbeiten von Ekelempfindungen …“. Vorgelegt werden Ergebnisse aus einer Befragung der beteiligten Schüler und Schülerinnen, der Praxisanleiter und Praxisanleiterinnen sowie der unterrichtenden und sich selbst evaluierenden Lehrerin. In einer Diskussion der Ergebnisse werden sowohl die im lernsituationsorientierten Unterricht und einem praktischen Einsatz erreichten Ziele als auch noch offen gebliebene Fragen thematisiert. Ein Fazit zeigt erhaltenswerte Innovationspotentiale am Lernort Schule und vor allem Veränderungserfordernisse am Lernort Praxis und der dort zu erbringenden Praxisanleitung auf.
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2007
200710 Birte Luther Die Rolle der Lehrenden in der Hebammenausbildung
Die Besonderheit der Tätigkeit der Lehrerinnen für Hebammenwesen liegt darin, dass sie, unter professionstheoretischen Gesichtspunkten keinen Beruf haben. Genau genommen sind sie Hebammen, die sich pädagogisch weitergebildet haben, ob nun mittels Fachweiterbildung oder mittels Hochschulstudium (vgl. Luther 2006, S. 9 ff.). Diese Eigenheit teilen sie mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Gesundheitsfachberufen, wie z. B. den Lehrerinnen und Lehrern für Pflege (u.a. Sieger 2001, Stöcker 2002, Krüger 2003). In dieser Besonderheit liegen eine Reihe von Problematiken, die für die Arbeit der Lehrenden gravierende Folgen haben und die nicht selten dazu führen, dass Professionalisierungsbestrebungen und Innovationsprozesse nicht nur gehemmt, sondern geradezu konterkariert werden.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2007
200710 Yvonne Selinger Berufliches Selbstverständnis und Sichtweisen von Praxisanleitern zu formalen und inhaltlichen Aspekten der Altenpflegeausbildung
Der Beitrag basiert auf einer qualitativen Forschungsarbeit. Bei einer Zufallsstichprobe von acht als Praxisanleiter tätigen Pflegefachkräften im Altenpflegebereich wurden problemzentrierte Interviews geführt. Es wurden Teilfragestellungen formuliert mit den Schwerpunkten Person und Aufgaben des Praxisanleiters, Rahmenbedingungen der Praxisanleitung, Person und Beurteilung der Schüler, Anleitungssituationen, Lernen in Pflegepraxis und Schule, Lernortkooperation, Weiterbildung zum Praxisanleiter und Resümee der Tätigkeit als Praxisanleiter. Die Interviews wurden in der vierphasigen qualitativ-reduktiven Vorgehensweise nach Lamnek analysiert und vor dem Hintergrund bildungstheoretischer Erkenntnisse und -politischer Diskussionen interpretiert.
Pflegewissenschaft Ausgabe 10
vom 01.10.2007
200711 Frank Arens Anregungen zur didaktischmethodischen Umsetzung des nationalen Expertenstandards Sturzprophylaxe in den Schulformen des Berufsfelds Pflege
Mit der Veröffentlichung von Expertenstandards in der Pflege stellt sich den Lehrkräften in den Schulformen des Berufsfelds Pflege die Frage nach der didaktisch- methodischen Umsetzung der Standards. Auf einer Fachtagung in Oldenburg haben sich Pflegelehrkräfte an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen exemplarisch mit der Umsetzung des Expertenstandards Sturzprophylaxe in den Schulformen des Berufsfelds Pflege beschäftigt.1 Die Ergebnisse werden in diesem Beitrag zur Anregung und Diskussion gestellt. Zunächst werden die curricularen Vorgaben der Schulformen des Berufsfelds Pflege auf ihre Aussagen zum Thema Sturzprophylaxe analysiert. Anschließend werden die unterrichtsrelevanten Informationen des Expertenstandards zusammengetragen und dann in einem nächsten Schritt mit möglichen didaktisch-methodischen Hinweisen zur Umsetzung versehen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2007
200801 Paul-Martin Müller, Jan Schubert, Michaela Schubert, Martina Ostheimer, Stoff, Wissen, Kompetenz oder was? Die Umsetzung von neuem Wissen in Lehr-Lernsituationen
Durch die Formulierung des neuen Krankenpflegegesetzes ist es notwendig geworden, wissenschaftliche Erkenntnisse in Ausbildung einfließen zu lassen. Mit dieser Interventionsstudie sollte das Konzept des Evidence based nursing, als eine Methode untersucht werden, wissenschaftliche Befunde in die Grundausbildung der Pflegeberufe zu integrieren. Es wurden Vorerfahrungen und Einstellungen zwanzig Lernender zu Pflegewissenschaft und deren Übertragbarkeit in die eigene pflegerische Praxis, sowie die Wirkung von Unterrichtsgestaltungen und -methoden erhoben. Im Verlauf der Intervention wurde in 18 Lektionen mit handlungsorientierter, praxisnaher Unterrichtsgestaltung die Methode des Evidence based nursing vermittelt. Die Anschließende Dokumentenanalyse der nach der EBN-Methode auszuführenden Arbeitsaufträge erfolgte qualitativ nach Miles und Hubermann. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Lernenden durch die EBN-Methode in der Lage waren, Pflegeprobleme aus ihrer Praxis mit wissenschaftlichen Befunden zu bearbeiten und ihre Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen.
Pflegewissenschaft Ausgabe 01
vom 01.01.2008
200806 Regina Gärtner Von der Pflegeprozessdokumentation zur Leistungstransparenz? Überprüfung der mit ENP verbundenen LEP Nursing 3 (beta) Zeitwerte in einer orthopädischen Klinik
Im Gesundheitswesen wurde in den letzten Jahren versucht, durch mehrere Gesetzesänderungen die steigenden Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen. Durch Einführung der DRGs müssen die Krankenhäuser im besonderen Maße wirtschaftlich handeln. Von der zunehmenden Ökonomisierung ist auch das Pflegemanagement betroffen. Die Leistungstransparenz pflegerischer Arbeit ist eine wichtige Voraussetzung, um effektiv und effizient handeln zu können. Hierfür könnte das Leistungserfassungssystem LEP eingesetzt werden. LEP wurde mit dem Pflegeklassifikationssystem ENP in der Software RECOM-GriPS verknüpft. Dadurch werden bei der Maßnahmendokumentation mit ENP die LEP-Normzeitwerte der Version LEP Nursing 3 beta im Hintergrund automatisch erhoben und damit der Pflegeaufwand ermittelt. Zur Überprüfung der Genauigkeit des erhobenen Pflegeaufwandes wurde eine Zeitstudie mit korrelationellem Querschnittsdesign durchgeführt. Mittels modifizierter Fortschrittszeitmessung wurde der reale Pflegeaufwand pro Patient und Tag durch Pflegepersonen an einer orthopädischen Fachklinik in Norddeutschland erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Echtzeitwerte und die LEP-Normzeitwerte zu einem hohen Grad miteinander korrelieren (rS=0,773, p
Pflegewissenschaft Ausgabe 06
vom 01.06.2008
200909 Karl-Heinz Sahmel Pflegedidaktik im Widerspruch
Die aktuelle Diskussion über Didaktik kann als voll von Widersprüchen bezeichnet werden. Innerhalb des Gesamterscheinungsbildes der Theorien und Modellen der Pflegedidaktik besteht dieses Problem weiterhin – oder die Autoren verzichten auf Beweise für Lehren und Lernen in der Pflege. In diesem Artikel diskutiert der Autor drei Positionen, die sehr wichtig für die Entwicklung der Pflegedidaktik sind. Und er plädiert für die Fortdauer der Unterschiedlichen Positionen in Bezug auf die Analyse des Lehrens und Lernens.
Pflegewissenschaft Ausgabe 09
vom 01.09.2009
201011 Katharina Lüftl, Andrea Kerres Einführung des ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengangs Pflege Dual an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München in Kooperation mit fünf Berufsfachschulen – Erste Ergebnisse aus der Begleitforschung
Der ausbildungsintegrierende Bachelorstudiengang Pflege Dual verknüpft ein akademisches Studium mit der Ausbildung in einem Pflegeberuf. Neben dem Abschluss als staatl. examinierte Altenpfleger oder Gesundheits- und Krankenpfleger (Dauer 3 Jahre) erlangen die Absolventen den Bachelor of Science (Dauer 4,5 Jahre). Das Studienangebot der KSFH München zeichnet sich durch einen gerontologischen Schwerpunkt aus. Für die Teilnehmer gibt es drei Lernorte: Berufsfachschule, Hochschule und Pflegeeinrichtungen. Die ersten Schülerstudierenden haben im Wintersemester 09/10 ihr duales Studium aufgenommen. Dieses wird in Kooperation mit zwei Berufsfachschulen für Krankenpflege und zwei Berufsfachschulen für Altenpflege durchgeführt. Das Forschungsprojekt „Implementationsforschung Pflege Dual“ evaluiert den ersten Studiendurchgang. Ziel ist es, auf Grundlage der Forschungsergebnisse Entscheidungshilfen für die Weiterentwicklung des Studiengangs zu geben, sich abzeichnende Probleme frühzeitig bearbeiten zu können, die Beteiligten an allen Lernorten zu unterstützen und Auswirkungen des neuen Studienmodells in Erfahrung zu bringen. Hierfür werden im Laufe des ersten Studiendurchgangs insgesamt neun schriftliche Befragungen bei den Schülerstudierenden, Auszubildenden der herkömmlichen Ausbildung, Praxisanleitern, Pflegedienst- und Heimleitungen, Lehrenden der Berufsfachschulen und Lehrenden der Hochschule durch-geführt. Im ersten Jahr haben drei Erhebungen stattgefunden. Erste Ergebnisse daraus werden im folgenden Beitrag vorgestellt.
Pflegewissenschaft Ausgabe 11
vom 01.11.2010
201903 Michèl Süßmilch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Prof. Dr. Julia Göhler Eine qualitative Studie zur Exploration interprofessioneller und interkultureller Problemfelder als Grundlage eines Fortbildungskonzeptes für Lehrkräfte
Ziel der Studie ist es, typische interkulturelle und interprofessionelle Konfliktsituationen in der Notfallaufnahme zu erfassen, um einen auf diesen authentischen Problemlagen aufbauenden Lehrerworkshop zur Sensibilisierung einer differenzierten Haltung zu konzipieren. Die dafür durchgeführten 12 halbstandardisierten Interviews wurden inhaltsanalytisch ausgewertet und zeigen, dass es an Sprachbarrieren, interkulturellen Haltungs- und Problemmustern (z. B. negative Emotionen und Ablehnung gegenüber bestimmten Patientengruppen, Verantwortungsdelegation) sowie an den sich daraus ergebenden neuen Herausforderungen in der interprofessionellen Zusammenarbeit zu arbeiten gilt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 03
vom 08.03.2019
201709 Liane Grube, Sebastian Koch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern Handlungsorientierte Ausbildung in der Praxis der Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten
Schülerstationen sind ein geeignetes Konzept zur Verzahnung von Theorie und Praxis und zur Förderung der Handlungskompetenz (HK) in der Pflegeausbildung. Auszubildenden leiten dabei eine Station und arbeiten autonom. Die Förderung von HK ist ebenso Ziel der Ausbildung zum Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten (ATA/OTA). Die Messung und Förderung der HK mittels einer Schülerstation in der Pflege wurde in der vorliegenden Arbeit durch eine Literaturrecherche eruiert und Handlungsempfehlungen zur Durchführung des Projektes in der ATA/OTA Ausbildung entwickelt. Im Ergebnis zeigte sich, dass bei der Kompetenzerfassung die Evaluation im Vordergrund steht. Ein geeignetes empirisch fundiertes Kompetenzmessinstrument konnte in der Recherche nicht ermittelt werden. Die verstärkte Anwendung von Maßnahmen für den Theorie-Praxis-Transfer lässt auf die Förderung von Handlungskompetenz schließen. Es konnten Handlungsempfehlungen für die Durchführung dieses Projektes in der ATA/OTA-Ausbildung und damit die Möglichkeit zur Förderung von Handlungskompetenz entwickelt werden.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 09
vom 01.09.2017
201705 Reinhard Brodehl Pflegeschüler – die besonderen Subjekte und ihre Lernvoraussetzungen
Qualität in der Pflege erfordert Menschen, die in ihrer Ausbildung gebildet wurden. Angesichts der immer jünger werdenden Schüler kommt der Didaktik und Pflegepädagogik die Aufgabe zu, die oft problematischen Lern- und Entwicklungsschritte mit dem Ziel zu begleiten, das Bildungsziel der Autonomie durch das Korrelat der Authentizitätsentwicklung anzustreben. Denn der Anspruch der Autonomie zur Selbstbestimmung verlangt als Voraussetzung Maßstäbe der Authentizität zur richtigen Selbstbestimmung. Somit stellt sich die uralte Frage, wie die Lernvoraussetzungen des heutigen Subjekts zu ermitteln sind, neu. Der Artikel begründet mehrjährig geführte Beobachtungen zu den Lernvoraussetzungen heutiger Altenpflegeschüler. Im Ergebnis wird ein Kriterien begründetes Verfahren vorgestellt, das den Entwicklungsstand des Subjekts, sein biografisch erworbenes Vorwissen und das Lernverhalten im Hinblick auf die Authentizitätsentwicklung in das Blickfeld nimmt.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 05
vom 23.05.2017
201610 Lisa Luft, Melanie Schmidt, Prof. Dr. Ulrike Schulze Verknüpfung von beruflicher und akademischer Pflegebildung. Hochschulen in der attraktiven Funktion als Mittler zwischen akademischer und beruflicher Bildung
Im Rahmen des Projektes „MainCareer – Offene Hochschule“ wurden an der Frankfurt University of Applied Sciences durch die Konzipierung von Unterstützungsangeboten sowie die Möglichkeit der pauschalen Anrechnung wichtige Schritte abgeschlossen, um den grundständigen Bachelor-Studiengang Pflege (B. Sc.) stärker mit der beruflichen Bildung zu verknüpfen. Im folgenden Beitrag wird beschrieben, wie sich der Weg hin zu einem pauschalen Anrechnungsverfahren gestaltete und welche Erfahrungen im Projekt gesammelt wurden. Das Projekt wurde in der ersten Förderphase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert und ist in den Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ eingebettet.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 10
vom 10.10.2016
201603 Mag. Dr. Gerhard Fürstler Von der Lehrschwester zur Pflegewissenschaftlerin - Ein im Wandel begriffenes Berufsbild am Beispiel Österreich
In diesem auf den Lernwelten 2 14 in Berlin gehaltenen Vortrag wird im ersten Abschnitt der Versuch unternommen, die Situation der Pflegeausbildung in Österreich reduziert auf das Wesentliche darzustellen. Begründung: Im Mai 2 14 wurde bekannt, dass sich die Politik nach vielen Jahren der Diskussion darauf geeinigt hat, in Österreich zukünftig den gesamten gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege flächendeckend auf der Fachhochschule ausbilden zu lassen. Im zweiten Abschnitt wird dann das Berufsbild der „Lehrschwester“, also jener Krankenschwester, die lange – ohne jeder pädagogisch-fachlichen Ausbildung – mit der Ausbildung in der Krankenpflege befasst war, von seinem Beginn an, nachgezeichnet. Im dritten und letzten Abschnitt wird ein Blick auf die zukünftige Stellung der studierten Pflegewissenschaftlerin als akademisch ausgebildete Lehrerin in der Gesundheits- und Krankenpflege geworfen.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 03
vom 10.03.2016
201511 Sabine Weber-Frieg Editorial
Editorial
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
201511 Claudia Schneider, Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann, Prof. Dr. Thomas Heidenreich Ressourcen und Belastungen im Berufsalltag von Lehrenden an Altenpflegeschulen - Erste Konsequenzen für eine umfassende Gesundheitsförderung
Die Situation der Lehrenden an Altenpflegeschulen ist bislang nur unzureichend untersucht worden. Die Ausbildungsqualität steht jedoch im Zusammenhang mit der Lehrendengesundheit und ist vor dem Hintergrund, dass sich diese Lehrenden an einer zentralen Stelle für die Qualifizierung der zukünftigen, dringend benötigten Altenpflegefachkräfte befinden, von zentraler Bedeutung. Im Jahr 2 13 wurden Ressourcen und Belastungen aus fünf Bereichen im Berufsalltag der Lehrenden an Altenpflegeschulen in Baden- Württemberg empirisch erfasst. Explorativ wurden die ermittelten Ergebnisse zusätzlich trägerspezifisch betrachtet und inferenzstatistisch auf Unterschiede zwischen der Situation an staatlichen Altenpflegeschulen und an Altenpflegeschulen in freier Trägerschaft geprüft. Hierbei zeigten sich einzelne signifikante Unterschiede, die als Ausgangspunkte für notwendige Veränderungen im Berufsalltag der Lehrenden sowie als Anhaltspunkte für weitere Forschungsarbeiten dienen können.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
201511 Prof. Dr. Annette Riedel, Birte Kimmerle, Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann, Josef Huber, Eva Ruhland Spannungsfelder am Übergang von der beruflichen Bildung und Praxis an die Hochschule
Wie gestalten sich Übergänge aus der beruflichen Bildung und Praxis an die Hochschule für pflegeberuflich Qualifizierte? Welche Möglichkeiten gibt es, pflegeberuflich Qualifizierten den Übergang ins Studium zu erleichtern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt FUgE (Förderung der Uebergänge und des Erfolgs im Studium) an der Hochschule Esslingen. Im Zentrum des Projekts steht die Erfassung und Analyse der Bedingungen und Bedürfnisse pflegeberuflich qualifizierter Studierender und deren Herausforderungen während des Übergangs, um bedarfsgerechte Angebote zur Förderung dieser Zielgruppe und deren Erfolg im Studiumzu entwickeln. Dieser Beitrag fokussiert die Frage, welche Spannungsfelder sich am Übergang zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung offenbaren und welche Anforderungen sich daraus für die Hochschulen ergeben. Ausgewählte Handlungsoptionen werden dargestellt und anhand geplanter oder bereits umgesetzter Maßnahmen des Projekts konkretisiert.
Pädagogik der Gesundheitsberufe Ausgabe 11
vom 30.11.2015
Artikelnummer Autor/innen Titel Zeitschrift Ausgabe Vorschau

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Peer Review Artikel

2 PW
1 PdG
GdP
Verlauf von 2005 bis 2018
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
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